Sozialausschuss Teil 2 – Juni 2016; FDP beklagt Zuschuss für das Feuerwehrfest

Punkt 5. Fortsetzung
Wir beendeten den ersten Teil mitten im Punkt 5 mit dem Sparproramm für die Feuerwehr. Hier wollte ein sachkundiger Bürger von der FDP nun noch den Rest von Kosten wegzaubern.

Stefan Grams fand, dass es schwierig sei, ohne Unterlagen, den Ausführungen zu folgen.
(Anmerkung: Wir Gäste finden es auch sehr schwierig. Nur hat das je einen Abgeordneten gekratzt?).

Pauline Franke, zuständig für Schulverwaltung, Kultur, Tourismus und Vereine, trug vor, dass es im Bereich FAW und Kultur keine Änderung gab. Bei der Grundschule wurde der Bereich Nutzungsgelder Schwimmunterricht von 8.000 auf 6.000 Euro reduziert, weil nur drei Klassen teilnehmen. Dadurch entfallen bei der Schülerbeförderung 2.000 Euro. Auch können 1.500 Euro für einen Sachverständigen gespart werden, die kämen erst im Jahr 2018 zum Tragen.
(Anmerkung. Was für ein Sachverständiger und wofür unterschlug sie uns).
Im Bereich Investitionen können rund 2.000 Euro, da die PCs schon dieses Jahr angeschafft wurden, gespart werden.

Rosemarie Gesche betonte, dass es im Bereich, Sozialdienste, Christliche Kita, AWO-Kita Fantasia und Freie Schule, keine Veränderungen geben werde. Sie stellte dann ihr Streichprogramm für den Bereich Kita – Haus der Kleinen Strolche und Weinbergkids vor. Im Haus der Kleinen Strolche fielen die Zuweisungen des Landes weg, da die Kita nicht mehr Konsultationskita ist. Dadurch würden auch alle Ausgaben in diesem Bereich auf null gesetzt. Weiter werden 2.000 Euro im Bereich Geräte und Ausstattung, 1.000 Euro bei Fortbildung, 2.000 bei Spiel- und Lernmaterialien und 5.000 Euro beim Spielberg gestrichen. Der Kita Weinbergkids erging es nicht anders. Auch dort fielen im Bereich Geräte und Ausrüstung 3.000 Euro, bei Aus- und Fortbildung 1.000 Euro bei Spiel- und Lernmaterialien 2.000 Euro und bei Geschäftsausgaben 500,00 Euro dem Rotstift zum Opfer.
(Anmerkung: Konsultationskitas haben den Auftrag zu Schwerpunkten ihrer eigenen Arbeit Fachberatung für andere Kitas anzubieten. Dies kann in Form von Hospitationsmöglichkeiten, kollegialer Beratung, Teamschulungen, Seminaren, Workshops, Gesprächskreisen und Erfahrungsaustausch stattfinden.)

Stefan Grams stellte nun Überlegungen an, wie dass hier diskutiert werden solle, da es seiner Meinung nach hier zuginge wie bei den Lottozahlen. Er jedenfalls fühle sich so nicht in der Lage, vernünftig darüber zu sprechen.
Monika Kilian hätte gerne eine Gesamtsumme über alle Streichungen. Außerdem wollte sie auch wissen, wie denn das Endergebnis des Haushaltes aus dem Jahr 2015 aussehe.

Gerd Tauschek erklärte, dass bei der Mittelanmeldung von den Fachämtern, alle bisher gestellten Wünsche und Forderungen aufgenommen wurden. Erst im Juli wurde darauf hingewiesen, dass es Veränderungen bei den Ein- und Ausgaben geben müsse. Das daraus resultierende Ergebnis wurde jetzt den Abgeordneten vorgestellt. Mehr nicht, es wäre kein Beschluss. Dann beklagte sich Gerd Tauschek darüber, dass die Abgeordneten seit den vier Jahren, die er hier im Kämmerer wäre, nicht mit den von ihm erarbeiteten Unterlagen arbeiten könnten, egal, in welcher Form er die Zahlen aufbereitet würde. (Anmerkung: Des Kämmerers Unterlagen sind in der Masse Exel-Tabellen und für jeden, der nur will, lesbar und gut verständlich. Nur, wer absolut nicht verstehen will, weil er vielleicht etwas gegen den Kämmerer hat, den kann man nicht zwingen. Da stimmen Sie mir wohl zu, Herr Grams?).

Er erklärte noch einmal, dass z. B. Rücklagen kein Thema für die Kommunalaufsicht wären, da Rücklagen nur eine Buchungstechnik sind und nicht geldmäßig hinterlegt wären. Realistisch sei aber, wenn dann der Erweiterungsbau der Grundschule und die Erweiterung der Kita um 30 U-3 Plätze abgeschlossen sein wird, sind die 8 Millionen, die zurzeit auf den Konten stehen, futsch. Weiter gab Gerd Tauschek zu bedenken, dass in den kommenden Haushalten nicht ein Euro für die Bewirtschaftung des Erweiterungsbaus Schule und der U-3-Erweiterung bisher berücksichtigt wurde. Diese Kosten kämen noch auf die Gemeinde zu.
(Anmerkung: unsere Gemeindevertreter haben solange ich deren Politik verfolge bei der Planung von neuen Projekten die Folgekosten nicht berücksichtigt. Brauchen Sie auch nicht, wenn die schlechte Planung aus dem Ruder läuft, werden eben Steuern und Abgaben erhöht).

Stefan Grams murmelte, dass keiner den Kämmerer kritisieren wolle, gab aber zu bedenken, dass sie alle keine Fachleute wären.
(Anmerkung: wobei mit der Zeit auffällt, es ist sehr, sehr oft Grams, der bei des Kämmerers Vorträgen jammert, er verstehe dies und das nicht, er möchte dies und das anders aufbereitet haben. Woltersdorf hatte eine gute Kämmerin, die kapitulierte einst vor der Fähigkeit des damaligen Bürgermeisters, etwas nicht zu verstehen. Hoffentlich hat der jetzige Kämmerer nicht auch die Nase voll vom Nichtverstehen und permanenter Anmache. Schließlich werden gute Kämmerer überall händeringend gesucht).

Stefan Grams wollte noch wissen, wieso sich die Summe Miete und Pacht bei der Grundschule so stark erhöhte und bekam die Aufklärung, da sich die Nutzung der Sportanlagen durch die Schule erhöhte habe.

Silke Schindler (WBF) zog sich an der Mietsumme für Kopierer in der Grundschule für den Zeitraum 2015 bis 2017 hoch. Herr Stahl wies darauf hin, dass mieten billiger als kaufen wäre, konnte aber nicht mehr so recht erklären, wieso, das wäre damals alles von Frau Albrecht berechnet. Silke Schindler ritt weiter auf den Kopierern rum nun wollte sie wissen, ob es sich hier um ein oder zwei Kopierer handeln würde, worauf Herr Stahl erklärte, dass die Grundschule drei Kopierer besäße.
(Anmerkung: Frau Schindler ist in der Grundschule tätig und weiß nicht einmal, wie viele Kopierer dort herumstehen, traurig, traurig. Herr Stahl, Kopierer werden nicht gemietet, sondern geleast. Kopierer sind recht reparaturanfällig und Wartung, Reparaturen, sowie der Austausch von Verschleißteilen ist in der Leasingsumme enthalten. Schon allein deswegen ist leasen eine bessere Option als kaufen).

Steffen Niedersätz wollte nicht einsehen, dass das Feuerwehrfest von der Gemeinde bezuschusst wird. Er meinet der Woltersdorftag und das Sommerfest würden auch alleine gestemmt. (Anmerkung: Er hat dabei vergessen zu erwähnen, dass der Woltersdorftag vom Gewerbe getragen und das Sommerfest durch Spenden gesponsert wird).
Holger Dymke fand, dass Kameraden, die ihre Ausbildung an Wochenenden machen und ehrenamtlich, jede Menge Stunden investierten, nicht einmal ein 1.000 Euroschein als Dank wert sein sollten, nicht in Ordnung. Deshalb sei er, als Dank an die Feuerwehrkameraden, für das Fest.
(Anmerkung: Ich finde es mehr als abstoßend, dass ein Mensch dem die unbezahlbaren Leistungen der Feuerwehr durchaus geläufig sind, ihnen dann nicht einmal ein winziges Fest im Jahr gönnt).

Stefan Grams fand noch einen bemerkenswerten Posten. Er wollte wissen, wieso die 500 Euro für das „Fidusdenkmal“ im Haushalt 2017 auf null gesetzt wurden, ob sie nicht weiter für den Unterhalt gebraucht würden.
(Anmerkung: Herr Grams, es wurde lang und breit darüber gesprochen. Da die Gemeinde von der Unteren Denkmalschutzbehörde dazu verdonnert wurde, das Denkmal zu erhalten, musste ein Antrag auf Fördermittel gestellt werden. Der Eigenanteil, den die Gemeinde ausweisen musste, waren die 500 Euro aus dem Bereich von Herrn Ohlrich. Herr Grams, Sie waren dabei, als es im Ausschuss entschieden wurde, nun müssen Sie es, sechs Wochen später, erneut erklärt bekommen?).

Teil 2/3

  1. blitzmaerker

    -16500€ (zusammengerechnet aus dem Beitrag) DAS können die Kitas ohne Qualitätsverlust verkraften ?
    Oder muss dann nächstes Jahr die 3fache Summe investiert werden um die vorherigen Standard zu erreichen ?
    Schulkopierer hin oder her, aber muss heute wirklich jeder Schüler jedes „Arbeitsblatt“ kopiert bekommen, ist dies für eine zeitgemäße Ausbildung wirklich nötig ? ( Abgesehen da von: haben wir schon vor Jahren für unsere Kinder pro Schuljahr mehr Kopiergeld gezahlt als das Papier und Toner gekostet haben. Modellrechnung kann ggf. bei mir angefordert werden.)
    Ja, das Sparen ist nicht so einfach ( wie jeder weiß) aber sparsam mit dem Geld anderer (Steuerzahler) umgehen sollte selbstverständlich sein.

  2. G. Eggers

    Aus meiner Sicht hat es Holger Dymke auf den Punkt gebracht.
    Da investieren die Mitglieder der freiwilligen Feuerwehr unzählige Stunden ihrer Freizeit,, sicher auch privates Geld und manche Einsätze mit Personenschäden sind ganz bestimmt nicht lustig.

    Zudem sind die Dienstleistungen der Feuerwehr sind für die Woltersdorfer Bürger kostenlos.

    Da muss man doch nicht wirklich über ein Dankeschön diskutieren.

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