Enduro im Wohngebiet

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Seit heute morgen donnern sie, Gestank und Lärm verbreitend, von Rüdersdorf kommend über die Stolpbrücke und rasen Richtung Centrum Woltersdorf. „Musik wird oft nicht schön gefunden, Weil sie stets mit Geräusch verbunden.“, sagte Wilhelm Busch. Was würde er wohl sagen, wenn er nur einige Zentimeter entfernt von der Rennstrecke wohnt? Wir empfinden das Spektakel des ADAC in einem Wohngebiet als eine unangebrachte Methode auf anderer Menschen Nerven herumzutrampeln. Die Straßenverkehrsordnung scheint für die wilde Horde auch nicht zu gelten. Nein, lieber ADAC, das ist ein böses Spiel, dass ihr hier mit uns treibt.

Gibt es denn keine brachliegenden Militärgelände, müssen ganze Völkerscharen von Anwohnern der Rennstrecke ihr Dorf verlassen, um nicht vom Gestank und Krach krank zu werden?

  1. Norman

    Ich kanns auch nicht ganz verstehen. Wenn die Feuerwehr, der ADMV oder kleinere Vereine nichts im Ort tun würden, dann könnten wir hier gleich alles dicht machen. Was wäre dann hier noch los? Richtig, garnichts…
    Und zum „Altendorf“ entwickeln wir uns eh immer mehr seit den letzten Jahren.

    Leute, bringt doch endlich mal wieder Leben in unser Dorf. Veranstaltungen, Konzerte, Motorradtrial oder was auch immer. Und gern auch wieder bis 2 Uhr in der früh. Es lief früher bestens damit, bis Neider und die Wessis kamen und der Meinung waren, erstmal alles stoppen was wir so hatten…. Belebt doch endlich mal wieder das sonst so träge Dorf. Es hilft der Wirtschaft. Und bringt sicherlich auch positive Werbung und Besucher mit sich.

  2. Theo Mütze

    Mit einer Schach- Europameisterschaft oder Jugend forscht könnte Woltersdorf bestimmt punkten, aber Moped-Rennen fahren hat doch eher etwas von Brot und Spiele. Ein lautes Vergnügen für einfache Gemüter.

  3. petruschka

    Ich erinnere mich noch sehr gut daran, das als in Woltersdorf auf der Maiwiese was LLLOOOSSS war, von den Anwohnern ebenfalls Proteste kamen, die ähnlich klangen. Die Basketball – Kids mußten dem gleichen Stress weichen. So könnte man fortsetzen. In Berlin ist es genau so schlimm. Konzerte in der Waldbühne dürfen keine Sekunde nach 23 Uhr enden. Die Strafen sind extrem hoch. Kindl- Bhne dasselbe. Der roße Karnevalsumzug durfte nur mit 60 dezbell beschallt werden, das ist Radio – Zimmerlautstärke. Mehr will ich garnicht aufzählen. Wollen wir denn alles kaput reden und kaput reglementieren? Das Rennen ist über Jahre hinaus bekannt auch der Termin. Ein Aushängeschild für Woltersdorf. Nur weil sich ein paar gestört finden soll es komplett gestrichen werden? Es ist eine traditionelle Woltersdorf VA keine Steinbruch VA. Es wird immer ein paar Verrückte geben, aber die fahren das ganze Jahr nicht nur in Woltersdorf.
    Einen schönen Dienstag

  4. Heinz

    Störend wurde die Veranstaltung erst in den letzten 8 bis 9 Jahren. Da wahrscheinlich die Teilnehmerzahl sich enorm erhöht hat, was an sich erfreulich ist. Aber mittlerweile für einen kleinen Ort, wie Woltersdorf, zu viel. Auch für Abfallentsorgung und sanitäre Einrichtungen war nicht ausreichend gesorgt. Habe seinerzeit beobachtet, wie Essenreste in den Park am Thälmannplatz entsorgt wurden. Die Fans aus Rehna, die jährlich mit dem Bus anreisten, urinierten in den Seitenstraßen vor den Grundstücken der Anwohner.
    Jedenfalls fand ich es gut, dass in diesem Jahr die Belagerung des Ortszentrums von Freitag bis Sonntag ausblieb und ich am Sonntag nicht um 6.30 Uhr vom Geknatter der Motorräder geweckt wurde und dann die Lärmkulisse (einschl. Lautsprecher) den ganzen Tag ertragen musste.

  5. Friedrich

    Einige Wenige haben vermeintlich Ihren Spass aber die meisten Bürger nervt es. Wie so oft, geht dieses Vergnügen auf Kosten Anderer.
    Habe es selbst erlebt, mit 80 Sachen über die Landstrasse. Zeitgemäß ist so eine Veranstaltung bestimmt nicht, Nichts, was die Gemeinde weiter bringt oder braucht.

    Warum findet das Rennen nicht komplett im Steinbruch statt, da gehört so etwas doch hin.

    1. Charlie

      Sport ist immer zeitgemäß … nächstes Jahr wird hier sogar ein Lauf zu EM stattfinden aber Woltersdorf wird sich mit diesen Federn nicht mehr schmücken. Die Woltersdorfer haben sich eben dafür entschieden mehr mit negativen Schlagzeilen zu punkten. Das hier ein Lauf zur EM stattfindet ist eigentlich ein Zeichen für die gute Qualität dieser Veranstaltung und es scheint doch einige Interessenten für diesen Sport zu geben.

      PS. Um Fahrzeuge mit (geschätzten) 80 Sachen durch den Ort fahren zu sehen muss man nicht auf den Novemberpokal warten … das kann ja täglich erlebt werden …naja und wenn man sich so an die eigene Nase fast ….in diesem Sinne …Sport frei!

    2. Bernd

      Alles richtig, wie jeder es aus seiner Sicht sieht. Es gibt jede Menge Menschen, die die Verstaltung mögen und es gibt eben auch Viele, die sich daran stören. Vielleicht hätte es Sinn gemacht, die Anwohner, durch deren Wohnzimmer die Route ging, vor dem Rennen mit ein paar netten Worten darauf einzustimmen. Das hat der Veranstalter gelassen, frei nach dem Motto, wir dürfen. Sollen die doch sehen, wo sie bleiben.
      Ein Beispiel, unser Urlaubsdomizil liegt mitten im Manövergebiet der dänischen Armee. Da wird’s manchmal recht laut. Die Armee, die es ganz und gar nicht nötig hat, ist auf die Urlauber zugegangen. Seitdem, Jahre ist’s her, kommen Armee und Urlauber bestens miteinander aus.

  6. petroschka

    Leute, Leute, laßt mal die Kirche im Dorf. Trail gibt es seit 50 Jahren. Heut empfindet man es als störend. Früher war jeder glücklich etwas anderes als den Alltag zureleben. Einmal im Jahr! Hat doch der grüne BM schon fast das ganze Rennen aus Woltersdorf vertrieben. Wollen wir völlig isoliert Leben? Ein paar Fahrer die übertreiben gibt es immer, auch OHNE Rennen. Hört mal Sonntags richtig hin.
    Schöne Woche

  7. Peter Müller

    Hallo Bernd,
    so bist Du doch gar nicht!
    Da hat Dir einer auf den Fuß getreten, morgen sieht die Welt wieder anders aus und im nächsten Jahr stehst Du da wo es Spaß macht und siehst die Sache mit anderen Augen!
    Beste Grüße

  8. Markus

    Schade, dass einige wirklich jeden Tag auf die Woltersdorfer Totenstille bestehen… ob das dann auch die gleichen sind die gegen Schulen, Kindergärten und Sportanlagen protestieren? (Und gegen Flughäfen die dutzende Kilometer entfernt sind…)

    1. Bernd

      Woltersdorfer Totenstille? Nein, die gibt es nicht. Nicht einmal auf dem Friedhof. Unter der Oberfläche passiert in Wdf manches, was die Menschen in anderen Orten nur mit Staunen erfüllt. Sei einmal ganz still und lausche, hörst Du’s?

      Kitas, Schulen, Flughäfen, Zahnarztbohrer, Kettensägen. Zu viel Argumente die niemals zusammenpassen. Diskutieren kann man nur mit wahren und präzisen Angaben. Alles andere ist nahe der Agitation angesiedelt und die bleibt ergebnislos.
      Schönen Sonntag wünscht Bernd

  9. Bernd

    Ist doch schön ein Thema angeschnitten zu haben, dass viele munter werden lässt 🙂

    Ich hab’s überlebt, lieber Thorsten, und erfreue mich nun des üblichen Straßenlärms. Vielleicht habe ich ja Glück und im Laufe des Abends fällt irgendeinem verhinderten Feuerwerker ein, dass er Silvester verpennt hat. Von der Spezie muss Rüdersdorf und Woltersdorf überbevölkert sein. Lärm nervt eben, je länger er anhält, um so mehr.
    Es ist schon ein Unterschied, ob ich mich freiwili, für eine in meinem Ermessen liegende Zeit, zur Quelle des Spektakels aufmache oder unfreiwillig, ohne jeden Ermessensspielraum, das Ungemach ertragen muss. Aus der unterschiedlichen Betrachtung ergeben sich zwangsläufig divergierende Standpunkte.

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    Ich hab auch fast einen streckenposten umgefahren weil er der meinung ist er kann den normalen straßenverkehr anhalten. Und ein armen DHL haben die auch fast umgefahren. Komische Veranstaltung.

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    Mensch Leute, die gehen ihrem Sport nach. 1 Tag und alles ist erledigt. Wenns dieses Jahr schon nervt wartet mal nächstes ab….. und die Alternative zum Streckenposten wäre eine Sperrung der Straße für den ganzen Tag, da is doch offene Straße und ab und an mal einer der die Straße sperrt angenehmer, oder?

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    Ist doch ne Top Sache der Novemberpokal…….1x im Jahr wird doch zu ertragen sein.

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    Ich hab ja nix dagegen nur ist es sehr gefährlich wenn da auf einmal jemand ausm busch auf die straße springt.

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    Jeder von Euch hat aus seiner Sicht recht. Nur ich wohne eben nur einige Zentimeter neben der Rennbahn. Stunde um Stunde den Lärm dieser Motoren, dass ist hart, zu hart. Obendrein ist es nicht ganz einfach über die Straße zu kommen, weil einige Fahrer eben jede Disziplin vermissen lassen. Ich meine, eine Streckenaufsicht innerhalb des Ortes würde helfen Emotionen abzubauen. Ganz lieb fände ich die Verwendung von Elektromotor, aber der Wunsch geht wohl arg zu weit 🙂

  10. Thorsten Dagge

    Lieber Bernd. . Ich denke einmal im Jahr kann man das schon aushalten. Wir sind mit Begeisterung jedes Jahr als Zuschauer mit dabei. Eine Tradition die seit Jahrzehnten Motorsportbegeisterte aus der näheren und fernen Umgebung anzieht. Der ADMV und MC Woltersorf setzten viel Herzblud dabei ein. In unserem schönen Ort wird das leiser viel zu wenig honoriert. Schade! !!

  11. Charlie

    Diese Veranstaltung gibt es schon seit Ewigkeiten in Woltersdorf. Damals noch durchgeführt durch den ADMV welcher in unserem Ort sehr viele Mitglieder hatte. Sicher hat die Intoleranz unserer Anwohner auch dazu beigetragen, dass diese Veranstaltung immer weiter gekürzt und verdrängt wurde. Früher wurde noch in der alten Kiesgrube gefahren ( heute Mülldeponie ) dazu in den Kranichsbergen und im Kalkbruch. Heute ist nicht einmal das Fahrerlager geschweige Start und Ziel in Woltersdorf. Schade eigendlich … es ist nur noch eine Teil von Woltersdorfs Vergangenheit.

    charlie

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