Soll die Krokodilsbucht unter den Bagger kommen – Teil 2

Am Mittwoch fand das Treffen auf dem Grundstück von Olaf Schenkel, dem stellvertretenden Vorsitzenden des Krokodilsbuchtvereins, statt. Anwesend waren Mitglieder von Die Linke, CDU, SPD und WBF. Die Familie des Maurermeisters Olaf Schenkel konnte zudem den Führer des Mittelstandsvereins Wilhelm Diener von Abluft-Diener, den Vorsitzenden der Solidargemeinschaft zum Schutz vor Kriminalität (SSK) sowie Dr. Lenk von der Volkssolidarität und den Vorsitzenden des Vereins Krokodilsbucht e. V. nebst Gemahlin begrüßen. Am Treffen nahm auch Bürgermeister Dr. Vogel, eine Koryphäe in Grundstücksangelegenheiten, teil.

Der Vorsitzende des Vereins, Dr. Peglau betonte, dass sich der Verein um die Natur bemühen möchte. Nach der ökologischen Einleitung peilte er sein Ziel an, die dortigen Wochenendhäuser und klagte, dass an den aus den 60ern stammenden Hütten nichts geändert werden dürfe, nicht einmal morsche Dachbalken dürften ausgewechselt werden.

Also Dachbalken, die verrottet sind, nicht austauschen dürfen? Hier ist der Vorsitzende des neuen Vereins vielleicht nicht richtig informiert. Instandhaltung geht immer, wenn auch manchmal mit Auflagen.

Sie möchten ihre Hütten nur erhalten, nichts Neues bauen. Ja, wozu dann einen neuen Bebauungsplan? Zum Sanieren braucht’s keinen, zum Umwidmen in Bauland schon. Auch Dokumente wurden bereits vor geraumer Zeit beim Bürgermeister eingereicht, die Abgeordneten haben sie bisher nicht erreicht. Vielleicht sollte der Bürgermeister mal wieder seinen Schreibtisch aufräumen. Irgendwie erinnert mich das an die Körnerstraße, dieses zurückhalten von Informationen.

SPD und WBF verabschiedeten sich nach dem Gespräch. Die Linke, Vogel und seine Vogelfreunde blieben zum Grillen. Das eine Fraktion, ein Amtsträger sich vom Antragssteller vor der Entscheidung auftafeln lässt, dass hat Geschmäckle. Geschmäckle, das Wort hat einen besonderen Sinn, der Duden beschreibt es mit zwei Wörtern: Beigeschmack, leichte Anrüchigkeit. Der einzige CDU Teilnehmer, Dr. Bronsert, blieb. Dr. Bronsert stimmt meistens für Dr. Vogel und Die Linke gegen seine eigene CDU Fraktion. Mehr braucht man zu Dr. Bronsert nicht sagen.

Gewundert hat mich aber die Einladung des Führers des Mittelstandsvereins von Woltersdorf und so hab ich nachgeforscht. Der Vertraute des Bürgermeisters, Wilhelm Diener, wohnt in der Nähe des Strandbades. Von da ist es nicht weit zu den betroffenen Datschen in der Straße „Am Erlenbusch“, also trabte ich los, mal sehen, wie’s dort aussieht.

Auf den ersten Blick fiel mir ein gewaltiges, verhülltes Gebilde auf dem Grundstück des Vereinsvorsitzenden des Vereins Krokodilsbucht auf. Was ist das wohl? Haben hier die Reichstagsverhüller, Christo und Jeanne Claude ein Kunstobjekt entstehen lassen, ganz im Geheimen? Hat das etwas mit Bebauungsplänen zu schaffen? Verbirgt sich unter der Hülle vielleicht ein Rohbau?

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Auf dem zweiten Blick fielen mir fast die Augen aus dem Kopf, schräg gegenüber vom Grundstück des Krokodilsbuchtvereins Vorsitzenden, prangt ein großes Namensschild mit dem ortsbekannten Namen – Diener – das war’s also. Jetzt wundere ich mich nicht mehr über die Einladung des Führers unseres Mittelstandsvereins, Wilhelm Diener bei dem Krokodilsbuchtverein, der laut Amtsgericht am 22.10.2012 gelistet wurde (VR 5957 FF).

Manchmal frage ich mich bei solchen Stories, wer ist hier eigentlich der HVB im Ort. Einen netten Hinweis liefert Askell Kutzke von „Unser Woltersdorf“ und dem Infoblatt des Bürgermeisters, da schreibt der Gute auf der Facebook-Seite des Führers des Mittelstandsvereins, Wilhelm Diener: „Ein gutes Bild, (Anmerkung: bezieht sich auf ein Foto) wenn der Mann sich als GV aufstellen lässt, meine Stimme hat er. Askell“ (GV = Gemeindevertreter). So, so, vielleicht übt der Wilhelm Diener nu ma schon a bisserl für die politische Zukunft mit „Unser Woltersdorf“ und seinem vertrauten Bürgermeister (HVB).

Es sind viele Fragen offen geblieben, unser Bauamt wird sie nicht zufriedenstellend beantworten können, wollen, dürfen. Da sollte der Landkreis das Knäul aufräufeln.

Bleibt wachsam!

Soll die Krokodilsbucht unter den Bagger kommen – Teil 1

  1. D.S. II

    Hallo zusammen,
    wegen dem an einem Grundstück entdeckten Namensschild Diener: Da ich nicht genau weiß, an welchem Grundstück dieses Namensschild zu sehen war eiin Hinweis. Im Erlenbusch wohnt schon seit Generationen die Familie Heinz bzw jetzt Marco Diener. Die haben jedoch nichts zu tun mit dem zugezogenen W. Diener
    zu tun. Also lediglich Namensgleichheit!
    Gruß D.S. II.

    B-J: Danke! Wir haben uns schon mit Marco Diener unterhalten.

  2. Hannes

    Ich habe den Kommentar vom Doc Peglau gelesen und mit dem Artikeln abgeglichen. Von dem Doc möchte ich keine Diagnose bekommen, bei den vielen Fehlern, die er hier gemacht hat.

  3. Theo Mütze

    Admin: Dieser Kommentar bezieht sich auf einen an falscher Stelle lancierten Kommentar von Dr. Peglau zum Thema Krokodilsbucht, der dort auch beantwortete wurde.
    http://www.bernds-journal.de/strasenfest-oder-siegesfeier/
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    Mich interessiert, was der Verein Krokodilsbuch e.V. bewirken will, diese Antwort hat Dr. med. Michael Peglau leider nicht gegeben.
    Wollen die Krokodile züchten, einen Männergrillverein betreiben oder ihr Vermögen vermehren?

    Ganz schön undurchsichtig die Nummer, man wird da auch ohne Vorwarnung geduzt.

  4. Friedrich

    Bei der Krokodilsbucht handelt es sich doch um ein Schutzgebiet. Bei den vielen Bootssteegen sollten die Behörden sich mal die Genehmigungen für den Bau zeigen lassen.

  5. Insa Sain

    Ich habe erfahren, dass dort ein Stummfilm gedreht wurde. Gibt es da noch steinerne Überreste zu sehen?

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