Gemeindevertretung will heute Investoren vergolden

Unser Stasi- oder TLG-Gelände an der Rüdersdorfer Straße 44 steht heute wieder einmal auf der Agenda der Gemeindevertretung. So wie es aussieht, wird die übliche Abnickgesellschaft innerhalb dieses politischen Gremiums dafür sorgen, das einige Investoren in eine nahe Zukunft mit Super Gewinnen schauen dürfen. Heute Abend wird voraussichtlich von der Gemeindevertretung ihr billig erworbenes Grundstück vergoldet.
Erinnern wir uns. Die TLG wollte das Grundstück verkaufen, für einen Spottpreis. Die Gemeindevertretung zierte sich, spreizte die Pfauenfedern, wollte noch mehr umworben, hoffiert werden, bis die TLG vom gemeindlichen Spiel genug hatte und das Grundstück bei einer Auktion billigst verramschte.

Die Deutsche Grundstücksauktionen AG bot in einer Auktion am 26. Juni 2014 das TLG-Gelände, einen seltenen Leckerbissen, ein Wassergrundstück an. Gucken wir einmal:

Grundstücksgröße: ca. 36.221 m² Mindestgebot: €495.000,00 oder = ca. €13,60/m² Grundstücksfläche

Ein Wassergrundstück, gerade mal schlappe 14 Euro der Qudratmeter hat unsere Gemeindevertretung nicht mitgenommen. Ein Sport und Freizeit Paradies alles hätte die Gemeinde dort realisieren können, so wie es der Flächennutzungsplan vorsah. Hier einmal Auszüge aus der Auktionsbeschreibung: „Attraktives Wassergrundstück am Kalksee. Der Kalksee gilt als
sauberes Gewässer und lädt zum Baden und Wassersport ein. Das Grundstück ist laut FNP als „Sonder gebiet Erholung“ ausgewiesen. Eine Änderung der Bauleitplanung und die Schaffung von Baurecht sind erforderlich.“ Das Ganze können Sie hier im Original, mit Bildern, ansehen:
Auktion TLG-Gelände

Nun dieses von der Gemeinde verschmähte Grundstück hat sich ein Investor an Land gezogen. Kann man ihn auch nicht übel nehmen. Der überlegte dann, wie kann er damit eine Wertschöpfung realisieren. Ganz verquer stand da der Flächennutzungsplan mit -Sport und Freizeit- Gelände im Wege. Damit sind keine Millionen zu machen. Das Geramschte muss in Bauland umgewandelt werden, dann können die Champanger-Korken knallen. Bauland am Wasser, dicht bei Berlin, das ist heutzutage ein wahrer Dukatenesel.

Hier kommen dann die sehr gutherzige Amntsleiterin Marsand, die superfreundliche Bürgermeisterin Decker und die bekannte Abnickbrigade innerhalb der Gemeindevertretung ins Spiel. Seit Jahren helfen sie den Investor immer weiter Richtung Baugenehmigung, Bauland, Millionengewinne.

Nur wo bleibt die Bevölkerung dieses Ortes. Wo bleibt Sport und Freizeit, wie es der Flächennutzungsplan vorsah. Ich glaube, die Bevölkerung wird heute Abend bitter entäuscht, wenn Bauamtsleiterin, Bürgermeisterin und Abnick-Gemeindevertreter bei der Abstimmung heute Abend den Sieg davontragen. Denkt dann an die nächste Wahl und verscheucht diejenigen, die das Wohl der Einwohner so arg mit Füßen traten.