Was ist mit dem Delta Gelände?

Da wo in Woltersdorf das Fidus-Denkmal steht, dort an der Schleusenstr beginnt das Delta Gelände. Auf dem Gelände werkeln an die 20 Firmen, bieten mangigfaltige Serviceleistungen für die Woltersdorfer und füllen nebenbei noch das Konto der Gemeinde. Das Delta Areal gehörte bis zum Beginn des Dritten Reichs jüdischen Eigentümern und wurde nach der Wende von der IBV in einer Zwangsversteigerung für die Erbengemeinschaft erworben. Auf dem Gelände ist Ordnung eingekehrt, Schutt und Müll und eine Brandruine wurden weggeschafft, ein neuer Zaun und neue Tore wurden errichtet. Mit ruhigen Gewissen kann man sagen, es macht sich – das Delta Gelände. Die Gemeinde sollte helfen und alles unternehmen, um weitere Handwerksfirmen für einen Start auf dem Gewerbegebiet zu gewinnen.

Öfters habe ich schon vernommen, Gewerbeansiedlungen sind nicht so im Sinn der Gemeinde, der steht eher der Sinn nach Schönerem. Naherholungsgebiet, Grüne Lunge von Berlin, Tourismus, das sind die hereren Ziele unserer Gemeindevertretung. Deshalb hat die Gemeinde Woltersdorf, in der Höhne Ära, das Delta Gelände als Sondergebiet Freizeit und Erholung ausgewiesen, obwohl es in den letzten 20 Jahren gewerblich genutzt wurde. Ja, möchten die Woltersdorfer Gemeindevertreter, die dort angesiedelten 20 Betriebe schließen, auf die Steuereinnahmen verzichten und womöglich der jüdischen Erbengemeinschaft das Grundstück abspenstig machen?

Es geht etwas um auf dem Delta Areal, ein Inhaber einer der kleinen Firmen, erzählte mir – alle hätten recht unfreundliche Post von der Unteren Bauaufsichtsbehörde bekommen, der Empfänger hat den Eindruck, er solle dazu bewegt werden, seinen Laden dicht zu machen, ob die anderen Handwerker diesen Eindruck teilen? Was ist dran an den Gerüchten?

*

Ich frage mich, wieso hat die Untere Bauaufsicht und die Gemeinde Woltersdorf auf dem Delta Gelände 20 Jahre lang die Ansiedlung von Gewerbebetrieben geduldet und genehmigt, denn ohne Genehmigung kann ja wohl keiner einen Laden aufmachen, oder? Jetzt nach 20 Jahren, das Gelände ist saniert, weckt es da Begehrlichkeiten bei Woltersdorfer Lokalpolitikern?

Berichtigung:*

Bis heute morgen stand an der Stelle des roten Sternchen geschrieben:
„Jetzt in der Sommerpause trat der Bauausschuss in Nichtöffentlicher Sitzung zusammen und ließ sich von Armin Schramm, Geschäftsführer der IBV, über die Situation auf dem Gelände unterrichten.“

Diese Nachricht ist laut Auskunft vom Delta-Gelände nicht richtig. Herr Schramm hat an keiner nichtöffentlichen Sitzung des Bauausschusses am 6. August 2010 teilgenommen. Die Meldung, dass Herr Schramm an der Sitzung teilnehmen wird, wurde am 5. August 2010 von MOZ-Online verbreitet.

17 Gedanken zu „Was ist mit dem Delta Gelände?

  1. Siegfried

    @ Valentina,

    oder wie heißen Sie eigentlich ?

    nicht immer schimpfen und alles besser wissen,, fällt schon richtig auf hier.

    Wissen se was läuft? nicht meckern, sondern machen !!

    Diese Leute , die in der Gemeindevertretung sitzen,sagten immer, was nicht geht, die hatten wir 20 Jahre, und wir haben die Nase voll davon und zwar richtig voll.

    Nun kommen Sie mal mit nem vernünftigen Vorschlag, wie das hier laufen kann, oder aus die Maus.

    Ich hör mir ja gern alles an, nur bislang kam da inhaltlich ja gar nichts ???

    Wie wollen Sie denn Arbeitsplätze in Woltersdorf schaffen. Sagen se mal. Das ist da einzige, was uns hier interessiert.

    Auf dem Deltagelände läuft was unter schweren Bedingungen, aber es läuft… und so fängt alles mal an.

  2. Valentina

    Ich sehe das auch so und ich würde mir wünschen, dass hier alle Aktuere mit vollständigem Namen agieren. Aber das ist ja nur ein Wunsch. Vielleicht sollte klar formuliert werden, dass hier allenfalls Meinungen ausgetauscht werden, aber keine fundierten Nachrichten. es geht um einen Meinungsaustausch und nicht um Nachrichten. es ist völlig legitim, dass Menschen hier völlig frei von der Leber schreiben, fantasieren und Geschichten erzählen. keine einzige Aussage hier hat den Anspruch auf Wahrheit, Realität oder sonst was.

    Jede Frau, jeder Mann kann sich hier frei entfalten. Das ist hat eine anonyme Kommentarfunktion.

    Bemerkenswert finde ich allerdings, dass das bislang niemanden gestört hat.

    Ich empfehle, dass grundsätzlich nur korrekt registrierte Nutzer hier agieren dürfen, offen bleibt, wer das dann garantieren will.

    Stimmt`s oder stimmt es nicht ?

    Und wer hat überhaupt hier welches Interesse woran?

    Unabhängig argumentiert hier in meiner Einschätzung niemand!

    Schönes Wochenende wünscht

    Valentina

    1. Bernd

      Hallo Valentina, ich ahne es schon lange, Ihnen kotzt dieser Blog an und Sie hätten ihn am liebsten im Hades verbuddelt. Da Sie es nicht können, versuchen Sie seit langem, den Blog mit etwas lächerlichen Kommentaren zu überfluten, natürlich grundsätzlich anonym. Wie heißt es so schön: Wein saufen und viel Wasser predigen. Wie ich sehe schreiben Sie selbst hier, in Ihrem Plädoyer für registrierte Nutzer anonym und mit unterdrücktem Cookie, hat das einen Grund?

      Das hier war immer ein Blog, wo jeder frei von der Leber schreiben kann und das wird auch so bleiben. Wahrheitsgehalt und Weisheit der Kommentare, mag jeder Leser für sich selber beurteilen.

      Meine Artikel sind wahr und überprüfbar, anstatt rumzunöhlen sollten
      Sie mit dem Prüfen beginnen, viel Spaß.
      Mit freundlichen Grüßen
      Bernd Wohlers

  3. Armin-Matthias Schramm

    Ich freue mich sehr, dass, entgegen meiner Annahme, das Thema „Delta“ doch zu einigen Stellungnahmen angeregt hat.
    Noch erfreulicher wäre, wenn es künftig zum guten Stil des Miteinanders gehören könnte, dass die Verfasser zumindest ihren vollständigen Namen nennen würden (Vor- und Nachnahme).
    Ich denke, niemand muss sich hier vor seinem Beitrag verstecken,
    denn es ist allemal richtiger, sich offen, sachlich und auch kritisch auszutauschen, als anonym (wie Nennung nur eines Vornamens) seine Meinung zu vertreten.
    Bei auch allen Nachteilen einer Demokratie, die Freiheit, sich die Meinung sagen zu dürfen, ist ein Grundrecht (Art. 5), von dem jeder auch demokratisch und fair Gebrauch machen darf und es auch sollte.

    Aber noch schnell ein paar Worte zu den Beiträgen.
    Nichts zu tun kostet später meist mehr, als dauerhaft ein wenig zu tun.
    Das Delta-Gelände stand zu keinem Zeitpunkt völlig leer.
    Das ein gewisser Leerstand überhaupt erst stattfinden konnte, liegt
    in diesem Fall nicht allein an den Eigentümern der letzten 20 Jahre,
    sondern auch an der „zügigen“ Bearbeitung von streitigen Sachverhalten durch Behörden, Zwangsverwalter und Gerichte und Entscheidungen der Treuhand Gesellschaft.
    Warum auch die beiden „Container“ unmittelbar vor dem Fidus-Denkmal dem Verfall- und Vandalismus zum Opfer fallen mussten, obwohl sie doch bis zur Wiedervereinigung durch Einrichtungen der Gemeinde genutzt wurden, verstehe wer will.
    Auch Gebäude aus der Zeit der DDR können noch heute ihren Nutzen haben, auch wenn sie nicht immer schön sind, aber sie sind funktionell und zu günstigen Konditionen für insbesondere kleine Gewerbebetriebe oder auch Existenzgründer eine gute Basis, die Fixkosten gering zu halten.
    Auch für Vereine, Künstler und Freizeitaktivitäten bieten sie Möglichkeiten.

    Die derzeitige Entwicklung zeigt, dass es genügend Interessierte für die Möglichkeiten auf dem Delta-Gelände gibt und die sind sehr vielfältig. Die
    verfügbaren Flächen sind fast alle belegt (weil sie ja niemand braucht).
    Und es gibt übrigens auch konkrete inhaltliche Kooperationen, wo der Außenstehende nur bereit ist, nachbarschaftlich spannende Nutzungen zu erkennen.

    Eine gepflegte Altimmobilie ist mir immer lieber, als eine verkommene Gewerberuine. Und niemand sagt, dass eine gepflegte Altimmobilie nicht auch zu gegebener Zeit einem „schönen“ Neubau platzt machen wird. Aber dafür gibt es zur Zeit keinen mir bekannten und auch nachhaltig !!! finanzierbaren Bedarf und bis es einmal soweit sein sollte, erfreuen sich alle Nutzer an den günstigen Möglichkeiten des DELTA-Geländes.

    Ich lade jeden herzlich ein, sich auf einem gemeinsamen Rundgang über
    das Gelände noch weiter darüber auszutauschen. Terminanfrage genügt.
    Denn ich unterstütze gerne jeden konstruktiven Gedankenaustausch.

    Vielen Dank für das zahlreiche Interesse,
    ich freue mich auf viele weitere Stimmen und anregende Beiträge!

    Herzlichst
    Armn-M. Schramm
    auch erreichbar über @: a-m.schramm at arcor.de

    1. Angelika

      Hallo Herr Schramm,

      das mit der vollen Namensnennung ist so ein Ding im Internet. Die meisten Nutzer nehmen Alias-Namen oder kommen mit Vornamen und Bild. Selbst Politiker schreiben im Netz meist nur unter ihrem Nick-Vornamen. Warum, das kann ich Ihnen so auch nicht beantworten. Es hat sich aus der Historie des Internets weltweit entwickelt.
      Die Nutzung des Delta-Geländes für Kleinunternehmen zu günstigen Preisen finde ich sehr gut. Ich hoffe, dass man vielleicht auch für kleinere Veranstaltungen dort Raum schaffen kann. Es wäre für die ältere Bevölkerung bestimmt von Nutzen und auch verkehrsgünstig.
      Mit freundlichem Gruß
      Angelika

    2. Armin-Matthias Schramm

      Nicht jede Entwicklung ist eine gute Entwicklung,
      auch wenn sie weltweit Anwendung finden sollte.
      Und gerade vion Politikern würde ich erwarten, dass
      Ross und Reiter genannt werden.
      Wo bleibt denn da der ehrlöiche Umgang miteinander.
      Vielleicht sollte für Leser- bzw. Forenbeiträge auch die
      DLInfoV Anwendung finden.
      Wer Ehrlichkeit erwartet sollte auch ehrlich seinen
      vollständigen Namen nennen können!

  4. Valentina

    Ich gehe mal davon aus, dass hier zu gern Äpfel mit Birnen zu einem leckeren Obstsalat vermixt werden. Soviel ich weiss ist der Sportkomplex an den Fuchsbergen eine öffentliche Fläche, Spielplatz, Schulsport und Vereinsport sind sicherlich alle im öffentlichen interesse und nahezu in keinem gemeinwesen der Welt kostendeckend zu organisieren.

    Ob das Krankenhaus expandieren will, sagen hierzulande Entwicklungspläne des Landes, etc., da hängen die Kassen mit drin. Das gelände der Christlichen Kita wurde, soviel ich weiss vom krankenhaus an die Gemeinde verkauft, um eine Kita zu errichten. Die haben im EC doch seit 20 jahren solide und gesund expandiert. Das Delta-Gelände ist bezüglich der Nutzungen aus krankenhaussicht sicherlich eher nachbarschaftlich spannend, weniger inhaltlich.

    Im Übrigen, ist die Nutzung einer Telefonzelle als Eisladen eine Nutzungsänderung, insbesondere bauordnungsrechtlich. Und Leerstand über mehrere jahre bewirkt ebenfalls eine völlig neue bauordnungsrechtliche Betrachtung.

    Durch die gefärbte Brille kann das gelände sicherlich als lebendiges und gut erschlossenes Highlight betrachtet werden, städtebaulich, touristisch und funktional ist es aus meiner subjektiven Sicht als Neubürgerin dieser Gemeinde eher ein Schandfleck, der geordnet, entwickelt und behutsam eingefügt werden muss.

    Gleichwohl, der neue Bürgermeister, gerade einmal 100 Tage im Amt, legt bestimmt sehr großen Wert auf die Freiheit der Gedanken, da darf man bestimmt sowohl zustimmend als auch ablehnend denken, argumentieren und schreiben.

    Mit freundlichen Grüßen
    V.

    1. Andreas Heinitz

      Hallo Valentina,

      ist ja schon toll, was sie als bekennende Neubürgerin alles
      über Woltersdorf seinen Tourismus und die Gewerbe- steuereinnahmen wissen.
      Aber ich weiss auch etwas, ich kenne z.B. meinen Gewerbesteuer-
      betrag den ich (fast) immer pünktlich ins Rathaus sende und dieses, geehrte Valentina, tu ich von meinen Büroräumen auf dem DELTA-GELÄNDE und bin nicht der einzige.
      Wir alle, die hier arbeiten sind froh einen solchen Standort in Woltersdorf zu haben und werden alles daran setzen, ihn zu erhalten. Da sie hier neu sind, haben sie vielleicht kein“ vorher und nachher“ Wissen über das Deltagelände, was schon alles geschaffen ist und noch wird. Über bauordnungsrechtliche Angelegenheiten können sich Leute mit Fachkompetenz Gedanken machen.

      Mit freundlichen Grüßen vom Delta-Gelände
      Andreas Heinitz

      P.S. : Vielen Dank für Ihren Beitrag Marita S. – er erspart mir viel
      Schreiberei.

  5. Theo Mütze

    Und da gibt es noch eine Einnahmequelle für das Delta Gelände:

    Die Parkplatzsituation beim christlichen Krankenhaus ist stets unerträglich, beim Delta Gelände gibt es Parkplätze ohne Ende …

    Soll doch mal das Krankenhaus eine Fläche anmieten.

  6. Marita

    Praktisch ist es möglich Eis in einer Telefonzelle zu verkaufen, zumindest ein Gesundheitszeugnis braucht man trotzdem. Den Wandergewerbeschein sollte der Eismann auch mit sich tragen und Telefonzellen sind auch selten geworden.

    Delta-Gelände nicht tauglich für Gewerbe, warum? Das Gelände hat Anbindung an die nicht weit entfernte Autobahn und ein schiffbarer Wasserweg ist gleich vor der Tür. Von Brachen und ungenutzten Flächen kann keine Rede sein, das Gelände ist vollgestopft mit Gebäuden in denen auch rege gearbeitet wird, mit Gewerbeanmeldung, das bringt Steuereinnahmen und bei 20 Betrieben bestimmt in ansehnlicher Höhe. Ansonsten Kleinvieh macht auch Mist.

    Altlasten haben wir gelesen gibt es nicht, das Gelände im Zentrum des Ortes ist daher ein Goldesel, der Begehrlichkeiten weckt und schon oft geweckt hat. Da ist zum Beispiel das Krankenhaus, ohne zusätzliche Flächen kann es nicht expandieren, oder doch? Marode Gebäude sind auf dem Gelände auch nicht zu finden, wozu abreißen, was zur jüngeren Geschichte des Ortes gehört und obendrein bestens genutzt wird, wie sich jeder überzeugen kann.

    Valentina, das Märchen über die Einnahmen ließe sich schnell in eine wahre Geschichte umdeuten, wenn die Gemeinde oder die Steuerpflichtigen einmal die Zahlen bekannt geben würden. Das die touristischen Ambitionen (auch noch andere) der Gemeinde zu teuer sind ist allen bekannt, für das Gelände Fuchsberge mußte jetzt für das erste Halbjahr ein Zuschuss von 30.000 Euro berappt werden, schon jetzt wurde angedeutet, dass der Zuschussbetrieb noch ewig weitergehen wird, ein Ende ist nicht abzusehen, deshalb sollen die Zuschüsse in den Haushaltsplan aufgenommen werden, da fällt die Summe zwischen den anderen Zahlen nicht so auf.

    Die Entwicklungsziele sind doch wohl in erster Linie Visionen des Besitzers und nicht der Gemeinde. Wir leben doch nicht mehr im Kommunismus. Verantwortungsvolle Kommunalpolitik setzt Freiheit der Gedanken, der Rede und der Schrift voraus, wir haben erst einige Monate einen neuen Bürgermeister, schauen wir mal wie es sich entwickelt.
    Hochachtungsvoll
    M. S.

  7. Valentina

    ich bin ziemlich sicher, dass in Woltersdorf weder Tourismus (Naherholung) noch Gewerbe auf dem Delta-Gelände relevante Einnahmen erzielen. das ist ein Märchen. Die touristische Funktion der Kommune kostet eher Geld und geht zu Lasten der angestammten Bevölkerung. Und Gewerbesteuereinnahmen auf dem Delta-Gelände gehören wohl eher in das Reich der fantasie, nehme ich an.

    Spannder ist doch wohl, welche Entwicklungsziele das Öffentliche Interesse berücksichtigen, und nicht etwa das private interesse von dem einen oder anderen Eigentümer eines grundstückes. das ist verständlich, aber doch nicht die Handlungsmaxime einer verantwortungsbewußten Kommunalpolitik.

  8. Yvonne

    Das hier immer wieder Grundstücke für „Für Freizeit und Erholung“ oder auch als Landschaftsschutzgebiet umgewidmet werden, ist allgemein bekannt. Ich kenne auch so ein Fall. Da wurde das Grundstück von Frau Höhne, auf dem eine Fabrik steht bis an die Rüdersdorferstraße auch zum Landschaftsschutzgebiet gemacht. Allerdings hat der Fabrikteil Bestandschutz und damit bleibt er stehen. Also, so einfach ist es auch nicht Gebiete umzuwidmen.

    Ich finde, dass Delta-Gelände sollte in der jetzigen Form erhalten bzw. erweitert werden. Die daraus resultierenden Steuereinnahmen kann die Gemeinde Woltersdorf gut gebrauchen. Der Tourismus bringt doch nur in bestimmten, knappen Zeiträumen etwas ein.

  9. Juliane Schneewolf

    Erfreut bin ich, dass sich hier ein öffentlicher Dialog anzubahnen beginnt, welche zukünftige Nutzung ein relativ großes Grundstück auf dem Woltersdorfer Werder erfahren soll.

    Beruhigen möchte ich alle, die eine Gefährdung der Schutzgüter Wasser, Boden, Luft und Mensch durch Altlasten befürchten. Umweltrelevante Schäden auf dem Grundstück sind nicht bekannt.

    Tatsache ist, dass das Grundstück seit mehr als 40 Jahren gewerblich genutzt wird und im Flächennutzungsplan der Gemeinde Woltersdorf seit gut 10 Jahren als Sondergebiet für Freizeit und Erholung ausgewiesen ist, dass die Umgebung des Grundstücks durch eine ungeordnete Bebauung gekennzeichnet ist und die Städtebauliche Ordnung nur durch die Aufstellung eines Bebauungsplanes erfolgen kann.

    In einem unbeplanten Gebiet legal errichtete und genutzte Gebäude genießen Bestandsschutz auch dann, wenn nach einem später aufgestellten Bebauungsplan die alte Nutzung nicht mehr genehmigungsfähig ist.

    Durch die Gemeinde Woltersdorf wird eine Umstrukturierung des Gewerbestandortes angestrebt.

    Durch die Eigentümer auch!

    Die Nachgeborenen der Alteigentümer, die 2008 Geld ausgegeben haben, um das Eigentum am Grundstück neu zu ordnen und es so vor weiterer Verwahrlosung zu bewahren, müssen Einnahmen erzielen, um die Kosten der dringend notwendigen Arbeiten zu bezahlen, wenn nicht die nächste Zwangsversteigerung vorprogrammiert werden soll.

    Viele Projekte lassen sich nur mit Geld realisieren.

    Und für die Realisierung des Projekts
    Wahlverwandtschaft Woltersdorfer Werder
    – geboren werden – leben – arbeiten – sterben –
    in einer Mehrgenerationen(wohn und arbeits)gemeinschaft wird viel Geld benötigt!

    Welch Glück, dass die Nachkommen der Alteigentümer nicht auf jeden Pfennig angewiesen sind und die ihnen gehörenden Flächen langfristig, zukunftsorientiert erhalten und nicht kurzfristig gewinnorientiert verwerten wollen!
    Welch ein Glück, dass sie bereit waren, 2008 Geld auszugeben, um ein großes Gelände für ein großes Projekt zu erhalten!

    Der Gebrauswert des Grundstücks ist hoch, denn unsere Erde ist begrenzt und viel zu viel Erde dient schon der Gewinnerzielung.
    Einen Tauschwert hat ein Grundstück, das nicht verkauft werden soll nicht.
    Was ein formaler Wert ist, weiß ich nicht.

    Und das Projekt Wahlverwandtschaft Woltersdorfer Werder wird noch viel Geld kosten, wenn sich diese Vision hier in Woltersdorf materialisieren soll.
    Zeit wird gebraucht und Einahmen werden gebraucht, weil die Großzügigkeit der Alteigentümer nicht grenzenlos ist und sich das Projekt in der Zukunft wird selbst finanzieren müssen.
    Und nach dem Stand der Dinge ist es auch nicht ausgeschlossen, dass das Projekt nicht erst an Geldmangel sondern schon vor seiner Geburt am Willen unserer Kommunalpolitiker scheitert.

    Reges Interesse an der geplanten Umstrukturierung und Verwertung der Flächen wünsche ich mir

    1. Egon

      Mit den Grundstücken war es zu Höhnes Zeiten doch so: Bürgermeister kümmert sich um jedes Grundstück persönlich. Da man sich aber nicht um alle Grundstücke gleichzeitig kümmern konnte , so wurden gerade die problematischen und großen Grundstücke in die Warteschleife gelegt.

      Dies geschah via Widmung als „Fläche für Freizeit und Erholung“ und gilt nicht nur für das Delta Gelände sondern auch für das ehemalige Stasi-Camp neben der ehemaligen Ertel Werft Mit dieser Widmung sind die Grundstücke quasi unverkäuflich.

      Dann hatte man nach alter Doktrin ausreichend Zeit für die Entwicklung und Zeit den gewünschten Käufer/ Nutzer zu finden.

      Damit ist nun hoffentlich Schluss

      Und: Die Umbauarbeiten am genau gegenüber liegenden Krankenhaus sind nach vielen Jahren so gut wie beendet und es platzt schon wieder
      aus allen Nähten.

  10. valentina

    Ach du liebe Güte …

    also, mein Mann hat auch ein Gewerbe und natürlich kann in Deutschland zunächst jeder jedes Gewerbe in einer Telefonzelle anmelden und stellt ggf. erst viel später fest, dass man da drin kein Eis verkaufen darf.

    Auf dem Delta Gelände erscheint es mir sehr schwierig, und ich halte den Standort eigentlich für gewerbeuntauglich, zumindest städtebaulich und ortsgestalterisch. Außerdem haben Brachen und ungenutzte Flächen soviel ich weiss , keinen Bestandsschutz. Die Verwaltung des Delta-Geländes will sicherlich eher Einnahmen erzielen und Flächen verwerten. Für was auch immer? Der formale Wert wird wohl kaum einen Politiker in Verlegenheit bringen. Die Entsorgung der Altlasten wiegt wahrscheinlich den Bodenwert auf, dazu der Abriss aller maroden Gebäude.Begehrlichkeiten weckt das Gelände wahrscheinlich eher bei Blauäugigen und Ahnungslosen …

  11. Armin

    Liebe Redaktion,

    es ist schön, wenn Positives über unser Bemühen rund um das Delta-Gelände berichtet wird und wir sind auch dankbar für jede Unterstützung.
    Aber es wäre noch schöner, wenn Sachverhalte auch zutreffend berichtet werden könnten.
    Denn falsch ist, dass dem Bauausschuss der Gemeinde in der Sommerpause in nichtöffentlicher Sitzung von mir oder von einem von mir Beauftragten über das Delta-Gelände berichtet worden wäre. Eine solche Sitzung ist mir nicht bekannt.
    Falsch ist auch, dass „alle“ Mieter auf dem Gelände unfreundliche Post
    erhalten haben, es sind „nur“ ca. 1/3. Aber es ist schon äußerst verwunderlich, mit welcher Methodik die Behörde hier aktiv geworden ist.
    Wir sind aber nach Kräften gemeinsam bemüht, die Unstimmigkeiten zu klären und berichten dann gerne über das Ergebnis.
    Falsch ist auch, dass das Gelände nicht erst nur 20 Jahre gewerblich genutzt wird, sondern bereits mindestens seit Anfang der 70er Jahre.
    (Wer weiß eigentlich, woher der Name „Delta“ seinen Ursprung im Zusammenhang mit diesem Gelände hat? – Wir haben gerade die Chronik mit der Entwicklungsgeschichte zum Delta-Gelände gefunden, wenn daran Interesse besteht, Anfrage genügt.)
    Schön wäre es auch, wenn das Gelände schon vollständig saniert wäre.
    Sicher ist schon viel geschafft, aber es gibt auch noch einiges zu tun.
    Wir halten es dabei aber mit dem „ALDI“-Prinzip, wir leisten uns nur, was wir auch aus eigener Kraft bezahlen können. Deshalb dauert es leider
    etwas länger, sollte dafür dann aber auf solidem Fundament stehen.

    Ich gebe Interessierten und Neugierigen gerne auf Ihre Fragen auch Antworten und natürlich besonders gerne den Woltersdorfern.
    Jeder sachliche Gedankenaustausch hilft, Wünsche, Erwartungen und Möglichkeiten kennenzulernen, ich freue mich darauf.

    Bevor aber Sachverhalte veröffentlicht werden, sollte auch der dazu angesprochen werden, der über die konkrete Hintergründe informiert ist.
    Falschmeldungen und Halbwahrheiten helfen keinem, auch wenn es noch
    so gut gemeint ist. Leider wurde vor Veröffentlichung des hier angesprochenen Berichts zu mir kein Kontakt aufgenommen!

    Also bitte immer den direkten Kontakt aufnehmen, dann ist es für alle ganz klar und keiner muss etwas unter sich ausmachen, über das sich andere dann wieder nur ärgern können.
    Meine Email-Adresse lautet: a-m.schramm at arcor.de

    Trotz allem vielen Dank für das Interesse und den Bericht.

    Beste Grüße
    Armin-Matthias Schramm

    1. Bernd

      Hallo Herr Schramm,
      es ist uns sehr unangenehm, dass wir einer Meldung der MOZ-Online unbesehen geglaubt haben und dadurch Falsches berichteten. Wir haben Ihnen den Link und den Artikel mit Fax zugesandt.
      Gruß
      Bernd

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