Sozialausschuss März – 2011

Es begann mit dem Bericht des Ordnungsamtsleiters. Er quälte sich redlich nuschelnd mit unendlichen ähms, hmms und langatmigen Tiraden durch das Nichts was er zu sagen hatte. Womit haben wir das verdient? Einen Erfolg konnte er verbuchen, erstmals bekam er die Zahl der Einwohner richtig zusammen, wir haben 7.727 Einwohner mit Hauptwohnsitz, 508 zeitweilige Bewohner zahlen Zweitwohnsitzsteuer. In der kommunalen Kita gab es 12 und in der Schule 25 Unfälle. Woltersdorf hat für das kommende Schuljahr 79 schulpflichtige Kinder, 55 sind in der Grundschule angemeldet worden, 18 gehen in andere Schulen und 5 wurden zurückgestellt. Wo das 79te Kind abgeblieben ist, mal sehen wann er uns das erklärt. 18 Kinder – woanders eingeschult, der schlechte Ruf der einst erworben wurde, hängt der Schule immer noch an. Von der Freien Schule konnte er keine Zahlen nennen.

Dann hat er sich über irgendwelche Ordnungsangelegenheiten ausgelassen, da hat er aber so extrem vor sich hingenuschelt, aus dem ganzen unstruktuierten Salat war nur zu entnehmen, dass er ein Auto mit einem Aufkleber „Ordnungsamt“ versehen möchte und dann mit Tasche und Warnweste für Ordnung sorgen will, na ja, wenn er meint. Ich kenne da eine Straße, die Wilhelm Tell Straße, in dem ihm seit langem bekannten LKW Parkparadies hat er sich bisher nicht mit Ruhm bekleckert, er fand es sogar prima, Stichwort Verkehrsberuhigung. Der Ort wurde mit zwei Fällen von Obdachlosigkeit konfrontiert, er fand dafür keine Lösung, Langen konnte es nur mit Amtshilfe von Fürstenwalde regeln. Komisch, Pieper, so kann ich mich erinnern, beschaffte in solch einem Fall einfach Wohnraum. Pieper hat das mit seinem Personal geschafft und Langen stöhnt, er kann das mit seinem Personal nicht leisten, ein Lieblingssatz von ihm, alle Naselang konnte er mit seinem Personal dies und das nicht leisten. Über die Feuerwehr konnte er nichts berichten, weil Utecht ihm keinen Bericht geliefert hat, oder er die Zahlen nicht verstanden hat. Dabei arbeiten die beiden im gleichen Amt. Aber er wusste, dass die Feuerwehr ein neues Auto bekommen hat, stand ja auch in der Zeitung. Dann kam er zur Öffentlichkeitsarbeit, dort erarbeiteten sie einen Redaktionsplan , aber den werden sie bis Ende der Woche nicht einhalten können, Sie wissen schon – zu wenig Personal. Den Veranstanstaltungskalender lässt er ganz außen vor, da sollen die Leute woanders lesen. Am 17. März um 19:00 beginnt eine Veranstaltung zur Gründung eines Seniorenbeirates.

Dr. Schultz brachte beim Ordnungsthema ein: dass die Nachtruhe zu oft durch wilde Feuerwerke gestört wird, am Wochenende genau so oft wie durch Flugzeuge. Herr Langen möchte im Ort Frühjahrsputz halten lassen, die Bürger sollen putzen und das Ordnungsamt kontrolliert dann, der Zeitpunkt soll über die Presse mitgeteilt werden. Dann kamen die Kitas, da reicht der Platz nicht, schon seit Jahren nicht, funktionieren will das Ganze nur mit Ausnahmegenehmigungen, die dieses Jahr auslaufen und neu beantragt werden müssen. Ebenso fehlen Erzieher, die sind schwer zu bekommen, erst recht wenn die Arbeitsbedingungen auf Dauer schlecht sind. Herr Langen wollte die Kinder als vorübergehende Lösung für ca. ein Jahr in der FAW parken, weil die nicht mit voller Kapazität läuft. Herr Prof. Dr. Stock hat Herrn Langen dann aufgeklärt, dass seine vorgelegte Liste zu viele Kinder aufweist. Mit den Zahlen hat er ’s nicht so am Hut. Wolfgang Stock brachte ein, die Kinderbetreuung ist Pflichtaufgabe der Gemeinde, die Eltern haben ein Anrecht auf einen Platz für ihr Kind und können dieses Recht einklagen. Die Gemeinde will sich um eine Lösung bemühen, da es faktisch für einen Jahrgang keine Kitaplätze gibt.

Mit dem Winterdienst ging’s weiter, zuwenig Personal, ja, ja, unsere Amtsleiter, der eine will das, der andere will dauernd Personal. Jetzt mal ein Satz von Langen wörtlich, ich bitte danach um Erklärung: „Er ist befugt in die Materie einzudringen. Nach Beendigung eines Winterereignisses, innerhalb eines Zeitraumes X muss das letzte Grundstück in Woltersdorf wieder erreichbar sein. Das kann die Verwaltung nicht liefern“. Na, kommen Sie klar, wissen Sie nun, was wir bei seiner Rede gelitten haben. Hängen geblieben ist, den Job soll eine Firma machen, aber nicht die GWG, zuwenig Personal. Die Kosten, ja die Kosten liebe Bürger, die sollt ihr schultern. Der Neue will eine Umlage per Satzung für den Winterdienst einführen. Angedacht sind 1 bis 2 Euro pro laufenden Meter Straßenfront und Saison. Dr. Schultz meinte, dass das von Langen angeführte Beispiel „Altlandsberg“ nicht pro Saison funktioniert wie Langen vortrug, sondern dort der Betrag pro Monat genommen wird. Ja, ja die Zahlen, wat für ne Qual. Frau Drawe versuchte auf den Punkt zu kommen, ihr stehen 38.000 Euro zur Verfügung und sie möchte schnell einen Vertrag abschließen, weil es sonst zu spät wird. Dem wurde zugestimmt. Da hat Frau Drawe die Situation gerettet.

Die Vereinsförderung, auch da konnte Langen nichts eindeutiges sagen, er philosophierte über die Frage was ist eine Förderung und dabei nickten wir fast ein. Jedenfalls kristallisierte sich heraus, dass fördern von Vereinen ist ein schwieriges Thema, es gab keine Lösung. Herr Mehlitz warf ein, wo es keine Förderung gibt, funktioniert es auch. Recht hat der Mann – wer seinen Spaß will, der soll den auch selber bezahlen. Ähnliches hörten wir von Langen. Zum Schluss kam interessantes von Dr. Vogel, er möchte im Herbst wenn die Alte Schule fertig ist, einen Zusammenschluss der Vereine, es gibt viele Vereine und dann über die Förderung beraten. Dazu möchte er noch eine Bürgerversammlung einberufen. Nachtigall ick hör dir trapsen, las ich nicht letztens im Stienitz das da Katrin Fleischer federführend sein soll, na wer dann wohl den größten Brocken bekommt, da hab ich jetzt schon einen Schimmer.

Zum Schluss startete die Burleske „Homepage von Woltersdorf“. Herr Langen plante mal wieder. Also bis Ende März soll wohl das Gerippe stehen. Inhalte, nur minimalistisch. Das Layout soll dann bis zum 30. Juni verfeinert werden. Danach müssen sie erst mal Urlaub machen, zum durchatmen. Nach dem Atmen soll bis zum Jahresende den einfachen Leuten beigebracht werden, wie man da drin schreibt. Neue Funktionen sollen später eingebunden werden, wie z.B. RSS. Das gibt’s als Plugin. Vom 30. März 2012 an sollen die Inhalte um Tourismus und Wirtschaftsförderung erweitert werden, falls er Personal hat, die dünne Personaldecke quält. Langen betonte dabei immer wieder, wie die Webseite aussieht ist erst mal zweitrangig, es geht um Schnelligkeit bei der Information. Herr Prof. Dr. Stock verdrehte die Augen und erinnerte sich, dass ein Student so eine Webseite innerhalb einer Nacht zusammenbaut. Recht hat der Professor. Ich hab letztens ein funktionsfähiges CMS binnen einer Woche erstellt. Herr Langen da gibt’s ein empfehlenswertes Buch: „Joomla für Kids“ sollten Sie mal reingucken. Müller-Brys machte sich schon Sorgen ob bei der Geschwindigkeit die Technik insbesondere das RSS noch funktioniert, oder von der Zeit überrollt wird. Wir haben uns gekringelt, der Mann ist einfach Klasse, passt bloß auf das der euch nicht abgeworben wird.

Nachtrag: Mit der Transparenz hat sich nichts getan, alle öffentlichen Unterlagen ausschließlich für die Fraktionen. Unser Bürgermeister kann scheinbar mit Transparenz und Bürgernähe nicht viel anfangen.

  1. Thorsten

    Hallo Bernd!

    So ein Theater um die neue Webseite …
    das beste ist wohl man gibt sie als Projekt an die Schule die Kinder bekommen das sicher schneller und besser hin.
    KINDER AN DIE MACHT !!

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