Die MOZ hat meinen Brief verfälscht

Am 2.Oktober habe ich den Artikel MOZ und Schwabenstreich veröffentlicht, in dem ich Kritik an der Berichterstattung der MOZ übte. Fairerweise schickte ich der Märkischen Oderzeitung eine Mail mit dem Text.

Die Redakteure bei der MOZ waren nicht so fair, sie nahmen meine Email und verwendeten sie ohne Einwilligung als Leserbrief. Nicht genug, drehten und verzerrten sie den Artikel, bis er ihnen in den Kram passte und setzten ihn als meine Meinung, mit meiner Unterschrift, heute in ihr Blatt.

Der braune Text sind meine Worte
Der blaue Text sind meine Worte, die entfernt wurden
Der rote Text ist gar nicht von mir, er ist eine Erfindung der MOZ

MOZ und Schwabenstreich
Samstag, Oktober 2nd, 2010 von Bernd

 

Zweimal zitiert aus dem Kommentar “Schwabenaufstand” von Hans Krump in der Märkisch Oderzeitung (MOZ) von heute, Seite 2.

 

…Klar scheint aber auch, dass sich unter die Gegner Gewaltbereite gemischt haben, die Schüler gerne an “vorderste Front” schicken… und weiter gehts: …Es könnte zur Gefahr für die Demokratie werden, wenn durch Parlamente und Planungsrecht einwandfrei abgesegnete Beschlüsse wie bei Stuttgart21 “zivilgesellschaftlich” kassiert werden…

Es ist bemerkenswert, wie schnell die MOZ Gewaltbereite und Missbrauch von Schülern bei dieser Demonstration entdeckte und wie flott unsere Land Gazette dabei das Ganze kriegerisch anstrichen wurde, obwohl die Polizei inzwischen von ihrem Vorwurf an die Demonstranten: die Bösen haben Steine geworfen, abrücken musste und die ganze Malesche Angelegenheit auch heute weitgehend als noch nicht aufgeklärt gilt. Doch damit Noch nicht genug der unbewiesenen Vorwürfe, sattelt die MOZ kräftig drauf, sie sieht wird die Demokratie in Gefahr gesehen, wenn Bürger aufbegehren, und nicht die Schnauze zu jedem Blödsinn der Regierenden still halten. Die MOZ sollte Hans Krump mal in die Schweiz schicken, da kann er Demokratie pur sehen, ich hab das Gefühl er hats bitter nötig.

Nach der Korrektur durch die MOZ kommt das dabei heraus:

Es ist bemerkenswert, wie schnell Gewaltbereite und Missbrauch von Schülern bei dieser Demonstration entdeckt und wie flott dabei das Ganze kriegerisch anstrichen wurde, obwohl die Polizei inzwischen von ihrem Vorwurf an die Demonstranten: die Bösen haben Steine geworfen, abrücken musste und die ganze Angelegenheit noch nicht aufgeklärt gilt. Doch damit nicht genug wird die Demokratie in Gefahr gesehen, wenn Bürger aufbegehren, und nicht zu jedem Blödsinn der Regierenden still halten.

 

Pfui Spinne MOZ, was für eine miese Tour, meinen Artikel zu verfälschen und ihn ohne meine Zustimmung mit meiner Unterschrift zu veröffentlichen.

Da kann sich jeder ausrechnen, was unter Umständen mit seinem Brief, Artikel oder Leserbrief bei der Märkischen Oderzeitung gemacht wird.

  1. Nina

    Nabend Bernd,

    ich finde es echt interessant, wie „kreativ“ mit den Meinungen und den Niederschriften der kritischen Leser verfahren wird. Es ergibt sich doch, bei näherer Betrachtung, ein recht interessantes Bild für den Außenstehenden, vorallem wenn man bedenkt in wie weit der Begriff der „Presse- und Meinungsfreiheit“ gedehnt wird.

    Als kritischem Leser drängen sich nach solch einem netten Intermezzo einige „erdrückende“ Fragen auf, welche nicht wirklich zu Gunsten der Publizisten der „Fleißarbeit“ ausfallen.

    Wobei ich Yvonne´s Äußerung bezüglich ‚ein „bisschen“ platzsparend gekürzt‘ doch als sehr elegante Umschreibung für diese Misere empfinde.

    Aus Fehlern lernt man bekanntlich, ich hoffe in diesem Fall auch die Richtigen 😉

    lg Nina

    1. Bernd

      So ist sie, so war sie immer, die gute alte MOZ. Sie ist eben das geblieben, dass sie vor der Wende war, hat nur das Hemd gewechselt. Guck dir mal meinen Artikel von der Bürgerversammlung an und leg dir den später (Montag) übers gleiche Thema geschriebenen Artikel der MOZ daneben, na, fällt dir was auf? Gut abgelesen würde ich sagen 🙂

  2. werlsee

    Hi Bernd,
    Du weist doch, in der Kürze liegt die Würze. In dem Fall hat die MOZ nur ein „bisschen“ platzsparend gekürzt. Das dabei der Sinn auch etwas gekürzt, oh pardon, entstellt wurde. Na ja, wo gerupft wird, da fallen auch Federn :-).
    Gruß Yvonne

    1. Bernd

      @Dorit – werd mich daran halten, jedenfalls bei der Postille
      @Mario – war doch kein Leserbrief, hab ich an die Redaktion geschickt, für Leserbriefe besitzen die eine eigene Mailadresse und die meid ich, begründet, wie der Teufel das Weihwasser.

  3. Dorit Stagge

    Hallo Bernd,
    wenn du künftig in die Märkische Oderzeitung blickst, erinnere dich an die Worte von Voltaire – Es ist klug und weise, an allem zu zweifeln.
    Herzlichst
    Dorit

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