Sonder-Gemeindevertretung Teil 1 – Nov 2012

Einziger öffentlicher Tagesordnungspunkt war der Haushaltsentwurf 2013. Alexandra Doernbrack eröffnete mit einem Antrag die Sitzung. Sie wollte in die Diskussion auch die sachkundigen Bürger Rederecht gewähren. Der Antrag wurde knapp abgelehnt. (Anmerkung: Eigentlich schade, denn in den Fachausschüssen dürfen die sachkundigen Bürger mitberaten. Diese Sitzung war eigentlich ein erweiterter Finanzausschuss, mehr nicht). Matthias Schultz schlug einen Kompromiss vor, während der Beratung eine Pause zu machen in der können sich Abgeordnete und sachkundigen Bürgern beraten.

Gerd Tauschek, unserer Kämmerer, begann. Er beamte den Haushaltsplan an die Wand und begann mit seinen Erläuterungen. Zwei Dinge wolle er zuerst erklären, die Liquidität der Gemeinde und die Grundstücksverkäufe. Die Liquidität ist bedenklich, da keine größeren Mehreinnahmen für 2013 zu erwarten sind. Im Haushalt ist die Mehrzweckhalle bereits mit 2,5 Mio. Euro eingestellt. In 2013 haben wir einen Minussaldo von 337.785 Euro. Er kam den Grundstücksverkäufen. 2010 wurden für 890.156,87 Euro Grundstücke verkauft, 2012 für 528.805 Euro und 2013 für 364,880 Euro. Die Finanzen am 08.11.2012 sehen so aus, wir haben 724,42 Euro Bargeld, 2.685.487,66 Euro auf dem Girokonto, 2.524.975,23 auf einem Festgeldkonto (das ist das Geld für die Halle). Insgesamt stehen der Gemeinde am Stichtag 5.211.197 Euro zur Verfügung.

Die einzelnen Bereiche wurden angesprochen. In der Verwaltung sollen im Bereich Personal 109.700 Euro eingespart werden. Die beiden Außendienststellen im Ordnungsamt fallen weg, die Verträge laufen aus und werden nicht verlängert. Die Grundschule verzichtetet auf einen Hausmeister. Im Hauptamt gehen eine Sekretärin und ein Amtsleiter in den Ruhestand, deren Aufgaben werden auf das vorhandene Personal verteilt.

Im Bereich des Bürgermeister wurde der Rotstift bei den Anwalts- und Gerichtskosten angesetzt. Sie wurden von 13 Te in 2012 auf 6 TE in 2013 reduziert.

Im Gebäudemanagement fallen Kürzungen schwer, die Gebäude müssen instand gehalten werden. Im Bauamt gibt’s kaum Einsparmöglichkeiten. Edgar Gutjahr wollte aufstocken, um das Straßenbahnhäuschen am Thälmannplatz zu sanieren, weil die Straßenbahn 2013 ihr 100jähriges Bestehen feiert. (Anmerkung: Da muss ich Gutjahr zustimmen). In der Diskussion wurde geklärt, das Wartehäuschen wird aus einem anderen Topf, in 2014 saniert.

Der Bereich Standesamt bekommt ein neues EDV-System, die Kosten fallen im Bereich EDV an, auch hier nichts zum abzuzwacken. Genauso wenig wie bei der Schiedsstelle.

Bei der Freiwilligen Feuerwehr wurden einige Anschaffungen verschoben. Das Einzige das sich erhöht hat sind die Einführungskosten des Digitalfunks von 30 TE auf 41 TE aber das wird im Paket gekauft und erst 2014 bezahlt.

Vogel hatte noch eine Nachfrage zu dem Zuschuss von 4.000 Euro für die Freiwillige Feuerwehr, ob sich darin ein Zuschuss für das Feuerwehrfest verberge. Ob das bekannt sei, ob das so gewollt sei von den Abgeordneten. Er würde dann in der GV ebenfalls einen Antrag stellen, dass das Sommerfest auch mit 4.000 Euro bezuschusst wird oder das die Freiwillige Feuerwehr nur noch 2000 Euro und er für sein nächstes Sommerfest die anderen 2000 Euro bekommt. (Anmerkung: Das Sommerfest ist keineswegs mit dem Feuerwehrfest zu vergleichen, der Zuschuss zum Fest der Feuerwehr ist der Dank aller, bis auf einen, Woltersdorfer für 365 Tage ehrenamtliche Hilfe in der Not, ob bei Tag oder bei Nacht).

  1. sylvia

    Hallo liebe Woltersdorfer, jetzt muss ich auch wieder einmal etwas sagen. Langsam kotzt der BM und sein Gefolge mich derart an das einem nur schlecht werden kann. Wie schon von meinen Vorgängern gesagt sind die 4000.-€ eine lächerliche Summe für die unentgeltliche Arbeit der Kameradinnen und Kameraden . Wer denkt eigentlich an die Familien der Einsatzkräfte die 365 Tage im Jahr, 24 Stunden täglich in Bereitschaft sind? Wenn andere feiern und sich amysieren sitzen die Familien oft zu Hause und haben Angst um ihre Angehörigen die im Einsatz sind. Das sollte der Herr V… mal überdenken. Ihn brauchen wir nicht, aber die FFW.

  2. lini

    mir wird schlecht wenn ich das lese…… woltersdorf kommt betimmt besser klar OHNE ein vogel aber nicht ohne feuerwehr!! die kamerdinin und kareraden sind das ganze jahr für den ort da und das nicht nur wenn es brennt sonder auch für kleinigkeiten wie z.b. den ort sauber zu halten indem sie äste oder tote tiere einsammel ect. und das zu jeder tageszeit und bei wind und wetter das ganze jahr über. und dann soll das geld auch noch gekürtzt werden? der bm kann doch eigendlich zufrieden sein das es nur um 4.000 euro geht. was ist wenn die feuerwehrleute die immer im dinst sind, für den ort, ihren eigenen spritt in rechnung stellen oder handyrechnung reperaturen an den privaten fahrzeugen uvm. ich denke mal da reichen 4.000 euro bei weitem nicht aus. es ist zwar eine freiwillige feuerwehr aber man sollte mal daran denken was das für privates geld ist was die feuerwehrleute für die feuerwehr ausgeben und die kameraden machen das alles ehrenamtlich. und was macht der bm?

  3. Minerva McGonagall

    So ist es.
    Die Woltersdorfer Feuerwehrleute sind ehrenamtlich 24 Stunden täglich bei Not und Katastrophen auf Abruf bereit, Hilfe zu leisten und dabei auch ihr Leben einzusetzen.
    Was das bedeutet, überschreitet bei weitem den kleinen Psychotherapeuten-Horizont des B…..
    Die Kameraden von der Feuerwehr kommen dabei in Situationen, die an die Grenze dessen gehen, was ein Mensch aushalten kann.
    Jeden Woltersdorfer – und zwar einschließlich Bürgermeister – würden sie aus brennenden Gebäuden retten und Ersthilfe leisten.
    Sollten der Bürgermeister und seine Getreuen (incl. Mittelstandsverein) diese Hilfe für sich ablehnen, dann seien sie hiermit aufgefordert, eine entsprechende notariell beglaubigte Verzichtserklärung abzugeben, die natürlich allen Gebäude-, Hausrat-, Haftpflicht-, Unfall- und Lebensversicherungen zugestellt wird….
    Aber – wetten: im Notfall werden der BM und die Seinen die Allerersten sein, die die Hilfe der Feuerwehr einfordern ?!
    Die Frage ist doch immer: wer braucht hier wen ?
    Braucht die Feuerwehr für ihre Tätigkeit diesen Bürgermeister ?
    Oder: Braucht dieser Bürgermeister die ehrenamtlichen Feuerwehrleute ?
    Alles klar ???

    Minerva

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