Amerika killt seine Wölfe

Ich kann nicht glauben, was ich mit meinen eigenen Augen in der Zeitung lese.

35 Jahre standen die Wölfe in Amerika unter Schutz. Sie waren fast ausgerottet und wurden damals mit Hilfe von Millionen US-Dollar wieder angesiedelt. Die Population hat sich gut erholt, so dass heute, so berichtet die Zeitung, allein in Idaho und Montana etwa 1300 Wölfe leben. Jetzt wird der dort Wolfsschutz mit der Begründung aufgehoben, die Tiere würden den Elch-Bestand verringern. Studien haben aber ergeben, dass Wölfe zu 75 Prozent nur alte und kranke Tiere erlegen und somit zur Erhaltung eines gesunden Wildbestands beitragen.

All das zählt nicht. Der Staat Idaho hat jetzt die erste von drei Wettjagden freigegeben. Innerhalb von 24 Stunden können Wölfe jeglichen Alters mit allen Kalibern erlegt werden. Die einzige Regel dieses Wettbewerbs lautet: Wer mitmacht zahlt 8 Dollar. Man will mit dem Geld sicherstellen, dass diese Jagd auch in Zukunft legal bleibt.

Ich finde es empörend, dass es in einem zivilisierten Land, in dem man Naturschutzreservate unterhält und für viel Geld die Wölfe angesiedelt hat möglich ist, solch einen Wettbewerb ins Leben zu rufen und dass es soviel angebliche Jäger gibt, die da mit Freuden mitmachen. Dazu kann ich nur sagen, pfui Teufel Amerika.

Diese Wolfsjagd hat weltweit Empörung ausgelöst und es wurden bereits mehr wie 70.000 Unterschriften gesammelt. Ich kann nur dazu aufrufen, sich an dieser Unterschriften Aktion zu beteiligen.

  1. Renate

    Danke für die Information. Ich habe mich eben an der Aktion beteiligt.

    Für 8 Euro einen Wolf erlegen – das macht den schießfreudigen Amerikanern bestimmt viel Spaß. Es ist unsäglich!

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