Verbrennen der Weihnachtsbäume

Das sich jährlich wiederholende Verbrennen der Weihnachtsbäume fiel diesmal so ganz anders aus, als wir es sonst erlebten. Es wurden im Vorfeld sehr viel weniger Bäume gebracht, als es sonst üblich war. Von denen war auch noch ein großer Teil von Händlern, die ihre nicht verkauften Bäume angeliefert hatten. Die Preisschilder hingen noch an den Zweigen. Es schien, als wollten die Woltersdorfer ihre Bäume nicht mehr vorab in die „Sport und Freizeitanlagen Woltersdorf“ bringen. Während der Veranstaltung kamen dann ab und zu noch Bäume.
Anders als sonst war auch die Bewirtung. In den Jahren zuvor wurden wir vom B1 Center verwöhnt. Es gab gutes Futter und gute Getränke. Ein Bierwagen war auch immer da, an dem sich viele Gäste trafen.
Dieses Mal stand da ein Wagen vom Restaurant Flakenseeterrassen und bot Kuchen, Kaffee, Zuckerwatte und Glühwein an. Eng an dem Wagen drückte sich ein Bratwurststand ohne eine Kennzeichnung, die uns verriet, wer hier brätelte. Wir bestellten und zwei gutaussehende Bratwürste mit Schrippe und Senf. Ein Biss hinein und unsere Gesichter verzogen sich fürchterlich. Mühsam würgten wir die Wurst und die pappige Schrippe runter. Ein Glück, wir hatten Hustenbonbons dabei, die milderten den hartnäckigen widerlichen Geschmack im Mund. Gerechtigkeit muss walten, nicht alles war schlecht, der Senf war einwandfrei.
Nach der -leckren- Mahlzeit hatten wir genug und machten uns auf nach Hause. Schade, dachten wir, was ist nur aus dem schönen Fest geworden. Das einzig tröstliche, unsere Feuerwehr erledigte ihren Job, wie immer, es war ein schönes Feuer.