Ein alter Fall, der nicht zur Ruhe kommt

Es ist eine reichliche Zeit her, da bekam ich einen anonymen Brief. Eineinhalb Zeilen lang, gedruckte Buchstaben, eine lange Rüge, Missbilligung, Kritik.

Die Wörter sagten: „Herr Wohlers, wo ist die ‚christliche Verantwortung‘ gewesen?, und wo ist ihr Kommentar/Verantwortung und Bericht, Hartz 4 hin oder her.“

Bis heute pappte die Mitteilung an meinem Monitor. Immer wieder las ich die Zeilen und fragte mich, was sollst Du dazu sagen, was kannst Du dazu sagen? Die Fakten bekam ich niemals zu Gesicht, die Polizei, wie viele Behörden, bedient nur die Presse die hauptberuflich Journalismus betreibt, wobei das Kriterium die Hauptberuflichkeit ist, alles andere ist nebensächlich. Die regionale Zeitung dieser Gegend habe ich nicht abonniert. Aus dem Rathaus dringt meistens nur Verweigerung. Über den Landkreis war bisher das Gleiche zu sagen, hier hat in diesem Jahr, nach der Wahl von Rolf Lindemann zum Landrat, ein erfreulicher Wandel eingesetzt. Somit erarbeite ich mir alle meine Themen, wie einst 1850 die ersten Zeitungsleute, unter recht schwierigen Bedingungen.

Mein Wissensstand war geringer, wie die des verärgerten Anonymus, der seinem Brief dankenswerter Weise eine Kopie eines Zeitungsartikels zum Missbrauchsfall beilegte. Auch der Artikel hing bald festgeklemmt am Monitor. Schreiben oder nicht schreiben, die Frage kam erst noch in weiter Ferne, dann immer drängender hoch.

Im März dieses Jahres kam das Geschehene in die Gemeindevertretung. Siegfried Bronsert (CDU) fragte danach. Ganz offensichtlich war sein Wissensstand nicht besser als meiner. Die Bürgermeisterin wollte oder konnte nichts dazu sagen, was ich durchaus verstehen kann. Nur Stefan Bley, ebenfalls CDU, verwies darauf, dass der Fall schon ein paar Jahre zurücklege, etwa um 2013. Das stimmt nicht ganz, wie ich heute weiß. Geendet hat es im Juli 2014 und es begann 2012.

In meinem Archiv fand ich, dass die damalige Leiterin der Kita, eine lebensfrohe Mutter von drei Kindern, im Januar 2014 Suizid begann. Wir alle rätselten, warum tat sie das. Ob sie dahinter kam, was in ihrer Kita geschah? Niemand kann es beantworten oder einen Zusammenhang zu dem Fall herstellen.

Soweit zur allgemein bekannten Faktenlage. Zur Tat, zum Täter kann ich nichts sagen. Pädophilie hat es immer gegeben und wird es wohl immer geben. Keinem dieser Menschen ist seine Krankheit auf der Stirn geschrieben. Erkannt wird es erst, wenn der Täter entdeckt wird. Bis zu diesem Punkt der Erkenntnis irgend jemandem eine Mitschuld zu geben, halte ich für falsch. Einzig, diejenigen werden mitschuldig, die versuchen die Tat zu vertuschen, zu verschleiern, klein zu reden.

Soweit ich weiß, wurde hier in Woltersdorf eisern geschwiegen. Zu der Zeit, 2014, stand ich der CDU und der Christlichen Kita recht nahe, dachte ich, was, wie ich lernen musste, ein Irrtum war. Die Nachfrage in der Gemeindevertretung, zweieinhalb Jahre später und die anonyme Mitteilung an mich sprechen eine eindeutige Sprache. Hier wollen Bürger mehr wissen, wollen sich mit dem Durchgesickerten nicht zufrieden geben. Vielleicht wäre die Christliche Kita gut beraten, den Fall, soweit es möglich ist, öffentlich aufzuarbeiten, der Bedarf danach scheint zu bestehen. Totschweigen ist immer der falsche Weg, nur Transparenz schafft Vertrauen.

Die auf mich zielenden Vorwürfe, wo meine christliche Verantwortung geblieben ist und meine Kommentierung zu finden sei, habe ich oben bereits beantwortet. Ich erfahre von solchen Taten nichts, die Polizei gibt sich nur mit hauptberuflichen Journalisten ab. Ob der Hauptberufliche seinen Job beherrscht oder nicht ist dabei völlig nebensächlich. Der Nebenberufliche bleibt hier immer außen vor. Somit können mich Vorwürfe dieser Art auf Grund der manchmal anachronistischen öffentlichen Verfahrensabläufe erst gar nicht erreichen. Dennoch, Danke für den anonymen Brief. Er hat mich täglich daran erinnert, dass hier noch etwas gesagt werden muss.

  1. Alte Woltersdorferin

    Hallo lieber Bernd, ich habe mal die Quellen zum Nachlesen rausgesucht:

    http://www.moz.de/artikel-ansicht/dg/0/1/1310921/
    http://www.moz.de/artikel-ansicht/dg/0/1/1545664/
    http://www.moz.de/details/dg/0/1/1545880/
    http://www.moz.de/details/dg/0/1/1547767/

    http://www.epd.de/landesdienst/landesdienst-ost/schwerpunktartikel/missbrauchsurteil-gegen-erzieher-aus-brandenburg-re

    Und dann schreibst Du u. a.: „… Zur Tat, zum Täter kann ich nichts sagen. Pädophilie hat es immer gegeben und wird es wohl immer geben. Keinem dieser Menschen ist seine Krankheit auf der Stirn geschrieben…“
    Nun, gestatte mir mal, dass ich etwas zu diesem Thema sage. So einer Verharmlosung widerspreche ich. Nicht alles ist eine psychische Krankheit. Etliches ist auch anerzogen oder mit Duldung oder Förderung der Gesellschaft aus Politik und Medien erworben worden. Wäre der Mann „nur“ pädophil und hätte sich von allen potentiellen Opfern ferngehalten, dann hätte er ja keinen Schaden anrichten können.
    Er handelte aber bei diesen in der Summe ca. 65 Fällen Missbrauchsfällen in den Jahren 2008 bis 2014 des David K. um Pädosexualität. Ist also nicht krankhaft. Sondern er handelte über Jahre mit vollem Bewusstsein gegen Vertrauen, gegen moralisches Recht, gegen Würde und Anstand und gegen einige Artikel des Grundgesetzes, ziemlich kriminell.
    Doch leider können Staatsanwälte in Deutschland nicht unbefangen tiefer gehende Ermittlungen gegen alle Verantwortlichen aufnehmen. Sie sind dem Einspruchsrecht des Staates unterworfen. So bekam der Täter nur zweieinhalb Jahre Haft. (Az.: 24 Kls 17/15) Nicht viel mehr, als einer, der seine Zwangs-GEZ oder Parkknöllchen nicht zahlen will.

    Doch verstehen wir mal bei dieser Art von Kriminalität einer zivilisierten, gebildeten Gesellschaft auch die Zusammenhänge und/oder Ursache:
    Ich war ja entsetzt, als ich übers Internet erst erfuhr, was heutzutage in den Bildungseinrichtungen statt Lesens und Schreibens noch so gelehrt wird. Man ist ja weder als Eltern oder verantwortungsvolle Großeltern über den staatlich verordneten Genderwahnsinn in den Bildungseinrichtungen von Krippe über Kindergarten und Schule gar nicht über den Inhalt und die wahren Gründe so richtig informiert. So las ich da auch folgendes unter:
    http://volldraht.de/index.php/gesellschaft/219-gender-die-zerstoerung-der-psyche-von-kinder
    einen Artikel v. 05.01.2017 über: >Gender auf den Punkt gebracht.Verlust des SchamgefühlsDie 8 Todsünden der zivilisierten Menschheit<: "Der Irrglaube, dass man aus dem Menschen schlechterdings a l l e s machen kann, liegt den vielen Todsünden zu Grunde, welche die zivilisierte Menschheit g e g e n die Natur des Menschen begeht.
    Es muss übelste Auswirkung haben, wenn eine weltumfassende Ideologie samt der sich daraus ergebenen Politik, auf einer Lüge begründet ist."
    Es ist schon ein unglaublicher Vorgang, wenn man sich das mal vorstellt, dass diese Ideologie, die unsere gesamte Gesellschaft verändern soll, wurde als Hiddenagender (?) ohne jemals das Parlament oder die Bevölkerung aufzuklären oder gar zu fragen, an allen demokratischen Institutionen vorbei, per Kabinettsbeschluss für alle gesellschaftlich bedeutsamen Institutionen verbindlich eingeführt. Alle Institutionen sind verbindlich verpflichtet, dass durchzusetzen. Vorbei an der ganzen Bevölkerung. Kein Mensch weiß dabei tatsächlich, worum es geht: "Das Ziel dahinter ist, die Lufthoheit des Staates über die Kinderbetten. Der Staat bestimmt, wann die Kinder schulpflichtig werden, mit der Tendenz immer früher. Der Staat bestimmt, wie lange die Kinder immer täglich die Schule besuche müssen, mit der Tendenz Ganztagsschule. Der Staat bestimmt den Unterrichtsinhalt und die Erziehungsziele, jetzt auch noch mit Durchsetzung der Genderideologie. Und der Trend ist eindeutig: In den meisten Grundschulklassen sind es höchstens noch eine Handvoll Kinder, die mittags zu Oma oder Opa und sogar noch seltener, die nach Hause zu Mama oder Papa gehen." …
    "Kita und Ganztagsschulen sind für mich", so sagt Joseph Kraus (Präsident des Deutschen Lehrerverbandes) "Symptome der Fortschreitung der Verstaatlichung und Kollektivierung der Kindererziehung."
    Es geht also ganz eindeutig darum, die Eltern bzw. Großeltern aus der Erziehung rauszudrängen und letztendlich den Staat machen zulassen, wie es ihm passt. Und da stört natürlich die Familie.
    Der Kinderwertmonitor der UNICEF hat gerade 1.000 Mädchen und Jungen im Alter von 6 bis 14 Jahren befragt, und 98 % von ihnen sagten, dass die Eltern die Werte am besten vermitteln.
    Und das ist natürlich tödlich für eine solche staatliche Ideologie (wie bspw. die Genderideologie mit ihrer perversen Sexualerziehung) und darum muss der Staat die Kinder möglichst früh und vollständig von den Eltern trennen.
    "Deshalb", so heißt es in einer inoffiziellen Handreichung zur Sexualerziehung, "brauchen wir die sexuelle Stimulationen der Schüler, um den Autoritätsgehorsam, einschließlich der Kinderliebe zu den Eltern gründlichst zu beseitigen." – Die Kinder sollen sexualisiert werden, damit sie abgekoppelt werden, von ihren Eltern.
    "Der Sexualkundeunterricht", so heißt es im Gesetz, "muss mit größtmöglicher Abstimmung zwischen Schule und Eltern durchgeführt werden." – Das sind die Gesetze die noch gelten, aber die kaum eingehalten werden. In den neuen Schulgesetzen liegt allein die Bildungsbehörde (bspw. in Bremen, Flensburg) die verbindlichen Standards fest. D. h. die Erziehungsberechtigten müssen nur noch darüber informiert werden. Sie haben keinen Einfluss mehr auf das, was dort inhaltlich angeboten wird. …
    So sagt Joseph Kraus (Präsident des Deutschen Lehrerverbandes): "Der abendländische Wertekonsens soll außer Kraft gesetzt werden und mit ihm alle Orientierung. Für mich sind diese Ansätze Dekadenzphänomene. Sie beginnen mit dem Verlust von Identität und Selbstachtung.
    D. h. der seiner Identität beraubte Mensch wird beliebig lenkbar, abhängig, unmündig und führungsgläubig. … …"

    Prof. Dr. Leisenberg mit seiner Kritik-Begründung: "Es geht letztendlich um die Grundlagen der menschlichen Existenz. Es geht um den Kampf für die Würde des Menschen, für die Familie, für unsere Kinder, für unsere Zukunft."

    Und bei weiterem Interesse zum brisanten Thema siehe auch:
    https://www.youtube.com/watch?v=2HXut-Vuz6E
    Doku v. 01.01.2016: "Die verborgenen Wurzeln der "modernen Sexualaufklärung", (Dauer: 53':46")

    Dazu mein Fazit: Die verantwortlichen Politiker, die den Kindesmissbrauch kraft ihres Amtes mit Machtmissbrauch duldeten bzw. anordneten, und ebenso die Medienvertreter, die als ihre Ausführungsorgane diese abartigen, perversen Hirnwäschen mit teuflischer Zerstörung der Kinder- und Menschenseelen durchführen, gehören m. E. alle einzeln und namentlich mit auf die Anklagebank. Aber leider können Staatsanwälte in Deutschland nicht unbefangen tiefer gehende Ermittlungen aufnehmen. Sie sind dem Einspruchsrecht des Staates, ihrem Brötchengeber, unterworfen. Und das ist immer noch die herrschende Klasse.

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