St. Martin Schulz und die heiligen Abfindungen

Der heilige St. Martin hat es immer schwer gehabt. Da wandert er seit rund 1700 Jahren durch die Welt und teilt seinen Mantel mit den Armen, Bedürftigen, eben all denen, die am Ende der sozialen Sicherung leben. Heuer kommt einer seiner Namensvettern, Martin Schulz von Brüssel daher gewandert und möchte seine deprimierte sozialdemokratische Herde weiden. Auch dieser St. Martin verspricht seinen Mantel mit den Ärmsten der Republik zu teilen. Das rhetorische Naturtalent wendet sich gegen üppige Abfindungen und Boni von Managern. Öfters schon hat er die Kluft zwischen Gehältern von Managern und gewöhnlichen Arbeitnehmern beklagt und verspricht Änderung, wenn er sich denn auf dem Thronsessel im Kanzleramt niederlassen darf.

St. Martin macht so aus der fernen Provinz beschaut, einen recht sympathischen Eindruck. Viel mehr hat er uns aber nicht zu bieten. Schwer liegen ALG2, besser bekannt als Hartz4, seiner Partei im Magen. Richtig bekämpfen kann der das Übel auch nicht, ist es doch ein ungeliebtes Kind der SPD. Wie soll er denn öffentlich sagen, wir waren die Partei der Bosse. Da stellt sich doch gleich die Frage, sind sie nicht immer noch die Partei der Bosse?

Ab und zu sprechen Indizien dafür, wie jetzt eine Superabfindung von 12 Millionen Euro für 13 Monate Arbeit. Denn die Empfängerin ist eine Genossin der, den Armen gewogenen, SPD. Christine Hohmann-Dennhardt. Da saß eine Genossin, etwas über ein Jahr, im Vorstand von Volkswagen und nimmt nun außer ihrem Gehalt noch 12 Millionen mit nach Hause.

Gebilligt wurde der Vertrag über die grandiose Abfindung von einem SPD Genossen, dem Ministerpräsidenten von Niedersachsen, Stephan Weil, der im Aufsichtsrat von Volkswagen mit die Strippen zieht. Da hat eben ein SPD Genosse etwas Gutes getan, nicht für die Armen, aber für eine Genossin aus der SPD.

Ich frage mich, wie viele Jahre muss ein Maurer, Schlosser, Buchhalter, eine Putzkraft arbeiten, um zum mickrigen Gehalt noch eine Abfindung von 12 Millionen zu bekommen. Ja, so sieht die momentane Gerechtigkeit in Deutschland aus und die SPD spielt begeistert mit. Einzig sicher ist, solche Player werden wohl alle Parteien vorzeigen können.

Nur, wie soll der heilige St. Martin seiner Klientel erklären, dass die eine Hälfte des Mantels aus golddurchwirkten Brokat besteht und die andere Hälfte aus billigem groben Leinentuch.

Dennoch wünsche ich dem Martin Erfolg, nur sollte er, falls er die Wahl gewinnt, nicht an politischer Demenz erkranken.

  1. Alte Woltersdorferin

    Lieber Bernd, das ist wie immer, ein gut formulierter Artikel mit viel Kritik an der Doppelsinnigkeit dieser asozialen Partei und Skepsis an den Erfolgen des auserkorenen Staatsratsvorsitzen, der in dieser Scheindemokratie von seiner Partei nicht gewählt, aber ernannt ernannt wurde, als fände sich unter den ca. 442.814 SPD-Genossen kein besserer Kandidat.

    Seinen asozial-undemokratischer Führungsstil hat er ja schon als EU-Präs. bewiesen. So hatte er doch, die anderen Staaten zur Solidarität mit der deutschen „Flüchtlings“-Politik aufgerufen. Und deutete an, dass er dafür sei, jene Europ. Mitgliedsstaaten, die geflüchteten Menschen die Solidarität verweigern würden, zu sanktionieren. Quasi souveräne Staaten abzustrafen, deren Völker anderer Gesinnung und Politik waren, als er und seine undemokratische Partei es sich wünschten.
    Der abgehalfterte Präs. einer asozialen EU-Diktatur hat uns einen nachhaltigen Eindruck seiner Unfähigkeit hinterlassen. Die EU ist uneinig, zerstritten, am zerfallen, einige südliche Staaten in tiefster Armut, Verschuldung der Länder ohne Ausweg, schwächelnder €uro, aber asoziale undemokratische Bankenrettung und Verlangen nach einer Schuldenunion, bis alle EU-Staaten sich am gleichen Bettelstab klammern würden. Also letztendlich in einer NWO-Diktatur eines Zweiklassensystem unterteilt, bestehend aus Arbeitnehmern und priv. Arbeitgebern. Quasi so, wie es sich die Genossen mal seit ihrer Gründung erträumt hatten. (Im Gegensatz zu den Bolschewiken, die ihr Zweiklassensystem in Arbeitnehmern und privileg. staatl. Arbeitgebern errichteten und es Kommunismus nannten.) Bei beiden Bruderparteien der Bevölkerungs-Rest aber durch das asoziale Netz fiel.

    Wie will diese ehem. Dorfschulze denn Kanzler aller Deutschen werden, wenn er mit seiner rückwärtsgewandten Grundgesinnung die Andersdenkenden, die rechtspopulistischen Parteien wie bspw. die AfD und Front National als Schande verurteilt ? Will er denn dann als asozialer Diktator diese verhassten Menschen anderer Gesinnung und Parteien ausgrenzen, sie von Belgien, Frankreich, Ungarn und anderen EU-Staaten freikaufen lassen oder sie gegen deren Nordafrikaner ehem. Kolonialstaaten oder Roma-Zuwanderer austauschen ? Was ist mit den deutschen Nesthockerhühnern, die mit (Schulz-Zitat) „blindem Nationalismus“ ihre Heimat und heimatverbundenen Deutschen mehr lieben, als die globalen Multikulti-Zugvögel ? Werden die dann in sozialistischen Arbeitslagern zu gehorsamen Untertanen umerzogen, auf dass ihre geschundenen Seelen keinem Dorfschulzen-Führer mehr die blütenreine Weste bekleckern, ihm keine Schande bereiten ? – Oho, das kommt mir alles so bekannt vor.
    Den ungar. Ministerpräs., Herrn Urban, nannte er (Zitat) „den lautstärksten Vertreter der „Entsolidarisierung“ in Europa, der offen gegen die Interessen Deutschland arbeiten würde“. Ähm, welches und wessen Deutschland meint er denn ? Noch sind wir eine DDR-BRD-GmbH-Firma, die nicht souverän ist. Und bitte, wessen Interessen ?
    Und dann hetzt er den Medien nachplappernd und verleumderisch auch noch in seinen Reden gegen den rechtmäßig gewählten, neuen US-Präsidenten Herrn Trumpf, so als wenn wir Deutschen für immer auf den lang ersehnten Friedensvertrag mit Verfassung, Souveränität und Freiheit verzichten wollten. Also, ich meine mal, wenn ständig von dt. Politikern und dt. Medien dieser beleidigte US-Präsident sich nun gekränkt und stur stellen würde, dann gäbe es für Deutschland sobald keine Scheidung in Freiheit mit Anstand und in Würde, keine neuen Win-Win-Wirtschaftsverträge, keine Verhandlungen unter freien Freunden auf Augenhöhe. Nur noch einen Konkursverkauf der DDR-BRD-GmbH-Scherbenfirma an eine andere Besatzungsmacht (wie 1990). Aber vielleicht ist der unheilvolle SPD-Fan Schulz deshalb als Elefant im dt. Porzellanladen auserkoren worden, um als erfahrener Bürgermeister, der Kanzlerin ihr Zerstörungswerk bis auf die Grundmauern zu Ende zu bringen ?

    Also Bernd, meine Jubelstimme bekommt dieser Sozi.-Vertreter, der darauf waaaaartet, dass „seine Partei sich auf die traditionelle Werte besinnen besinnen müsse“, schon mal auch nicht. So laaaaang ist mein Leben bei dieser mütter- und frauenfeindlichen Mini-Rente nicht. Diese asoziale, undemokratische Partei hat die Politik der unchristlich-undemokratischen sowie der christlich-asozialen Parteien nicht nur mitgetragen, sondern auch noch aktiv forciert. Auch die giftgrünen Naturfrevler sind mittlerweile schon olivbraun und stehen unbelehrbar für Kriegstreiberei, Genderismus, Pädophilie und Volksverhetzung. Werde ich auch nicht wählen. So bleiben nur noch die kleinen Parteien wie Deutsche Mitte, DieLinke, …, …, … mit der erstarkenden AfD und die sich mal alle zusammensetzen sollten, um ein gemeinsames Programm zu finden, um ihre Wählerstimmen in einer Alternativen fürs Neue Deutschland zu bündeln.

    1. Bernds Journal

      Ich durfte im Deutschland der Arbeiter und Bauern eine Umerziehung zum sozialistischen Menschen miterleben. Irgendwann, das Experiment ging schief, kam ich mit Unterernährung und allerhand anderem Unbill in West-Berlin an. Auf eine weitere Umerziehung, egal wohin, lege ich keinen gesteigerten Wert.

      Ich finde das pauschale Abwatschen der Sozialdemokraten versperrt die Sicht auf viele SPD-Mitglieder, die einen guten Job machen. Damit möchte ich aber nicht gesagt haben, dass die Mitglieder anderer Parteien keinen guten Job machen.

  2. Listiger Lektor

    Einverstanden. Was das mit der AfD zu tun hat, erschließt sich mir jetzt aber nicht. Als ob dies die einzige Partei wäre, die sich für mehr Gerechtigkeit einsetzen würde (tut sie das überhaupt oder ist es nur ein „Hauptsache ein Denkzettel“?) Und selbst wenn, würde ich es mir dreimal überlegen, wen ich da im Schlepptau mitwähle und was aus meiner Sicht das geringere Übel wäre.

    1. Bernds Journal

      Für Gerechtigkeit setzt sich keine Partei ein. Völlige Gerechtigkeit wird es auch niemals geben. Die, die nichts haben werden beim Blick auf diese Summe wissen, wer die Abgehängten sind. Dann flattert bestimmt des Öfteren die Denkzetteltheorie durch den Kopf. Dabei gewinnt m. E. momentan nur eine Partei.

  3. Listiger Lektor

    Lieber Bernd,
    ich finde die Höhe der Abfindung ebenfalls nicht in Ordnung. Die Darstellung ist aber etwas verkürzt. Die 12 Millionen sind nicht für 13 Monate Arbeit bei VW allein, sondern enthalten auch noch Ansprüche, die sie bei ihrem früheren Arbeitgeber erworben hatte. Das macht es nicht viel besser, die journalistische Sorgfaltspflicht sollte aber auch hier walten um näher bei der Wahrheit zu bleiben.

    1. Bernds Journal

      Dear Lektor,
      wie sich diese 12 Millionen zusammensetzen ist mir völlig egal. Egal ist mir aber nicht, dass solche unanständig hohen Beträge, die durch keine (Lebens) Leistungen gerechtfertigt sein dürften, ausgehandelt werden. Und das noch unter dem Regenschirm dieser Partei der Arbeiterklasse. Da spreizt sich mein Gefieder und ich ahne, wir werden viel mehr AfD Wähler bekommen als uns lieb sein dürfte.

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