Einweihung der Seniorenresidenz Alexa in Woltersdorf

15. Oktober 2018 Aus Von Gastautor


Am 11. Oktober 2018 war es soweit. Die „Alexa“ Seniorenresidenz am Berliner Platz konnte feierlich eingeweiht werden.
Johann, der Butler, empfing die geladenen Gäste am Eingang des Hauses. Susi Blondmeier lud die Gäste zu einem Gläschen Sekt ein und nachdem dann alle so langsam angekommen waren ging es in den großen Speisesaal in dem die Eröffnungsfeierlichkeiten stattfinden sollten.
Johann führt durch das Programm, er wurde aber immer wieder durch eine ältere Dame, die sich Frau Ilse Jahnke, gemäß Spielplan, gestört. Auch Susi Blondmeier macht ihrem Namen alle Ehre, denn sie war blond und schrill.

Aus der Nachbarschaft waren Kinder aus der AWO-Kita Fantasia als Gratulanten gekommen, um den ersten 10 Bewohnern der Seniorenresidenz einen musikalischen Gruß und Blumen zu überbringen.

Als nächstes kam die Wahrsagerin Goldana und schickte die Gäste auf eine Zeitreise 25 Jahre zurück. Dann las sie den beiden Geschäftsführern, Harald Berghoff und Klaus Berger, aus der Hand und prophezeite ihnen eine große Zukunft und vor allem Reichtum. Es erschien nun auf der Bildfläche die Alte Dame, Ilse Jahnke, auf der Suche nach einer Seniorenresidenz in der es fetzte und lustig und rockig zuging. Wahrsagerin Goldana schaute in ihre Glaskugel und meinte in 25 Jahre würde sie so etwas finden. Ilse Jahnke war entsetzt, dann wäre sie 99 Jahre. Gekonnt mit Glaskugel und Karten führte Goldana durch die Entstehungsgeschichte des Hauses vom ersten Spatenstich, über Richtfest bis zur heutigen Eröffnung.

Ganz viel, vom ersten Spatenstich und noch davor bis heute ist darüber im Archiv von https://www.Bernds-Journal.de nachzulesen.

Dem Geschäftsführer Harald Berghoff blieb zum Erzählen nicht mehr viel übrig. Er übergab der Leiterin der Einrichtung, Frau Edda Schingelhof, feierlich den Schlüssel und ein Körbchen mit Brot und Salz. Mit „Das Buffet ist eröffnet“ schloß er seinen Auftritt. Die aufgetischten Häppchen und Kuchen stammen aus der hauseigenen Küche. Dem Koch ein dickes Lob. Die Arrangements waren köstlich.
Damit endete die launige Veranstaltung, die die Theatergruppe ik’s aus Hamburg gestaltete. Zu ihr gehörten folgende Figuren, Johann der Butler, Goldana die Wahrsagerin, Susi Blondmeier und die alte Dame Ilse Jahnke.

Was dann kam, war recht ernüchternd. Zur Besichtigung des Hauses waren das Erdgeschoss und das 3. Obergeschoss freigeben, da in den anderen beiden Stockwerken schon Bewohner lebten und damit die Privatsphäre geschützt bleiben sollte. Das Haus verfügt über 122 Zimmer. Stark gewöhnungsbedürftig: Ehepaare dürfen nicht zusammen wohnen, das wäre nicht vorgesehen. Aber das wurde bereits im Bauausschuss bekanntgegeben.

Frau Sivanna Klimpel von der Pflegeleitung, führte mich durchs Haus. Die Zimmer mit 17 qm fallen in meinen Augen recht winzig aus, in den 17 qm ist auch die Fläche des Badezimmers enthalten. Es haben darin gerade mal ein Bett, ein Schrank, ein Nachtschränkchen, ein kleiner Tisch, eine kleines Kommödchen und ein Stuhl Platz, damit ist das Zimmer knackig voll. BMW hat 1929, ja da gab’s denn schon, für einen Kleinwagen mit „Innen größer als außen“ geworben. Auf Alexa kann man die intelligente BMW Werbung leider nicht übertragen.
Auf meine Nachfrage, ob auch private Möbel mitgebracht werden können wurde mir erklärte, dass das Bett und der Schrank im Zimmer bleiben müssen. Alles andere könnte ersetzt werden. Auf jedem Stockwerk gibt es auch ein Badezimmer mit Wanne. Auch ein kleiner Raum mit Fernseher steht den Bewohnern zur Verfügung. Ebenso verfügt jedes Stockwerk über einen Speise/Aufenthaltsraum.
Im Erdgeschoss werden Demenzerkranke einquartiert, die auch einen eigenen abgeschlossenen Außenbereich haben.
Das ganze Haus macht einen sehr nüchternen, fast spitalen Eindruck, kennt jeder, der mal in einer Klinik lag, der ist froh wenn er dem Krankenhaus den Rücken kehren kann. Highlight waren die im ganzen Haus an den Wänden hängenden Bilder. Frau Sivanna Klimpel erklärte dazu, dass ein Künstler von Alexa beschäftigt wurde Ölbilder zu fabrizieren.

Mein persönlicher Eindruck. Besser ist es, dass man so lange es geht in seinen eignen vier Wänden lebt oder sich von Angehörigen pflegen lässt. Es ist wesentlich persönlicher als in einer Seniorenresidenz zu leben. Wobei, auch da gibt’s gewaltige Unterschiede in Qualität und Preis.