Müde Bürgerversammlung

Gestern um 18:00 Uhr begann eine öffentliche Versammlung, die der Bürgermeister von Woltersdorf -Fragen an den Bürgermeister- nennt. Um 18:24 Uhr endete das vor sich hinlahmende Meeting. Anwesend waren 13 von rund 8000 Woltersdorfer Bürgern. Einzig sechs dem WBF anhängende Bürger und der Führer des Mittelstandsvereins, Wilhelm Diener, waren aus dem öffentlichen Bereich gekommen. Es gab nur eine Frage nach dem Leitbild, eine spleenige Idee unseres Bürgermeisters. Als das tote Leitbild abgehandelt war, ließ sich Rainer Vogel noch ein bißerl über Wildschweine aus, über Schweine scheint er bestens informiert zu sein.

Von den Siegern der Kommunalwahl „Unser Woltersdorf“ war niemand anwesend. Komisch, wo sie sonst jede Gelegenheit nutzten, in solchen Versammlungen ihren politischen Weitblick heraushängen zu lassen. Haben sie befürchtet, dass man ihnen hier auf den Zahn fühlt?

  1. Minerva McGonagall

    Dabei gäbe es ja viele Fragen an den Bürgermeister,
    zum Beispiel die nach seinem Grundstückskauf in der Körnerstr., vor allem nach dem Kaufpreis und dem dafür nicht vorhandenen unabhängigen Wertgutachten.
    Es gäbe auch die Frage nach dem Fortgang des Disziplinarverfahrens gegen den Bürgermeister.
    Oder die Frage nach dem Krankenstand und der Arbeitsfähigkeit seiner Verwaltung.
    Und hat der Bürgermeister schon mal einen unabhängigen Supervisor geholt,
    der mal die von ihm verbreitete Athmosphäre in der Verwaltung untersucht und benennt.
    Oder hat der Bürgermeister Angst davor, dass ihm da jemand mächtig auf die Füße treten könnte….
    Die Linke ist natürlich nicht da, weil die haben alle zu tun: Mützchen und Schühchen häkeln.
    Schade, dass sie das nicht in den 40 Jahren DDR auch gemacht haben, hätten sie weniger Schaden angerichtet.
    Aber wäre ja gar nicht gegangen: so viel Wolle hätt‘ es in der ganzen großen DDR nie gegeben……..Planwirtschaft eben.

    Wie dem auch sei:
    die Veranstaltung heißt ja sinnigerweise auch: „Fragen an den Bürgermeister“
    und nicht „Antworten vom Bürgermeister“.
    Die wären nämlich interessant, erwartet aber keiner mehr.
    Und wenn er doch mal antwortet, kann sowieso kein Mensch sein fränkisches Wortgeknödel verstehen.

    M.

    1. Bernd

      Das genehmigungsfähige Wappen, im letzten Sommer vorgestellt, sollte hoch und heilig zum letzten Jahresende vorgestellt werden. Dann im März dieses Jahres, dann schwieg sich der verwegene Rathausdenker zu dem Thema bis heute aus. Fette Staubspinnen werden wohl über die inzwischen vergammelten Unterlagen wandern. Den bayrischen Querdenker im Rathaus oder lieber Rasthaus wird’s nicht stören , er sinniert wohl über Wichtigeres. Ich könnte mir vorstellen er grübelt über illegale Kitas, die jetzt die Bürger für sehr viel Geld legalisieren müssen. Vielleicht denkt er auch darüber nach wie er noch ein Grundstück der Gemeinde an ein Familienmitglied verscherbeln kann. Der Bayer oder Franke denkt eben sehr flexibel, multitasking oder so ähnlich heißt es wohl.

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