30 km/h Zonen in Woltersdorf


Laut schepperte es neben uns, ein Auto flog über eine der Sprungschanzen in der Vogelsdorferstraße, die Lenkerin des Gefährts zeigte ein schmerzverzerrtes Gesicht und rieb mit einer Hand in ihrer Frisur herum. Warum ist die so schnell über die Schwelle gedonnert? Beim genauen Hingucken fiel uns auf, die 30-km/h-Schilder, die bisher vor den Huckeln standen, sind restlos abgebaut. Rechtzeitig zu erkennen sind die Schwellen nicht, erst recht nicht bei schlechtem Wetter, da waren die Temposchilder ein guter Hinweis auf die nicht ganz ungefährlichen Erhebungen. Die sind nun weg, es müssten jetzt überall an den Mount Klamots die Verkehrszeichen Nr. 112 – unebene Fahrbahn – aufgestellt sein, sind sie aber nicht, warum eigentlich nicht?

Die Gemeinde hat sich erneut Neues einfallen lassen, kommt ein Autofahrer vom Wilhelm-Tell-Platz in die Vogelsdorfer Straße wird er von zwei Verkehrszeichen Z 274.1-50 gleich 30 km/h Zone begrüßt. So sieht es heute auch an der Hochlandstraße. und an der Heidelberger Straße. aus.

Unser Grüner Bürgermeister gestaltet das Zentrum von Woltersdorf zu einer 30-km/h-Zone um, immer wieder etwas Neues. Letztens wollte er die Autos der Touristen an der Schleuse von zwei einzustellenden Knöllchenverteilern begrüßen lassen. Im Jahr zuvor hat er das Chaos des Parkleitsystems seines Adjutanten Hannes Langen mitgetragen. Vorschlag von mir, 30 km/h – viel zu schnell – nicht schneller als ein Mensch läuft und ein Wachmann läuft mit einer roten Laterne vor dem Auto her. Hatten wir schon einmal, als die ersten Kutschen mit Schrittgeschwindigkeit und ganz ohne Pferde durch die Straßen rasten.

Ich kann mich nicht erinnern, dass diese 30-km/h-Zonen in irgendeinem Ausschuss beraten oder in der Gemeindevertretung beschlossen wurden. Ist es wieder ein Alleingang unseres Grünen Vordenkers?