Ärger mit dem Schornsteinfeger

Anne* aus Woltersdorf bekam Besuch, Besuch von Marlows Schornsteinfeger. Marlow ist hier Bezirksschornsteinfeger aus Schöneiche und jetzt kam sein Feger zur Tür rein und Annes Freund machte eine Bemerkung über Monopolisten und ihre uns vom Gesetz aufgezwungenen, überflüssigen Dienste. In Anbetracht dessen, dass eine Firma für Heizungswartung Tage vorher alles prüfte und der Schornsteinfeger sich nur dessen Arbeit ansieht, nicht so ganz von der Hand zu weisen.

Marlows schwarzer Mann, rüffelte los, machte seinen Job und Tage später kam ein Mängelbericht von Marlow. Der Raum, in dem die Heizung steht, ist zu klein und an der Heizung selber, so seine Empfehlung, könnte ein Zusatzteil eingebaut werden. Komisch, fast zwei Jahrzehnte, so lange steht die Heizung unverändert, war alles in Ordnung, nun, nach den spöttischen Worten, nicht mehr. Dabei wurde die Anlage doch von einem Schornsteinfegermeister abgenommen und fast zwanzig Jahre lang jährlich von einer Armee von Schornsteinfegern abgenommen, auch von Marlows Firma, und für in Ordnung befunden.

Das war im November 2010 und im Januar 2011 ließ Anne einen Schlitz in die Tür zum Heizungsraum sägen, dem Gesetz und Marlows Willen war Genüge getan. Das zweite Begehr von Marlow aus Schöneiche mit der Abgasüberwachungseinrichtung für die Heizung, daraus wurde nichts, Marlow wusste da noch nicht, das Teil ging nicht an dem Typ Heizung anzubauen.

Anne schrieb dem Bezirksschornsteinfegermeister einen Brief, komm zu uns und nimm ab. Wer nicht kam war Marlow aus Schöneiche. Was kam war ein Brief vom Landratsamt** in Beeskow, mit der Nachricht, wenn Anne nichts macht, wird es richtig böse. Anne schrieb dem Amt und der Schornsteinfegerinnung: ich hab dem Marlow doch schon lange über die Behebung des Mangels benachrichtigt und wenn der nicht kommt, kann sie auch nichts dafür. Keine Antwort, null Reaktion, Tiefschlaf beim Landratsamt und bei der Innung der Feger.

Jetzt kam wieder Post vom Landratsamt in Beeskow, 200 Euro soll Anne zahlen, weil sie angeblich den Mangel immer noch nicht behoben hat, auch wenn sie in Widerspruch geht, erst mal Kohle her, so etwas bringt nicht mal ein Gericht. Annes Freund rief die Telefonnummer vom Landratsamt an, Frau Gro.***, die Sachbearbeiterin war an der Strippe. Das der Mangel schon seit einem Jahr behoben ist, geht sie nichts an, erklärte die nette junge Dame, sie kann sich nur auf das berufen, was ihr der Bezirksschornsteinfegermeister sagt, was Anne und ihr Freund dagegen sagt, sei für sie nicht relevant. Das Marlow benachrichtigt wurde und nicht kommt geht sie, Fau Gro. auch nichts an, das sei Annes Problem. „Sehen sie zu wie sie das regeln, sie braucht Marlows Schein, wie Anne das anstellt sei ihr Ding.“ Obendrein, behauptete Marlow gegenüber dem Amt, er habe die Frist zur Mangelbeseitigung verlängert, was nicht stimmt. Verlängern kann er eine Frist nur, wenn er sich überzeugt hat, dass bisher nichts geschah. Wäre er gekommen, hätte er gesehen, der Mangel ist nicht mehr da. Anne bat auch nicht um eine Fristverlängerung, war doch alles seit einem Jahr fertig. Für Frau Gro., alles Schnuppe, nur was Marlow sagt, ist richtig, was die anderen dagegen sagen, juckt sie nicht die Bohne. Tolles Amt, da in Beeskow!

Nach dem Brief, der nicht fruchtete, eine Email an Marlow. Die Email konnte nicht zugestellt werden, die Adresse auf dem Briefkopf stimmte nicht. Eine weitere Mail an die Innung, Herrn Augusta: bitte sagt dem Feger Bescheid, wir bekommen ihn nicht. Die Innung rührte sich nicht. Dann noch den Widerspruch ans Landratsamt in Beeskow, die sowieso nur dem Schornsteinfeger glauben und nimmer dem Betroffenen, wie Frau Gro. sagte.

Anne telefonierte mit Marlow und nach gehörigen Bitten, wobei er sich aufplusterte: „Ich bin doch nur um ihre Gesundheit besorgt und ich muss hoheitliche Aufgaben wahrnehmen“ kam er endlich nach einem Jahr, einem Brief, einer Email und einem Telefonat. Der Mann stelzte zur Heizung, sah, der Mangel ist nicht mehr und ging, aber nicht ohne noch einmal seine hoheitlichen Aufgaben darzustellen, wobei er auch nicht vergaß, darauf hinzuweisen: schließlich sei er der Musterschüler des Innungsmeisters Augusta gewesen. Stunden später schmiss er ein Attest über die erfolgreiche Mängelbeseitigung in Annes Briefkasten.

Anne und ihr Freund fragen sich, war’s das, war das die Rache eines der sich gekränkt fühlte und wusste, das Landratsamt in Beeskow ist immer an seiner Seite? Anne suchte und fand einen freien Schornsteinfeger, er ist sehr preiswert, hier zwei Webseiten:

Eineinhalb Jahre später:
Ärger mit dem Schornsteinfeger Teil 2

Freie Schornsteinfeger Wahl den hatte Anne genommen, hat prima und preiswert geklappt.

Freie Schornsteinfeger

* Der Name wurde geändert
** Aktenzeichen 04648-11-41
*** Name wurde abgekürzt

15 Gedanken zu „Ärger mit dem Schornsteinfeger

  1. Roman Heit

    Bundeskartellamt ermittelt

    Bußgeld gegen Schornsteinfeger

    KÖLN.
    Bundeskartellamt ermittelt wegen Absprachen in Köln und Düsseldorf. Der Vorwurf: Man habe in den traditionellen monatlichen Zusammenkünften vereinbart, sich auf seinen Kehrbezirk zu beschränken und nicht um Kunden in anderen Bezirken zu werben

    Seit der Öffnung des Marktes Anfang 2013 ermittelt die Kartellbehörde von Nordrhein-Westfalen gegen Schornsteinfeger in Köln und Düsseldorf-Mettmann. Der Vorwurf: Man habe in den traditionellen monatlichen Zusammenkünften vereinbart, sich auf seinen Kehrbezirk zu beschränken und nicht um Kunden in anderen Bezirken zu werben. Auch über Preise sei gesprochen worden. Der Landes-Innungsverband Nordrhein-Westfalen rechnet nun damit, dass das Verfahren gegen Betriebe in Düsseldorf-Mettmann demnächst mit einem Bußgeld abgeschlossen wird. Danach, so wird vermutet, sei Köln an der Reihe.Die lange Verfahrensdauer hängt wohl auch damit zusammen, dass man sich entgegenkommen möchte. Die betroffenen Schornsteinfegermeister wollen möglichst billig davonkommen, die Kartellbehörde scheint ein Interesse daran zu haben, dass Bußgeldbescheide klaglos hingenommen werden und nicht vor Gericht landen. Der Innungsverband hat eine Anwaltskanzlei mit der Wahrnehmung seiner Interessen beauftragt.Als mildernden Umstand wollen die Schornsteinfeger gewertet wissen, dass sie bis Ende 2012 in ihrem Kehrbezirk eine Monopolstellung hatten. Sie hatten weder mit Wettbewerb, noch mit Wettbewerbsrecht etwa zu tun. Sie hätten daher nicht genau gewusst, was in einem liberalisierten Markt nach dem Kartellgesetz erlaubt und was unzulässig sei. Inzwischen versuchen die Innungen, ihre Mitglieder kartellrechtlich aufzuklären. Was immer man von diesen Einlassungen hält, sicher ist, dass Schornsteinfeger ein von den Innungen gefördertes Zusammengehörigkeitsgefühl haben.Nach dem neuen, seit Anfang 2013 geltenden Recht sind nur noch die hoheitlichen Aufgaben bezüglich Brandschutz und Betriebssicherheit zu festen Gebühren an den Bezirksschornsteinfegermeister gebunden, der jetzt bevollmächtigter Bezirksschornsteinfeger heißt. Die freien Tätigkeiten machen 70 bis 80 Prozent des Umsatzes ausIm Übrigen ist das Bezirksmonopol gefallen. Die vorgeschriebenen Mess-, Kehr- und Kontrollarbeiten können zu frei kalkulierten Preisen auch von anderen Schornsteinfegern erledigt werden. Die freien Tätigkeiten machen nach Branchenangaben 70 bis 80 Prozent des Umsatzes aus.Die Bereitschaft, sich mit einem anderen, zweiten Schornsteinfeger einzulassen, scheint aber nicht groß zu sein. Das bestätigt Thomas Tewes, Hauptgeschäftsführer des Kölner Haus- und Grundbesitzervereins. Man wolle nicht zwei Leute im Haus haben. Immerhin habe sich der Service verbessert.Die Schornsteinfeger gingen flexibler auf zeitliche Wünsche der Kundschaft sein, sie kämen auch schon mal am Freitagabend oder auch am Samstag. Klar ist: Bleiben hoheitliche und freie Tätigkeit in einer Hand, ist das für den Kunden bequemer. Der Bundesverband der Schornsteinfeger rechnet damit, dass etwa 95 Prozent der Kunden ihrem Bezirks-Schornsteinfeger treu geblieben sind. Wer wechselt, tue es weniger aus Preisgründen als aus einem Gefühl der Unzufriedenheit. Freundlichkeit im Umgang, Service und Sauberkeit sowie Flexibilität seien entscheidender als Preisunterschiede. Eine ganz andere Frage ist, wie sich der Markt entwickelt hätte, wäre er komplett freigegeben worden, und wäre das Gebietsmonopol auch für die hoheitliche Tätigkeit gefallen.Dann hätte man es bei einem Wechsel nur mit einem Schornsteinfeger zu tun gehabt, die Wechselbereitschaft wäredann vermutlich auch gestiegen. Eine so einschneidende Änderung hat die Politik den Schornsteinfegern erspart.

    Bundeskartellamt ermittelt: Bußgeld gegen Schornsteinfeger | GA-Bonn – Lesen Sie mehr auf:

    http://www.general-anzeiger-bonn.de/region/wirtschaft/Bussgeld-gegen-Schornsteinfeger-article1470779.html#plx632798860

  2. Roman Heit

    Bitte unterstützen Sie die freien Schornsteinfeger bei Ihrem Kampf!

    « am: 17.01.14, 23:48:19 »

    Zitat

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    Sehr geehrte Damen und Herren,

    nur zu gut kann Ich nachvollziehen wie es Ihnen nach einem Jahr der freien Schornsteinfegerwahl geht.

    Es ist doch so aus dem Monopol wurde ein Kartell gemacht und auch die Bundeskartellbehörde interessiert es anscheinend nicht.

    Ich habe seit Kölln nichts mehr gehört!

    Wurde jemand verurteil? Stille.

    Durchsuchung von Geschäftsräumen
    :
    Kartellverdacht gegen Schornsteinfeger

    Von Sebastian Trzaska

    Wiederholt hat die Landeskartellbehörde die Geschäftsräume mehrerer Schornsteinfegerbetriebe in NRW durchsucht. Es besteht der Verdacht auf illegale Absprachen zwischen den Betrieben, die eine Bezirksaufteilung regeln.

    Wenn Sie Uns als Kunden nicht bei unserem Kampf gegen diesen Auswuchs helfen,dann können wir Ihnen leider nicht helfen diesen Missstand auszumerzen.

    Was wir dringend brauchen sind Kunden mit Mut und dem Wunsch etwas zu verändern.

    Ich werde immer versuchen auf Ihrer Seite zu stehen und bitte Sie nun Uns eine faire Chance zu geben!

    Herzlichst Ihr Roman Heit

    http://www.freieschornsteinfegerwahl.de

  3. Nicole Heit

    Rückschau: Schornsteinfeger
    Wer darf kehren?

    Sendeanstalt und Sendedatum: WDR, Samstag, 28. August 2010

    Weitere Infos … von Katja Krebbers

    Manche Dinge sind in Deutschland älter als die Bundesrepublik selbst und gelten noch immer. Zum Beispiel das Monopol für Schornsteinfeger. Seit 1935 darf laut Kehrgesetz nur der Bezirksschonsteinfegermeister Kamine kehren und Abgase messen. Doch damit ist jetzt Schluss, denn die EU hat Deutschland zur Aufgabe des Schornsteinfegermonopols gezwungen, weil es gegen den „freien Waren- und Dienstleistungsverkehr“ verstoße.

    Seit Anfang 2009 gilt für Deutschland allerdings noch eine Übergangsregelung. Sie erlaubt, dass zum Beispiel auch belgische, polnische oder französische Schornsteinfeger die hiesigen Kamine kehren dürfen (also Schornsteinfeger, die aus der EU oder aus der Schweiz kommen und in Deutschland keinen eigenen Bezirk haben). Deutsche Schornsteinfeger müssen für diese hoheitliche Aufgabe aber immer noch einen Bezirk haben, und zwar bis Anfang 2013. Dann fällt das Monopol endgültig.

    Unter den über 100 „freien“ Schornsteinfegern gibt es trotzdem schon jetzt viele Deutsche. Sie wenden einen Trick an, indem sie sich als deutsche Schornsteinfeger bei einem Betrieb im EU-Ausland oder der Schweiz anstellen lassen, um dann doch in ihrer Heimat arbeiten zu können.

    Rechtsanwältin Hilke Böttcher aus Hamburg ist spezialisiert auf EU-Recht und hält diesen Umweg von deutschen Schornsteinfegern für legal. Sie beobachtet aber, wie schwer sich Bezirksschornsteinfeger damit tun. Das merken auch viele Kunden, die schon mal einen „freien“ Schornsteinfeger beauftragt haben. So erfuhren wir von einem Betroffenen, ein Bezirksschornsteinfeger habe die Arbeit des neuen Schornsteinfegers einfach nicht akzeptiert, stattdessen selbst noch einmal gemessen und eine Rechnung ausgestellt, deren Summe die Behörde dann auch gemahnt habe, ohne den Sachverhalt überhaupt geprüft zu haben. Ein anderer Hauseigentümer berichtet uns, sein Bezirksschornsteinfeger habe, als er erfuhr, dass ein Konkurrent seine Arbeit übernehmen sollte, verfügt (dazu ist er in der Tat befugt), dass in Zukunft bei dem Kunden zweimal im Jahr der Kamin gefegt werden muss, und das, obwohl er selbst jahrelang nur einmal im Jahr gefegt hatte.

    Bescheide verschleppt
    Die betroffenen Bezirksschornsteinfeger wollten sich dazu gegenüber dem ARD-Ratgeber Recht nicht äußern. Immer wieder hörten wir während unserer Recherchen auch von Problemen mit dem sogenannten Feuerstättenbescheid. Dieser Bescheid beschreibt die Heizungsanlage und listet alle relevanten Details zur nötigen Messung auf. Die Kommunen bestehen zum Teil darauf, dass diese Feuerstättenbescheide vorliegen, bevor ein neuer Schornsteinfeger beauftragt wird. Nach wie vor kann aber nur der Bezirksschornsteinfeger diese Feuerstättenbescheide ausstellen. Haus- oder Wohnungseigentümer erleben nun, dass die von ihnen beantragten Feuerstättenbescheide zu ihrer Heizungsanlage gar nicht oder nur verzögert ausgestellt werden. Einige Städte haben inzwischen reagiert. So hat beispielsweise Wilhelmshaven seine Bezirksschornsteinfeger angewiesen, die Feuerstättenbescheide „zeitnah“ auszuhändigen.

    Rechtsanwältin Hilke Böttcher, die inzwischen einige freie Schornsteinfeger vertritt, kritisiert dennoch, dass die Städte und Gemeinden als Aufsichtsbehörden der Bezirksschornsteinfeger zu wenig für die Einhaltung von Recht und Ordnung sorgen: „Die Schwierigkeit ist, dass die Städte und Gemeinden selbst nicht wissen, wie sie mit dem Problem umgehen müssen. Das bedeutet wiederum, dass sie sich bei den Handwerkskammern und Innungen informieren. Die Handwerkskammern und Innungen sind aber Interessenvertretungen der Bezirksschornsteinfegermeister. Das wiederum führt dazu, dass sie falsch informiert werden.“

    Wer einen „freien“ Schornsteinfeger beauftragen möchte, sollte grundsätzlich Folgendes beachten:

    Beim Bezirksschornsteinfeger den Feuerstättenbescheid beantragen und auf eine zügige Erledigung drängen. Nur einem „freien“ Schornsteinfeger den Zuschlag erteilen, der auch eine Berechtigung hat, in Deutschland zu arbeiten. Sie sind zumeist bei einer Handwerkskammer eingetragen, diesen Nachweis sollten sich Kunden zeigen lassen. Falls es Schwierigkeiten mit dem Bezirksschornsteinfeger gibt, sollte man die zuständige Kommune schriftlich informieren und um Abhilfe bitten. Falls auch das nicht hilft, bleibt nur der Gang zum Anwalt oder zur Verbraucherzentrale.

    Weitere Infos …
    Gesetz zur Neuregelung des Schornsteinfegerwesens
    Bundeswirtschaftsministerium

    Dieser Text informiert über den Fernsehbeitrag vom 28.08.2010. Eventuelle spätere Veränderungen des Sachverhaltes sind nicht berücksichtigt.

    1. Bernd

      Hallo Rainer, eben komme ich von deiner Seite zurück und habe eine Bitte, kannst du nicht ein Kommentarfeld einrichten? Zu dem dortigen Schreiben, für Einen, der sich selten mit dem Thema befasst, ist es schwer zu verstehen, es fehlt eine Erklärung und auch der §14. Ansonsten viel Erfolg mit der Seite, ich werde sie in meinem Blogroll verlinken.

  4. Rainer

    Hallo,

    wie angekündigt, habe ich eben auf meiner Webseite ein Dokument bereit gestellt, welches bestätigt, dass der §14 des SchfHwG erst 2013 in Kraft tritt. Das war mir schon von Anfang an klar, aber den Richtern und dem Landkreis nicht.
    Für jeden Bürger, der sich gegen die Willkür und Abzocke durch Scheindienstleistungen wehren möchte.

    Gruß Rainer

  5. Rainer

    Hallo,

    ich bin davon ausgegangen, dass die Webseite angezeigt wird.

    Hier finden sich alle Dokumente und gestern bekam ich von einem Mitstreiter eine weitere wichtige Information, die ich in den nächsten Tagen dort auch veröffentlichen werde. Meckern ist nicht mein Ding – da wo mir Andere Schaden zufügen, handle ich. 😉

    Gruß Rainer

  6. Joachim Datko

    Bezirksschornsteinfeger wurden auf Wunsch der Schornsteinfeger von den Nazis ab 1935 deutschlandweit eingeführt. Der damalige Reichskanzler war ohne Schulabschluss, dementsprechend waren die Gesetze.

    Die von der CSU gestellten Wirtschaftsminister, Müllermeister Glos und Adeliger v. Guttenberg haben die „Schornsteinfegergesetzgebung weiter aufgebläht.

    Joachim Datko – Ingenieur, Physiker
    Interessengemeinschaft gegen das Schornsteinfegermonopol
    Forum: http://www.kontra-schornsteinfeger.de

    Siehe auch:
    http://www.freie-schornsteinfeger-wahl.de

  7. Rainer

    Als ebenfalls Betroffener dieser Rechtswillkür und aufgezwungener Scheindienstleistungen, habe ich meine Dokumente alle auf meiner Webseite veröffentlicht.

    Der Landkreis als Handlanger des Fegers kümmert sich, genau so wenig um die Gesetzeslage, wie die Gerichte in diesem Land. Mehr dazu gibt es auf meiner Webseite in den nächsten Tagen. Ob sich die „Meinungspresse“ dazu auch äußern wird, werden wir sehen.

    Ich musste auch erfahren, was Pressefreiheit ist: Pressefreiheit ist die Freiheit der Presse, darüber zu entscheiden, worüber und in welchen Inhalten berichtet wird.

    Bürger steht endlich auf und wehrt Euch gegen Abzocke, Betrug und Erpressung!

    Gruß Rainer

    1. Bernd

      Veröffentlichen oder Papierkorb, das war hier die Frage. Der Kommentar enthält nichts was der Sache nützlich wäre und reines meckern bringt uns nicht weiter. Also Rainer, mehr Info und weniger maulen 🙂

  8. TWMueller

    Der geschilderte Fall ist leider ein typisches Beispiel für die Auswüchse von Monopolen und Behördenmauscheleien.

    Im Grunde haben die Schornsteinfeger seit dem Inkrafttreten des SchfHwG ZWEI unterschiedliche Rollen:

    Als BEZIRKS-SCHORNSTEINFEGER ist der SF eine BEHÖRDE und handelt hoheitlich. Der beauftragte BSF ist quasi Behördenleiter der „Kehrbezirksverwaltung“. Leider fehlt es ihm an jeglicher Verwaltungsausbildung, von einer Qualifikation zum Behördenleiter ganz zu schweigen. Für alle HOHEITLICHEN Tätigkeiten ist Verwaltungsrecht anzuwenden. Die übergeordnete Behörde wäre eigentlich AUFSICHTSBEHÖRDE, d.h. sie hätte im Auftrag des Bürgers die unterstellte Behörde „Bezirksschornsteinfeger“ zu beaufsichtigen und ggf. disziplinarisch anzuleiten. Leider verstehen sich viele Verwaltungsmitarbeiter eher als Feger-Schutz-Truppe. Eigenständiges Denken scheint oft unerwünscht zu sein. Hauptsache das ach so wertvolle Feger-Monopol bleibt erhalten.

    In seiner zweiten Rolle als SCHORNSTEINFEGER-MEISTER sind die schwarzen Männer (und Frauen) GEWERBETREIBENDE im Handwerk. Für’s Messen und Kehren darf im Prinzip jeder Fachbetrieb beauftragt werden (leider aus Protektionsgründen bis Ende 2012 noch KEINE Deutschen). In dieser HANDWERKLICHEN Rolle ist der Feger ein ganz normaler Anbieter. Es gilt ZIVILRECHT, also BGB mit Dienstleistungs- und Werkvertragsbestimmungen.

    Problematisch wird diese Rollenverknüpfung, da eigentlich nach § 20 (1) VwVfG ein BETROFFENER / BEFANGENER nicht in eigener Sache für eine Behörde tätig werden darf. Der Bezirksschornsteinfeger will jedoch z.B. genau die Arbeiten, die er im Feuerstättenbescheid vorschreibt, anschließend als Gewerbetreibender auf eigene Rechnung abarbeiten. Nach deutschem Verwaltungsrecht müßte er sich jedoch entscheiden: Entweder BEHÖRDE oder HANDWERKER. Beides zusammen ist schlicht rechtswidrig.

    Hoffen wir, dass die SONDER-Gesetze, die das Bezirks-MONOPOL der Feger sichern sollen, bald der deutschen Rechtsgeschichte angehören.
    Sicherheit JA, aber Protektionsgesetze NEIN.

    Eine Möglichkeit, das Thema zu diskutieren auch unter:
    http://sfr-reform.carookee.com

  9. Dorit S.

    Ich habe mal auf Hillebrandts Webseite nachgesehen, das ist ja die Schornsteinfegerinnung und die tut so als wenn sie nicht weiß, dass ausländische Firmen hier schon lange arbeiten. Ich glaube, die Innng wollte da nur eine unangenehme Seite entschärfen, zum Nachteil der Bürger.
    Herzlichst
    D.Stagge

  10. Hillebrandt

    Das hört sich ja an als hätte der freie Schornsteinfeger die Feder geschwungen und Webung geschaltet. Auffällig ist, wie es beim Freien preiswert und prima geklappt hat, wo der doch erst ab 2013 kommen darf.

    1. Bernd

      Da haben Sie recht, der Freie aus Deutschland darf erst ab 2013. Ausländische Freie, hier aus Österreich, dürfen aber schon lange. Gehen Sie doch mal auf den Link und probieren Sie es aus. Werbung? Meinen Sie ein negativ genanntes Landratsamt, dass hier involviert ist läßt sich für Werbung missbrauchen? Das Aktenzeichen zu dem Fall ist ja mit angegeben, alles nachprüfbar. Kommen Sie vorbei, wir fahren zu Anne und sie können es aus ihrem Mund erfahren und die Akte einsehen, versprochen.

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