Trasse der Straßenbahn

9. Juli 2010 Aus Von BerndWohlers

Trasse Wolterdorfer StraßenbahnEs war einmal, so vor fünf Jahren, dass die Trasse im Bereich Rudolf-Breitscheid Straße mit Kopfsteinen gepflastert wurde. Die alten Steine sahen gut aus und passten sich vorzüglich in das historische Umfeld ein. Woltersdorf vermochte damals die damit verbundenen Kosten nicht allein zu stemmen und so wurde ein Antrag auf Fördermittel gestellt und bewilligt. Der Vertrag enthält die Auflage, dass das Pflaster zwanzig Jahre liegen bleiben muss. Hält sich die Gemeinde nicht an das was abgemacht wurde, ist die ganze Förderung oder ein Teil davon futsch.

Jetzt wurde die Trasse wieder saniert und was sehen meine trüben Augen, dass die einstige Augenweide, sich jetzt als häßliches, schwarzes Teerband dahinschlängelt. Von Kultur kaum beleckt, haben die Macher die Trasse der Straßenbahn mit unansehnlichem Teer überziehen lassen. Nicht nur, dass das historische Bild der Straße verschandelt wurde, es wurde auch der Vertrag über die Fördermittel von der Verwaltung unserer Gemeinde gebrochen. Muss Woltersdorf jetzt die einst bewilligten Gelder zurück überweisen? Oder gab es eine Vertragsänderung?

In ein sehr schlechtes Bild setzten sich auch der Bürgermeister und der zuständige Amtsleiter, die für die Scheußlichkeit verantwortlich sind. Solche Entscheidungen, die zu einer Veränderung des Ortsbildes führen, hätten in der Gemeindevertretung diskutiert werden müssen.

In der Sitzung des Hauptausschusses am 24. Juni hat Dr. Vogel in seinem Bericht des Bürgermeisters so ganz am Rande erwähnt, die Trasse vielleicht zu asphaltieren, die Rutschgefahr im Winter wäre dann nicht mehr so groß. So scheint auch hier, wie bei der Alten Schule, Dr. Vogel seine eigenen Vorstellungen durchzuboxen. Nur die Art, wie über den Belag für die Trasse der Straßenbahn entschieden wurde, die finde ich nicht angemessen und so sollte in Zukunft nicht mehr gearbeitet werden.