Das Infoblatt des Bürgermeister, schreibt es die Wahrheit?

Mein Nachbar erzählte mir, der Bürgermeister hat das Blättchen „Unser Woltersdorf“ höchstpersönlich verteilt, auch bei uns. Wenn’s denn stimmt, stimmt’s einen traurig, da muss Dr. Vogel seine Sympathieeigenwerbung auch noch selbst unter die Leute bringen. Schauen wir es uns einmal an, das auf edel gestylte Heftchen, ob denn der Inhalt, auf den es ankommt, ebenfalls edel ist?

Wie immer beginnt das Heft (hier 05/13) mit einer Ansprache des Bürgermeisters. Gleich auf Seite 1, eine Lüge des Bürgermeisters. Da schreibt Dr. Vogel: Im Zusammenhang mit der Körnerstraße hatten ….. ein ortsbekannter Blog-Betreiber Anzeigen gegen den Bürgermeister wegen Vorteilsnahme im Amt bei der Staatsanwaltschaft eingereicht…

Mir liegt das Schreiben des Bloggers an die Staatsanwaltschaft vor, in keiner Zeile wird eine bestimmte Straftat erwähnt. Den Verdacht, der sich wohl aus dem Inhalt des Schreibens ergab, konkretisierte die Staatsanwaltschaft selber und nicht der geheimnisvolle Blogbetreiber. Jeder, der möchte, kann das Schreiben bei mir einsehen, da halte ich es mit Öffentlichkeit, Offenheit und Transparenz. Presserechtlich verantwortlich für die veröffentlichte Lüge des Bürgermeisters ist laut Impressum von „Unser Woltersdorf“ Askell Kutzke. Recherchieren ist das Einmaleins der Presse, jedes Käseblatt verifiziert erst den Wahrheitsgehalt einer Meldung. Lügen verbreiten, auch unbewusst, vernichtet den Ruf jeder Zeitung und kann teuer werden. Sehen Sie, Herr Kutzke, von mir bekommen Sie den Rat kostenlos, ein anderer hätte Ihnen den Tipp wohl teuer über eine Abmahnung zukommen lassen.

Recht daneben geht es auch auf Seite 4 von „Unser Woltersdorf“ zu. Unser allseits bekannter Wilfried von Aswegen hat, wie ich es sehe, Probleme mit der Deutung einer juristischen Auseinandersetzung. Da behauptet von Aswegen ganz großzügig, …,dass „Unser Woltersdorf“ vor Gericht muss. Falsch recherchiert, Herr von Aswegen, wie Sie später zu Recht bemerken, ging es einzig und allein um Michael Hauke, nicht, wie Sie es darstellen, um „Unser Woltersdorf“. In dem Verfahren ging es um eine einstweilige Verfügung, die außer Kraft gesetzt wurde. Die Verhandlung in der Hauptsache, so nehme ich an, steht Michael Hauke noch bevor.

„Unser Woltersdorf“ mundtot zu machen, so sehen es die Betroffenen, schreibt von Aswegen. Wie schon gesagt, es gab keine Betroffenen, sondern nur einen Betroffenen. Mundtot machen, ein ganz neuer Aspekt. Da frage ich mich, wollte Michael Hauke, der mich einst mit Hilfe eines Rechtsanwalts und einer Abmahnung bat einen Artikel abzuändern, wollte dieser Michael Hauke mich mundtot machen? Eine Person von „Die Linke“ bedankte sich vor langer Zeit ebenfalls mit einer Abmahnung bei mir, wollte „Die Linke“ mich mundtot machen? Also Michael Hauke soll nicht jammern über erhaltene Abmahnungen, die er anderen ebenfalls angedeihen lässt. Wie es in den Wald ruft, schallt es raus.

Kommen wir zu Seite 5 des Blättchens. Wir, wie wohl die ganze Gemeinde, freuen uns, dass sich die Herren Kutzke und Ponsel so intensiv mit den Kosten der Christlichen Kita auseinandersetzen. Bedauerlicherweise ist ihre Herangehensweise an das Thema wohl nicht ganz aktuell. Unlängst kamen Landtag, Landkreis und Gemeinde zu dem Schluss, die Abrechnung der Geschäftsleitung der Christlichen Kita war korrekt, die Forderungen der Christlichen Kita gerechtfertigt. Der ehrenamtliche Geschäftsführer Prof. Dr. Stock hatte wohl besser gerechnet als die Gemeinde. Aus der Erkenntnis dieses Sachverhaltes heraus überwies die Gemeinde den schuldigen Betrag.

Herr Kutzke kommt und fragt auf Seite 7: War es etwa ein Wahlgeschenk? (Anmerkung:Mehrzweckhalle) Ganz schön spät, Jahre nach der Wahl ist der Grundstein für die Halle erst dieses Jahr gesetzt worden. Das erledigt die Frage von Kutzke wohl von allein. Meines Wissens waren zur Zeit der letzten Bürgermeisterwahl rund 2.000.000 Euro für die Halle angespart. Die spart eine kleine Gemeinde nicht in ein paar Tagen, so als Wahlgeschenk, vor einer Wahl. Das dauert, Herr Kutzke, da muss sich ein Fehler in Ihrer Recherche eingeschlichen haben.

Die restlichen Artikel des Blättchens zu interpretieren lohnt sich nicht.

Zu „Unser Woltersdorf“ gehört auch Michael Hauke, Hauke-Verlag mit seinen Blättern: „Kümmels Anzeiger“ und „Fürstenwalder Zeitung“ (FZ)

  1. D.S.

    Die geschützte Meinungsfreiheit, die auch das Presserecht tangiert ist einfach zu definieren – Ein Arschloch darf man nur Arschloch nennen, wenn man beweisen kann, dass das Arschloch ein Arschloch ist. Bleibt man den Beweis schuldig, darf man das Arschloch nicht Arschloch nennen. Das darf man sich dann nur denken, denn die Gedanken sind frei.

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