Falschmeldung im Infoblatt unseres Bürgermeisters – Teil 3

Wilfried von Aswegen sorgte auf diesem Blog schon des Öfteren für Amüsemang. Vor Kurzem hat er wieder einmal seine Ansichten zur großen Woltersdorfer Politik im Infoblatt unseres Bürgermeisters 0/13, Seite 6 ausgebreitet. Wollen wir einmal sehen, was der Zeilenkünstler sich diesmal zurechtgelegt hat.

Wilfried von Aswegen wundert sich heftig über die Parteien, die den Bürgermeister schwer angegangen sind. Was hat er denn jetzt schon wieder getan, fragt der Verfasser. Das WIEDER vermittelt, der Bürgermeister macht öfters etwas, das andere nicht so toll finden. Schön, dass Herr von Aswegen das hier einsichtig erwähnt. Ansonsten, parlamentarische Diskussionen sind lebhaft. Jedenfalls erwarte ich in Sitzungen keine Schnarchkasper, die alles abnicken.

Etwas später; Herr von Aswegen hat sich am Thema aufgewärmt, schreibt er, „…Die Verurteilung des Bürgermeisters hat sie (Vorsitzende der GV) in dem Tagesordnungspunkt bereits vorweggenommen, indem sie formulierte: Diskussion und Bewertung des Verstoßes des Bürgermeisters gegen das Gebot der Befangenheitserklärung….Das kann leicht als Diffamierung durch die Hintertür aufgefasst werden“.

B-J: Die Frau Vorsitzende sagte aber eindeutig, „wir stellen nicht fest, die Prüfung erfolgt durch die Kommunalaufsicht. Die Aufklärung muss öffentlich sein, weil Dr. Vogel sich bereits öffentlich in der MOZ geäußert hat“. Soweit die Vorsitzende, das hört sich doch deutlich anders an, als das was Sie schreiben, lieber Herr von Aswegen und Diffamierung wie Sie meinen, kann ich auch nicht erkennen.

Ihr Bürgermeister hat am 12. 04 in der MOZ verbreitet, „er räume ein, sich in der Abstimmung über den Ausbau der Körnerstraße nicht für befangen erklärt zu haben.“ Weiter hat Dr. Vogel befürchtet, „dass das Projekt Körnerstr. abgelehnt worden wäre, hätte er schon im Dezember bekannt gegeben, dass seine Frau das Grundstück erworben hat.“ Lieber Herr von Aswegen, warum in Gottes Namen versuchen Sie etwas zurechtzudeuten, dass Ihr Bürgermeister bereits locker in der MOZ einräumte?

von Aswegen: „…das hier keine Vorteilsnahme vorliegen kann, die ja die Voraussetzung für eine Befangenheit gewesen wäre…“.

B-J: Erstens siehe oben, Dr. Vogel räumte selbst seine Befangenheit ein und zweitens. Vorteilsnahme hat nichts mit Befangenheit zu schaffen, da vergleichen Sie Äpfel mit Birnen. Niemand hat bisher von einer Vorteilsnahme gesprochen oder geschrieben, ausgenommen Sie. Frage, wissen Sie etwas über eine Vorteilsnahme, die uns bisher nicht bekannt ist?

von Aswegen: „Auch wurde von Familie Dr. Vogel kein Vorteilspreis beim Kauf des Grundstücks erzielt.“

B-J: Woher kennen Sie den Preis, der wurde bisher nicht genannt und woher wissen Sie, dass eine öffentliche Ausschreibung nicht deutlich mehr eingebracht hätte? Hier begeben Sie sich auf den schwammigen Grund der Spekulation, verlassen die Tatsachen.

von Aswegen: „Bleibt also nur noch der Vorwurf, der Bürgermeister habe nicht sofort alle Gemeindevertreter informiert – auch das war im Nachhinein betrachtet richtig so. Erstens ist er nicht dazu verpflichtet….“

B-J: Lieber Herr von Aswegen glauben jedenfalls Sie an das, was Sie da gerade von sich gaben? Der Bürgermeister ist Angestellter der Gemeinde, die Gemeindevertretung sein vorgesetztes Organ. Der Bürgermeister ist per Amtseid verpflichtet, alle ihm bekannten Umstände unverzüglich seinen Vorgesetzten mitzuteilen. Das hat er nicht getan, er hat damit eine grobe Pflichtverletzung begannen, wofür er in einem privatwirtschaftlichen Betrieb fristlos gefeuert und für den Schaden haftbar gemacht würde.

von Aswegen: „…die SPD verkündet, dass sie dem Projekt nicht zugestimmt hätte, wenn sie gewusst hätte, dass Familie Vogel dort ein Grundstück besitzt.“

B-J: Wo Sie den Satz hörten, weiß ich nicht, jedenfalls nicht in der GV am 13. Mai. Aussage eines SPD-Abgeordneten: „Ich habe von Wahrheit, Klarheit und Vertrauen gesprochen. Wir hätten dem Projekt nicht zugestimmt, wenn wir gewusst hätten, wie viele Bürger dagegen sind.“ Hat nicht ihr Bürgermeister selbst der MOZ erzählt, dass er die Abgeordneten nicht informiert hat? Hat nicht ihr Dr. Vogel immer von 3 Ablehnern gesprochen und dann waren’s plötzlich 8, in Worten acht. Wie sagte der SPD Abgeordnete, Wahrheit, Klarheit und Vertrauen, können Sie diese Tugenden ihrem Bürgermeister hier zuordnen, lieber Herr von Aswegen?

von Aswegen: „Herr Vogel vom WBF übernahm in der GV-Sitzung vom 25. April die Wortführung bei dieser Kampagne……Zuerst sprach er vom politischen Schaden durch den Bürgermeister. Auf dessen Nachfrage, durch welche seiner Handlungen denn politischer Schaden entstanden sei, gab es keine inhaltlichen Aussagen – lediglich einen hochroten Kopf.“

B-J: Zuerst eine kleine Richtigstellung, der Part, von dem Sie schreiben, ereignete sich nicht am 25. April, sondern in der GV vom 13. Juni. Heinz Vogel berief sich dabei auf einen Artikel der MOZ, erschienen am 7. Juni. In dem Artikel gab ihr Bürgermeister zum Besten: „… allerdings sehe er bei der derzeitigen Konstellation, in der Gemeindevertretung, wenig Chancen den Verkauf durchzusetzen.“ Es geht um 240 qm Land der Gemeinde, das ein Herr M. in der Berliner Straße kaufen wollte. Herr M. hatte sich an die MOZ gewandt, weil Herr M. auf sein Schreiben keine Antwort vom Bürgermeister bekam. Der Bürgermeister schob es, wie gewohnt auf seine Arbeitsüberlastung. Einen hochroten Kopf hat Heinz Vogel möglicherweise aufgrund der Antwort des Bürgermeisters in besagter GV bekommen. Eine weitere Nachfrage beantwortete der Bürgermeister so: „Darauf antworte ich nicht.“ Dazu braucht’s keiner weiteren Erklärung. Möglicherweise ist Ihnen da auch ein wenig entgangen, ich entsinne mich, die Mannschaft von „Unser Woltersdorf“ verließ mitten in der Sitzung den Saal. Später fand ich die Herren in Gespräche vertieft beim Griechen wieder. Wahrscheinlich gab es eine Standleitung vom Ratssaal zum Griechen, wie sonst soll all das Geschehen des Abends bei den jungen Herren angekommen sein.

von Aswegen: „Es ist wichtig, dass jede Vorteilsnahme unverzüglich aufgedeckt und an die Öffentlichkeit gebracht wird.“

B-J: Wie schon zuvor gesagt, der Vorwurf einer Vorteilsnahme ist bisher nicht erhoben worden. Die Vorteilsnahme wird bisher immer nur in Bürgermeisters Kreisen erwähnt, warum eigentlich? Dann muss ein Kommentar herhalten, der im Gästebuch von „Unser Woltersdorf“ erschienen ist. Nun zu diesem Gästebuch habe ich mich bereits eindeutig geäußert in den Artikeln: Die Webseite Unser Woltersdorf Teil 1 – 4

von Aswegen: Der „Kommentator“ wirft der Gemeindevertretung vor, dass sie nicht kritisch hinterfragt hat, ob bei Monika Kilian in Bezug auf das Projekt AWO-Kita eine Vorteilsnahme oder eine Befangenheit vorliegt.

B-J: Frau Kilian hat sich jedes Mal, ging es um die AWO-Kita, für befangen erklärt und den Vorsitz an Dr. Bronsert abgetreten, der dann die Moderation übernahm. Wie erwähnen Sie immer wieder, Dr. Bronsert ist über jeden Zweifel erhaben, oder? Vorteilnahme, da schmeißen Sie wieder Äpfel und Birnen durcheinander. Es gibt keine Vorteilsnahme, das Projekt AWO-Kita ist Dutzende mal von der Kommunalaufsicht geprüft worden.

von Aswegen: „In der Causa Körnerstraße ist nichts dahinter, außer dem Versuch, den Bürgermeister zu diffamieren.“

B-J: ihr Vertrauen in ihren Bürgermeister in Ehren, lieber Herr von Aswegen. Dennoch halte ich es für besser der Staatsanwaltschaft nicht vorzugreifen. Immerhin sprach die Behörde von einem Anfangsverdacht. Warten wir’s doch einfach ab.

Zwischen und nachfolgend verteilt Herr von Aswegen ohne Ende und ohne erkennbare Bezüge Watschen an die – na ahnen Sie’s schon – ja Sie haben Recht, CDU, SPD und WBF. Wie die Autoren in den vorherigen Artikeln dieses Heftes. Dazu möchte ich keine Stellung beziehen, die Auswüchse sind mir persönlich allzu primitiv.

Info: Zum Infoblatt des Bürgermeister gehört auch Michael Hauke vom Hauke-Verlag in Erkner mit seinen Blättern Kümmels Anzeiger und Fürstenwalder Zeitung.

Falschmeldung im Infoblatt unseres Bürgermeisters Teil 1
Falschmeldung im Infoblatt unseres Bürgermeisters Teil 2

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Als allgemeine Information zum gefährlichen Leben eines Schreibers in Woltersdorf eignet sich vielleicht dieser Artikel, der sich mit dem Kommentar eines Herrn H. Hetzer. beschäftigt: Sind die Verfasser Nazis