Informationsblatt im Karneval

In meinem Briefkasten kommt so allerhand an gewünschtem und weniger gewünschtem. Heute kam der Spiegel sehr erwünscht, für den zahl ich gern. Neben dem Spiegel steckte ein in Hochglanz verpacktes Infoblatt, kostenlos geliefert, also etwas wertloses. Sein Cover ähnelt frappierend dem Mitteilungsblatt der Gemeinde Woltersdorf. Auf dem ersten Blick sieht Seite für Seite so aus, wie die entsprechende Seite im Mitteilungsblatt.

In dem Hochglanzblättchen macht DOKTOR Rainer Vogel aus seinem Herzen keine Mördergrube. Wie der Grüne DOKTOR auf Hochglanz kommt, völlig unverständlich. Googeln Sie mal Herr DOKTOR, die Herstellung von Hochglanzpapier ist mit einer viel höheren Umweltbelastung verbunden als die von normalen Papier. Obendrein würde ich den Herausgebern empfehlen das Blatt mit dem seichten Inhalt in Rollenform anzuliefern, könnte es dann doch bequemer hinterlistigen Zwecken zugeführt werden.

Dieser DOKTOR Vogel, schreiben ist nicht sein Ding, er müht sich, dass spürt der Leser, leider erfolglos. Schon seine „Kolumnen“ im Mitteilungsblatt schaffte ich nur nach der Einnahme von „Hallo Wach“. Leider ist es hier nicht besser, die Schreibe wirkt wie Valium. Uns zum Gefallen, sollte er sich fürs Dichten Dichter suchen. Es kann aber sein, dass das Infoblatt des Bürgermeisters, seine Referenz an die Fünfte Jahreszeit ist. Dann, ja dann, nehme ich alles zurück, im Karneval ist vieles erlaubt.

Ist es aber ernst gemeint, das umweltschädigende Hochglanz-Infoblatt, dann sollte die Gemeinde frohlocken, erledigen sich so Probleme und gespart wird auch kräftig.

Der Bürgermeister hat nun was er wünscht, auf seine Kosten. Hier darf er meinetwegen babbeln bis er schwarz wird. Die Gemeinde braucht nun kein Mitteilungsblatt mehr herausgeben, ein Amtsblatt reicht der Gemeinde ab sofort völlig aus. Können wir uns jetzt doch noch die Dreifeld-Mehrzweckhalle leisten? Die vom Bürgermeister eingesparten Gelder sollten uns zum Nachdenken anregen. Vielleicht spart er ja noch mehr und dann wäre vielleich, aber nur vielleicht, doch noch eine Magistrale in der Schleusenstraße fürs Fahrrad des Bürgermeisters drin.

Helau
Bernd

  1. Bernd

    Liebe Freunde und Leser dieses Blogs, ich bitte Euch herzlichst jedes Wort genau abzuwägen. Radikale aller Colour beschäftigen gerne und oft Rechtsanwälte, um ihren vermeindlich guten Ruf zu verteidigen. Jede Kritik versuchen sie so niederzuknüppeln.

    B-J

  2. Harry P.

    Hallo Gemeindevertreter,
    ihr solltet jetzt mal ganz schnell zusammentreten und das Mitteilungsblatt in ein Amtsblatt umwandeln. Das empfiehlt Euch ein besorgter Bürger.

    1. Elsa

      Wenhn ich das neulich im Hauptausschuß richtig verstanden habe, darf ein Amtsblatt nur herausgeben, wer 10.000 Einwohner vorweisen kann. Aber wenn das nicht geht, sollte das Mitteilungsblatt den Inhalt eines Amtsblattes haben. Es macht traurig und wütend zugleich, wenn man sieht, was dieser BM mit unserem schönen Woltersdorf macht.

    2. Minerva McGonagall

      Wenn ich es richtig sehe, ist das Mitteilungsblatt eine freiwillige Publikation der Kommune, verpflichtend ist ein Amtsblatt erst ab 10.000 Einwohnern. Kann aber sicher auch freiwillig für 8000 Einwohner herausgebracht werden.
      M.

  3. D.S.

    Schon zu Höhnes Zeiten konnte sich der Ort rühmen, einen Nazi zu beherbergen. Heute gibt es viele Rechtsradikale im Ort. Einige davon tobten im Hauptausschuss, gegenüber dem roten Radikalen und abgebildet im neuen…..

    10:20 Uhr; Text von B-J gekürzt.

    1. D.S.

      Einer von den Typen ist Trainer einer Kindermannschaft im SV Woltersdorf und seine Mannschaft läuft in Reklameklamotten für den Herrn herum und das, obwohl er deutlich zeigt was er ist !!!Unverständlich! Der SV sollte sich schämen, abe nochmehr die Eltern dieser Kinder.
      MfG D.

  4. Minerva McGonagall

    Leider hat sich gleich auf der ersten Seite der Druckfehlerteufel breitgemacht.

    Denn richtig muss es natürlich heißen: Desinformationsblatt.

    In den beiden deutschen Diktaturen wurde Propaganda gern durch Sprache transportiert, insbesondere durch Bedeutungsveränderungen und -verschiebungen von Begriffen und Bewertungen.

    Als linguistisches Standardwerk für die Analyse dieser Sprachverwirrung gilt Victor Klemperers „LTI“ = Lingua Tertii Imperii“ (lat. // „Sprache des dritten Reiches“) Dieses Werk, dessen lateinischer Titel kompliziert klingt und dessen Inhalt sich sehr flüssig liest, kann jedem zur Lektüre nur dringend empfohlen werden.
    Lernt man doch dabei, wie neue Begriffe kreiert, alte Bedeutungen hinweggefegt werden und schließlich das Denken manipuliert wird.
    So funktioniert Propaganda.

    Das Propagandablatt der Nazis war der „Völkische Beobachter“,
    das der Kommunisten war und ist das „Neue Deutschland“, dem das Vögelchen auch gern sein Leid über mangelnde Meinungsfreiheit vorheult.

    Insofern ist das „Neue Deutschland“ wirklich NEU, war es doch seit seiner Gründung 1946 eher weniger an freier Meinungsäußerung interessiert… So sollte das sog. „Informations“blatt vielleicht besser „Woltersdorfer Beobachter“ oder „Neues Woltersdorf“ heißen, geht es doch auch hier vornehmlich um Propaganda und Stimmungsmache, als um Information.
    Der Titel selbst ist ein treffliches Beispiel für Sprachmanipulation und nicht zufällig gewählt.

    Abgesehen davon, dass das Blättchen im Layout dem Mitteilungsblatt von Woltersdorf ähnlich sieht und ähnlich sehen soll (wie einfallslos !), erhebt es den Anspruch, nicht nur Mitteilungen der Öffentlichkeit bekannt zu machen, sondern zu informieren. Während der Begriff „Mitteilung“ als eher neutral, rational und unaufgeregt gilt, transportiert der Begriff „Information“ ein „mehr“ an Mitteilung, suggeriert Tiefe und Hintergründigkeit, Bildung und Interesse und ist durchweg positiv besetzt.
    Der Leser soll den Eindruck gewinnen, hier würde er eben endlich mal richtig ins Bild gesetzt.
    Das Fremdwort „Informieren“ heißt so viel wie „Auskunft geben“, „Belehren“ (Aha!), aber auch „sich unterrichten“ oder „Erkundigungen einziehen“.
    Soweit der Duden.

    Tatsächlich geht es hier um Propaganda und Falschdarstellung und nicht um Information.
    Für die Sponsoren des Blattes gilt das Bürgermeister-Vögelchen als „sehr populär“.

    Es ist aber nicht die Aufgabe eines Bürgermeisters, populär zu sein, sondern als Wahlbeamter, der von den Steuern aller bezahlt wird, seine Arbeit zu machen und die Beschlüsse der Gremien umzusetzen.
    Wobei ich ausdrücklich darauf hinweisen möchte, dass nicht der BM die höchste kommunale Position innehat, sondern die Vorsitzende unserer Gemeindevertretung: Alexandra Doernbrack.
    Das könnte jetzt eine Neuigkeit für das Vögelchen sein !

    Auch wenn der Vogel bei dem einen oder anderen populär sein sollte,
    ja was heißt das schon ? Ist das etwa ein Qualitätskriterium ?
    Großer Popularität erfreuten sich einst in Deutschland auch Adolf Hitler, und das von ihm angezettelte Blutvergießen.
    Also: was bedeutet es, wenn der BM angeblich sehr populär sei ?
    Nicht unbedingt Gutes.

    Wenden wir uns nun dem Seelenleben des Vögelchens zu.

    Es lässt uns in die Abgründe seiner Seelenbefindlichkeit blicken, dass er sich so viele große Freunde suchen muss, die ihn stützen und streicheln und sich für ihn auf dem Schulhof prügeln.

    Dass das von uns allen finanzierte Mitteilungsblatt ohne seine Einlassungen erscheinen wird, ist für ihn eine große narzistische Kränkung.
    Um seine Persönlichkeit zu stabilisieren, wird er immer wieder Unterstützer suchen, die für ihn als „narzistische Verlängerung“ fungieren müssen, wir werden es an ihm noch bis zum Ende seiner Amtszeit beobachten können. (Da kann er gar nicht raus aus seiner Haut.)

    Er selbst ist unfähig, als Person und Mensch etwas darzustellen und zu repräsentieren, es fehlt ihm an einer respektvollen Grundhaltung seiner Mitwelt gegenüber, es mangelt ihm an persönlicher Ausstrahlung und sozialer Kontaktfähigkeit.
    Er weiß natürlich um seine Defizite und sein täglicher Gang ins Rathaus ist für ihn eine Tortur.

    Er selbst spricht davon, dass er nicht Bürgermeister werden wollte und die
    BM-Wahl für ihn zu einem ungewollten Betriebsunfall wurde.
    Und er war nicht einmal in der Lage, ohne Gesichtsverlust aus dieser Nummer rauszukommen, es fehlte ihm -wie immer- an Selbstbewußtsein, Sicherheit und Ehrlichkeit.

    Wir beobachten an ihm Hinterhältigkeit, Unehrlichkeit und Aggression.
    Ihn aber treibt der Hass um.
    Hass und Wut auf alle, die ihn nicht gewählt -und damit zutiefst gekränkt haben.
    Aber noch mehr hasst er alle, die ihn gewählt haben !!!

    Denn die sind zudem auch noch Schuld daran, dass er sich in dieser aussichtslosen Lage befindet, dass er täglich sozialen Kontakten ausgeliefert ist, die ihm zuwider sind.
    (Er nennt es den „Woltersdorfer Schlamm“ / O-Ton !)
    Dass er in dieses Rathaus fahren muss, sich mit Dingen befassen muss, die ihn ankotzen… mit Haushaltsplänen, Kitaplätzen, Grundschulen, Sporthallen und und und.

    Dass er nicht mehr -wie als Freiberufler- Herr seiner Zeit ist.
    Dass er mit diesem (aus seiner Sicht) Scheißjob auch noch weniger Geld verdient, als vordem – und noch schlimmer: weniger Geld als seine Frau.

    Da er nichts zu verlieren hat, ist ihm auch völlig egal, was aus diesem Ort und seinen Menschen wird.
    Für ihn ist ein runtergewirtschafteter und zerstrittener Ort eher noch der angemessene Preis, den wir alle (seine Wähler und Nicht-Wähler !) für sein ganz persönliches Desaster zu zahlen haben.

    Minerva

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