Die MOZ und Leserbriefe

2. September 2010 Aus Von BerndWohlers

Am Mittwoch machte die Märkische Oderzeitung (MOZ) mir eine besondere Freude, sie druckte einen Leserbrief ab, der sich kritisch mit der Leserbriefpraxis des eigenen Blattes beschäftigt. Ich mag es mir nicht verkneifen, ihn hier zu zitieren:

Von Ostalgie geprägte Jammerei
Zu Leserbriefen in der MOZ:
Ich lese seit Jahren Ihre Zeitung und schätze das für eine Regionalzeitung beachtliche Niveau, wenn Sie nicht immer wieder dieselben Leserbriefschreiber mit ihren von Ostalgie geprägten Jammereien und Kritiken an den Institutionen der Bundesrepublik zu Wort kommen ließen. Bitte ersparen Sie nicht nur mir, ich glaube auch vielen Ihrer treuen Leser, diese Wortpamphlete mit fast immer der gleichen Ex-DDR-Grundierung.
Helmut W… aus Bernau

Ja, da wären unter anderem der Voker L. aus Frankfurt/Oder und seine Göttergattin, wenn die beiden schreiben, oh Jemine! Was für einen roten Mist die von sich geben. Der Leser fühlt sich gleich zurückversetzt auf einen SED Parteitag, dessen Thema die Verteidigung des Ministeriums für Staatssicherheit ist.

Dann haben wir da noch Henning H… aus Schiffsmühle. Schon manchmal wollte ich gerne wissen, ob er von der MOZ zum Schreiben engagiert wurde. Täglich sein flaches Geschreibsel und das am frühen Morgen, das ist hart. Im Moment ist er nicht mehr jeden Tag zu lesen und wir müssen auf sein hohles Weltbild verzichten. Sicher bin ich mir nur – der kommt wieder.

Vor längerer Zeit steckte ich der MOZ einige wenige Namen von Leserbriefschreibern, die nur anödeten. Sie sind verschwunden, da muss sich Einer bei der MOZ aufgerafft haben, den Redakteur für Leserbriefe auf die Finger zu schauen. Vielleicht sollte die Redaktion öfters prüfen, welch blühender Unsinn da veröffentlicht wird.