Kauflands Flaschen, alles wie immer

Leere Flaschen hab ich keine mehr, jedenfalls nicht für die Kaufland Leergutabnahme in Vogelsdorf. Aber neugierig bin ich doch und so mache ich immer einen Abstecher zu den Flaschen. Es hat sich nichts, absolut gar nichts, geändert. Wie zuvor ist nur ein Kaufländer anwesend und der weist die ankommenden Kunden in ihre Arbeit ein. Entwickelt wurde die Arbeitseinteilung von Kaufland. Das sieht dann so aus:
Der Kunde trabt an;
Der Kassengewaltige zählt die Pullen und sagt dem Kunden, wo er was einzusortieren hat (Mitzählen ist ratsam);
Der Kunde macht sich auf den Weg, übernimmt des Kaufländers Job und sortiert unter dem wachsamen Blick des Kommandierenden seine Flaschen ein;
Zwischenzeitlich lümmelt sich der gelangweilte Boss der Flaschen mit den Ellenbogen auf die Pfandkasse und hofft wohl, dass der Kunde endlich mal in die Hufen kommt;
Der Schütze Arsch, sorry der Kunde, kommt zurück, richtet seinen Blick lobheischend auf den Kaufländer;
Grummelnd reicht dieser dem für Kaufland freischaffenden Kunden seinen Bon;
Kunde zieht ab, bedankt sich für die Arbeitsbeschaffungsmaßnahme und denkt sich seinen Teil.

Letzten Donnerstag habe ich mal wieder einen Blick auf die Leergutberater von Kaufland geworfen. Wie gewöhnlich steht da so ein rotgewandeter Dirigent und diesmal zufällig nur ein Kunde. Beim genaueren Hinsehen bemerke ich, der Kerl hat eine dick verbundene Hand, ist quasi einarmig. Kauflands Einweiser hat es natürlich auch erspäht. Ob er in solch einem Ausnahmefall seine Arbeit selber machen würde? Gespannt warte ich auf die Lösung.

Der Rotkittel zählt und gibt dem Invaliden seine Einweisung. Der zieht los und quält sich, um mit einer Pfote den Vorgaben des Dirigenten gerecht zu werden. Der Kaufländer lehnt an der Wand, schaut seelenruhig zu, wie der Behindert – seine, des Angestellten – Arbeit recht und schlecht schafft.

Von Kauflands Geschäftsleitung hinab bis zum letzten Azubi, ihr müsstet euch dafür schämen.

Allen Kunden, die für Kauflands Flaschenabteilung freiwillig schuften, gebe ich kostenlos den Tipp: Es gibt in eurer Nähe bestimmt einen Anderen, der mit Getränken handelt. Wir gehen nun zu GetränkeLand, da nehmen die uns die Flaschen ab und sortieren die auch selber in die Kisten. Ja so etwas gibt es noch – woanders, nur nicht bei Kaufland.

  1. Ist ja lustig was man über google findet

    Aber ich merk mir mal Ihren Namen und den Ihrer Frau (?), wenn sie jemanden aus unerklärlichem Grund lachend auf dem Boden im Kaufland Vogelsdorf vorfinden: das bin dann ich.

  2. Ist ja lustig was man über google findet

    Jetzt muss ich aber lachen – ich weiß wo dieses Kaufland liegt und frage mich, wieso du nicht in einer der zig Plus, netto (rot und schwarz), Aldi, kaisers, schieß mich tot Filialen deine Flaschen abgeben kannst, wenn Kaufland doch sooooo scheiße ist? Solche Kunden mag ich ja – die, die sich beschweren, um sich zu beschweren. Jede Woche die gleichen. Es ist schon irgendwann wirklich lustig.

    Und „lernen“ wird da überhaupt keiner was wegen dir, dafür ist der Umsatz zu gut. Das ist ein Fakt. Und nimm mal ne Nachhilfestunde in BWL, hat mir auch geholfen, solange wie der Umsatz stimmt, passiert da gar nichts.

    1. Bernd

      Geahnt habe ich’s auch. Die lernen nichts durch Worte, die lernen nur wenn der Kunde mit den Füßen abstimmt.

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