Israel und Amnesty International

Amnesty International prangert Israel als Kriegsverbrecher an. Das Land soll während der Offensive im Gaza-Streifen Kriegsverbrechen begangen. Die Art der Angriffe und die hohe Zahl der zivilen Opfer zeige Elemente rücksichtslosen Verhaltens. Die israelischen Streitkräfte hätten nicht zwischen militärischen und zivilen Zielen unterschieden. Während des dreiwöchigen Militäreinsatzes kamen nach Schätzungen von Menschenrechtsgruppen mehr als 1400 Palästinenser ums Leben. Amnesty zufolge waren darunter mehrere hundert unbewaffnete Zivilpersonen. Außerdem seien Tausende Wohnhäuser zerstört worden. Besonders kritisiert wurde der Einsatz unpräziser Artilleriegranaten und von weißem Phosphor in dem dicht besiedelten Gebiet.

Weißer Phosphor ist höllisch. Kommt er mit Sauerstoff in Kontakt, brennt er und entwickelt Temperaturen von mehr als 1.000 Grad. Brennender Phosphor ist nicht mit Wasser zu löschen. Der Einsatz von Weißem Phosphor ist international geächteten (wenn auch nicht grundsätzlich verbotenen).

Mit den Jahren habe ich nun gelernt, Kriegsverbrechen ist nicht gleich Kriegsverbrechen. Manchen Nationen werden sie immer wieder um die Ohren gehauen. Dann gibt es die anderen Nationen, die stehen souverän über ihren Kriegsverbrechen, frei nach dem Motto: Was kratzt es die Eiche, wenn sich die Wildsau an ihr reibt.