Weihnachtsfeier; Geburtstagsfeier

Es ist wieder soweit. Wir haben den 24. Oktober und mein jüngster Sohn hat Geburtstag. 22 Jahre wird er alt. Was für ein erhebendes Alter. Voller Stolz hat er uns alle zum Essen eingeladen. Schon vor Wochen hatte er für diese Geburtstagsfeier einen Tisch bei Toni in unserem Ristorante Roma in Woltersdorf reservieren lassen. Es wurde ein gemütlicher Abend.

Auf dem Weg nach Hause trifft mich auf einmal die Erkenntnis:“ Mein Gott, heute in 2 Monaten ist Weihnachten, Heiligabend!“ Das ist ja gar nicht mehr lange.

Dieser Gedanke an die Weihnachtsfeier will mich nicht mehr loslassen. Am nächsten Tag setze ich mich hin und fange an eine Liste der Dinge aufzustellen, die ich bis zu den Feiertagen noch erledigen muss.

Geschenke! Ich gerate sofort ins Stocken. Wem schenke ich was?

Essen! Wer kommt alles, können alle. Für wie viele Personen muss ich einen Tisch im Ristorante Roma für die Weihnachtsfeier am 25. Dezember bestellen. Es sind ja nur noch knapp 2 Monate.

Kuchen, Plätzchen backen! Ich muss unbedingt schon Backzutaten besorgen, die eine Plätzchensorte muss sechs Wochen durchziehen.

Den Enkelkindern Bescheid sagen, dass das Postamt in Himmelpforten ab 10. November geöffnet ist.

Die Liste wird immer länger. Langsam kommt so ein klein bisschen Panik in mir hoch. Ich weiß nicht, ob es mir nur so geht oder ob noch mehr Leute jetzt schon an Adventsfeier oder Weihnachtsfeier denken. Mich jedenfalls überfällt regelmäßig am 24. Oktober, am Geburtstag meines Sohnes, dieses: nun wirds aber höchste Eisenbahn.

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  1. renate

    Liebe Angelika, da gibt es nur eines: nein sagen.

    Zeit für dich selbst ist sehr wichtig. Lass dich nicht in der Gegend rumschicken – von irgendwelchen Menschen, die möglicherweise nicht mal wertschätzen, was du (für sie) tust.

    Lieber Gruß von Renate

    1. Angelika Beitragsautor

      Liebe Renate,
      früher habe ich auch immer gesagt, Rentner haben Zeit. Heute weiß ich, es ist nicht so. Da jeder annimmt, dass Du ja soviel Zeit hast, schicken sie dich überall hin. Damit bleibt für dich selber keine Zeit mehr übrig. Traurig – aber wahr.
      Lieben Gruß Angelika

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