Keine tolle Leistung der MOZ

Drei Zeitungsschnipsel fand ich in dem Kuvert, das unter der Tür durchgeschoben war. Drei Minimeldungen aus der MOZ. Gehen wir sie einmal der Reihe nach durch.

„Werkleiter geht nach zehn Wochen“ titelt die MOZ und begründet das recht eigentümlich, wie meistens, völlig auf der Linie des Bürgermeisters, der schon vor einem dreiviertel Jahr ähnlich falsch argumentierte. MOZ: „Der Vorgang wirft ein Schlaglicht auf die politische Zerrüttung in Woltersdorf“. Weitere Erklärungen bleibt das Blatt schuldig, woher sie ihre Weisheit nimmt, bleibt im MOZigen Nebel ungeklärt, kein Wort darüber, schlechter Reporter, schlechter Redakteur. Wie war’s denn wirklich?

Der 29 jährige heißt F. Zeidler, kommt aus Nordbayern, ganz so wie unser Bürgermeister, der ihn auch einstellte. Die Referenzen des Florian Zeidlers passten nicht zum Posten eines Werkleiters. Bevor er in Woltersdorf sein kurzes Gastspiel gab, schlug sich der junge Mann als Animateur durch. Gescheitert ist der Zehnwochen-Werksleiter an einem ganz banalen Vorgang, er sollte und musste einen Wirtschaftsplan entwickeln und irgendwann vorlegen. Da liegt der Hase im Pfeffer, er erstellte keinen Wirtschaftsplan, jedenfalls bekamm die GV keinen zu sehen, dafür immer neue Ausflüchte und eines Tages war er weg, ausgeflogen. Wer mehr wissen möchte, gebe in die Suchmaske „Zeidler“ ein und bekommt sieben Artikel zur Auswahl. Ich möchte sagen, die Miesere ist einzig in der Personalpolitik unseres Bürgermeisters zu suchen.

Die nächste Ente der MOZ: „Debatte über Wappen“. Da schreibt die Lokalredaktion: „Im nächsten Hauptausschuss der Gemeindevertretung soll jetzt über die Vorschläge für ein Woltersdorfer Wappen gesprochen werden.“ Woher die MOZ diese Weisheit hat, verrät sie nicht. Richtig ist, das Wappen wird im nächsten Sozialausschuss besprochen, so beschlossen in der Gemeindevertretung am 6. Dezember. Die MOZ hat eben eine ganz tolle Lokalredaktion.

Noch ein schlecht recherchierter Artikel der MOZ über die Volkssolidarität: „Kartenspiel fällt im Januar aus.“ Lassen wir das Kartenspiel mal beiseite. In dem Artikel verkündet die MOZ: „…am 16. Januar, um 14:00 Uhr, ist ein Besuch des neu eingerichteten Heimatmuseums des Verschönerungsvereins in der Alten Schule vorgesehen.“ Schön, das der Vorstand des Verschönerungsvereins von dem Vorhaben der Volkssolidarität aus der Zeitung erfährt. Die Linke Volkssolidarität hat es nicht für nötig befunden einen Termin mit dem Museum zu vereinbaren, warum auch. Am 16. Januar ist das Museum geschlossen und der Vorstand nicht in Woltersdorf. Warum eigentlich schreibt die MOZ solches Zeug, ohne vorher bei den Beteiligten auf Richtigkeit zu recherchieren?

  1. Bernd

    Die Ente der Frankfurter Gazette ist keine Ente mehr. Weit nach dem Erscheinen in dem Blatt, hat Herr Bürgermeister jetzt bei unserer Sozialausschussvorsitzenden darum gebeten, doch den Termin zuerst im Hauptausschuss zu beraten. Tja und nun stimmt’s wieder, was die Zeitung zuvor falsch berichtete. Da konnte sich unser Bürgermeister bei der Postille endlich einmal erkenntlich zeigen, für die liebevolle Berichterstattung seines Leib- und Magenblattes. Nachteil, der Termin verschiebt sich im Sozialausschuss um einen Monat. Sehen so verlässliche Aussagen der GV aus?

Kommentare sind geschlossen.