Insider Bürgermeister Vogel und die Körnerstraße – Teil 2

Legende der Flurstücke

Schwarz – 534/1 und 534/2 Rot – 534/4 Gelb – 534/5</> Weiß – 534/3</> Blau – 534/6 Grün – 534/7

Die schwarzen Flächen gehören nicht zum Grundstück der Gemeinde in der Körnerstr. Sie gehören Herrn S. Herr S. wollte sein Grundstück vergrößern und pachtete von der Gemeinde das Flurstück Gelb.

Die Gemeinde wollte aber den Zugang zu den Flurstücken Grün und Weiß sicherstellen und schaffte zwischen Schwarz und Gelb das Flurstück Rot, als Zugang zu den sonst gefangenen Flurstücken.

So konnte die Gemeinde das Flurstück Weiß an Frau B. verpachten, da der Zugang durch das Flurstück Rot gesichert war. Frau B. gehört dort ein kleines Wochenendhaus.

Herr S. wollte Häusle bauen und die Gemeinde genehmigte seinen Plan. So baute Herr S. sein neues Gebäude auf dem Flurstück Rot. Hatte er es überhaupt gepachtet gehabt? Warum erlaubte die Gemeinde, dass Herr S. mit dem Bau den Zugang zu den hinteren Flurstücken Grün und Weiß versperrte? Kein Mensch konnte mehr durch.

Dafür entstand auf dem Flurstück Blau ein Grasweg als Hilfszugang zu den hinteren Flurstücken Weiß und Grün.

Die Pächter, Frau B. und das Ehepaar S. erhielten ein Vorkaufsrecht für ihre gepachteten Flurstücke. Laut Beschluss der Gemeindevertretung vom April 2009 wurden die Flurstücke den Pächtern zum Kauf angeboten. Ehepaar S. könnte das Flurstück Gelb kaufen. Frau B. wurden die Flurstücke Weiß und Rot (Zugang zum Flurstück Weiß) angeboten. Auf dem Zugang (Rot) versperrte aber schon das Gebäude von Herrn S. den Zugang, den Frau B. kaufen sollte.

Bewegung in der Sache entstand erst mit dem Wunsch, die Körnerstraße auszubauen. Die Gemeinde bot den Pächtern erneut den Kauf an. Herr S. stimmte dem Kauf des bisher gepachteten Flurstückes Gelb zu. Frau B. zog Ihre Zustimmung zum Kauf der Flurstücke Weiß und Rot aus dem Jahr 2009 zurück. Herr S. beantragte daraufhin den Kauf der Flurstücke Gelb, Rot und Weiß.

Aufgrund des Kaufangebots von Herrn S. beschloss die Gemeindevertretung im Dezember 2011 dem Verkauf zuzustimmen, das Verkaufsangebot im Beschluss von 2009 wurde damit aufgehoben.

Hier können wir nur noch spekulieren, weil es keine Unterlagen für die Öffentlichkeit gab. Irgendwann im letzten halben Jahr wurden die benachbarten Flurstücke Blau und Grün von der Gemeinde zum Verkauf angeboten. Im Bauausschuss vom September 2012 wurde gesagt, dass die Gemeinde noch ein Doppelgrundstück in der Körnerstraße hat. Also kann die Verkaufsabsicht erst nach dieser Sitzung gefallen sein. Die Verkaufsabsicht wurde wohl nur im engsten Rahmen bekannt.

So, nun bewegen wir uns wieder auf dem Boden von gesicherten Tatsachen. Einer aus dem engsten Kreis, Bürgermeister Vogel, wusste natürlich von der Verkaufsabsicht und jetzt kommt seine Gattin, Frau Anke Albrecht Vogel ins Spiel.

Es waren seit der Sitzung im September, wo es noch keine öffentliche Verkaufsabsicht gab, noch nicht einmal zwei Monate vergangen, als Frau Bürgermeister am 14. November 2012 die Flurstücke Blau, Grün und Weiß von der Gemeinde kaufte.

Hier beginnt der Skandal, der Bürgermeister unterlief den Beschluss der Gemeindevertretung vom 15. Dezember 2011, der besagte, dass nur das Ehepaar S. oder Frau B. die Flurstücke Gelb, Rot und Weiß kaufen konnten.

Wie konnte dann Frau Bürgermeister, ohne Zustimmung der Gemeindevertretung, das Flurstück Weiß kaufen? Es gib keinen Aufhebungsbeschluss für den Beschluss vom 15. Dezember 2011. Auf der Strecke geblieben ist Frau B.

Ganz übel, Frau B. hat jetzt keinen Zugang mehr zu ihrem, von der Gemeinde an Frau Bürgermeister verkauftem Flurstück und ihren daraufstehendem Haus, es sei denn, mit Hubschrauber. Wie Frau B. uns sagte, wurde ihr Konto dennoch für dieses Quartal mit dem Pachtzins belastet.

Gewinner, Familie Bürgermeister! Sie kann sich auf eine schöne Wertsteigerung der Flurstücke freuen, wenn der Straßenbau Körnerstraße abgeschlossen ist. Es ist auch schön zu sehen, wie gut das Gespann Vogel werkelt, der Bürgermeister hat grundsätzlich sein Stimmrecht dort eingebracht, wo er sich hätte für befangen erklären müssen. Der Bürgermeister hat sich vehement für den Straßenbau eingesetzt. Der Bürgermeister ist immer wieder in der Körnerstraße erschienen, die Leute willig zu quatschen, alles für das Wohl seiner Gattin und das Ganze in der Arbeitszeit, die die Gemeinde bezahlt. Toll, aber was macht man nicht alles bei den Gewinnaussichten.

Beifall – Vorhang zu – ein schaler Geschmack bleibt.

Den Gemeindevertretern sei geraten, redet nicht immer von Grundstücken, sondern von Flurstücken, das ist juristisch besser greifbar.
Vogel und die Körnerstraße Teil 11
Vogel und die Körnerstraße Teil 10
Vogel und die Körnerstraße Teil 9
Vogel und die Körnerstraße Teil 8
Vogel und die Körnerstraße Teil 7
Vogel und die Körnerstraße Teil 6
Vogel und die Körnerstraße Teil 5
Vogel und die Körnerstraße Teil 4
Vogel und die Körnerstraße Teil 3
Vogel und die Körnerstraße Teil 1

  1. D.S.

    Euerem Bürgermeister wurde vom ersten Tag an von der Partei Die Linke geholfen, bei allem, vom Tag der Wahl an. Ohne Die Linke hätte er Euer Dorf nicht einsacken können.

  2. Norman

    Morjen….

    Also das wird ja alles immer interessanter.
    Wie kann, ich hab generell nichts gegen unsere Gemeindevertreter, den Gemeindevertretern ein solcher Fehler passieren, das man nicht merkt, was da so passiert ist??? Denn die empfangene Summe müsste ja auf Gemeindekonto als Guthaben verbucht sein, und dazu ja auch der zugehörige Name. Also hätte doch dem Kämmerer auffallen müssen, oder etwa nicht.
    Und wer muß nach deutschen Richtlinien einen solchen Kaufvertrag unterschreiben???

Kommentare sind geschlossen.