Geplatzter Umzug – Teil 4

An sich stimmt der Titel nicht, der Umzug ist lange vorbei. Janina zog bereits im Februar nach Berlin, da aber der Umzug noch immer nicht beendet ist, jedenfalls für das Jobcenter Dresden, möchte ich den Titel beibehalten.

Wie das so ist, für ihren Umzug, verlangte das Jobcenter in Dresden, habe Janina Angebote einzuholen. Gesagt, getan und als sie alle Offerten beisammen hatte, trug sie alle zur ARGE Dresden und wartete auf deren Entscheidung. Wie nicht anders zu erwarten, die Beamten wählten den billigsten Anbieter. Den vom Amt bestimmten Zuschlag erhielt die Firma UTL-Umzüge, mit Firmensitz in Rüdersdorf.

Dann passierte das nicht Vorstellbare. Die Umzugsspedition UTL schickte an das Jobcenter Dresden seine Rechnung für den erfolgten Umzug und die ARGE zahlte, ohne zu prüfen, ob UTL den Umzug durchgeführt hatte. Das Ergebnis der beamteten Leichtfertigkeit war, Janina saß in Dresden, nichts war geschehen, nur das Geld war futsch.

Der ARGE im Elbflorenz blieb nichts anderes übrig, als nochmals einen Spediteur zu beauftragen und zu bezahlen, schließlich wurde die voreilige Zahlung an UTL ja von ihnen verbrochen, obwohl sie beizeiten vor dem Unternehmen gewarnt wurden. Wer nicht hören will, der muss fühlen, dachten wir – da kannten wir aber noch nicht die krause Logik Dresdner ARGE-Bediensteter.

Jetzt erleben wir gerade unsere erste Einweisung: wie eine Behörde denkt. Erstaunlich, was die so in ihren Amtsstuben ausbrüten, da brauchts Jahre, das zu verstehen. Die Logik des Jobcenters in Sachsens Hauptstadt sagt, auf den Punkt gebracht: Wir haben zweimal gezahlt, müssen aber nur einen Umzug abrechnen, also haben wir einmal zuviel gezahlt und das wollen wir von dir, liebe Janina, wiederhaben. Wer dabei die Schuld an dem Debakel trägt, ist uns Sche…egal. Ja und zahlst du nicht, dann ziehen wir’s dir einfach von der Unterstützung ab, egal ob du oder deine zwei Kleinkinder dann noch etwas zu beißen haben.

Einsehen, ein Fremdwort für Beamte, wollte die ARGE Dresden absolut nichts und so wird nun ein Rechtsanwalt reicher und der Petitionsausschuss des Bundestages hat auch etwas zu tun bekommen. Wie es denn weitergeht, irgendwann wenn die in die Hufe gekommen sind, wird es hier als Teil fünf erzählt.

  1. Bernd

    Die ARGE Dresden hat dem Widerspruch von Janina stattgegeben und verzichtet auf weitere Rechtsmittel. Das heißt, Janina muss nichts zurückzahlen.

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