Nachlese zur Bürgerversammlung

19. April 2012 Aus Von BerndWohlers

Fragen an den Bürgermeister – Bürgerversammlung. Beschämend missbraucht, da tönte Die Linke bereits am frühen Morgen, heute, ja heute geben wir’s ihnen. Woher wusste der Schnauzbart das bereits am Morgen? Da waren einige Redner, keiner hat sie je im Politikbetrieb gesehen, also von nichts Ahnung, dennoch unisono fielen die Fremden über die Arbeit derer her, die sie nicht kannten. Ihre Aussagen ähnelten sich, der Dramaturg der Scharade machte sich nicht allzu viel Mühe, der Regisseur auch nicht. Sie durften reden, beleidigen, verhöhnen ohne ihren Namen zu nennen. Andere nannten ihn, verhehlten aber, dass ihre Ehepartner zum Grünen Clan des Bürgermeisters gehörten. Sie durften ebenfalls buhen, dazwischen rufen, wenn’s zur Erhebung ihres dann wohlwollend grinsenden Bürgermeisters diente, allemal. Selbst der allerdümmste Schafskopf, der nicht einmal wusste wer, was, wo Politik ist, durfte sich am Ende des Abends auskotzen, zum Ruhm des Führers unseres Dorfes.

Ähnlich lief die Gründungsversammlung des Vereins „Kulturhaus Alte Schule“ im Hummelchen ab. Damals, als ich etwas bemerken wollte, bekam ich von Ulrike Stengel, damals kannte ich sie noch nicht, einen Vogel gezeigt. Beleidigung oder geheimes Erkennungszeichen des Vogel Clans, ich weiß es nicht. Oder der ersten Bürgerversammlung zur Gründung eines Seniorenbeirats. Auf Nachfrage erzählte mir damals der Star Protagonist T. ganz arglos, ja er habe am Abend zuvor mit dem Bürgermeister und Hannes Langen geübt. Ist ja klar, so ne Show braucht Vorbereitung. Immer das gleiche Spiel mit schlechter, durchschaubarer Regie.

Hier wurde dazwischen gebuht, das Wort abgeschnitten, einer – ich – bekam die bürgermeisterliche Wutkeule in Form von Redeverbot aufs Haupt geschlagen. Es war eben eine völlig demokratische Versammlung, nach dem Demokratieverständnis eines Rainer Vogels.

Eines aber, dafür sollten sich alle schämen, besonders der Bürgermeister und Hannes Langen. Da versuchte eine Frau, die Gattin eines Sachkundigen Bürgers, einer beim BM unbeliebten Partei etwas zu sagen. Vom ersten Wort an wurde dazwischen gegröhlt, besonders von ganz hinten im Saal. Keifend forderten die grauhaarigen Greise und der Schnauzbart, sie, die Frau solle ihren Namen nennen, nur vom Mikrophon aus reden. Der Bürgermeister zeigte sein beliebtes Haifischgrinsen, wie immer, wenn ihm etwas besonders gut mundet. Hier, bei den Nichtfreunden des BM, galten die Anonymisierungsregeln nicht mehr. Hier sollte eine anständige Frau eingeschüchtert werden, nur weil ihr Mann einer dem BM missliebigen Partei angehört. Pfui Teufel, Herr Bürgermeister, zumindest in dem Moment als der Mob zuschlug, hätten sie eingreifen müssen. Sie berufen sich doch sonst so gern auf ihr Hausrecht.