Neubauten in Woltersdorf


Im Februar dieses Jahres, in der Gemeindevertretung war’s, da erzählte uns Hannes Langen etwas über eine aufgelockerte Bebauung:
Diese Bebauungspläne lassen zurzeit keine Ausnahme, wie z. B. andere Dachneigung, andere Fenster oder Farben etc. zu. Es soll mit diesem Beschluss die Möglichkeit geschaffen werden, dass die Verwaltung wenigsten zwei von den insgesamt sechs festgeschriebenen Kriterien aufheben könne, ohne dass die Gemeindevertretung darüber entscheiden müsste. Der Hintergrund ist, dass sich der Bauantrag ansonsten bis zu zwei Monate verzögern kann, weil die Gemeindevertretung die Abweichungen genehmigen muss“.
Die Gemeindevertretung stimmte zu, ist ja auch schöner, wenn nicht alles gleich aussieht.

Seitdem sehe ich große Häuser dreistöckig in die Höhe wachsen, dreistöckig war zuvor in Woltersdorf nicht so üblich, da fallen die dicken Brocken auf. Vier Gebäude mit den neuen Höhen habe ich mir einmal angesehen und finde, so richtig in die Umgebung passen sie nicht.

Direkt an der Schleuse, drei schmucklose, dreistöckige Bauten ohne jeden Charme, ohne jede Ausstrahlung. Nichts, aber rein gar nichts, bringen diese Wohnblocks für eine Aufwertung des Woltersdorfer Touristikzentrums an der Schleuse. Da kommen die Berliner aus ihren Wohnblocks, um sich zu erholen, etwas Schönes anzusehen und was finden sie hier bei uns? Die gleichen Silos, wie die, in denen sie wohnen. Das macht Freude und da plant man gleich das nächste Wochenende an der Woltersdorfer Schleuse ein – mit den Augen Hässlichkeit pur tanken.

Fahre ich durch die Interlakenstraße, finde ich einen weiteren Dreistöcker. Der Bau überragt wie ein Fremdkörper die ihn umgebenden kleinen Einfamilienhäuser. Ärger hat’s bei der Bauerei schon genug gegeben. Schön sieht’s nicht aus.

In der August-Bebel-Straße, gleich neben dem Eine-Welt-Laden, entsteht noch so ein Klotz, dreistöckig. Ob die Blumen auf dem Nachbargrundstück jemals wieder die Sonne sehen werden?

Geplant ist noch eine gewaltige vierstöckige Seniorenresidenz auf dem Berliner Platz, mehrere große Blocks werden dort entstehen. Wie sie aussehen werden, weiß noch keiner. Hoffentlich nicht allzu abstoßend.

In Springeberg wurden jede Menge Bäume plattgemacht. Mit dem Inverstor, für den sich Edgar Gutjahr ganz stark machte, der dort etwas ganz außerordentliches bauen wollte, ist’s wohl nicht so richtig geworden. Mal sehen, wann da der Nächste auftaucht, der dort einige schön hohe Häuser hinklatschen will.

Woltersdorf wird eben immer ansehnlicher.

  1. Milchmädchen

    Lieber Thorsten,

    die Frage ist recht schnell beantwortet: §34 BauGB genehmigt so etwas fast von alleine,
    wenn nicht die Verwaltung im Vorfeld klug und im Sinne des Ortsbildes mit den Vorhabenträgern verhandelt.
    Nur wenn sie das nicht möchte, sollte sie auch nicht öffentlich über Leitbilder für den Ort räsonieren…

    …meint das Milchmädchen.

  2. der Verstärker

    Diese Klötzer an der Schleuse sind eine Zumutung fürs Gesamtbild und einfach nur potthäßlich.
    Hätte man die nich wenigstens mit Stuck, Gesimsen etc in Altbauweise verschönern können???
    Wer kommt nur auf solche Ideen?? Und wer genehmigt so etwas? Ach ja ich vergaß, die Profitgier…..

    Schade fürs Ortsbild!!!

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