Der Schiffsanlegesteg der Gemeinde Woltersdorf – Teil 2

24. April 2013 Aus Von BerndWohlers

Rund 53 Jahre steht er am und im Flakensee, der Schiffsanlegesteg der Gemeinde Woltersdorf. Mitten im Herzen von Woltersdorf, dicht an der Schleuse, von der Strandpromenade zu erreichen. Ein Sahnestück, erstklassiges Tafelsilber für einen Ort, der alle naselang schreit, wir wollen mehr Touristen haben, wir möchten das Geschäft mit den Touris in Zukunft ausweiten. Woltersdorf soll Touristenort werden.

Schade, ein Bild wie der Steg 1960 aussah, als er gebaut wurde, kann ich nicht bieten. Vielleicht hat aber ein Leser ein Foto in seinem Fundus. Am Donnerstag, dem 11. April 2013 sah er so aus:

Auf den ersten Blick eine Ruine, da ragt im Unterbau ein übel aussehender, zerfaserter Pfahl aus dem Wasser. Da hilft nur abreißen, so suggerierte es uns ja auch der Ex-Bauamtsleiter. Ganz so sehe ich es nicht, die drei bis vier Meter im Boden steckenden Pfähle sind aus Nadelholz, die Planken und das Geländer aus Eiche. Die Hartholzteile sind einwandfrei, die brauchen nur aufgenommen werden, Pfähle austauschen, Planken und Geländer wieder anbringen, fertig. Was, bitteschön kostet da 48 TE? Dietrich Joecks sagte, der Steg wurde 1997 errichtet, Frau Hoffmann erzählt 2009 wurde er saniert. Da stimmt etwas nicht, nach 12 Jahren musste er saniert werden? Nein, 1960 ist das Geburtsjahr. Was wurde da eigentlich saniert? Keiner kann mir erzählen, das der eine zerfressene Pfahl im Sanierungsjahr 2009 im guten Zustand war. Solch gewaltiger Holzfraß ist mehr wie ein Jahrzehnt zuvor sichtbar. Ja, was wurde da eigentlich saniert? Der ausführende Betrieb?

Kommen wir zurück in die Gegenwart, jedenfalls fast. Irgendwo im Jahr 2012 oder Ende 2011 ließ sich die Vogel Administration ein Gutachten für die Sanierung des Stegs erstellen. Eigenartig, nur ein Gutachten oder Angebot, kein weiteres, wieso eigentlich? Das Gutachten wurde von der Berliner Firma Kremmer Ingenieurbau erstellt und kommt auf eine Sanierungssumme von 48 TE. Frau Hoffmann sattelte gleich noch 10 Prozent Planungskosten drauf, so sollte wohl eine beeindruckende, große, abschreckende Zahl entstehen. Sehe ich mir die Bilder an, Planken in Ordnung, Geländer in Ordnung, alle Pfähle bis auf einen in Ordnung, das könnte einen, natürlich Böswilligen, auf die Idee bringen, hier wurde ein gewaltig aufgebauschtes Angebot abgegeben, das jede vernünftige Gemeindeverwaltung kreidebleich weit von sich weist. Wir sind nicht böswillig, dennoch auf einer Spur, einer richtigen Fährte? Wollen wir mal sehen und nicht vergessen, wir befinden uns in der Regierungszeit Vogel und fahren im dritten Teil fort.

Der Schiffsanlegesteg der Gemeinde Woltersdorf – Teil 1
Der Schiffsanlegesteg der Gemeinde Woltersdorf – Teil 3