Schlagwort-Archive: Stasi

Kürzer ging’s nicht

In Woltersdorf tagte heute der Stasi Ausschuss unter dem anspruchsvollen Namen: „Zeitweiliger Ausschuss auf Überprüfung der Gemeindevertreter nach dem Stasi-Unterlagen-Gesetz“. Wir waren neugierig und sind’s noch immer. Der öffentliche Teil der Sitzung dauerte exakt 4 Minuten. Über die Unterlagen von der Birthler Behörde wurde nichts bekannt, die Abgeordneten wollten sie nichtöffentlich auswerten.

Es war immer so, wird’s spannend, fliegt die Bevölkerung raus und muss raten. Raten wir mal! Gäbe es keinen Treffer im Bericht, dann bräuchte man kein Geheimnis daraus machen. Also könnte ein Treffer dabei sein! Der Fantasie sind da keine Grenzen gesetzt 🙂

Gemeindevertretersitzung – Dez 2010

Der Nikolaus war schon vor uns dagewesen, den Abgeordneten und den Amtsleitern hatte er eine Kleinigkeit auf den Tisch gelegt. Frau Doernbrack leitete die Sitzung und diesmal klappte es auch hervorragend mit der neuen Mikrofonanlage, nur die beiden WBF_ler hatten noch mit dem ungewohnten Teil vor sich zu kämpfen. Frau Prof. Böhm ließ sich von der fremden Technik nicht überrumpeln, sie stand auf und redete, wie immer, ohne Mikro, wahrlich sie braucht es auch nicht.

Nach den üblichen Einleitungen begann es mit dem Bericht Weiterlesen

Edelgart Sorgenreich

Der Erbprinz des Verlagshauses DuMont hat Kommentare zu Blogbeiträgen geschrieben. Ungewöhnlich daran ist, er hat unter verschiedenen Namen einen dreistelligen Betrag von seltsamen Kommentaren gegen Konkurrenten, Freunde und den Betreiber des Blogs losgelassen.

Vor einigen Monaten erlebte ich ähnliches. Da wurden in meinem Blog über einhundert ellenlange Kommentare geschrieben. Weiterlesen

Schießen Sie doch vorbei

Hände falten
Köpfe senken
und dabei an Lenin denken

Harald Rabe in Woltersdorf

Harald Rabe

Harald Rabes Frau war Kindergärtnerin in der DDR und sollte dort die Kleinsten an den sozialistischen Götzendienst heranführen. Die 10 Gebote der Kommunisten, die jeder bei der Jugendweihe erhielt, kenne ich, dass sich die Perversität noch steigern ließ, war mir neu. Für eine Familie, in der christliche Werte hochgehalten wurden, eine schwere Bürde. Harald Rabe war, wie sein Neffe Peter Schäfer erzählte, etwas vorlaut, christlich und zu allem auch noch westlich orientiert, er musste zwangsläufig eines Tages mit der Stasi kollidieren. Über diesen Zusammenprall berichtete Harald Rabe, nach seiner Vorstellung durch Pfarrer Trodler, in der Woltersdorfer St. Michael Kirche.

Wie kam es, dass die Stasi sich für ihn interessierte? Weiterlesen

Vortrag von Harald Rabe

Harald Rabe erzählt, wie er von der Stasi gegriffen und eingesperrt wurde. Seine dann folgenden Erfahrungen mit der Firma möchte er uns am 18. November 2010, ab 19:30 Uhr in der St. Michael Kirche näher bringen.

Am 5. November 1986 wird er von einem Greiftrupp der Stasi verhaftet,
der Tag zählt seitdem zu einem der schwersten in seinem Leben. Er soll sich herabwürdigend über die DDR ausgelassen haben. Neun Monate blieb er in Untersuchungshaft, während der Zeit wird der Tatvorwurf verschärft, nun war ’s staatsfeindliche Hetze und Aufwiegelung.

An ihm, seiner Familie und Kollegen zeigt der Apparat, wie er reagiert, wenn er jemanden zum Schweigen bringen möchte. Harald Rabe hat über die schwere Zeit ein Buch mit dem Titel „Schießen Sie doch vorbei!“ geschrieben, das er uns innerhalb des Vortrags vorstellen möchte.

Eine Zusammenfassung des Vortrags von Harald Rabe finden Sie in dem Artikel „Schießen Sie doch vorbei“

Stasi Vortrag in St. Michael

Wie kommen Sie nur auf die Idee, ein Spitzel zu sein? Nein, wir vom Ministerium für Staatssicherheit tun uns niemals mit Spitzeln zusammen. Wir arbeiten immer nur mit ehrlichen Menschen, niemals mit Lügnern und Denunzianten. So beantwortete ein Stasi Offizier die Frage eines neu angeworbenen Informellen Mitarbeiters (IM): Nun bin ich wohl ein Spitzel? Die Antwort zeigt deutlich das verquastete Weltbild derjenigen, die für den einst weltweit größten Geheimdienst alles und jeden bespitzelten.

In der gutbesuchten Woltersdorfer St. Michael Kirche Weiterlesen

Hauptausschuss-Juni 2010

Die Hauptversammlung, wohl die letzte im Rathaus, auf mörderischen Stühlen, soll ins Feuerwehrhaus verlegt werden, so verkündete es der Vorsitzende, Prof. Dr. Stock. Ich danke ihm für die Rücksichtsnahme auf unsere Gräten. Dr. Vogel hat seinen Bericht des Bürgermeisters gut serviert, hat erstmals an die miese Akustik des Raumes gedacht und sogar nachgefragt: Ob er laut genug spreche und alle ihn verstehen, weiter so Herr Bürgermeister. Unter anderem nannte er für den Vortrag „Stasi-Struktur und Stasi-Aktivitäten zum Ende der SED-Herrschaft in Woltersdorf und der Region“ den Termin am 24. August 2010 um 19:00 Uhr in der Kirche. Weiter: Netto hat die Anfrage des BM mit der Bitte um Beteiligung an dem Radweg an ihrer Filiale Berliner Straße positiv beantwortet.

Es kam das Tohuwabohu Weiterlesen

Woltersdorf: Hauptausschuss

Gestern Abend tagte der Hauptausschuss, diesmal im Rathauszimmer. Die Stühle sind grauenvoll und verstehen kann der Zuhörer oft nur Bahnhof, das soll heißen, an Akustik hat nie jemand gedacht. Insbesondere unser BM Dr. Vogel spricht zu leise, auf Zuruf reagiert er zwar mit mehr Belastung seiner Stimmbänder, Minuten später hat er ’s aber vergessen und die Unverständlichkeit geht von Neuem los. Eine Mini-Anlage – Micro – Verstärker – Lautsprecher, für wenige Euros bei Conrad zu bekommen, würde die Quälerei für unsere Ohren ein schnelles Ende bereiten.

Es wurde wieder mal gewählt, der alte Vorsitzende Prof. Dr. Wolfgang Stock ist auch der Neue. Zum Stellvertreter wurde der BM, Dr. Rainer Vogel gewählt. Weiterlesen

IM Rathaus Woltersdorf

Kaum hat sich „Der Brandenburger“ durchgerungen, die seit Jahrzehnten überfällige Stasi-Prüfung anzuleiern, da kommen sie aus ihren Löchern – die, die alles nachmachen, nichts Eigenes auf die Beine stellen können. Die Rede ist von Woltersdorf in Brandenburg, seinem Bürgermeister und den Gemeindevertretern. Man höre und staune, die Fraktion SPD/Grüne/Bündnis90 hat den Antrag gestellt, alle Gemeindevertreter auf eine Zugehörigkeit zu Milkes Spitzeltruppe zu überprüfen. Der Antrag kommt 20 Jahre zu spät, die meisten der alten Stasi Schergen sind inzwischen in Rente. Heute Abend soll darüber entschieden werden – ich bin mal gespannt, ob die über ihren eigenen Schatten springen können. Da im Rathaus kluckt Einer, da würde ich gerne wissen – woher ist der 1989 aus dem Nichts gekommen? Google kennt ihn auch erst seit 1989, seltsam für einen Lokalpolitiker.

Weitere Artikel über Woltersdorf auf meiner Homepage

Noch ein Stasi Parlamentarier

Der SPD und Ministerpräsident Platzecks Lieblingsparlamentarier vermehren sich. Neu in der parlamentarischen Stasitruppe ist der Forstingenieur Michael Luthardt, natürlich von der Partei „Die Linke.“ Der gute Mann jammert, er habe nur im Wachregiment „Felix Dzierzynski“ der Staatssicherheit gedient. Was der Mann bei der Firma Horch und Guck gemacht hat ist schnuppe, er hat treu und brav der Geheimpolizei der DDR gedient. Es war die vornehmste Aufgabe der Staatssicherheit die eigene Bevölkerung zu unterdrücken, so wie es einst die Gestapo tat.

Eine Entschuldigung darf es nicht geben. Jeder in der DDR wusste was die Stasi für ein Verein war, keiner war gezwungen seine Freunde zu verraten, oder sie mit Waffengewalt an der Flucht zu hindern. Die, die schossen und spitzelten, verrichteten ihr elendes Werk aus eigenem Antrieb.

Soll ein solcher Mensch jemals wieder im Leben Macht über uns bekommen? Das soll uns die brandenburgische SPD und ihr Ministerpräsident erklären.

Im Focus gelesen:
Kerstin Kaiser: Ohne Scham

In Bild gelesen:
Sex und Verrat – die Stasi-Akte von Platzecks Kaiserin