Kahlschlag im Krähenwinkel


Harvester bei der Waldernte im Krähenwinkel

Heute früh ging es los, im 18.000 qm großen Wäldchen an der Grenzstraße wurden Kiefern gefällt. „600 Stück schaffe er an einem guten Tag“, meinte der Maschinist und strahlte, „und heute war ein guter Tag“. Drei Tage lang soll der Harvester dort im Krähenwinkel wüten, eine kahle Mondlandschaft hinterlassend. Wie viele Füchse, Hasen, Wildschweine, Igel, Eichörnchen, Raben, Dohlen, Elstern Kuckucke, Ameisenhaufen sind innerhalb weniger Minuten obdachlos geworden. Grimmig und hilflos schauten die Anwohner zu, als ihr uraltes, schönes Umfeld vernichtet wurde.

Der einzige, der sich freut wird wohl der Eigner des Wäldchens sein – Venture 2000, Geschäftsführer Herr Schnieber.

18.000 qm Wald sollen vernichtet werden

Brief eines Anwohners, sind 18.000 qm Wald in Gefaht

Bauausschuss Januar 2013

In Woltersdorf ist Holzauktion

  1. Thorsten

    Hallo Woltersdorfer…
    Nachdem wir über den Kahlschlag am Krähenwinkel gelesen haben machten wir uns am Wochenende bei Schneegestöber auf den Weg. Was wir sehen mussten ist gelinde gesagt ein starkes Stück… Wir waren entsetzt mit welcher Rücksichtslosigkeit dort verfahren worden ist.
    Das schöne Wäldchen das dort stand ist nicht mehr… eine Schande!
    Unser Mitgefühl an die Anwohner …

  2. Bernd

    Das die Anregungen der Bürger beim Planungsbüro liegen, habe ich im Artikel erwähnt. Das heißt, hier wurde gehandelt ohne die vorgeschriebene Würdigung in die Planung einzuarbeiten. Verboten?

    Die Gemeindevertreter brauchen nur gegen eine Änderung des FNP stimmen und schon wird der angepeilte Lottogewinn für Ventura 2000 zur Niete.

    Vogel wird , meiner Meinung nach, eine öffentliche Aussprache erst dann beginnen, wenn er meint eine stimmige Inszenierung zu haben. Auftretende Sprecher müssen ihre Texte auswendig lernen und das Jubelpublikum seine Show einüben. Solche unappetitlichen Jubelveranstaltungen mag ich nicht mehr. Ich ziehe gelebte Demokratie vor. Hier in diesem Blog habe ich schon über einige dieser mangelhaft zelebrierten Meetings geschrieben.

    Die Verwaltung ist die – Exekutive = vollziehende, vollstreckende Gewalt im Dorf. Die Gemeindevertreter sind die – Legislative = Volksvertretung, Gesetzgeber. Der Gesetzgeber ist keine vollstreckende Gewalt, darf es dem Gesetz nach auch nicht sein. Wir haben strikte Gewaltentrennnung. Nein, die Exekutive, hier hat an erster Stelle der Bürgermeister versagt, die Dinge schleifen lassen.

  3. Hans-Ulrich Wall

    Hallo Bernd,
    sehr richtig das uns die Suppe nicht schmeckt. Mit Absicht habe ich die sogenannten Politiker mit in die Suppe gemischt, da ich persönlich bei mehreren Gemeindevertretern vor dem Beginn des Kahlschlags und auch nach den ersten gefallenen Bäumen diese angesprochen habe und gebeten habe etwas zu unternehmen. Aber da passen alle in die nun unappetitlich gewordene Suppe, alle haben versucht sich gegenseitig den Ball zuzuspielen und die Verantwortung wegzuschieben. Im Gegenteil, einige Gemeindevertreter können sich nicht mehr daran erinnern, daß das Gebiet Am Stolp laut FNP immer noch Sondergebiet für Freizeit und Erholung ist. Aber ein Gutes hat die unappetitliche Suppe erreicht, einige Gemeindevertreter sind nicht mehr bereit diese Suppe zu schlucken.

    Die von Angelika angeregte Sprechstunde am Dienstag wird wohl zu keinem Erfolg führen. Den derzeitigen Bearbeitungsstand wollten wir uns schon am letzten Donnerstag vom Bürgermeister zeigen lassen. Nach Aussage von ihm und seinen Mitarbeitern sind aber die Stellungnahmen der Bürger und Institutionen nicht im Haus sondern beim Fachplaner und werden erst nach der dort vorgenommenen Abwägung wieder im Amt vorliegen.
    Spätestens dann soll laut Zusage von Dr. Vogel eine öffentliche Diskussion stattfinden.

  4. Angelika

    Guten Morgen alle miteinander,

    wir sollten am Dienstag zur Sprechstunde uns den Bearbeitungssstand hinsichtlich der
    „Würdigung aller eingegangenen Anregungen und Hinweise“
    zeigen lassen!

    Herr Langen hat uns ja über die nächsten Schritte im Bauleitverfahren aufgeklärt.
    Das Baugesetzbuch sieht die Prüfung und Würdigung a l l e r eingegangenen Anregungen und Hinweise vor.
    Diese Aufgaben übernimmt die Verwaltung in Zusammenarbeit mit dem Fachplaner.

    Nach einer Bearbeitungszeit von ca 10 Wochen dürfte man doch Ergebnisse erwarten können.

    Ein Ergebnis kann Herr Langen bereits vorweisen.
    Mit dem Kahlschlag des Waldeigentümers erübrigt sich von ganz allein die vom Gesetzgeber geforderte Würdigung aller Einwände, insbesondere auch die der „Unteren Naturschutzbehörde“
    Ein Teil der Einwände hat sich quasi in Luft, bzw Brennholz aufgelöst und steht ja jetzt nicht mehr zur Disposition.
    Bravo Herr Langen!
    So kann man auch ein Bauleitverfahren durchziehen.
    Trotzdem bleibt noch genügend Klärungsbedarf.

  5. Bernd

    Sie werfen in Ihrem Kommentar, Gemeindevertreter und Bürgermeister in einen Topf, wie Erbsen und Bohnen. Das schmeckt aber nicht. Sie sollten zwischen Verwaltung und Politik differenzieren. Einzig und allein die Verwaltung, sprich Bürgermeister Vogel und Hannes Langen, hätte aktuell eingreifen können. Die Politik, sprich die Gemeindevertreter, kann hier, in diesem Fall nur im Nachhinein reagieren. Reagiert haben Bürgermeister und Amtsleiter überhaupt nicht, weil sie der Ansicht sind, Ventura 2000 handelt rechtmäßig. Hier stellt sich die Verwaltung hundertprozentig gegen die Ansicht des Landkreises.

    Unser Bürgermeister hat zögerlich, zu zögerlich gehandelt, besser gesagt er hat nichts, rein gar nichts gemacht und abgewartet. Sie sollten also nicht den Stab über die falschen Leute brechen.

  6. Hans-Ulrich Wall

    Nachtrag:
    Nach mehrfachem Nachfragen zu einer frühzeitigen Bürgerbeteiligung in Ergänzung zum gesetzlich vorgesehenen Bebauungsplanverfahren hat sich Bürgermeister Dr. Vogel bereit erklärt, eine Diskussionsrunde zum Entwurf des Bebauungsplans ‚Am Stolp ‚ mit interessierten Anwohnern im Rahmen des Abwägungverfahrens zu führen. Diese Diskussion wird vor der Beratung und Abstimmung über den Entwurf des Bebauungsplans im Bauausschuss stattfinden.

  7. Hans-Ulrich Wall

    Leider ist der Wald nun trotz vieler Aktivitäten und Rettungsversuche der Woltersdorfer Anwohner am Stolp sang -und klanglos verschwunden. ‚Grüner‘ Bürgermeister, Bauplanungsamt, Vertreter des Bauausschusses und Gemeindevertreter aller Fraktionen haben trotz der Vorwarnungen zu den geplanten Massnahmen eine unglaubliche Ignoranz an den Tag gelegt und damit gezeigt, was ihnen die Wohn-und Lebensqualität ihrer Einwohner Wert ist. Niemand der Entscheidungstraeger in der Gemeinde fühlte sich in der Lage oder war in den letzten Tagen Willens, dem Wahnsinn des Kahlschlags Einhalt zu gebieten.
    Eines hat der Kahlschlag aber bewirkt, bisher eher zurückhaltende Anwohner sind aufgewacht und bereit, gegen die geplante Bebauung und für eine Wiederaufforstung sich mit ganzer Kraft einzusetzen !
    Wir alle können nur hoffen, das auch die Gemeindevertreter bald aus ihrem Tiefschlaf aufwachen und ihre Pflichten wahrnehmen, für die sie die Woltersdorfer Anwohnergewählt haben !

  8. Guido Günther

    Es ist eine Schande was hier passiert ist.Noch schlimmer finden wir,
    das es auch noch Woltersdorfer Bürger gibt,die sich jetzt noch dort
    Brennholz holen.Wie charakterlos muss man eigentlich sein?Es ist
    schlimm,das hier kein Vogel mehr singt und kein Reh unsere Wege
    kreuzt.Wir hoffen das unsere Gemeindevertreter jetzt das Gesicht
    des Investors erkannt haben und seinem rücksichtslosen Treiben
    ein Ende setzt.

  9. Bernd

    Guten Morgen Angelika,

    ich hab mal das Mitteilungsblatt herausgesucht, der interessierende Part stammt aus der Gemeindevertretung vom 29. März 2012, Zitat:

    „Der Bau-/Planungsamtsleiter übergibt an Frau Hass vom Architektur/Regionalplanung/Städtebau Bernau, die das Projekt begleitet und die Entwicklungsplanung/Planziele in einer Präsentation vorstellt.
    In der Diskussion wird festgestellt, dass über Details noch verhandelt werden muss. Auf Nachfrage definiert Frau Hass die Außenbereiche. Begehungen mit dem Forstwirtschaftsbetrieb erfolgten; es findet eine
    Waldumwandlung statt. Gemeindevertreter Hildebrandt teilt seine Erfahrungen zur Regenwasserproblematik mit und bittet um Beachtung.“

    Hier aus meinem Protokoll der Gemeindevertretung vom 29. März 2012

    „Reinhardt Hildebrandt (CDU) machte noch einmal auf die Problematik der Entwässerung aufmerksam, da die Grenzstrasse in den Stolper Weg entwässert wird. Frau Hass erklärte, sie könne momentan weder eine fertige Entwässerung noch ein fertiges Straßenkonzept anbieten. Der Erweiterung wurde trotzdem zugestimmt. Die Sitzung wurde damit abgebrochen, da die zulässige Zeit, nämlich 22:30 Uhr, überschritten war,…“

    In dem Mitteilungsblatt geht es Kraut und Rüben durcheinander. Rainer Hildebrandt sprach über die Entwässerung in der GV vom 29. März 2012. Die Sondersitzung der GV vom 19. April 2012 ist in meinem Kalender durchgestrichen. Entweder war die nicht öffentlich oder ist ausgefallen, das weiß ich nicht mehr.

    Mit Gruß
    Bernd

  10. Angelika

    Hallo Bernd,
    habe aus dem Mitteilungsblatt Nr. 4 Ausgabe Mai/Juni, Seite 4 zitiert.

    – Außerordentliche Sitzung der Gemeindevertretung um 18 Uhr-
    „Beschluss zur Erweiterung des Plangebietes des aufzustellenden Bebauungsplanes -Stolper Weg/Kiesweg-“

    Zitat:“ Auf Nachfrage definiert Frau Hass die Außenbereiche. Begehungen mit dem Forstwirtschaftsbetrieb erfolgten; es findet eine „Waldumwandlung“ statt.

    Eine Waldumwandlung kann aber erst nur nach Rechtskraft des B-Planes beantragt werde.

    Dass es zwischen einer Waldernte und einer Waldumwandlung einen Unterschied gibt, sollten die Mitarbeiter des Bauornungsamtes schon wissen.
    Hier war erheblicher Anlass seitens der Verwaltung einzugreifen!
    Herr Langen hat die Einwände zum B-Plan von der UNB sehr wohl erhalten und sah keinen Handlungsbedarf.

    Da fällt mir nichts mehr zu ein.

  11. Bernd

    Hallo Angelika,

    eine Außergewöhnliche Sitzung am 19. April 2012 konnte ich nicht finden. An dem Tag tagte der Hauptausschuss und dort war der o.g. Kiez kein Thema.

    Ich habe einmal mein Archiv durchwühlt, mit dem Ergebnis, die Gemeindevertreter wußten mindestens seit der GV im März 2012, dass der überwiegende Teil des Waldes verschwindet:

    Das letzte Thema der Sitzung war der Bebauungsplan Stolper Weg/Kiesweg. Frau Hass erläuterte noch einmal die Notwendigkeit, warum der Bebauungsplan erweitert werden muss. Der Straßenbau wird dann für den ausführenden Investor einfacher und gleichzeitig kommen noch ca. 4 Grundstücke dazu. Allerdings musste sie auf Nachfrage einräumen, dass der dortige Waldbestand so ziemlich verschwinden wird und damit die Tierwelt……
    http://www.bernds-journal.de/gemeindevertretung-teil-2-marz-2012/

    Im gleichen Bauausschuss März 2012 wurde ebenfalls gesagt, mit den Vögeln gibt es keine Probleme. Wie wahr, die Vögel sind jetzt obdachlos, was geht es Woltersdorf an:

    Der letzte Punkt, Bauvorhaben Stolper Weg/Kiesweg. Hier möchte der Bauherr das Planungsgebiet erweitert bekommen. Das Gebiet kann dann verkehrstechnisch besser erschlossen werden. Die Landesplanungsbehörde hätte keine Einwände, es würde genug Freifläche bleiben. Die Biotopkartierung wurde ebenfalls durchgeführt, mit den dort hausenden Vögeln gibt es keine Probleme…..
    http://www.bernds-journal.de/bauausschuss-teil-3-marz-2012/

    Im Januar 2013 hat Hannes Langen, neuer Bauamtsleiter behauptet:

    Im Bereich Kiesweg/Sandweg, wo der Besitzer Bäume fällt, Waldernte genannt, sieht die Verwaltung keinen Anlass einzugreifen. Es wurde eine Anfrage an die Untere Naturschutzbehörde zu dieser Problematik gesandt, eine Antwort liegt noch nicht vor…
    http://www.bernds-journal.de/bauausschuss-teil-1-januar-2013/

    Und im November behauptete der damals amtierende Bauamtsleiter Joecks:

    Herr Kieselbach wollte wissen, wieso am Stolper Weg/Kiesweg Bäume gefällt werden. Joecks sagte, er habe mit dem Förster gesprochen. Es sei alles rechtens, der Wald sei privat, der Besitzer nimmt eine sogenannte Waldernte vor….
    http://www.bernds-journal.de/bauausschuss-november-2012/

    Also, der Bürgermeister, alle Bauamtsleiter und alle Gemeindevertreter konnten im November 2012 wissen- der Wald verschwindet und die Vögel machen keine Probleme.

    Im Januar und im März haben unsere beiden Bauamtsleiter Joecks und Langen wahrscheinlich ihre eigene Wahrheit gebastelt. Ihr Chef ist der Grüne Bürgermeister Vogel, die beiden Amtsleiter arbeiteten weisungsgebunden. Hat Vogel den beiden befohlen, diese Aussage zu machen?

  12. Angelika Günther

    Angelika sagt,
    hallo Erika, wenn der Waldeigentümer die Stumpen herauszieht, oder vielmehr herausziehen lässt, so ist nicht die UNB zuständig, sondern der Revierförster, Herr Ziehbarth.
    Tel.-Nr.: 03362- 6121 bzw. 015201587501
    Sollte er nicht erreichbar sein, gäbe es noch den Oberförster, Herrn Erlemeier,
    Tel.: 03362-8811244.
    Den Ausführungen von Herrn Eggers möchte ich mich in vollem Umfang anschließen.
    Habe hier noch eine Anmerkung zu machen:
    Bei der Außerordentlichen Sitzung der Gemeindevertretung am 19.04.2012 erörterte die Planerin, Frau Hass, ich zitiere:

    „Es findet eine Waldumwandlung statt“
    Eine Waldumwandlung kann dann nach Rechtskraft des B-Planes beantragt werden.
    Diese verbindliche Aussage der Planerin, Frau Hass, war für die Mitglieder der Gemeindevertretung die Grundlage für ihre Entscheidung, nämlich für die Aufstellung des B-Plans zu stimmen.

    Von einer Waldernte in einem laufenden Verfahren war hier nicht die Rede. Fragt sich was der Vorhabensträger eigentlich beabsichtigt ?
    Waldumwandlung nach Abschluss des Bauleitverfahrens, oder eine „Waldernte“?

    Der Vorhabensträger hat sich für die Waldernte entschieden und somit für jedliche Zusammenarbeit mit der Gemeinde disqualifiziert.
    Ich möchte noch eine Bemerkung zu den Ausführungen des Amtsleiters, Herrn Langen machen.
    Herr Langen behauptet vor der Presse (MOZ vom 18.12.2012) und seinen Gemeindemitgliedern, dass die Gemeinde seiner Meinung nach keine Handhabe gegen die im Dezember begonnene Waldernte habe.
    Es ist handle sich eben n i c h t um „Naturschutzfragen“, sondern es liegt einzig und allein bei der Gemeinde, Eingriffe in die Bauleitplanung zu untersagen, oder auch nicht, wie wir alle mit Bedauern feststellen mussten.
    Die Gemeinde hat die Entscheidungshoheit, die Behörden hingegen dürfen ihre Stellungnahmen hierzu abgeben.
    Die anzuwendenden Gesetze sollten dem Amtsleiter bekannt sein.

  13. erika

    Ich möchte noch etwas ergänzen. Der Waldeigentümer darf nicht einen Baumstumpen entfernen, das ist nicht zulässig, da es sich nicht um Bauland handelt und er nach der erfolgten Baumernte ja wieder aufforsten muss. Jedes Entfernen von Stumpen ist strafbar und muss der Unteren Naturschutzbehörde sofort gemeldet werden. Also Augen auf und aufgepasst, wer da anfängt Stumpen zu ziehen, als Beweissicherung den Zieher fotografieren und dann an die Untere Naturschutzbehörde melden. Hier die Adresse des zuständigen Sachbearbeiters bei der Unteren Naturschutzbehörde:

    Christian Gühmann
    Untere Naturschutzbehörde
    Ordnungsbehördliche Verfahren / Baumschutz
    Breitscheidstraße 5
    15848 Beeskow
    Telefon: 03366 35-1680
    Fax: 03366 35-2679
    E-Mail: Christian.Guehmann@l-os.de

  14. Theo Mütze

    Ich habe gerade mit meinem Gemeindevertreter telefoniert und der sagte mir, dass er bisher noch keinen Vertreterkollegen gesprochen hat der die Fällung gut findet.

    Wenn ich der Waldeigentümer wäre, dann aber sofort weg mit der Säge.

    Ich fahr da gleich noch mal hin und schaue mir alles an. Die Bilder sehen schlimm aus.

  15. Bernd

    Es liegt völlig bei der GV, verändert sie den Flächennutzungsplan nicht, kann dort nicht gebaut werden. Ob’s für den „Wald“besitzer ein sechser im Lotto wird, liegt einzig bei der Gemeinde.

  16. G. Eggers

    Den Bildern von der Baumfällaktion ist meiner Meinung nach unschwer zu entnehmen, dass dem Eigentümer des Waldgrundstückes die Natur sowie die Bedürfnisse der Anlieger reichlich egal sind.

    Von Bedeutung scheint mir eher die angedachte, äußerst gewinnbringende Umwandlung von Wald in Bauland. Bei einem zu erwartenden Gewinn von vielen 100.000 Euro habe ich den Eindruck, dass wohl jedes Mittel recht ist.

    Bereits im Vorfelde hatten sowohl die Untere Naturschutzbehörde wie auch die Naturschutzverbände schwerste Bedenken gegen die Umwandlung von Wald in Bauland in dem angedachten Umfange angemeldet. Dies, wie auch der Bürgerprotest, beeindruckte den Waldbesitzer nicht.

    Es scheint mir, als dass hier vollendete Tatsachen geschaffen werden sollen, nämlich das Grundstück in einen Zustand zu versetzen, dass eine Bebauung mit Häusern quasi auf der Hand liegt und eigentlich der nächste logische Schritt ist.

    Nur soweit ist es noch nicht, denn es gibt keinen gültigen Bebauungsplan. Dieser ist durch die Mitglieder der Gemeindevertretung herbeizuführen und für den Waldbesitzer wie ein Sechser im Lotto.

    Wären da nicht die eigenwilligen Gemeindevertreter, mit denen die vorzeitige Waldfällung nicht abgesprochen war und sich jetzt wundern, mit was für einem Menschen sie es zu tun haben.

    Dann ist da auch noch die anstehende Kommunalwahl im Jahr 2014, die die Situation nicht erleichtert, denn wer möchte sich bei den Wählern schon unbeliebt machen durch eine sehr offensichtliche Wohltat für einen Waldbesitzer, wo es doch ausreichend Bauland in unserer Gemeinde gibt.

    Wie immer gibt es aber eine Lösung !
    Ohne Bebauungsplan muss der Waldbesitzer von Gesetzes wegen den gefällten Wald binnen 3 Jahren nachpflanzen. Es entsteht ein neuer, noch schönerer Wald, ein Laubwald zur Erbauung der Woltersdorfer Bürger und als Belohnung für den Waldbesitzer können die Enkelkinder des ehemaligen Waldbesitzers schon in 80 Jahren die Früchte ihres Großvaters ernten.

    Es liegt an den Gemeindevertretern, den Bürgern von Woltersdorf eine Wohltat zukommen zu lassen.

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