Trauerfeier für’s Sommerfest

Ganz kurzfristig lud unser Bürgermeister die Woltersdorfer Vereine und die Fraktionsvorsitzenden unserer Parteien zu einem Meeting im Ratssaal ein. Thema war das geplatzte Sommerfest auf der Maiwiese. Die Fraktionen von CDU/FDP, SPD und WBF sagten ab, eine Einladung einen Tag zuvor am 13ten war deutlich zu kurzfristig. Die Fraktion Linke/Grüne konnte er nicht erreichen. Von den Vereinen waren insgesamt 18 Personen erschienen.

Der BM trug vor, Herr Farr hat, wie allgemein bekannt, alle Verträge gekündigt. Er wollte den immer am Samstag stattfindenden „Tag der Vereine“ retten und hat deshalb bei den Fraktionen nachgefragt, ob sie die Deckung der fehlenden 10.000 Euro aus Haushaltsmitteln bewilligen würden. Er bekam, mit Hinweis auf die Haushaltssperre, einen ablehnenden Bescheid. Herr Farr war auch nicht bereit den „Tag der Vereine“ mit dem „Tag der offenen Tür“ des Rathauses zu verbinden, aus rechtlichen Gründen (GEMA) sei das nicht möglich. Er erwarte nun Vorschläge der anwesenden Vertreter der Vereine. Der BM sieht sich nur noch in der Lage, zu einem politischen Frühschoppen, am Sonntag, 21. August, 11:00, nach der Kirche im Ratssaal einzuladen. Dort möchte er über die weitere Zukunft des Sommerfestes, der Vereine, des Veranstaltungsortes Maiwiese diskutieren. Er, der BM, habe kein Catering und hoffe, dass der eine Bier spendet und der andere Schmalzstullen reicht.

Die Chorgemeinschaft hat wegen Terminüberschneidungen abgesagt. Der Sportverein steht hinter dem Sommerfest, müsse aber die Situation neu überdenken. Der Verein „Kulturhaus Alte Schule“ fragte nach, ob es Infostände gäbe. Der BM: zwei bis drei Tische für Infomaterial könne er sich vorstellen. Der WCV06 (Woltersdorfer Carneval Verein) meinte: sie werden wohl teilnehmen, aber kein Programm machen, sondern nur Infomaterial mitbringen.

Den Hauptteil nutzte der neue Mittelstandsverein mehr zur Selbstdarstellung und Eigenwerbung. Wilhelm Diener, der Vorsitzende, meinte: Ist ja alles nur eine Notlösung, wollen wir das Sommerfest überhaupt beibehalten? Peter Reschenberg, ebenfalls Mittelstandsverein, stimmte den Worten von Herrn Diener zu, er selbst sei traurig, dass es nicht stattfinde. Er sieht Dr. Vogel als Bürgermeister aller Woltersdorfer und findet es nicht in Ordnung, dass sich die Abgeordneten zurückgezogen haben. Er wird am 21. August etwas mit seinem Karnevalsverein machen. BM Rainer Vogel antwortete ihm: er war bis zum Nachmittag überzeugt, dass der Samstag möglich ist, die Fraktionen haben ihm den Boden weggezogen. Dann kam Christoph Albert vom Mittelstandverein mit einer eigenartigen Bemerkung: Wir sind der Souverän, die Abgeordneten werden sich noch wundern, es folgte ein längerer Vortrag über die konstruktive Zusammenarbeit mit anderen Vereinen, dass die Vorbereitung für das nächste Sommerfest jetzt schon sein muss und er monierte, dass der größte Sportverein, der Motorsportverein, nicht anwesend ist. Zum Ende diktierte er den versammelten Vereinsmitgliedern, den 22. Juli als Termin für ein weiteres Treffen der Vereine beim Griechen. Meine Meinung: Ob die alle zum Griechen wollen und ob allen der 22te recht ist, danach hat er nicht gefragt, interessierte ihn augenscheinlich auch nicht sonderlich.

Wilhelm Diener nutzte die Gelegenheit für seinen Woltersdorftag Reklame zu schieben und Herr Albert schob nach: das soll kein Pendant zum Sommerfest sein. Ich fand – ein bisserl zuviel Mittelstandsverein im Vordergrund.

Das war’s, mehr gibt es nicht zu berichten. Aber wer möchte kann sich das entgangene Programm, an dessen Erstellung auch Ralph Utecht mitwirkte hier ansehen.

9 thoughts on “Trauerfeier für’s Sommerfest

  1. peter reschenberg

    Hallo Herr Wohlers,
    ein letztes Mal will ich mich zu den Dingen äußern, dann wird es keine Reaktion von mir mehr geben.
    zu 1 es tut mir leid, das ich den Unterschied zwischen Gesangsverein und Chor nicht kenne. Das Wort Fratze habe ich und werde ich nicht in den Mund nehmen. Ich habe in das Gesicht geschaut, vielleicht war es auch nur Wutverzert, weil alles nicht so gelaufen ist, wie man es gewünscht hat. Aber das ist Demokratie.
    zu 2 War ich der Meinung, das Sie in ihrer Antwort einiges hätten richtig stellen müssen. Sie haben die journalitische Pflicht als Herausgeber dieser Seite.
    zu3 jeder kann Fragen was er will, jedoch muß man mit Reaktionen rechnen, wenn die Frage so provokativ ist. Der BM hatte eindeutig in seiner eigenschaft als BM von Woltersdorf eingeladen und nicht als Mitglied der Grünen.
    zu4 sicher habe ich mich nach Herrn Diener gemeldet, mein Bedauern über den Ausfall des Festes kund getan, mich deshalb als Klakör von Herrn Diener hin zu stellen ist nicht fair und entspricht nicht den Tatsachen.
    Im übrigen sind Wortprotokolle genauso subjektiv, wie gesprochenes Wort.
    zu 5 Ich habe nicht bestritten, das gesagt zu haben, sondern kritisiert das alles aus dem Zusammenhang genommen haben.
    Noch ein schönes Wochenende
    Peter Reschenberg

    1. Bernd

      Lieber Herr Reschenberg, wir tragen mit dieser Diskussion nur die Kirche um’s Dorf. Ich freue mich deshalb, dass wir in fast allem übereinstimmen, bis auf die politische Generallinie.
      Auch Ihnen einen schönen Restsonntag
      Bernd

      PS: Niemand wird Sie als Claqueur (bezahlter politischer Beifallklatscher) bezeichnen.

  2. peter reschenberg

    Sehr geehrter herr Wohlers,
    lange habe ich überlegt, ob ich einiges, was Sie völlig falsch und irreführend kommentiert haben, richtig stelle.
    Da durch ihre Art zu schreiben auch Herr Schramm eine falsche Auffassung zum Thema des Tages, zu dem der BM eingerufen hatte, bekommen hat, war für mich klar,das ich antworte.
    Auch ist die Meinung der Fam. Klawitter sehr komisch, da sie nicht wissen können, wie die finanzielle Situation des MVW aussieht. Von den Veranstaltern ganz zu schweigen!!!
    Zu dem Artikel.
    Ich war an diesem Tag, das habe ich deutlich gesagt, als Vertreter der EWG anwesend und nicht des Mittelstandsvereins. Ich habe Herrn Diener nicht bei gepflichtet, sondern meinen Standpunkt aus der Sicht eines ehemaligen Veranstalters ( fast 25 Jahre habe ich das Fest organisiert) geschildert.
    Völlig falsch ist ebenfalls auch mein Satz zum BM wiedergegeben worden. Ich sagte der Herr Dr. Vogel sei der Bürgermeister aller Woltersdorfer, der demokratisch gewählt worden ist, nach dem aus ihrer Ecke die respektlose Frage kam, “ Herr Dr. Vogel, sind Sie heute als BM der Grünen, oder als BM von Woltersdorf hier. Mag sich der geneigte Leser selber seinen Reim daraus machen. Sehr schade finde ich, das es hinter dem Mantel eines von mir sehr geschätzten Vereines geschah. Hinterher erfuhr ich, das der Verein sich davon distanzierte.
    Im übrigen ist der Karnevalsverein nicht MEIN Verein, sondern seit 1974 in Woltersdorf ansässig. Nur zu ihrem Information.
    Erschrocken war ich, als wir das Rathaus verließen, und ich in ein fast haßverzerrtes Gesicht schauen musste, welches mir dann den Satz entgegen schleuderte“ Ihr seit ja ein Vogelchor“. Daran schlossen sich dann Worte gegen Dr. Vogel und Herrn Langen an, die ich nicht annehmen wollte, da sie mit dem von Ihnen gefordertem demokratischen Verhalten gegen einen anderen Vorsitzenden nichts aber auch garnichts zu tun haben.
    Den Rest des Artikels, der ebenfalls völlig aus der Realität kommt und dem Gesagten entgegen steht kann ich nicht kommentieren, das sollten die Genannten selber tun. Nur soviel, es stimmt vieles( oder alles?) nicht so richtig.
    Sie haben leider auch Herrn Schramm nur soviel mitgeteilt, wie Sie persönlich es für richtig hielten. Das das finanzielle Engagement hier überhaupt keine Rolle mehr spielte haben Sie völlig vergessen.
    Noch etwas ganz wichtiges: Bis zur Übernahme durch Herr Farr gab es KEINE Unterstützung durch die Gemeinde( welch ein Zufall !).
    Auch vergessen Sie immer wieder, wer denn KKB abgewickelt hat! Das alles, was Woltersdorf jetzt auf die Füße fällt , sind Altlatsten und Erbe aus der vergangenen Zeit.
    Ein Wort noch zu den Selstdarstellern – die sich mit solchen Argumenten melden – sind diese nicht die größten Selbstdarsteller?!?

    mit freundlichen Grüßen

    peter Reschenberg

    1. Bernd

      Hallo Herr Reschenberg, im Großen und Ganzen möchte ich zu Ihren Ausführungen nichts sagen, nur einige winzige Fehler berichtigen.

      1) Nie sagte derjenige Vogelchor, sondern immer Vogelgesangsverein, bestimmt nicht mit haßverzerrter Fratze, es gibt keinen Gesangsverein, der mehr zu seiner Erheiterung beiträgt als der vorgenannte.
      2) Ich halte Herrn Schramm durchaus in der Lage aus meiner Schreibe die richtigen Schlüsse zu ziehen, obendrein habe ich Herrn Schramm nichts mitgeteilt.
      3) Es hat jemand gefragt, ob Dr. Vogel als BM oder Grüner anwesend ist. Die Frage halte ich durchaus für legitim, im ersten Fall vertritt er die Gemeindeverwaltung, im zweiten Fall seinen Grünen Verein.
      4)Sie sagten auch als direkter Nachredner von Herrn Diener: „Er trägt das gesagte von Herrn Diener mit. Er ist am 21.08 dabei. Er ist traurig das es nicht stattfindet…“ (Auszug aus unserem Wortprotokoll)
      5) Sie haben den von mir so wiedergegebenen Satz: „Er sieht Dr. Vogel als Bürgermeister aller Woltersdorfer und findet es nicht in Ordnung, dass sich die Abgeordneten zurückgezogen haben“, gesagt. Sie haben damit ihre legitime politische Meinung geäußert und an der ist nichts zu beanstanden.
      Herzlichst Bernd

  3. gustav gans

    Hallo Fam. Gewitter,

    so klingt das Grollen. Bevor man schreibt sollte man richtig nachdenken.

    So viel Müll habe ich selten gelesen. Infos schaden nur dem, der keine hat.

    Mit freundlichen gak gak G. Gans

    1. Bernd

      Lieber Gustav Gans, anonym einen anderen anmachen, ist für mich nicht so richtig die feine Lebensart, insbesondere wenn die unschöne Mitteilung völlig substanzlos ist. Den Gustav Gans, den ich kenne, kenne ich als einen mutigen Mann, der es bisher nicht nötig hatte sich unter einem Gänsekleid zu verkriechen, oder erfordert das jetzt die neue Vereinsdisziplin?

      Mir geht es wie Fam. Klawitter, seit ich berichtete was ein Mitglied des Mittelstandsvereins im Ratssaal sagte, bekomme auch ich anonyme Mails. Schön sind die Schreiben solcher Hasenherzen meist nicht, aber an jedem PC befindet sich eine Löschtaste 🙂

      Den Kommentar lasse ich hier – einmalig – als Beispiel dafür -wie es nicht sein soll – stehen.

      Gruß Bernd

  4. Fam. G. Klawitter

    Was mischt sich jetzt eigentlich dieser Mittelstandsverein so ein? Von denen, besonders die Selbstdarsteller, ist nicht ein einziger in der Lage ein Volksfest zu organisieren. Mal von den finanziellen Vorrausetzungen abgesehen. Aber es ist wohl so üblich, die nichts haben und nie was geben können und daher nicht wollen, brüllen am lautesten. Wenn ich mir die Argumentation auf deren Seite zum Sommerfest ansehe, dann könnte ich …!
    Ist schon richtig Bernd, Selbstdarstellung hoch zehn.
    Wie heißt es so schön: „Man sollte jemanden fragen, der sich damit auskennt“!

  5. A.-M. Schramm

    Nachfrage:
    Was waren eigentlich die Gründe, dass Herr Farr alle Verträge für das Sommerfest gekündigt hatte, wo liegen die Gründe für die Absage der bisherigen Sponsoren?

    Wurde auf der Versammlung mitgeteilt, warum nur die Politik und die Vorstände der Vereine zu dieser kurzfristigen Versammlung geladen wurden? – Ist es nicht das Woltersdorfer Sommerfest der Woltersdorfer?

    Wurde in der Versammlung einmal erläutert, wofür wieviel Geld benötigt wird, wodurch welche Einnahmen erzielt werden würden, welche Beträge verbindlich durch welchen Kostenträger zugesagt waren und wurde überlegt, was evtl. noch hätte eingespart oder günstiger „eingekauft“ werden können? – Zusammengefasst, wurde die Veranstaltungskalkulation offengelegt?

    Und vielleicht wäre es das Sommerfest ja auch wert, dass von den Steuereinnahmen der Gemeinde je Einwohner 1,- EUR aus der Gemeindekasse zur Verfügung gestellt werden, Haushaltssperre hin oder her. Das wären dann nicht einmal 10 Cent pro Monat und Einwohner.
    Und der dann noch offene Betrag könnte dann vielleicht doch noch über neue Sponsoren aufgebracht werden.
    Viele kleine Sponsoren sind vielleicht auch hilfreicher als wenige Große.

    Wäre schön, wenn noch mehr Hintergrundinformationen mitgeteilt werden könnten.

    Danke für die unermüdliche Arbeit
    und herzlichen Gruß
    AMS

    1. Bernd

      Lieber Herr Schramm,
      wie hier schon des öfteren gesagt, Transparenz und Öffentlichkeit unseres Gemeindeoberhauptes hat noch Entwicklungspotential. Herr Farr hat alle Verträge kündigen müssen, weil keine Deckung vorhanden war. Warum die bisherigen Sponsoren abgesagt haben, wurde nicht mitgeteilt. Einige Stimmen meinen, dies sei auf einen Artikel (Link, hier in einem Kommentar von Frau Drawe) von Daniel Kämpfe zurückzuführen. Ein Grund für die knappe Zeit zwischen Einladung und Meeting wurde nicht genannt. Ebenso wurde keine Planung und keine Kalkulation vorgelegt, einzig die Deckungslücke von 10.000 Euro ist allgemein bekannt. Dass die Haushaltssperre strikt, ohne Ausnahme, eingehalten wird, finde ich richtig, es fördert die Haushaltsdisziplin für die Zukunft. Viele kleine Sponsoren wären vielleicht bereit gewesen zu geben, dazu bedürfte es aber eines Bürgermeisters, der das Vertrauen der Bevölkerung besitzt und da sieht es nicht so rosig aus.

      Hintergrundinformationen würden wir gerne bringen, diese werden uns, wie Sie wissen, seit eh und je vom BM für Transparenz und Öffentlichkeit verweigert.

      Schönen Sonntag wünschen Ihnen
      Angelika und Bernd

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