Rathaus, Hundesteuer und Salz

Unser Hund brauchte eine neue Steuermarke, seine bisherige ging beim tollen im Wald verloren. Gestern machten wir uns zum zweiten Mal auf den Weg zum Rathaus, es war Sprechstunde. Ankunft 10:30 Uhr, wir klopften hi und da an die Türen, nichts rührte sich. Frustriert schlichen wir durch menschenleere Flure, nur unser BM hastete an uns vorbei. Wieder eine Tür, probieren wir’s mal. Die Tür ging auf und wir trafen auf den Leiter und Angestellte des Ordnungsamtes. Nach einigem Rätseln klärte sich die Lage, Frau Hildebrandt ist für die Plaketten zuständig. Also hin zu ihr, umsonst, auch ihr Zimmer war verriegelt. Es scheint uns, die Leute im Rathaus verstehen unter Sprechzeit etwas ganz anderes als die Besucher. Wir werden es im Herbst noch mal versuchen, vielleicht haben wir dann mal Glück und treffen auf den zuständigen Mitarbeiter.

Wir kullern vom Parkplatz, da kommt der Streuwagen von Ruwe. Was will der hier, die Seestraße ist vollgesalzen bis zum Stehkragen, mehr geht nicht. Wir irren, es geht immer noch etwas drauf. Der Fahrer von Ruwe puderte die fette Salzschicht auf dem Pflaster mit einer neuen Schicht puren Salz. Sandkörner konnten wir keine entdecken, salzen ist einfacher. Das Zeug zerfrisst Schuhsohlen, Tierpfoten, Autoblech, alles. Die Schäden durch Salz an der Natur, auch an den Bäumen in der Seestraße, ob der Fahrer von Ruwe schon je davon hörte?

In der Gemeindevertretersitzung am 15. Dezember 2011, hat der Bürgermeister öffentlich gesagt: „Das Streuen mit Salz geschieht nur an Kreuzungen und besonderen Schwerpunkte, ansonsten wird in der Regel mit Kies und Sand abgestumpft“.

13 thoughts on “Rathaus, Hundesteuer und Salz

  1. Valentina

    Ich denke, wenn die gemeindliche Regelung mal so und mal so interpretiert wird, wenn die Verwlatung denkt, alles sei so okay, und die Fraktionen meinen, das sei alles gar nicht okay, dann hilft meines Erachtens ein Beschluss, vielleicht im Hauptausschuss, der abschließend präzisiert, wann Salz eingesetzt wird und wann nicht, wo es angezeigt ist und wo nicht. Und dann halten sich einfach alle an den Beschluss und die demokratische Willensbekundung und müssen mit der Bürgerkritik leben, wenn das nicht gefällt. Schließlich sind 2014 Kommunalwahlen.

  2. roy

    vielleicht sollte man darüber nachdenken das die winterdienstfirmen ihr salz loswerden müssen damit sie im nächsten winter wieder genauso viel bekommen
    gibt man das jahresbudget nich aus brauch man ja nächstes ja nich soviel

  3. Lini

    ich muß mal sagen es ist ja schön das die straßen von schnee und eis frei sind aber da muß nicht noch mehr salz rauf wo nichts mehr ist. die straßen und vor allem die auto`s leiden darunter. das sind gewaltige kosten und das zahlt nicht die gemeinde.
    roy du hast recht viele jahre hat man nichts davon gemerkt das es überhaupt nen winterdienst in woltersdorf gibt und jetzt sind die straßen weiß aber nicht von schnee:)
    aber man kann es sowieso nicht allen recht machen. es wird immer welche geben die sich aufregen. es müsste einen gesunden mittelweg geben.

  4. roy

    hallo……
    also die andern letzten jahre haben sich alle beschwert das nichts gemacht wurde im winter und jetzt wird sich beschwert das vorgesorgt wird.
    ich versteh euch nich………????
    Die straßen in woltersdorf waren vorher schon miserabel.

    1. Bernd

      Wenn’s auf der Party kein Bier gibt ist es miserabel, gibt’s zuviel ist’s auch nicht gut. Der Mittelweg sollte es sein.

  5. Lini

    da kann ich euch nur recht geben. nicht nur die auto`s leiden darunter sondern auch die straßen. teilweise sind die straßen in woltersdorf so schlimm das man sie am liebsten umfahren möchte. ich finde das beste beispiel ist die werderstraße. sie besteht fast nur noch aus tiefen löchern, teilweise sind sie schon tiefer als 15 cm. das ist eine zumutung für die anwohner. wer bezahlt die ganzen schäden an den auto`s? von den gehwegen ganz zu schweigen sie sind in so einen schlechten zustand das die bürger und besucher auf der straße laufen und mit einem kinderwagen ist das fast unmöglich. weder der gehweg noch die straße. alle laufen in slalom. kaum zu glauben das sich die anwohner noch nicht beschwert haben oder das noch nichts ernsthaftes passiert ist.
    und jetzt wird duch das ganze salz unsere guten straßen auch noch ruiniert. super gemacht gemeinde!

    1. Bernd

      Die Werderstraße ist schlimm, anzusehen in dieser Slideshow Da wundere ich mich schon, dass unser Bürgermeister den viel besseren Bürgersteig/Radweg in der Schleusenstraße auf der Krankenhausseite sanieren will. Das ist auch sein täglicher Radweg von der Friedensstraße zum Rathaus und zurück. Vielleicht erklärt das den Wunsch des BM.

  6. Gordon Eggers

    Die derzeitige Salzorgie in Woltersdorf kann ich nicht nachvollziehen und auch nicht billigen, zumal der Zustand der Strassen jahreszeitbedingt zufriedenstellend ist.

    Geschädigt wird ohne Not die Natur, unsere Gesundheit und auch unsere PKW. Nehmen wir uns ein Vorbild an Rüdersdorf, denn dort ist unter Bürgermeister Schaller (CDU) der Einsatz von Salz untersagt.

    Gestern am 10.2.2012 gegen 14:00 konnte ich selbst beobachten, wie auf der Rüdersdorfer Strasse (L30) allerdings durch einen LKW des Landkreises massiv Streusalz ausgebracht wurde. Dies geschah ohne Not, denn die Strasse war durch die gestrige starke Sonneneinstrahlung gerade im Abtrocknen begriffen.

    Aus meiner Sicht ist die Gemeindeverwaltung gefordert der Salzorgie schnellstens ein Ende zu bereiten.

    1. Bernd

      Hallo Gordon,
      recht hast Du, diese Salzorgien sind nicht mehr normal. Das alljährliche winterliche Zeremoniell ist eine sinnlose Vernichtung unserer Straßenbäume. Obendrein zeigt das Verhalten von Ruwe, die Anweisungen der Gemeinde sind Schall und Rauch.

      Mit Rüdersdorf mag ich Dir nur bedingt zustimmen. In der Puschkinstraße 41 und ?, gleich daneben, stehen zwei sanierte Miethäuser. Dort salzt der Streupflichtige seit Jahren, auf Deubel komm raus, den Bürgersteig. Unser Hund fängt dort regelmäßig an zu hinken, ausweichen können wir nicht, es gibt nur auf der Seite einen Bürgersteig. Vorwurf an Rüdersdorf – zuviel Vertrauen, zu wenig Kontrolle. Vertrauen wird von schwarzen Schafen grundsätzlich missbraucht.

      Beim Landesbetrieb sollte auch die Denke eingeschaltet werden, schieben und streuen reicht. Die Bäume an der Rüdersdorfer Straße sind nur noch Krüppel, was ist aus der schönen Allee geworden, die Bäume mit Stihl Kettensägen und massig Salz gerupft und gefleddert.

      1. boje

        Welche Kompetenz hat denn unser BM eigentlich in Woltersdorf, oder anders ausgedrückt, wie begründet er seine Anweisungen und wie werden sie von ihm kontrolliert? Die Salzorgie von Herrn Gordon Eggers kann ich voll bestätigen. In der Kalkseestr. standen vom vielen Salz überall Salzpfützen. Dann kam ein RUWE-Fahrzeug und streute unverhältnismässig „volle Pulle“ noch eine satte Ladung darüber. Man hat den Eindruck, die Fahrzeuge werden nach ausgebrachter Salzmenge bezahlt. Herr BM, kommen Sie endlich Ihrer Aufsichtspflicht nach, dafür sind Sie gewählt worden und werden nicht umsonst bezahlt.
        Herr Eggers, bitte werden Sie im Interesse unserer Umwelt aktiv. Sie können es.
        Viele Grüsse Boje

  7. Thorsten

    Hallo Bernd,
    Ich hab auch mitbekommen das in diesen Tagen viel gesalzen wird wie ich finde meist unangebracht …. die Vogelsdorfer ist ganz weiß … und das nicht von Schnee ! Das haut nicht hin …! Also werter Herr Dr.Vogel kümmern sie sich drum und hinterfragen sie diese Taktik ! Ich denk das der Winterdienst auf Nummer sicher gehen will was mir unangemessen erscheint !!

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