Hauptausschuss Juni 2017 – Teil 2; Zukunftsmusik

Punkt 10. Informationen zu den nötigen Ersatzinvestitionen/Instandhaltungen für die kommenden 3 Jahre
Synke Altmann stellte anhand einer Tabelle die wichtigsten Instandhaltungsmaßnahmen und Ersatzinvestitionen für den Zeitraum von 2018 bis 2020 vor. Dabei verwies sie auf die als Anlagen beigefügten Angebote.
An erster Stelle auf ihrer Liste steht der Spielplatz. Dort müssen die Hangrutsche, der Kletterturm, Sitzbänke und Tische und Kleinkindergeräte ausgetauscht werden, sie entsprechen nicht mehr den Vorgaben. Das müsse noch 2017 vorbereitet werden, damit die Ersatzinvestitionen bzw. Neuanschaffungen von Spielgeräten im Jahr 2018 vorgenommen werden können. Ansonsten müssten Teile des Spielplatzes sofort und der Rest nach der Saison 2017 gesperrt werden. Die Kostenschätzung dafür beträgt 39 TE und sollte im Haushalt 2018 eingestellt werden.

Genauso kritisch wäre der Fußboden der Turnhalle. Die Risse im Boden gehen schneller wieder auf als sie repariert werden können. Die Markierungen sind fast verschwunden. Als der Fußboden vor 25 Jahren verlegt wurde, war der Unterboden noch nicht ganz trocken. Nun wölbt er sich nach oben. Jetzt bestehe Verletzungsgefahr. Für diese anstehenden Arbeiten gebe es zwei Angebote. Diese Arbeiten müssen in den Sommerferien 2017 durchgeführt werden, da sonst die Gefahr bestehe, dass die Turnhalle für das 2te Schulhalbjahr 2017/2018 gesperrt werde. Die Kostenschätzung dafür belaufen sich auf 69 TE und sollte mit im Haushalt 2018 eingestellt werden.

Das nächste Sorgenkind, die 2006 gebaute Tartanbahn. Sie weise mittlerweilen massive Abriebschäden auf und habe dadurch ungenügende Dämpfungseigenschaften. Ebenfalls fehlen die Markierungen oder sind nur noch unvollständig vorhanden. Da der Abrieb immer massiver wird, sollte als Konsequenz daraus über einen Neubau einer Tartanbahn nachgedacht werden. Die Kostenschätzung liege zwischen 35 TE bis 45 TE und sollte möglichst im Haushalt 2019 berücksichtigt werden.

Die Balkone und Terrassen zum Spielfeld sind gleichzeitig Rettungswege. Die Auflagehölzer des Unterbaus weisen starke Verwitterungen auf. Das Holz muss erneuert werden, ansonsten droht auch hier die Sperrung der Balkone. Die Kosten von an die 8.000 Euro können aus dem laufenden Geschäft gedeckt werden.

Nicht viel besser sehe es bei der Minigolfbahn aus. Dort sind drei Bahnen defekt, die Bahen 5, 7 und 15. Sie wurden bereits abgeschliffen, die Oberflächen werden aber immer wieder rau und zusätzlich dringt Wasser von unten ein, wodurch der Beton kaputt gehe. Um dem entgegenzuwirken, müssten die Bahnen noch einmal abgeschliffen und neu versiegelt sowie neue Markierungen angebracht werden. Dafür beläuft sich die Kostenschätzung auf ca. 10 TE. Auch diese Summe soll aus dem laufenden Geschäft kommen.

Zum guten Schluss stand das Bühnendach der Maiwiese noch auf der Liste. Dieses Dach müsste irgendwann auch einmal erneuert werden, da die Dachschindeln wasserdurchlässig und dadurch Wasserschäden am Holz und Gebälk entstanden sind. Die Regenrinnen müssten angepasst und die Holzbalken neu imprägniert werden. Ebenfalls müssen die Dachschindeln gegen einen neuen Dachbelag ausgetauscht werden. Das Ganze soll nach Kostenschätzung ca. 40 TE kosten und müsste im Haushalt 2020 berücksichtigt werden.

Insgesamt steht eine Summe von 211 TE für Ersatzinvestitionen und Instandhaltung für die nächsten drei Jahre im Raum.
Synke Altmann betonte das der Fußboden der Turnhalle, da dort Schulsport betrieben werde und auch der Spielplatz, eine Pflichtaufgabe der Gemeinde sei.

Auch nach dem Jahr 2020 gebe es noch keine Ruhe, fuhr Synke Altmann fort, denn dann müsste die angefangene Fassade der Schulsporthalle endlich fertiggestellt werden. Da die Turnhalle nicht mehr dem Standard entspricht, müsse an einer Wand Prallschutz (Holzverkleidung) angebracht werden.

Monika Kilian stellte fest, dass die Turnhalle und Spielplatz für 2018 Priorität habe. Synke Altmann bestätigte dies und Margitta Decker ergänzte, dass das auf Empfehlung des Gutachters 2018 erfolgen muss.

Punkt 11. Beschluss über die Beauftragung der Sport- und Freizeitanlagen Woltersdorf/EB. d. Gem. die noch offenen Angebote zur Ersatzinvestition einzuholen und die Kosten in die entsprechenden Haushaltsjahre im Wirtschaftsplan und somit auch in den Haushalt der Gemeinde Woltersdorf einzuplanen BV 19_2017
Margitta Decker erklärte, dass es in diesem Punkt lediglich um das Einholen der noch fehlenden Angebote gehe, der Rest lege schon vor. Dann verlas sie den Beschluss. „Der Hauptausschuss beschließt in seiner Sitzung am 01.06.2017 die Beauftragung der Werkleitung, die noch offenen Angebote für die Ersatzinvestitionen (Instandhaltungen) einzuholen und diese in den entsprechenden Wirtschaftsplan und Haushalt der Gemeinde Woltersdorf einzuplanen.“

Punkt 12. Information und Diskussion eines mittelfristigen Entwicklungskonzepts der Sport- und Freizeitanlagen Woltersdorf/EB. d. Gem.
Synke Altmann erklärte, dass diese Anfrage an sie vom WBF gekommen war. Anhand des B-Planes der Sport- und Freizeitanlagen erklärte sie dann ihre Vorstellungen, an welchen Stellen noch gebaut werden könnte. Optimal wäre es, wenn noch die vier Flurstücke 200, 201, 202, 203 dazugekauft werden könnten.

Derzeit können noch Flächen ohne Zukauf weiter entwickelt werden. Dabei handelt es sich um Flächen, die begradigt oder eingeebnet werden können und um den Wald, der kein Wald ist, sondern einst eine Parkanlage werden sollte.

Dann kam sie auf die aktuelle Situation zu sprechen. Hauptsport ist Fußball, was dazu führte, dass der Sportplatz durch den Sportverein und Schulen voll belegt sei, da gehe nichts mehr. Synke Altmann schlägt deshalb die Errichtung eines Kleinspielfeldes vor. Dafür brauchten keine Flächen angekauft zu werden. Ein sogenannter Soccer-Court hat eine Länge von 40 m und eine Breite von 20 m. Dieser Court kann mit Kunstrasen ausgelegt werden oder als Multifunktionsfeld genutzt werden. Die reinen Material- und Baukosten würden sich dafür auf 128.282 Euro belaufen.

Das könnte durch den Schulsport genutzt werden und damit würden die anstehenden Engpässe beseitigt werden. Nachteil dieses Feldes, es kann nur bei gutem Wetter und im Sommer genutzt werden, nicht im Winter. Damit verlagert sich das Problem im Schuljahr 2019 – 2020 wieder in die Hallen, die im Winter proppenvoll sind.

Deshalb stellte sie ihre nächste Idee vor, anstelle des Soccer-Platzes eine Freilufthalle inklusive Multifunktionsboden oder Kunststoffrasen zu errichten. Damit könnten die Schulen bei schlechtem Wetter und im Winter bis Minus vier Grad dieses Halle nutzen und die anderen Sporthallen und der Sportplatz könnten entlastet werden. Hierfür belaufen sich die reinen Material- und Baukosten auf 454.406,26 Euro.

Synke Altmann hat noch mehr Entwicklungspläne für das Gelände in petto. Sie hatte darüber nachgedacht, wie sie die Jugendlichen von der Straße bekommt. Ihr schwebte eine Skateranlage, die auf für BMX-Räder nutzbar wäre, vor. Hier wäre allerdings die Frage zu klären aus welchem Material und in welcher Form. Es gebe eine französische Firma, Constructo Skatepark Architecture, die schon rund 150 Anlagen gebaut hat. Die vorgestellte Anlage benötigt 1130 qm Fläche. Dann umriss sie kurz die Vor- und Nachteile zwischen Beton oder MDF. Bei Beton sind die höheren Kosten und die längere Bauzeit von Nachteil. Bei MDF die kurze Haltbarkeit, die Lautstärke des Belages, nicht dauerhaft witterungsbeständig und anfällig für Vandalismus. Ohne Bodenvorbereitung bewegen sich die Kosten für diese Anlage von 1130 qm um die 210 TE.

Eine kleinere Variante, mit einer Fläche von 225 qm und ohne Bodenvorbereitung würde 50 TE. Eine einfache MDF-Anlage käme auf 25 TE.

Die Variante die Synke Altmann bevorzugen würde, benötigt eine Fläche von 1280 qm, Skaterbahn, Basketball- und Streetballplatz. Die Baukosten in der Betonversion und ohne Bodenvorbereitung kämen bei 1290 qm auf 235 TE. Diese Planung könnte über deutsche Anbieter laufen wie z.B. LNDSKT (Planungsbüro für Skaterparks). Dieses Angebot käme den Woltersdorfer Kindern in den Altersgruppen von vier bis 18 Jahren zugute. Gleichzeitig würde die Attraktivität der Sport- und Freizeitanlagen gehoben, so dass mehr Besucher kämen, die dann auch z.B. die Minigolfanlage mehr nutzen würden.

Auch an die Freizeitsportler und rüstige Senioren hatte Synke Altmann gedacht. Die Sandfläche am Eingang der Sportanlage könnte dafür genutzt werden. Sie möchte dort einen Outdoor- und Fitnessparcour für „Jedermann“ errichten, der einen Wanderpfad mit Geräten, die alle Muskeln des Körpers stärken sowie Schaumstoffmatten beinhalten würde. Kneippen gehe leider nicht, da dafür das Wasser fehlen würde. Kostenpunkt aller angedachten Geräte dafür 31.307,71 Euro. Die Geräte könnten aber auch nach und nach angeschafft werden. Dazu kämen noch Bodenarbeiten, Baumpflanzungen und die restliche Bepflanzung laut B-Plan.

Ein zweiter Spielplatz im Grünbereich als Themenplatz angelegt würde Synke Altmann auch noch gefallen. Sie warf ein Bild einer großen sogenannten Kletterspinne an die Wand. Kostenpunkt hier 31.605,21 Euro mit Bodenarbeiten, Baumpflanzungen und die restliche Bepflanzung laut B-Plan.

Diese bisher angedachten Möglichkeiten verschaffen dem Eigenbetrieb keine Mehreinnahmen.

Anders sehe es bei den nachfolgenden Entwicklungsmöglichkeiten aus. Um diese zusätzlich zu den oben vorgestellten Möglichkeiten zu verwirklichen, müssten, bis auf die Belüftungsanlage, Grundstücke dazugekauft werden.

Eine Pit Pat Hindernisbillard-Anlage. Das ist quasi eine Minigolf-Anlage, die auf Tischen wie Billard gespielt wird. Dort können, je nach Größe der Anlage, viele Leute gleichzeitig spielen. Preis pro Tisch 900,00 Euro.

Eine synthetische Eisbahn von 10mx20m. Diese Bahn könnte auf der Boulebahn errichtet werden. Dort kann Sommer wie Winter mit echten Schlittschuhen gelaufen werden. Die Banden bestehen aus Platten. Anschaffungspreis unbekannt, allerdings würde sich das Ganze nur lohnen wenn gleichzeitig auch Schlittschuhe und anderes Zubehör, wie Eishockeyschläger zwecks Vermietung angeschafft werden.

Bestückung der Sporthalle mit einer Lüftungsanlage zwischen 2018 und 2019, damit es eine Mehrzweckhalle wird, Kostenpunkt 180 TE. Dazu käme noch Bestuhlung, Boden und Tische, so dass am Ende mit 245 TE gerechnet werden muss.

Monika Kilian wollte wissen, wo die Geldpresse stände. Sie fand die Ideen sehr schön, meinte aber, dass sich das Woltersdorf nicht leisten könnte und hoffte, dass es vielleicht irgendwann mal Fördermittel dafür gebe.

  1. blitzmaerker

    …da gab es doch mal die Sendung „wünsch dir was“ ?! – jetzt live aus Wdorf ?!

    ach, und darf ich mir jetzt auch was wünschen ?

  2. Der Verstärker

    Moin Gemeinde

    Endlich mal jemand mit fantastischen Vorschlägen und detailierter Aufstellung der Summen. Danke Frau Altmann.

Kommentare sind geschlossen.