Landratswahl am 27. November in LOS

Die Landratswahl am 27. November rückt näher und die Frage, wen wähle ich, schiebt sich immer mehr in den Fokus eines jeden an Politik interessierten Menschen. Wer will da überhaupt gewählt werden, so richtig rum kommt es nicht.lindemann-spd
An unzähligen Laternen hängt des 58 jährigen Rolf Lindemanns Abbild. Bei einem Flüchtlingsmeeting in unserem Ratssaal konnte ich ihn beäugen, trotz energischem Auftreten, wirklich überzeugend kam er nicht rüber. Beim SPD-Mann Lindemann fällt mir ein, er war doch mal für die Kommunalaufsicht hier im Landkreis zuständig, auch noch in der Zeit von Ex-Bürgermeister Höhne als unzählige Grundstücke ohne Ausschreibung, nichtöffentlich im Bauausschuss an den Mann gebracht wurden. Ob und wie hoch der Schaden für die Gemeinde war hat niemanden interessiert. Das sich die Lindemannsche Kommunalaufsicht je an eine Untersuchung der „na ja“ Geschäfte des Ex-Bürgermeisters machte, davon hörte ich nie. Damit ist Rolf Lindemann für mich als Kandidat nicht gerade das ,was ich mir als Landrat vorstellen kann.

gehm-cduDann haben wir da noch von der CDU ins Rennen geschickt, Sascha Grehm, 34 Jahre alt und schafft als Jurist bei der Stadtverwaltung von Fürstenwalde. Das Einzige, das ich weiß ist, in Woltersdorf steht ein gewaltiges Plakat von ihm, irgendein nicht gerade netter Zeitgenosse hat sein Angesicht zerstört. Reicht dieses Wissen, um Sascha Grehm als Landrat zu wollen?



sradnick-linkeNicht besser sieht es mit dem 59 jährigen Tierarzt Dr. Eberhard Sradnick aus, der sich parteilos nennt, aber für die „Die Linke“. Ist man da wirklich noch parteilos, wenn man schon seit acht Jahren in Friedland als Stadtverordneter für die Linken antritt und auch im Kreistag für die Linken sitzt. Ich bin frei in meinen Entscheidungen, soll er gesagt haben. Wirklich? Ich glaube die Äußerung sollte er selbstkritisch vorm Spiegel selber beleuchten. Ich mag dieser – Freiheit – keinen Glauben schenken.

Damit haben wir die etablierten Parteien abgehandelt. Wollen wir wirklich diese Parteien? Keine ist mehr Volkspartei. Rennt diesen alten Saurierparteien die Kundschaft weg, muss es doch wohl Gründe haben, oder? Die möchte ich nicht anfangen zu Papier zu bringen, soviel Papier gibt es nimmer auf dieser Welt.

03. November 2016 Landratskandidat Torsten Giesel

03. November 2016 Landratskandidat Torsten Giesel

Zu bieten haben wir dann noch den 48 jährigen Gastronom Thorsten Giesel aus Wellmitz. Er möchte an die Spitze des Landkreises kommen. Ganze 1000 Euro Wahlkampfmittel stehen ihm zur Verfügung. Seit acht Jahren ist er im Ortsbeirat. Meinen Respekt hat er, der Einzelkämpfer und ich wünsche ihm einen schönen Achtungserfolg. Zu mehr wird es nicht reichen, Politik und Einzelkämpfer, das sind zwei Dinge die sich beißen.

Torsten Giesel hat mir einige Zeilen über sich und seine Ziele geschrieben, wir bereiten den Artikel zur Veröffentlichung vor. Danke! Herr Giesel.


Ausgeschlossen wurden zwei Bewerber, weil ihnen die notwendigen 112 Unterstützerunterschriften fehlten. C’est la vie.

Einer fehlt noch, Kai Hamacher, 42 Jahre alt und bei den Piraten.

KAI HAMACHER - FOTO - be-him CC BY NC ND - IMG 5838

KAI HAMACHER – FOTO – be-him CC BY NC ND – IMG 5838


Begegnet bin ich ihm im Internet bei Facebook. Irgendwo hatte ich geschrieben, wen soll ich wählen, wenn die hier so bekannt sind wie die Ureinwohner der Osterinseln. Postwendend schrieb der Pirat zurück, er würde sich jederzeit mit mir treffen. Dazu ist es noch nicht gekommen, vielleicht wird’s ja mal was. Imponiert hat mir bei ihm, dass er versucht seine Tochter alleine groß zu bekommen. Ich habe es mit meinem Sohn gemacht und weiß wie schwer das ist, Beruf und Alleinerziehend, da können viele mitreden. Seine Brötchen verdient er mit dem „Privathotel Hamacher“. Obendrein mischt er in Fürstenwalde als Stadtverordneter mit. Da man als Einzelkämpfer nicht weiterkommt, ist er der Fraktion BFZ (Bündnis Fürstenwalder Zukunft) beigetreten. hamann-piraten
Aufhorchen ließ mich, dass er Transparenz einfordert, ein wirklich rarer Artikel in unserem Landkreis und auch den Filz der Altparteien nicht mag. In Fürstenwalde bezeichnen sie ihn als Mann der Basis und des sozialen Gedankens. Hört sich für mich gut an. Dankbar werden ihm auch etliche Altanschließer sein, für die er sich einsetzte. Kann schon sein, dass er eine gute Wahl für uns wäre. Mit 42 Jahren ist er im richtigem Alter für den Job, ganz im Gegensatz zum bundesweiten Trend, olle Herren, die einzig ihre Rentenmaximierung fest im Visier haben, aufs Pferd zu heben.
Hier noch ein Link zu Youtube, da fand ich ein Video mit dem Kandidaten Kai Hamacher
Ganz neu zur Wahl noch eine Webseite von Kai Hamacher der neue Landrat