Hauptausschuss August 2014 – Teil 5; Leitbild

Punkt 11. „Diskussion zum Thema Leitbild, Bildung einer Arbeitsgruppe“
Rainer Vogel hat seine Idee von einem Leitbild für Woltersdorf wieder aus der Mottenkiste geholt. Woltersdorf braucht unbedingt ein Leitbild, so der Bürgermeister, damit die Leitlinien für das zukünftige Bild des Ortes erstellt werden können. Das sei bei knappen Haushaltsmitteln sehr sinnvoll. Dann klärte er uns über unsere Nachbargemeinde Erkner auf. Erkner hat ein schlechtes Leitbild. Es ist sehr schwammig und wenig aussagekräftig. Dann lieber ohne Leitbild, als ein so schlechtes Leitbild.

Deshalb möchte Vogel eine Arbeitsgruppe bilden, um die bereits von den Bürgern erarbeiteten Ideen fortzuschreiben. Er habe am Beispiel von Hannover gesehen, wie sinnvoll so etwas ist. Die Zusammensetzung der Arbeitsgruppe stellt der Bürgermeister sich so vor: jeweils 1 bis 2 Personen aus jeder Fraktion. Der erste Tagungstermin könne dann im Oktober sein (Anmerkung: die Begeisterung hielt sich schwer in Grenzen). Jens Mehlitz (WBF) fand das alles überflüssig. In Woltersdorf lebt es sich sehr gut ohne Leitbild, außerdem sei alles bereits im Flächennutzungsplan beschrieben. Das war das Stichwort, Vogel erklärte sofort, dass auch der Flächennutzungsplan unbedingt überdacht und weiterentwickelt werden müsse. Er sei schon 20 Jahre alt. (Anmerkung: da fallen mir gleich drei Objekte ein, die der Bürgermeister überarbeiten möchte – die Krokodilsbucht, Springeberg und die Ertel Werft – ein Schelm, der dabei Böses denkt).

Dauerredner Karl-Heinz Ponsel (UW) wollte die Bildung einer Arbeitsgemeinschaft von der Prioritätsentscheidung der Gemeindevertretung abhängig machen. Es solle jetzt keine Zeit und Geld verschwendet werden (Anmerkung: richtig). Der Bürgermeister schnaufte, dass die Idee Leitbild schwer zu vermitteln sei, das war schon bei der alten Gemeindevertretung so. (Anmerkung: das lag hauptsächlich an der ungeschickten Umsetzung und nicht klaren Vorstellungen der Verantwortlichen und an der Möglichkeit seine Abstimmung über das Internet zu manipulieren).

Wilhelm Diener (FDP) fand, dass der Rohbau erstellt worden sei, wenn sich keiner findet, ist es auch gut. Der BM versuchte es noch einmal und erklärte, dass er keinen Ausschuss wolle, sondern nur eine Arbeitsgemeinschaft. (Anmerkung: Diener drückte sich hier sehr nebulös aus, Rohbau erstellt, von was und aus was und von wem?).

Über „Unser Woltersdorf“ auch „UW“ genannt, können Sie sich in der Historie Unser Woltersdorf einen guten Überblick verschaffen.

  1. G. Eggers

    Soweit ich mich erinnere hat der letzte Versuch unseres Bürgermeisters ein Leitbild für Woltersdorf zu erstellen, die Gemeinde mehr als 10.000 Euro gekostet.
    Dabei heraus gekommen ist gar nichts, aber das Geld war weg.
    Es scheint doch zu verlockend mit Geld zu spielen, für das Andere hart gearbeitet haben.

  2. Quasselstrippe

    Er will jetzt aber nicht ernsthaft Woltersdorf mit Hannover vergleichen, oder doch?????
    Erkner könnte ich ja mit sehr, sehr viel Phantasie noch verstehen, aber Hannover??????

    1. Bernd

      Ich glaube schon, das habe ich genau gehört. Nur, ich halte seinen Vergleich mit Hannover noch für sehr bescheiden. Schließlich hätte er auch New York wählen können.

    2. Minerva McGonagall

      Danke.
      Genau der Gedanke kam mir auch.
      Ich meine: er gehört zur Weltrettungspartei.
      Da wäre eigentlich die UNO die passende Referenzgröße.

      M.

  3. Minerva McGonagall

    Na, das wurmt den/die Bürger_innenmeister_in doch sehr, dass das mit dem Leit (Leid?)bild noch nix geworden ist.
    Zu gern möchte das Bürger_innenmeister_in doch eine ideologische Duftmarke setzen und in die ein oder andere Ecke pinkeln, um das Revier zu markieren.
    Ist doch irgendwie Scheiße für so’n 68er, man will doch schließlich, dass irgendwas bleibt und der ganze Kampf, wie es gern bei den Grünen-Braunen-Dunkelroten heißt, was gebracht hat, wenigstens fürs eigene Ego und zur Pflege des eigenen Größenwahns (oder zum Aufblasen der eigenen Kleinheit).
    Das Bürger_innenmeister_in möchte uns alle sicher zu biologischer Zwangsernährung, Zwangsmülltrennung, Zwangsfahrradnutzung, Zwangsdemonstrationen und Zwangsaufmärschen verknacken.
    Alles natürlich kontrolliert und überwacht durch grün-braun-rote Blockwarte und bei Zuwiderhandlungen mit öffentlicher Bloßstellung am Rathaus geahndet.
    Auf Volks- und Umerziehung verstehen die sich bestens.
    Und die Fleischer_in gibt Hilfestellung, hat ja in der DDR nichts anderes gelernt.

    M.

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