Sozialausschuss – Juni 2011 – Teil 1

Es begann mit Alexandra Doernbrack (WBF), sie beantragte, dass die Information über das Sommerfest in dem öffentlichen und nicht wie vorgesehen im nichtöffentlichen Teil abgehandelt wird. Es geht nicht mit der Kommunalverfassung konform, da es sich nicht um Personalien handelt, es geht nur um die Vorbereitung eines Sommerfestes. Hannes Langen wehrte sich, das seien interne Informationen über den aktuellen Stand der Vorbereitungen. Die Abgeordneten sahen das ganz anders. Komisch, immer diese Vorstöße vom Spezi des BM für Transparenz die Öffentlichkeit abzuservieren.

Hannes Langen begann seinen Vortrag, wie immer langatmig, nichtssagend, schwafelnd und nuschelnd. Zur Rechten meinte eine Dame: der ist doch unerträglich mit seinen ähms und äh, zur Linken sekundierte eine andere Dame: den hätte ich nie eingestellt. Als erstes brachte er seinen inzwischen alten Hut neu: die Zahlen wurden Ihnen ja schon zur Verfügung gestellt, wieder mal ein Langen – Versuch die Öffentlichkeit zu düpieren und Informationen vorzuenthalten. Er erzählte, dass der Umzug mit Hilfe der Freiwilligen Feuerwehr bewältigt sei, aber nun muss er noch die Akten sortieren und staunt was da noch so alles auftaucht. Frage: wie kann in einem geordneten Amt Stauenswertes auftauchen, keine Ordnung im Ordnungsamt? Die wesentlichen Funktionen waren allzeit gesichert. Dann flüsterte er nuschelnd die Zahlen über Eheschließungen und ließ Woltersdorf auf 747 Einwohner schrumpfen, Monika Kilian füllte das Dorf dann wieder mit dem ihm entgangenen 7000 Bürgern und so ähmte sich Hannes Langen mit einer heißen Kartoffel im Mund durch sein Konzept. Verstanden haben wir: Verhandlungen für den Winterdienst werden geführt; im Bereich Schleuse bastelt er an seinem Parkleitsystem und einer Parkverbotszone; dann kam es wieder, wenig Mitarbeiter, viel Arbeit, der heiße Schweiß rann ihm erneut von der Stirn; 50 Fälle von pflanzlichem Überwuchs von Freileitungen muss er angehen; die Freiwillige Feuerwehr hat in diesem Jahr schon 200 Einsätze, davon 35 auf Grund der letzten Niederschläge. Wieder griff er zum Gespenst Personalmangel, als er versuchte zu erklären warum die Webseite nicht vorankommt. Mit dem Woltersdorfer Mitteilungsblatt hat er 60 Stunden verbraten, Lieber Amtsleiter Hannes Langen, über die 60 Stunden haben Sie schon das letzte Mal ausgiebig gestöhnt, bitte keine Wiederholungen.

Frau Doernbrack klagte über die Webseite: keine Fotos, die Seite lebt immer noch nicht, manches Beerdigungsinstitut hat eine ansprechendere Webseite als Woltersdorf. So locke man keinen Hund hinterm Ofen vor. Rainer Vogel jammerte über seine beschränkten Kapazitäten, er habe nur vier Stunden pro Woche für Öffentlichkeitsarbeit und keine Bilder. Da muss ich mal fragen: Ihr habt 4 Stunden zur Verfügung, habt aber angeblich 60 Stunden allein am Mitteilungsblatt gearbeitet. Wie geht das? Obendrein habt ihr eine hauptamtliche Öffentlichkeitsarbeiterin, was macht die Dame nach den 4 Stunden mit dem Rest der Arbeitswoche? Hannes Langen war inhaltlich ganz bei Alexandra Doernbrack, aber er kommt wegen der enormen Überlastung eben nur schrittweise voran. Frau Kilian nickte und meinte, die ganze Darstellung müsse verbessert werden.

Dr. Bronsert wollte vom Amtsleiter wissen, ob die Baumschäden altersbedingt sind und was bei den durchgeführten Gaststättenkontrollen herausgekommen sei. Hannes Langen begann, stotterte, war total überfordert. Da griff Bauamtsleiter Dietrich Joecks ein, rettete Langen vor dem drohenden Absturz, klar, deutlich, präzise, eben Joecksche Art zeichnete er ein Bild des Baumbestands von Woltersdorf. Der Ort hat ca. 4000 Bäume, die pro Jahr einmal belaubt und einmal unbelaubt besichtigt werden müssten, dafür steht nur eine Fachkraft zur Verfügung, die auch noch zu 50 Prozent im Bauhof mitarbeiten muss, das sei eben so nicht zu schaffen. Obendrein fehlen alle Hilfsmittel, um in größere Höhen einen Blick auf die Bäume zu werfen. Sie machen, was sie mit den vorhandenen Mitteln leisten können. Weiter dann Amtsleiter Hannes Langen, bei der Überprüfung der Gaststätten kam nichts heraus, sonst hätte er darüber berichtet.

Stefan Grams (WBF), ansonsten sehr schweigsam, wollte vom Amtsleiter die konkreten Schülerzahlen für die erste Klasse wissen und was mit der Schulspeisung sei, der Vertrag von Dussmann wäre ausgelaufen. Hannes Langen hing wieder in den Seilen, die Zahlen konnte er nicht bringen, sein Hilferuf an den anwesenden Schulleiter Stahl ging ins Leere, der eierte auch herum. Die Frage konnte nicht beantwortet werden. Auch die Frage nach der Schulspeisung blieb von ihm unbeantwortet, da muss ich passen, sagte er. Monika Kilian (SPD) warf ein, der Vertrag mit Dussmann sei verlängert worden. Zu Stefan Grams sagte er: er sei ein wenig verwundert, dass er damit hier komme, wenn er Fragen habe, könne er doch zu ihm kommen, er sei jederzeit bereit, in der Sprechzeit, darüber zu reden, aber hier ist es Ihnen wohl schöner. Irgendwie ganz schön abgehoben und frech, der Herr Langen. Warum soll ein Thema, das im Ausschuss angesprochen wird, dort nicht beantwortet werden? Und was bedeutet: hier ist es Ihnen wohl schöner?

Der zweite Teil kommt morgen.