Straßenfest oder Siegesfeier?

Seite heute Morgen 8:00 Uhr ist die Körnerstraße gesperrt. Grund ein Straßenfest derjenigen, die für den Straßenbau votierten. Die Sperrung wird morgen ab 13:00 Uhr aufgehoben werden.

Straßenfest der Befürworter. Sie haben sich durchgesetzt, mit Methoden, die denjenigen die gegen den Straßenbau waren noch heute, wie Mühlsteine im Magen liegen. Der Macher der Siegertruppe, Langusch, spricht von einem Straßenfest, das alle wieder versöhnen soll, sie die Gewinner wollen keine Feindschaft. Die Anwohner, die sich wohl mit Recht über den Tisch gezogen fühlen, sagen eher, mit denen an einen Tisch, niemals!

Kann man in dieser Situation von einem Straßenfest als einem Versöhnungsfest sprechen? Nein, das funktioniert nicht, kann nicht funktionieren. Diejenigen, die meinen, mit Tricks über den Tisch gezogen worden zu sein, werden das Fest als Siegesfeier derjenigen ansehen von denen sie sich ausgetrickst fühlen. Siegesfeiern schaffen keinen Frieden.

  1. Minerva McGonagall

    1. Herr Diener repräsentiert nicht DEN Mittelstand in Woltersdorf. Und auch nicht DIE Gewerbetreibenden.
    Er vertritt ein winzigkleines Clübchen von Gewerbetreibenden: weniger als 5% aller Gewerbetreibenden in Woltersdorf. Selbsternannt tritt er als Vertreter aller Kleinunternehmen im Ort auf. Der Mann hat vor allem ein Legitimationsproblem.
    2. Dass der für unser Land ohne Frage sehr wichtige Mittelstand sich hier ausgerechnet mit einem Grünen Bürgermeister zusammentut, ist schon witzig. Die Grünen sind eine Gründung von Kommunistischen Kadergruppen, die ihre stalinistisch-maoistischen Fantasien zu gern in die Tat umsetzen würden, wenn sie denn die Gelegenheit dazu hätten und man sie ließe. Bei denen würde kein Mittelstand und keine industrielle Wertschöpfung übrigbleiben, sondern Verstaatlichung, Einheitswirtschaft, Einheitskrankenkasse, Einheitsschule, Einheitsbrei, Zentralismus, Plan- und Mangelwirtschaft „blühen“, von Bio-Zwangsernährung ganz zu schweigen.
    Da lohnt es sich, die Wahlprogramme zu lesen (und das Grüne mal mit dem Braunen zu vergleichen – da wird man reichlich grün-braune Parallelen entdecken…).
    Der Herr Diener würde sich für die Grünen Steuererhöhungspläne auch herzlich bedanken.
    3. Hier gab es schon mal eine Einheitspartei, die perfekt darin war, die rote Aristokratie und ihre Günstlingswirtschaft mit Grundstücken und Immobilien zu versorgen. Da darf man zurecht fragen, was die grün-linken so mit all den Wassergrundstücken vorhaben.

    M.

  2. Insa Sain

    Richtig Bernd das habe ich auch zum Mittelstand gegoogelt. Aus Wikipedia: „Die KfW Bankengruppe definiert dagegen den Mittelstand über einen maximalen Jahresumsatz von 50 Millionen Euro bzw. über eine maximale Jahresbilanzsumme von 43 Mio Euro.“ Die setzen also die Messlatte noch höher. Nachdem ich die Betriebe in Woltersdorf studiert habe, glaube ich kaum, dass ein einziger dem Mittelstand zuzuordnen ist.
    Deshalb Herr Dr. Peglau liegen Sie wohl etwas daneben.

  3. Bernd

    Lieber Dr. Peglau,

    wollen wir doch einmal einige Ihrer Interpretationen geraderücken.

    1) Anonym? Wie das? Ist meine Identität im Impressum für Sie nicht lesbar? Unter jedem Artikel finden Sie zudem den Namen des Verfassers. Zufällig oder mit scharfsinniger Recherche haben Sie mich dennoch ermittelt, Glückwunsch zu der Leistung.

    2) Sie nennen mich einen Kolumnisten. Da möchte ich korrigieren, Kolumnen sind eine ganz spezielle journalistische Stilrichtung, die ich nicht anstrebe.

    3) Hätten Sie den Artikel mit gebotenem Interesse gelesen, würden Sie festgestellt haben, dass ich mit keinem Wort erwähnte, ob der von Ihnen erwähnte Diener mit Wilhelm Diener verwandt ist. Sie hätten festgestellt, dass ich diesen Führer des Mittelstandsvereins in der Nähe des Strandbades ansiedelte. Am Erlenbusch ist doch deutlich entfernter, meinen Sie nicht auch.

    4) Haben Sie Ihren Kommentar einem nicht passenden Artikel zugeordnet, schade.

    Zum Inhalt: Ihre Einladung war an einen sehr genau spezifizierten, obendrein kleinen Kreis gerichtet und bezog sich auf die Besprechung eines zu erstellenden Bebauungsplans. Die Resonanz sollte doch wohl wunschgemäß nicht über die Grenzen dieses kleinen Kreises hinausschwappen oder? Ansonsten hätten Sie ja gleich alle Woltersdorfer/innen einladen können, warum taten Sie es nicht? Das ich die Nachricht auf Umwegen bekam lag eben an dem kleinen Kreis, den Sie bevorzugten.

    Dass der Mittelstand eine tragende Rolle in der Gesellschaft einnimmt, da stimme ich Ihnen ohne Zögern zu. Leider hat Woltersdorf keinen Mittelstand – Gewerbeverein wäre deshalb der bessere, ehrlichere Ausdruck. Nur was hat das mit dem Ihnen zugetanen Verein zu schaffen, in dem sich nur ein Bruchteil der Gewerbetreibenden versammelt. Woran das liegt, darüber sollten Sie einmal nachdenken.

    Für meinen Stil kann ich ebenso wenig wie Sie für den Ihrigen, leben wir also mit unseren Unzulänglichkeiten.

    Wie wir beide feststellen konnten, ist meine Recherche richtig, das diagnostizierte Zerrbild nicht vorhanden. Ihre Diagnose dagegen lag daneben, sie zeichnet sich durch Flüchtigkeit und Fehler aus. Aber der Mensch ist ja bekanntlich bis ins hohe Alter lernfähig.

    Zum Schluss, in einem haben Sie recht, eine Demokratie ist belastungsfähig, hat schon manchen Klüngel überstanden, deshalb liebe ich sie.

    Herzlichst Bernd

    Hinweis aus Wikipedia: Das Institut für Mittelstandsforschung (IfM) in Bonn zählt zum Mittelstand Unternehmen mit bis zu 500 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz bis zu 50 Mio. Euro. Unternehmen mit weniger als zehn Mitarbeitern und einem Umsatz von weniger als 1 Million Euro, zählen zu den kleinen Unternehmen. Unternehmen mit 10 bis 500 Mitarbeitern und maximal 50 Millionen Euro Umsatz zu den mittleren Unternehmen.

  4. Dr. med. Michael Peglau

    Lieber anonymer Kolumnist. Nennen wir dich Bernd.
    Lieber Bernd.

    Der liebe Gott hat vor die Behandlung die Diagnose gesetzt und wenn ich das mal übertragen darf, dann würde es in etwa bedeuten, vor eine Veröffentlichung die gute und gründliche Recherche.
    Zunächst freut es mich, wenn unserer Ansinnen (das des Vereins Krokodilsbucht e.V.) eine breite Resonanz findet und wir alle dadurch die Möglichkeit haben, Missverständnisse aufzuklären, Standpunkte und Meinungen auszutauschen und am Ende einen Konsens aller Beteiligten herstellen können.
    Insofern ist der Artikel, lieber Bernd eine schöne Anregung, sich mit der Thematik umfassend auseinander zu setzen.
    Auf einzelne Punkte möchten ich gar nicht eingehen und auch zu den stilistischen Mitteln keinen Kommentar abgeben.
    Wir, die Mitglieder des Vereins Krokodilsbucht e.V. wünschen uns eine breite Plattform aller interessierter Woltersdorferinnen und Woltersdorfer, einen offenen Dialog und wir unterstützen jede freie Meinungsbildung.
    Lieber Bernd, wir laden dich, genau so wie im übrigen alle Woltersdorfer ein, Mitglied in unserem Verein Krokodilsbucht e.V. zu werden.
    Für dich würde das bedeuten, dass du Informationen nicht erst über Umwege erhältst, sondern quasi aus erster Hand berichten kannst. Ich hänge meinem Schreiben einen Mitgliedsantrag an und würde mich freuen, dich als ein neues Mitglied im Verein begrüßen zu dürfen.
    Lass mich zum Schluss noch etwas zum Mittelstandsverein und dessen Vorsitzenden Wilhelm Diener sagen.
    Der Mittelstand ist in der Bundesrepublik Deutschland einer der tragenden Säulen der Gesellschaft. Man stelle sich ein Leben ohne den Mittelstand vor.
    Der Vorsitzende des Mittelstandsvereins wohnt übrigens nicht Am Erlenbusch. Dort wohnt ein nicht mit ihm verwandter Namensvetter.
    So kann es passieren, dass mangelnde Sachkenntnis und schlechte Recherche zu einem eigenen Zerrbild werden, das sich schlimmstenfalls andere zu eigen machen.
    Aber die Demokratie hält so etwas aus und ein guter Kolumnist auch.

    Daher vielen Dank, lieber Bernd für das große, nicht ganz emotionsfreie Interesse.

    Herzliche Grüße
    Dr. med. Michael Peglau
    Vorsitzender des Vereins Krokodilsbuchts e.V.

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