Sparen bis die Räder krachen

Das Problem der Berliner S-Bahn trägt den Namen Tobias Heinemann. So tönt es nun aus allen Lautsprechern und springt uns in schwarzen Lettern aus den Zeitungen entgegen. Wie sich nun herausstellt, ist das nicht ganz richtig. Die Tochter S-Bahn musste der Mutter Bahn irre Alimente zahlen. Hartmut Mehdorn, war Boss der Bahn, wollte an die Börse, koste es was es wolle. Der Wahn des Bahnchefs hat der S-Bahn zuviel gekostet und die Bahn ist auch nicht an der Börse. Nun ist der Super-Manager im Vorstand von Air-Berlin. Da bin ich gespannt, ob beim Sparfuchs bald die ersten Flieger vom Himmel fallen. Bei den eigenen Einkünften, da war Er und auch die Anderen nicht so knauserig.
Hat nicht der Gerhard Schröder dem Mehdorn einmal eine vorzeitige Vertragsverlängerung zugeschanzt? Dann muss man ja auch der SPD für diese teure Personalie danken.

  1. Radefeld

    Das ist ein typischer Fall, wenn Instrumente der Daseinsvorsorge zu sehr privatkapitalistischen Interessen geopfert werden. Iich sage absichtlich ZU SEHR, denn ein wenig Interesse an zufriedenen Fahrgästen, damit ordentlicherAuslastung und ordentlichen Einnahmen des
    Unternehmens sind schon auch gut. Nur, dass dafür die Sicherheit geopfert wird, das darf einfach nicht sein.
    Hier ist die aus der Schröderzeit betriebene Privatisierungskampagne schon zum Teil mit Schuld.
    Und Herr Mehdorn hat nur getan, was sein Auftrag war: Die Bahn privatisierungsreif zu machen.
    Wer sollte denn schon Aktien von einem defizitärem Unternehmen kaufen?

    1. Bernd

      Hi Manfred,
      im Großen teile ich deine Meinung. Nur bei Mehdorn habe ich eine etwas andere Ansicht. Wer einen Auftrag annimmt, muss nicht unbedingt sein Gewissen an der Garderobe abgeben. Schröder und Wirtschaft – Pleiten, Pech und Pannen, mehr ist zu dem Freund der Bosse ebenfalls nicht zu sagen.
      LG Bernd

  2. Mario

    Am Anfang habe ich es ja nur für eine (Politik)Posse gehalten, aber in der Zwischenzeit bin ich nur noch genervt.

    Von der Peinlichkeit und den Imageschaden für Berlin mal gar nicht zu sprechen …

    1. Bernd

      Das du genervt bist kann ich gut verstehen. Den zweiten Absatz verstehe ich nicht so recht – Berlin und seinem Bürgermeister ist nichts mehr peinlich und sein Image hat es irgendwo um 1918 verloren. Heißt: „Wir wollen unseren alten Kaiser Wilhelm wiederhaben!“

    2. Mario

      Ich denke da eher international – wenn ich (ausländischer) Tourist wäre – das kann man ja keinem erklären. Sowas ist peinlich 😉

    3. Bernd

      Ach die sind auch allerhand gewöhnt. So hatte ich mal das Vergnügen einige Zeit auf die Tube in London angewiesen zu sein. Das schafft die S-Bahn nimmer. Dazu benötigt sie zwei Mehdorns. 🙁

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