Der Schiffsanlegesteg der Gemeinde Woltersdorf

In Woltersdorf passieren seltsame Dinge. Grundstücksspekulanten reiten durch den Ort, andere spekulieren in Schifffahrt und möchten sich eine Schiffsanlegebrücke (Steg) unter den Nagel reißen. Wir haben uns mit dem Thema Steg beschäftig, möchten uns dazu äußern. Wie immer, wenn es um Eigenartiges geht, ist es nicht einfach alle Verästelungen aufzuzeigen.

Schiffsanlegebrücke, hier im ersten Teil habe ich alles zusammengetragen, was bisher in den öffentlichen Sitzungen dazu gesagt wurde. Lesen Sie aufmerksam, besonders das Zusammenspiel der Herren Ex-Bauamtsleiter Joecks, Bürgermeister Vogel und dem Chef aller Linken Gutjahr, ist aufschlussreich.

Im zweiten Teil folgen Details, die wir bei unseren Nachforschungen erfahren haben.

Bauausschuss Teil 1 September 2012
Im September 2012 begann es im Bauausschuss. Herr Joecks kam auf den Anlegersteg an der Strandpromenade zu sprechen, der wird zum Saisonende für die Schifffahrt wegen Baufälligkeit gesperrt, da der Schaden mangels Geld, nicht kurzfristig beseitigt werden könne. Das bedeutet, dass im nächsten Jahr die drei Fahrgastschifffahrtsunternehmen dort nicht mehr anlegen können. Ein Unternehmen trifft es besonders hart, es war seine einzige Anlegestelle am Flakensee. Frau Hoffmann warf noch ein, dass der Anlegesteg zwar 2009 saniert wurde, aber ein Balken durch Pilzbefall so morsch sei, dass die Sicherheit nicht mehr gewährleistet sei.

Bauausschuss November 2012
Die Schiffsanlegebrücke am Flakensee ist marode, abrissreif, weg damit. Die Verwaltung möchte sie verhökern. Joecks erklärte eindringlich, dass der 1997 errichtete Steg im Ganzen erneuert werden müsse. Die Baukosten lägen bei 48 TE, sagt ein Wasserbaubetrieb. Der Bauamtsleiter plädierte dafür, die Anlage zu verkaufen. Er habe Interessenten dafür (Anmerkung: wie praktisch).

Bauausschuss Teil 2 März 2013
Punkt 9. Der Schiffsanleger (Steg) Strandpromenade. Frau Hoffmann erläuterte, der Steg sei zur Zeit gesperrt und die Erneuerung würde laut einem Gutachten 48 TE kosten. Hinzu kämen noch 10 Prozent Planungskosten und der Steg muss dann neu genehmigt werden.

Der Bürgermeister erinnerte daran, dass es schon mehrere Anfragen zu dem Steg gab. Die Frage ist nun, wollen wir den Steg verfallen lassen oder ihn lieber aus der Hand der Gemeinde geben. Er plädiere eindringlich dafür, ihn in private Hand zu geben.

Edgar Gutjahr erzählte Interessantes, da bekam ich lange Ohren. Mehrere Mitglieder des Mittelstandsvereins haben ihr Interesse an der Übernahme des Steges für ihre gastronomische Einrichtungen bekundet. Das ganze Thema soll in den nächsten Bauausschuss verschoben werden, um vorher alles mit der Gemeinde abklären zu können. Wenn es sich herausstellen sollte, dass sie es nicht finanzieren können, wäre das Projekt gestorben, ansonsten wollen die betreffenden Mitglieder des Vereins ihre Pläne vorstellen.

Der Schiffsanlegesteg der Gemeinde woltersdorf Teil 2
Der Schiffsanlegesteg der Gemeinde Woltersdorf Teil 3

  1. Minerva McGonagall

    Das Zauberwort heißt doch „Interessenbekundungsverfahren“.
    Ist dem Transparenz-Bürgermeister doch immer ein Herzensanliegen.
    Und: Was sagen denn die Reedereien dazu ?
    Könnte es sein, dass die sich interessieren ?

    M.

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