Sozialausschuss Teil 2 – Nov. 2014; Vereinsförderung

Punkt 6. Gutachterleistungen für die Schul- und Kitabedarfsplanung – Ergebnisse
Bürgermeister Vogel gab eine Zusammenfassung des BSG-Gutachten. Für die auf dem Schulcampus ansässigen Schulen sei eine enge Zusammenarbeit angedacht. Die Räume könnten doppelt genutzt werden. Probleme gibt es bei den Freiflächen auf dem Schulcampus. Es besteht die Möglichkeit, zwei Grundstücke zu erwerben. Das eine liege direkt neben der Schule, dass andere auf der anderen Seite der Weinbergstraße.

Im Bereich Kita signalisierten zwei freie Träger, Independent Living und die FAW Interesse an einer Kitaträgerschaft. Die Verwaltung favorisiere eine Kita in eigener Trägerschaft. Für die von der AWO angebotene Erweiterung der Kita „Kinderparadies“ um 30 Kitaplätze sagen die Zahlen deutlich aus, dass die Kosten sehr günstig sind. Die 90 Kitaplätze würden um 140 Euro und die erweiterten um 113 Euro pro Kind liegen. Der günstige Preis entstünde dadurch, dass die Infrastruktur innerhalb der Kita schon vorhanden sei. Es wurde beschlossen, den 19. Dezember abzuwarten, da wird der endgültige Bericht des BSG vorgestellt.

Punkt 7. Diskussion und Beschlussempfehlung über die Anträge für Vereinsförderung 2015
Stefan Grams stellte die Frage, wie mit den fünf Anträgen umgegangen werden soll, solange es den Haushaltsplan nicht gebe. Im Moment sei ja noch nicht einmal ein Haushaltsentwurf 2015 vorhanden.

Steffen Niedersätz (FDP/EB) plagte sich mit der Halle rum. Er wollte wissen, wie die Kosten verteilt würden, wenn ein Verein nur die halbe Halle mieten möchte und ein anderer Verein die ganze Halle brauche. Zahlt der eine einmal die Halle und der andere doppelt. (Anmerkung: das ist vom Eigenbetrieb schon geregelt und hier vorgestellt worden).

Stefan Grams erklärte, wer die ganze Halle miete, muss für zwei Stunden anstatt einer zahlen, wer die halbe Halle mietet zahlt nur für eine Stunde.

Rainer Vogel appellierte, dass die Vereinsförderung mit Augenmaß angegangen werden soll. Monika Kilian (SPD) schlug vor, als Basis für die Fördermittel die Zahl aus 2014, nämlich 55 TE, zu nehmen. Jens Mehlitz (WBF) stellte fest, dass die eingereichten fünf Anträge eine Summe von 66.838 Euro ausmachen, 60 TE davon hat der Sportverein beantragt. Er sei der Ansicht, dass es bei der Vereinsförderung nie eine gerechte Förderung geben werde.

Michael Hauke (Unser Woltersdorf) fand, dass durch den zwischengeschalteten Eigenbetrieb unnötige Kosten entstünden, die der Sportverein bezahlen müsse. Er erklärte weiter, dass das Ganze 100 TE im Jahr kostet, wobei alleine 60 TE an den Eigenbetrieb gehen und der Sportverein 40 TE aufbringen müsse. (Anmerkung: Hier fehlte mehr Erklärung, um das zu verstehen).

Vogel widersprach, der Eigenbetrieb sei dazu da den Wert zu erhalten. Stefan Grams sagte, dass es hier einzig über die Förderantrage entschieden werden solle. Den Vorschlag von Monika Kilian begrüßte er.

Henry Henschel (Unser Woltersdorf) fand, dass nur Vereine aus dem Ort gefördert werden sollen, und würde provokativ gesagt gerne 100 TE einstellen.

Monika Kilian befürwortete, dass die Vereine ortsansässig sein müssen, und schloss die beiden Erkneraner Vereine, darunter der Erkneraner Woltersdorfer Karnevalsverein vorab von der Förderung aus (Anmerkung: den Namen des anderen Vereins haben wir nicht verstanden. Toll finde ich es, dass der Erkneraner Woltersdorfer Karnevalsverein gefördert werden möchte). Es gab eine kurze Diskussion ob Seimitzu ortsansässig sei, da doch 99 Prozent der Kinder Woltersdorfer sind. (Anmerkung: Seimitzu ist ein Berliner Verein und bietet hier und in anderen Orten die Möglichkeit in angemieteten Räumlichkeiten den Sport auszuüben. Wenn der Verein von allen Gemeinden gefördert wird, in denen er seine Dienste anbietet, dann ist dass ein sehr cleveres Geschäftsmodell).

Es kam zu keiner Einigung über die Höhe der einzustellenden Summe und wer gefördert wird, das Ganze wurde in den nächsten Sozialausschuss vertagt.

Punkt 8. Diskussion über die Richtlinien der Vereinsförderung ab 2016
Rainer Vogel schlug eine Pauschalförderung von Sportflächen für Jugendliche vor. Seiner Meinung nach können gut Situierte ihr Hobby selbst bezahlen.

Henry Henschel sprach sich für eine Förderung auf Antragsstellung aus. Wer förderfähig sei, könne einen Antrag stellen. (Anmerkung: so verfährt Woltersdorf seit Jahren).

Michael Hauke stellte fest, dass es bereits eine indirekte Förderung gebe, wenn der Verein auf der Webseite oder im Mitteilungsblatt kostenlos veröffentlicht werde. Auch der Zuschuss der Gemeinde bei Räumen und Sportstätten falle darunter.

Steffen Niedersätz möchte eine Kopfpauschale für Woltersdorfer Kinder einführen. Er argumentierte, dass in den Vereinen nicht nur Woltersdorfer Kinder sind. Bei Seimitzu sei das anderes, da würden hauptsächlich Woltersdorfer Kinder trainieren, der Verein könne deshalb nicht aus der Förderung fallen.

Monika Kilian fand, dass die Vereine insgesamt gefördert werden müssten, das falle unter Sozialarbeit. Michael Hauke sah das genauso.

Henry Henschel wollte, dass eine Ergänzung mit folgendem Inhalt in die neue Richtlinie mit aufgenommen werde. „…Verein mit Sitz in Woltersdorf, die ausschließlich ihr Angebot in Woltersdorf zur Verfügung stellen“.

Dr. Vogel brachte noch einen Gedanken ins Spiel, die Kopfprämie würde den Druck auf die Vereine erhöhen, ihre Beitragsstrukturen zu überarbeiten. Stefan Grams fand es nicht gut, die Richtlinien so anzupassen, nur um einen Verein zu nötigen. Sebastian Meskes beantragte, dass die Prozentregelung in der Richtlinie gestrichen wird. Der Bürgermeister hätte sie gerne behalten, da er der Ansicht ist, dass die Vereine möglichst ohne Fördermittel auskommen sollten. (Anmerkung: Womit Vogel den Kern getroffen hat, ich finde er hat nicht ganz unrecht).

Jens Mehlitz (WBF) meinte, dass der Verein doch nur seine Bedürftigkeit nachweisen sollte. Monika Kilian fand ebenfalls, dass die Prozente gestrichen werden sollen, aber die Bedürftigkeit nachzuweisen sei. Sie kamen auf keinen gemeinsamen Nenner. Die Verwaltung solle die Richtlinie noch einmal über arbeiten und im nächsten Sozialausschuss wieder vorlegen.

Hier einmal die Satzung von Erkner zum Thema Vereinsförderung.

  1. petroschka

    Hallo Ureinwohner, rechnerisch ist es kompliziert 3 Generationen in 40 Jahre unterzu bringen.
    Bitte immer daran denken in der Öffentlichkeit müssen Namen richtig geschrieben werden. Verwechselungen können teuer werden. Der bewußte PR war Jahrelang ,i n den erfolgreichsten Jahren Präsident des WCC. Im Jahre 2001 wollten einige Karnevalisten und genannter einen neuen Karnevalsverein gründen, was auch geschah. Da kamen Anfragen aus dem WCC, ob man zusammen gehen würde. Rechtlich war nur eine Fusion möglich, da sonst das Vereinseigentum in staatl. Besitz übergegangen wäre. In diesem Zusammenhang wurde durch beide Vorstände beschlossen, das alle Rechte, Pflichten und die Histotrie in das allein Eigentum der EWG gehen.
    Auch die sogenannte Trennung ist etwas sehr elegant geschildert, Fakt ist, das von der Handvoll Leuten, die die Trennung wollten, nach 2 Jahren keiner mehr im WCV war. Die gleichen Streitigkeiten, die diese Gruppe im WCC, dann in der EWG und auch im WCV vom Zaun gebrochen hat führte zum fast zerbrechen des genannten Vereins.
    Zum Führungsstil muß man ein paar Worte sagen, wenn der Ureinwohner es selber erlebt hat, kann er mit diskutieren nur vom Hören ist das kompliziert. Nur zur Info:
    Ein Präsidial geführter Verein ist immer eine Hirarchie, jeder erfolgreich geführte Karnevalsverein hat dieses Modell. Das die EWG nur in Erkner auftreten soll ist völlig daneben. Die Förderung, darüber ist wahrlich genug diskutiert worden, es gibt kein ideal Modell.
    Die EWG wurde von den damals Herrschenden in Woltersdorf nicht mehr gewollt. Das ist aber zu Umfangreich das heute noch zu diskutieren und würde den Rahmen sprengen.
    Gutes neues Jahr petroschka

  2. urwoltersdorfer

    Wir sind ja entsetzt was hier in unserem Ort abgeht. Kannte diese tolle Seite gar nicht. Nach langer Abwesenheit sind meine Familie und ich vor zwei Jahren wieder in unseren Heimatort zurückgezogen.
    Wir sind jedenfalls froh, dass noch vertraute und zuverlässige Namen der Gemeindevertretung angehören.
    Die Vereinsförderung war ja noch nie ein so heikles Thema.
    Wir sehen es genauso, dass die Vereine die eine Förderung beantragen und auch benötigen, ihren Vereinssitz im Ort haben müssen und natürlich ihre Hauptaktivitäten auch hier haben sollten.
    Zur EWG: die wurde im Jahre 2001 (und nicht vor 40 Jahren) von P. Rechenberg in den Räumen der AWO(!) gegründet. Die Gründung wurde als „Fusion“ von ihm propagiert. Erkneraner Karnevalisten, er und der Woltersdorfer Carnevals Club schließen sich zusammen. Die gute Grundidee von P.R., in beiden Orten Karneval zu machen, wollte ER dann nicht mehr. Auch sein diktatorischer Führungsstil führte dazu, dass einige Woltersdorfer ab 2006 den traditionsreichen Karneval (seit 1974!) nach Woltersdorf zurück holten, mit tollem Erfolg. Wenn jetzt noch die neue Turnhalle so ausgestattet wird, dass dort auch Veranstaltungen stattfinden können sind meine Familie und ich mit dabei. Waren doch meine Eltern und sogar meine Großeltern aktive WCC-ler in unserem Ort.
    Schön ist nur, dass es jetzt in beiden Orten einen Karneval gibt. Eben jeder Ort für sich.
    Aber warum zieht die EWG nicht ganz nach Erkner um, zumal der Verein ja von der Stadt schon genug Fördergelder im Rahmen der Vereinsförderung bezogen hat und auch immer wieder bekommen würde!
    Was ich hiermit sagen will, Danke auch an Frau Kilian sie treffen immer noch die richtigen Entscheidungen!

    Y. H. aus Woltersdorf

  3. petroschka

    Ich glaube, das jeder das liest,was er gerne möchte. Zu nächst der Präsident der EWG heißt Ch.Albert, erst informieren, dann schreiben. Das ist schon seit über 2 Jahren so. Achtung es kommt auf die Geschäftsadresse an und nicht die Private!
    Die Aussage“ Von der Strasse holen hat nichts mit Obdachlosen zu tun, sondern zu verhindern das die genannten Zielgrupen nicht irgendwelchen Dingen ausgesetzt sind. Welche weiß jeder. Das alle Vereine gleichmäßig bedacht werden habe ich nie behauptet und wäre auch Blödsinn. Hier geht es darum eine Vorlage zuschaffen, siehe Erkner und gut ist es.
    Ich hoffe, das wir mit diesem Meinungsaustausch auch etwas Druck auf die Abgeordneten ausüben, sie dazu bewegen,statt Kleinkrieg etwas in die Richtige Richtung zu schieben. Dann hat sich unser Schreiben gelohnt. Wenns klappt DANKE

  4. Buchhalterin

    Welcher Verein bekäme Vereinsförderung ?, diskutierten die Abgeordneten und der BM von “Verwaltersdorf“. Wie würde das ablaufen, wenn sie, mal mit einem fröhlichen Augenzwinkern betrachtet, eine Prüfungskommission bilden würden, um jeden Vereinsvorsitzenden aller Vereine von “Verwaltersdorf” vorzuladen, damit die dringliche Notwendigkeit der Förderung seines Vereines gründlich geprüft werden könne ? 😉

    Unter den Entscheidungsträgern für Finanzen und Fördergelder sitzen ja oftmals alles verkannte “Spezialisten”, die nun auch mal zu Worte kommen sollten:

    – Psychodramatherapeut: “Alle mal her hören. Können wir die letzte Szene der Vereinsantragsförderung noch einmal der Presse vorspielen ? Also, wer ist alles mit dabei ?”

    – Alle: “Oooch, alle Jahre wieder, immer dieses Theater mit der Bettelei um Fördergelder !”

    – Psychologe: “Die Geldfrage ist eine ernste Angelegenheit. Hier werden Vereinsmitglieder wirklich nicht über die verschiedenen Wege zu den Fördermitteln informiert.”

    – Psychoanalytiker: “Sie meinen diese Gruppen, wo alle mit Freuden ihr Hobby frönen ?”

    – Vereinsvorsitzende: “Ähm, ja, hm. Wir haben da ein außergewöhnliches Problem. Wir brauchen mal wieder Geld…….”

    – Psychiater: “… Ach nee ! Sagen Sie mal, seit wann verfolgt Sie denn dieses finanzielle Problem ?”

    – Verhaltenstherapeut: “… Jetzt mal nicht so schüchtern. Na los doch, verstärken Sie mal das Gefühl, dass Sie etwas haben wollen. Lassen Sie es mal voll zu. … Was fühlen Sie dabei ?”

    – Hypnosetherapeut: “… Nun schließen Sie mal die Augen. Entspannen Sie sich. Fragen Sie ihr Unterbewusstsein, ob es Ihnen bei der Vereinsförderung behilflich sein will.”

    – Reinkarnationstherapeut: “Schon Konfuzius sagte: ‘Der bewusste Mensch stellt Ansprüche an sich selbst, der Unbewusste stellt Ansprüche an andere.’ Drum gehen Sie in Gedanken gaaanz weit zurück, bis vor Ihrer Geburt ! Welches Karma lässt Sie immer wieder auf diese Vereinsförderungsgelder angewiesen sein ?”

    – Familientherapeut: “Und was ist Ihr sekundärer Gewinn bei dieser Frage, wenn Sie nach einer Vereinsförderung fragen ? Möchten Sie neue Bekanntschaften machen ?”

    – Tiefenpsychologe: “Sagen Sie mal, seit wann haben Sie diesen, ähm … na diesen Traum von der finanziellen Vereinsförderung ?”

    – Gesprächstherapeut: “… Aha. Ich habe dabei den Eindruck, es bewegt Sie auch die Frage, wieviel Geld die Anderen bekommen könnten.”

    – Provokativtherapeut: “Was ? Wieviel Vereinsförderung S i e bekommen ? Na, ich wette, da kommen Sie n i e drauf !”

    – Transaktionsanalytiker: “Aus welchem Ich-Zustand heraus fragen Sie gerade u n s nach einer Vereinsförderung ?”

    – Zeitmanagementtrainer: “Haben Sie überhaupt genügend Zeit für mein Referat: ‘Über den Sinn und Zweck einer Vereinsförderung’ eingeplant ?”

    – Outplacementtrainer: “Besser noch, Sie besuchen mein Seminar: ‘Wege zum Ziel – von der Unwissenheit zur Information’ !”

    – SozialarbeiterIn: “Ich weiß zwar nicht, wo das Seminar stattfindet, aber ich fahre Sie gerne hin.”

    – SozialpädagogIn: “Ich habe zwar auch keine Informationen, aber lasst uns alle über eine Vereinsförderung doch erst mal reden.”

    – Benchmarker: “Kennen Sie jemanden, der ähnliche Finanzprobleme bereits erfolgreich gelöst hat ?”

    – Soziologe: “Fördergelder ? Verein ? Für welche soziale Klasse ?”

    – Parteiveteran: “Im Gegensatz zur Opposition, hatten wir immer ein offenes Ohr für unsere Vereine.”

    – EKS-Trainer: “Ihre Strategie ist falsch! Näheres erfahren Sie nur, wenn Sie die Hausaufgaben zum 12-monatigen Fernlehrgang abgeliefert haben.”

    – Bewegungstherapeut: “Nein, nein so hektisch wird das nichts. Füühlen Sie sich zunächst einmal in Ihren Körper hinein. Dabei tief einatmen. Und tief ausatmen. … Lassen Sie sich dabei ruuhig Zeit. Zeit, die Sie für den Bewegungsablauf einer Antragstellung zur Vereinsförderung brauchen.”

    – Moderator: “Welche Lösungswege haben Sie schon angedacht ? A, B, C oder D ? Schreiben Sie alles hier auf diese Kärtchen. Top, die Zeit läuft !”

    – Coach: “Wenn ich Ihnen den Vereinsförderungsantrag jedes Mal vorkaue, wird es Ihr finanzielles Problem nicht dauerhaft beseitigen.”

    – Systemiker: “Warum auch a n d e r e nach Vereinsförderung fragen ? Ja, was glauben Sie, wie das System auf s o l c h e Außenseiteraktivitäten reagieren würde ?”

    – Gedächtnistrainer: “Angenommen, wir würden Ihnen eine Vereinsfördersumme nennen. Mit welcher Eselsbrücke würden Sie sicherstellen, dass Sie sich jederzeit wieder daran erinnern können, um es eventuell mal den Bürgerinnen und Bürgern der Gemeinde zurück zuzahlen ?”

    – Manager: “Jetzt keine langen Fragen, keine langen Antworten, legen Sie einfach alle los !”

    – Gestaltungstherapeut: “Dann schreiben Sie mal einen Antrag. Sagen Sie wieviel Geld sie benötigen. Begründen sie wozu Sie es brauchen. Führen Sie über alle Aktivitäten, Einnahmen und Ausgaben Buch. Legen Sie auch alle Konten und alles Vereinsvermögen offen. … Sehr gut ! Hier bekommen Sie ein Almosen. – Als Leihgabe !”

    Journalist: “Ihre sensationellen Fragen und Antworten veröffentlichen wir exklusiv in der nächsten Ausgabe. Bitte mal alle Antragsteller auch um Ihre Personalangaben, Kontonummer etc. p. p. … “

    Bildreporter: “Bitte mal mit ‘nem verheulten Kind auf’m Arm und mit Leidensmine unterm leeren Christbaum in die Kamera blicken. Das wirkt immer bei Spendenaufrufen ! – Knips, knips, knips. ”

    Kindergärtnerin: “Und nun alle mal singend im Gänsemarsch: ‘Sch, sch, sch, die Straßenbahn, alle woll’n nach Hause fahr’n …’ ” 😀

  5. Krankeschwester

    Hallo „petroschka“
    In einem vereinten Land (noch) deutscher Nation, wo nach 24 Einheitsjahren die Löhne/Gehälter, Renten und Sozialunterstützungen in vier Herkunftsklassen GETEILT werden (nämlich in westdeutsch, ostdeutsch, neudeutsch und europäisch) kann es gar keine EINHEITLICHE Vereinsförderung für ALLE Vereine der Eu-Länder geben.

    Ihre Antragsbegründung: „Egal welcher Verein gemeint ist, alle, aber auch wirklich alle holen die Kinder und Jugendlichen von der Strasse“, erscheint mir geld-scheinheilig. In unserem sozialen Land Brandenburg lebt kein Kind auf der Straße – kein Deutsches und auch kein Nichtdeutsches. – Ich wünschte, alle Kinder würden sich so, wie wir es früher taten, heutzutage mehr in der freien Natur an der frischen Luft bewegen. Stattdessen werden viele von den Kindern und Jugendlichen von den Eltern in staatliche Einrichtungen oder Vereine nur abgeschoben, wo sie allein oder zusammengedrängt in geschlossenen Räumen hockend, beschäftigt werden müssen, bis die vielseitig beschäftigten Eltern mal wieder Zeit für gemeinsame Familienfreizeitgestaltung haben.

    „Private Ansichten gegen den oder den sind hier falsch und könnten beiden nächsten Wahlen wiederum ein Zeichen setzen.“ – Na, diese Drohungen gegen die Parteiabgeordneten, ziehen bei den Rednern unserer Einheitsparteien nicht mehr. So wissen sie doch seit der Weimarer Republik zu genau, wie man dem Volke vorgaukeln kann, dass es mit seinem Wahlkreuzchen ein Wahl hätte. Welche Partei nach der geldscheindemokratischen Wahl das Rednerrecht bekommt, entscheiden doch, (wie wir alle inzwischen aus dem Internet wissen) eine handvoll verwandter Machthaber und Erbauer einer Neuen Weltordnung /oder neuen Weltdiktatur.

    Also bitte, liebe/r „Petroschka“ nicht unsere Lokalabgeordneten, die, alle ihre Freizeit opfernd, für unser aller Wohl und Wehe sich große Gedanken und Mühe machen, nun mit dem volksfeindlichen Verhalten einiger unserer machtgierigen Landespolitiker zu vergleichen. Unsere gute, soziale Frau Kilian hat sich mit all ihren pädagogischen Erfahrungen seit 24 Jahren für die Interessen unserer Gemeinde lobenswert eingesetzt. Vielleicht wird sie auch unsere neue Bürgermeisterin? (Die Zukunft wird weiblich!) Doch um allen Woltersdorfern fair und gerecht werden zu können, müsste sie dafür schon ihr unsoziales Parteibuch opfern. „Als letzte der SPD – Mohikaner“ dürfte ihr das vielleicht nicht schwer fallen. Denn, auch alle anderen Parteien werden schon bald auf Vereinsniveau Gleichgesinnter sich begeben. Und dann könnten wir auch die gerechte Verteilung von Steuergeldern neu diskutieren.

  6. Krankeschwester

    Liebe Redaktion, danke für Ihre interessanten Informationen.
    Die Satzung von Erkner zum Thema Vereinsförderung ist m. E. vorbildlich und nachahmenswert. Man könnte doch davon je ein Exemplar den Abgeordneten zusenden bzw. emailen, um auch für Woltersdorf endlich mal eine Vereinsförder-Satzung zu verfassen. Wobei nicht nur die finanzielle Unterstützung durch die Woltersdorfer Gemeinde, sondern gerechter Weise auch die indirekte Förderung mit berücksichtigt werden könnte.

  7. petroschka

    Hallo zusammen, Vereinsförderung steht zur Diskussiuon! Egal welcher Verein gemeint ist, alle, aber auch wirklich alle holen die Kinder und Jugendlichen von der Strasse. Was tun andere, sie diskutieren über Förderung oder nicht. Diese Reichsbedenkenträger sollten mal überlegen, was passiert ohne diese Vereine, egal ob man diesen oder jenen Verein nicht mag. Fakt ist, alles wird hier ehrenamtlich gemacht. Gelds haben alle keins, also versucht jeder an einen Topf zu kommen. Das ist erst einmal Legitim. Schlecht ist, wenn man weniger hat als gebraucht wird.
    Die Einteilung ist wahrlich schwer, aber etwas sollte man immer tun. Wenn ich Frau KIlian, letzte der SPD – Mohikaner höre, das sie verlangt das die EWG kein Geld bekommen sollte, weil es kein Woltersdorfer Verein sei -? Kennen sie Frau Kilian überhaupt die Vereine in Woltersdorf. Schauen sie sich die Geschäftsadressen und Gerichtseitragungen an, dann ist alles geklärt. Private Ansichten gegen den oder den sind hier falsch und könnten beiden nächsten Wahlen wiederum ein Zeichen setzen.
    Viel Erfolg beim verteilen, zufrieden wird kjeiner sein.

    1. Auahenne

      “…Diese Reichsbedenkenträger sollten mal überlegen, was passiert ohne diese Vereine, egal ob man diesen oder jenen Verein nicht mag.”
      Ach nö, das kann man so nicht sagen, denn es mögen auch alle fröhlichen Bürger den närrischen Erkneraner Karnevalsverein. Wenn auch der närrische Vereinsleiter von Erkner, “Peter Reschke” (?) im tollen Verwaltersdorf wohnt, so rechtfertigt diese geldeintreibende Geschäftstüchtigkeit dennoch keine Unterstützung ALLER Vereine Deutschlands nach dem Gießkannenprinzip. Da kann man all den verantwortungsvollen Abgeordneten schon beipflichten, dass sie erst mal die tatsächliche Bedürftigkeit der in Woltersdorf ansässigen Vereine vorher und nachher buchhalterisch überprüfen wollen. – Oder mal wie Sie, eulenspiegelverkehrt gedacht: Auch wenn man, wie Frau Kilian von der Sozialen Partei, der Meinung sein könnte, dass ALLE Vereine Sozialarbeit betreiben täten, dann möchte man bitteschön die Redakteure vom Woltersdorfer Journal und alle armen Kommentatoren aber auch bei der Verteilung von Geldern aus dem 6-Millionensparstrumpf mit berücksichtigen. Wir seelsorgerischen IdeenarbeiterInnen leisten für dieses chaotische Eu-Land im Internet ebenso gesellschaftliche Bildungs- und Unterhaltungs-Arbeit !

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