Faule Eier ausbrüten

Vögel legen Eier und brüten sie aus, manchmal befindet sich auch ein faules Ei darunter. Regisseure inszenieren Auftritte, manchmal befindet sich auch ein faules Ei darunter. Bürgermeister sollen nicht brüten, nicht inszenieren. Bürgermeister sollen keinen Baron von Münchhausen spielen.

In der Gemeindevertretung ist es Sitte, die anwesenden Bürger zu fragen, ob sie eine Frage an den Bürgermeister haben. Eine Frage hatte Wilfried von Aswegen (Mitglied BI Unser Woltersdorf), eine Frage zum Haushalt. Er wollte wissen, was unternommen wird, um den Fehlbetrag von ca. 2 Mio. Euro in 2016 zu begegnen. Was der Bürgermeister konkret dagegen plant, wie dieser Fehlbetrag ausgeglichen werden könne.

Der Fragesteller ist eine interessante Erscheinung in Woltersdorf. Es lohnt sich sein Augenmerk einen Moment auf Wilfried von Aswegen zu richten und die bekannten Fakten aufzuzeigen, mit Vogel zu verknüpfen. Herr von Aswegen ist mit der Bürgerinitiative Woltersdorf gegen Fluglärm und Umweltverschmutzung verbandelt. Auch der Bürgermeister einiger Woltersdorfer beschäftigt sich eifrigst mit Fluglärm. Da treffen wir auf die erste Gemeinsamkeit der beiden Herren.

Wir finden noch eine zweite Gemeinsamkeit, die Vogel mit dem Fragesteller verbindet, den Hauke Verlag aus Erkner mit seinen Blättern „Kümmels Anzeiger“ und „Fürstenwalder Zeitung“. Dort durfte Wilfried von Aswegen loslegen: (Der Artikel wurde entfernt) vom Mittwoch, den 23. Mai 2012. Michael Hauke gehört zu dem Kreis, der die neue Infopostille von Vogel sponsert.

In dem von Hauke unterstützten Vogel Informationsblatt, Ausgabe 01/12 – 1 Jahrgang sehen wir auf Seite eins den Bürgermeister einiger Woltersdorfer und auf Seite 5 finden wir Wilfried von Aswegen mit seiner Bürgerinitiative. Da haben wir die beiden wieder zusammen.

Gehen wir zurück zum Sommerfest 2012, speziell auf den von Vogel kreierten Umzug. Da stolziert Wilfried von Aswegen bunt geschminkt vor einem Trupp seltsam gekleideter Damen und Herren einher. Auf den ersten Blick denke ich, hier spult sich der Protestmarsch einer Gespensterbrigade ab. Eine Brigade, die gegen Fluglärm protestiert, nicht mit Logik, Argumenten, Beweisen, nein die komplexe Materie Flughafen BER ist heruntergebrochen auf etwas Schminke und einige Kostüme. Winfried von Aswegen verdient unseren vollen Respekt, denn wem gelingt es schon, ein so extrem schwieriges Thema so flach darzustellen. Hier können Sie sich die Gruppe im Umzug ansehen, ungefähr in der Mitte der Slideshow.

Noch einmal läuft uns der rührige Wilfried von Aswegen über den Weg. Diesmal im April 2012 auf einer Vogel-Bürgerversammlung im Ratssaal. Auch da stellte sich der kühne Redner ans geduldige Mikrofon und verbreitete seinen politischen Durchblick. Noch einmal, Respekt vor Wilfried von Aswegen! Sich so weit aus dem Fenster zu lehnen, ohne, wie ich meine, ausreichende Kenntnisse über Woltersdorfer Politik, das nenne ich Mut. Ich hegte allerdings die Erwartung, der Redner hätte spätestens hier erkannt, dass die Veranstaltung eine Inszenierung war. Wie läutete Edgar Gutjahr von „Die Linke“ noch die Show ein: Heute Abend gehen wir mit stolzgeschwellter Brust nach Hause. Muss da noch mehr gesagt werden?

Wir sind am Ende unseres Streiflichts auf Wilfried von Aswegen und kommen zurück auf seine Frage in der Gemeindevertretung vom Februar 2013: eine Frage zum Haushalt. Er wollte wissen, was unternommen wird, um den Fehlbetrag von ca. 2 Mio. Euro in 2016 zu begegnen. Was der Bürgermeister konkret dagegen plant, wie dieser Fehlbetrag ausgeglichen werden könne. Der Leser sollte dabei beachten, Wilfried von Aswegen kommt nur ab und zu, zu den Sitzungen der Gemeindepolitik. Nein! Nicht ab und zu, eher selten, also in den letzten zwei Jahren hab ich ihn zuvor nie gesehen, nur in dieser seltsamen Bürgerversammlung.

Der Kreis schließt sich, wie kommt Wilfried von Aswegen auf 2 Millionen Schulden im Jahr 2016? Wie kommt er zu dieser Behauptung, die, dass kann ich vorher verraten, nachweislich falsch ist? Nirgends in Woltersdorfs Büchern tauchen 2 Mio. Schulden in 2016 auf. Die Lösung des Rätsels folgte auf dem Fuß, Vogel legte los, stellte seine Besorgnis über diese 2 Mio. Schulden in 2016 dar. Alles zurückzuführen auf den Bau der Mehrzweckhalle und den Kitabau. So ergibt die Zwiesprache des Bürgers von Aswegen mit seinem Bürgermeister die Lösung. Der Bürgermeister wollte wohl allen Anwesenden verklickern, für diese Bauten sind die bösen Buben von CDU, SPD und WBF verantwortlich, nicht er.

War das nun wieder eine Inszenierung, eine schlechte Inszenierung? Die Frage soll und muss sich jeder selber beantworten. Herrn Bürgermeister Doktor Vogel empfehle ich die Lektüre eines Werkes über Dramaturgie und Inszenierung, wie z. B. „Poetik“ von Aristoteles, ein Muss für angehende Regisseure.

Zu „Unser Woltersdorf“ gehört auch Michael Hauke, Hauke-Verlag mit seinen Blättern: „Kümmels Anzeiger“ und „Fürstenwalder Zeitung“ (FZ)

  1. Vogelfänger

    Somit hat sich das Portrait des Herrn von Aswegen, das oben von Bernd gezeichnet wurde bestätigt. Die BI Unser Vogel, tschuldigung Unser Woltersdorf scheint ein Sammelbecken solch wichtiger Leute, wie Wilfried von Aswegen, zu sein.

  2. Friedrich

    Herr von Aswegen hatte jetzt 10 Tage Zeit sich im Forum zu melden und uns vorzurechnen, wie er auf eine Verschuldung der Gemeinde Woltersdorf von 2 Mio Euro für das Jahr 2016 kommt.

    Aber es kam nichts vom Herren Aswegen.

    Herr von Aswegen, auf Ihre GEISTIGEN Ergüsse können wir in Zukunft gut verzichten.

  3. Peter Müller

    Sehr geehrter Herr (Frau?) Friedrich,
    auch ich bin (wie sicher viele Woltersdorfer) auf die Beantwortung der Frage gespannt.
    Etwas Gemeinsinn, trotz der angespannten Situation, sollten wir uns trotzdem versuchen zu erhalten!
    Mehrzweckhalle, Straßenbahn und vielleicht noch Kita und Schule gleich wieder auf den Prüfstand zu stellen , würde bedeuten, dass hier bald jeder sein ihm genehmes Süppchen kocht.
    Ob die Gemeinde nun unbedingt einen eigenen Bootsanleger für 50000.-Euro braucht , den sie dann für 300.-Euro im Jahr (in Worten dreihundert) verpachtet, wage ich allerdings zu bezweifeln.
    Hierzu sei zu bemerken, dass Woltersdorf sich schon immer sehr schwer in Hinblick auf Sportbootanleger getan hat, aber seit einiger Zeit 3 Flöße einen Platz gefunden haben, irgendwie muss es doch gehen.
    Das Thema Straßen wird uns schon noch eine Weile beschäftigen, doch wenn die Umlage kommt ist es wieder nicht ganz so wichtig! Trotzdem denke ich sollte man sich auch etwas umsehen Postsiedlung, Fontanestr. und Waldstr. nur als Beispiel sind schon ein ganz schöner Happen!
    Hierzu vielleicht etwas spaßhaft, wenn man sich in Woltersdorf den Unterboden aufreißt, ist man entweder auf der Flucht oder besoffen!
    Beste Grüße

  4. Bernd

    Wir sollten aufpassen, dass wir uns nicht zuweit vom Thema Wilfried von Aswegen entfernen. Der gute Erzähler nebulöser Deutungen könnte darüber verärgert sein.

  5. Friedrich

    Ich habe auch den Eindruck, dass wir Bürger nur zum Zahlen wichtig sind, ansonsten eher lästig. Kolateralschäden scheinen niemanden zu interessieren, dem stimme ich zu, Herr Wohlers. Unangenehm, dass Sie wiederholt gefallen sind, ist mir diesen Winter aber auch schon in der Berliner Strasse passiert.

    habe mich mal schlau gemacht. Die Gemeinde Woltersdorf nimmt pro Jahr 750.000 Euro aus Grundsteuern ein. Was haben wir Bürger davon? Was wird damit finanziert?
    Dem Strassenbau oder dem Erhalt von Fusswegen kommt jedenfalls kaum etwas zu Gute, aber genau dafür ist sie doch gedacht.

    Wer in unserer Gemeinde am lautesten schreit scheint auch am meisten Geld zu bekommen. Derzeit sind es die Sportler mit ihrer teuren Halle, die wir eigentlich gar nicht brauchen, Platz ist doch genug da, im Freien.

    Dann schrei ich auch mal laut: Als Angler hätte ich gern einen neuen Süsswasserteich, 200×100 Meter, dazu ein großzügiges Clubhaus mit Bewirtung, eine öffentliche Räucherstelle, einen Tiefkühlraum zur allgemeinen freien Nutzung.

  6. Bernd

    Straßen – findet man erst hinterm Ural wieder. Wird wohl so sein, tröstend im schuldenfreien Rüdersdorf gibt ’s auch solch tollen Straßen. Ich habe über eine Rüdersdorfer Straße berichtet, in der bin ich in diesem Winter schon zweimal böse gestürzt. Da kümmert sich keine Gemeinde, kein Anwohner um die Kolateralschäden. Liegen Sie flach, Hilfe kommt bestimmt nicht. War es Mittelalter, Steinzeit oder noch zuvor als sich die Gemeinde Rüdersdorf letztmalig dieser Mordstrecke „Am Sandberg“ angenommen hat? Nur Grundsteuer B, die will die Gemeinde Rüdersdorf kassieren, für welche Gegenleistung eigentlich?

  7. Friedrich

    Wir sollten Herrn von Aswegen aber schon ein paar Tage Zeit geben, uns die von ihm erwarteten 2 Millionen Euro Schulden im Jahre 2016 vorzurechnen.

    Sollte da nichts kommen, dann sagt uns das ja auch etwas.

    Mich interessiert die Schuldensituation der Gemeinde sehr stark. Mir scheint es so, dass wir uns mit den Verlustbringern Sporthalle, Minigolfplatz, verlustbringende GWG und verlustbringende Strassenbahn in eine Situation bringen, wo nicht einmal für das Allernötigste Geld vorhanden ist.
    Wir sehen es schon heute: Kein Geld für einen Bootsanleger an der Schleuse und vergleichbar schlechte Strassen findet man erst wieder hinter dem Ural. Ein Bekannter von mir hat sich vor kurzem den Unterboden seines Autos an einem tiefen Schlagloch aufgerissen. Schaden 2000 Euro und viel Stress, einfach weil die Gemeinde Ihre öffentlichen Strassen nicht im Griff hat.

    Wozu zahlen wir hier überhaupt Steuern, wenn der Normaleinwohner nichts davon hat? Gerade im Winter bewegt man sich doch nur stolpernd durch die Gemeinde und tritt von einer Pfütze in die nächste. Dafür zahle ich nicht jedes Jahr 600 Euro Grundsteuern, macht in 10 Jahren auch 6.000 Euro. Wofür das Alles?

  8. Bernd

    Auf den Tisch legen – konkret werden – wahr sprechen – eine schlüssige Argumentationskette aufbauen – kein Theater spielen, lieber Herr Friedrich zuviel verlangt, viel zuviel verlangt von solchen Mannen. Unser Woltersdorf bietet schlecht geübte Theaterinszenierungen – pöbeln – krakelen – mit faulen Eiern handeln, dass sind die Felder die einige besonders herausragende Freunde der Ornithologie besetzt halten.

  9. Friedrich

    „…..mit offenem Geist zuhören, mit klarem Geist analysieren und entscheiden und mit fairem Geist die Dinge zum Wohle aller Woltersdorfer umsetzen“

    Herr von Aswegen,

    Sie benutzen mir etwas zu häufig den Begriff „Geist“, ohne diesen zu definieren.
    Welchen Geist meinen Sie ? Ihren Geist, Vogels Geist, den heiligen Geist oder was?

    Es wäre schön, wenn Sie einmal konkret sagen, was Sie eigentlich wollen, denn bislang haben Sie und Ihre Truppe eher nur Unruhe geschaffen.

    Sie kommen aus dem Nichts, niemand kennt Sie, und Sie verbreiten Zahlen, die nicht nachvollziehbar sind.

    Ich sehe die anstehende Verschuldung der Gemeinde auch mit großer Sorge und sollten es wirklich 2 Mio Schulden im Jahre 2016 sein, so interessiert mich das schon. Bitte legen Sie die Zahlen hier auf den Tisch.

    Unsere Nachbargemeinde Rüdersdorf hat es übrigens geschafft, ihre Schulden von 4 Mio Euro komplett abzubauen, sie ist schuldenfrei. Daran sollten sich unsere Woltersdorfer Gemeindevertreter ein Beispiel nehmen. Ich glaube , rechnen kann da keiner, aber jeder hält sich für einen Visionär.

    Also Herr von Aswegen, werden Sie mal konkret.

  10. Bernd

    Lieber Herr von Aswegen,
    ich glaube der Artikel ist mir gut gelungen, schließlich hat er Sie erreicht, bewegt und zu einer Äußerung hingerissen. Leider eine nicht weiterbringende Äußerung. Weitergeführt hätte eine Erklärung z.B über das Herkommen von 2 Mio. Schulden in 2016 und wie es kommt, dass sich zwei „KLARE GEISTER“ mehrere Minuten über eine nur in ihrer Fantasie vorkommenden Summe austauschen können. Sie, Herr von Aswegen haben das Recht solche Fantasia vorzutragen, Sie sind Privatmann und wir konnten uns dabei über Sie ein recht gutes Bild machen.

    Der HVB oder Bürgermeister dagegen hätte öffentlich nicht mit Ihnen zusammen über eine Fata Morgana fabulieren dürfen. Zum Einen ist er als politischer Beamter der Wahrheit verpflichtet, zum Anderen wurde ihm sehr, sehr oft der Haushaltsplan von Fachleuten vorgetragen und erläutert, er musste wissen – halt, hier bringt Herr von Aswegen eine kapitale Ente ins Spiel. Wußte er wohl auch und ich glaube Sie auch.

    Ansonsten freue ich mich, das Sie Woltersdorf ihren offenen Geist und zusätzlich ihren klaren Geist zur Verfügung stellen. Nichts anderes habe ich von der „berühmten Bügerinitiative „Unser Woltersdorf “ erwartet. So wie sie sich aufführen, würde der Name Bürgerinitiative „Unser Vogel“ nicht besser zu ihrer Splittergruppe passen?

    In dem Sinne – freue ich mich auf Ihren nächsten Auftritt!

  11. Wilfried von Aswegen

    Lieber Herr Wohlers
    es ist schon traurig, wie viel Wut, Abneigung und Verachtung aus Ihrem Artikel spricht. Dieser Artikel wurde von einem Menschen geschrieben, der sehr unzufrieden und unglücklich mit sich und damit auch mit der Welt ist.

    Ich wünsche Ihnen von ganzem Herzen, dass bei Ihnen Lebensumstände eintreten mögen, die Sie froher und konstruktiv werden lassen. Dies meine ich wirklich im Ernst, nicht zynisch oder ironisch. Sollte ich Sie oder irgendjemand persönlich aus der Gemeindevertretersitzung angegriffen und verletzt haben, entschuldige ich mich dafür. Es wäre definitiv nicht mit Absicht, sondern aus Nachlässigkeit geschehen.

    Ansonsten werde ich mich weiterhin für ein Woltersdorf einsetzen, deren Vertreter mit offenem Geist zuhören, mit klarem Geist analysieren und entscheiden und mit fairem Geist die Dinge zum Wohle aller Woltersdorfer umsetzen.

    Ich wünsche Ihnen alles Gute
    Wilfried von Aswegen
    Mitglied der Bürgerinitiative „Unser Woltersdorf“

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