Woltersdorf und Abmahnungen

„….das Gute an der Demokratie. Es gibt unterschiedliche Meinungen, und die sollen auch geäußert werden können.“ Soweit Michael Hauke vom „Hauke Verlag“ aus Erkner mit seinen Blättern „Kümmels Anzeiger“ und „Fürstenwalder Zeitung“. Da hat Hauke recht, die freie Meinungsäußerung wird in Deutschland als ein sehr hohes Gut betrachtet und sie wird durch das Grundgesetz geschützt.

Außer der Meinung, die richtig oder falsch sein kann, gibt es noch den Tatsachenbericht, der über etwas tatsächlich Geschehenes berichtet. Schreibt jemand über Tatsachen, müssen diese absolut wahr sein. Stimmt die Tatsachenbehauptung nicht, so ist sie eine Lüge, der Jurist nennt es falsche Tatsachenbehauptung und der geht die Justiz, auf Antrag, ans Leder.

Michael Hauke hat so eine juristische Auseinandersetzung über eine richtige oder falsche Tatsachenbehauptung am Hals und schreibt, „Unser Woltersdorf muss vor Gericht“, was wohl nicht ganz richtig formuliert ist, denn Michael Hauke schreibt, dass er als Einzelperson herausgegriffen wurde. Also nicht „Unser Woltersdorf“ sondern Michael Hauke, der Autor der beanstandeten Worte soll für seine Worte einstehen. Diese Auseinandersetzungen werden immer vor einem Landgericht ausgetragen. Sie sind teuer und haben die unerwünschte Begleiterscheinung, dass sich die Kontrahenten meist ihr ganzes Leben lang nicht mehr an einen Tisch setzen mögen. Für einen kleinen Ort, wie Woltersdorf, nicht so ganz das Wahre.

Michael Hauke beklagt diese Situation, fragt: „Was dürfen wir schreiben und was nicht?“ Sollte der Leser nun Mitleid für Michael Hauke empfinden? Ich denke, eher nein!

Mitleiden mag ich nicht mit Michael Hauke, denn Michael Hauke benutzt die Waffe „Abmahnung“, eine Vorstufe der oben beschriebenen Auseinandersetzung, auch. Am 23. September 2012 veröffentlichte ich hier auf diesem Blog den Artikel Die Kleinen als Werbeträger Es dauerte nicht lange und Michael Hauke, der heuer schreibt: „….das Gute an der Demokratie. Es gibt unterschiedliche Meinungen, und die sollen auch geäußert werden können“, bedachte mich mit einer Abmahnung, ohne Erfolg. Da frage ich mich doch, wie versteht Hauke seine Worte? Ich war unterschiedlicher Meinung zu ihm – Abmahnung. Hauke, so meine ich, möchte für seinen Teil aber davon verschont bleiben.

Möchte ich selber von Abmahnungen verschont bleiben, sollte ich zuallererst einmal bei mir selber anfangen und keine Abmahnungen in Auftrag geben. Wie heißt es so schön, wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen.

Zu „Unser Woltersdorf“ gehört auch Michael Hauke, Hauke-Verlag mit seinen Blättern: „Kümmels Anzeiger“ und „Fürstenwalder Zeitung“ (FZ)

Frühere Artikel zu dem Thema:
Abmahnwahn in Woltersdorf
Abmahnwahn geht weiter in Woltersdorf