Afghanistan

Im Jahr 329 v. Chr. bewegte sich ein langer Treck Bewaffneter über den 4000 Meter hohen Anjuman Pass in das heutige Afghanistan. Das Land war ihrem Anführer Alexander als Beute zugefallen als er die Perser besiegte. Die müssen recht froh gewesen sein es loszuwerden. Kontinuierliche, blutige Stammesrevolten der Afghanen hatten das Persische Großreich geplagt. Alexander erging es nicht viel besser, immer wieder aufflackernde Aufstände machten ihm das Leben schwer. Er gründete eine Stadt, Alexandria ad Caucasum, dass heutige Charikar rund 65 km nördlich von Kabul. 400 n. Chr. kamen die Hunnen das erste Mal, 1219 mit Dschingis Khan zum zweiten Mal. Der verwandelte fruchtbare Erde in dauerhafte Wüste, indem er das Bewässerungssystem des Landes zerstörte.

Darius der Große, Alexander der Große und Dschingis Kahn, Männer von größter Brutalität, gelang es nicht Afghanistan zu besetzen und den Einheimischen ihre Kultur aufzuzwingen. Vor, zwischen und nach diesen drei genialen Kriegsherren gab es noch unzählige andere, die sich dort blutige Nasen holten. So versuchten 1839 die Briten ihr Glück. Von 16500 Soldaten und 12000 Angehörigen einer gemischten Truppe erreichte im Januar 1842 ein Überlebender Jalalabad. 1921 verlieren die Briten ihren dritten Krieg gegen Afghanistan. 1989 verlieren die Sowjets den Krieg und verlassen das Land, sie haben zwischen 40.000 und 50.000 Tote zu beklagen.

Dann kam das Genie George Bush auf die glorreiche Idee den Russen zu zeigen, wie man dort Krieg führt. Die Amis hatten wie immer, wenn sie nicht Bomben schmeissen können, wenig Kriegsglück. Sie zogen dann die Europäer mit in ihren Schlamassel. So konnten deutsche Generäle auch mal wieder ihr Spielzeug ausprobieren, wurde ja auch höchste Zeit.

Es kam wie es kommen musste. Man wurde beschossen und hat zurückgeschossen, aus den friedliebenden Bausoldaten der Bundeswehr wurden kämpfende Soldaten. Wer kämpft, möchte gewinnen und möglichst überleben So hat dann eines Tages ein deutscher Oberst den Befehl zur Vernichtung zweier Tanklastwagen gegeben. Alles Leben rund um die LKWs wurde ausgelöscht.

Jetzt haben die deutschen Parlamentarier und Regierenden ihren Krieg. Wie sagte der SPD Genosse und frühere Verteidigungsminister Struck so schön, Berlin wird am Hindukusch verteidigt. Der heutige Verteidigungsminister sieht es nicht anders. So kann man der Regierung nur empfehlen, baut Sargfabriken und stellt Orden her, für die Toten und für die ihre Memoaren schreibenden Generäle. Ihr werdet beides brauchen. Ach ja – nicht die Denkmäler für die Gefallenen vergessen.

  1. renate

    „Stell dir vor, es ist Krieg, und keiner geht hin.“ Leider sind die Menschen trotz besseren Wissens immer noch bereit, sich gegenseitig die Rübe einzuschlagen. Und ich befürchte, daran wird sich nichts ändern.

    1. Bernd

      Da haben die Regierungen vorgesorgt. Gehst du hin, überlebst du vielleicht. Gehst du nicht hin, wirst du mit Sicherheit erschossen und überlebst gar nicht.

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