Bauausschuss April 2017 – Teil 4; Investor Wolfram Schnieber

Punkt 9. Bebauungsplan „Stolper Weg/Kiesweg“ – Diskussion des weiteren Verfahrens

Wolfram Schniebers Waldernte 2013

Kerstin Marsand, puterrot, wohl noch geschockt vom Abstimmungsergebnis zu Punkt 8 – Rüdersdorfer Straße 44-46-, stammelte, dass das städtebauliche Konzept bereits vorgestellt wurde. Der weitere Werdegang sollte sein, dass ganz konkrete planungsrechtliche Anforderungen von den Fraktionen und der Verwaltung erarbeitet und dann gemeinsam beraten werden. Daraus sollte sich ein gemeinsames Ergebnis zur Weiterführung des Plans ergeben.

Karl-Heinz Ponsel wollte wissen, ob oder wann der Bauausschuss über das Ergebnis des vom Investor in Auftrag gegebenem neuen Gutachten informiert wird. Kerstin Marsand erklärte, dass im Zusammenhang mit der Bauleitplanung ein weiteres faunistisches Gutachten erstellt wurde. Das Alte war bereits über zwei Jahre alt. Das neue Gutachten würde dann in den Umweltbericht eingearbeitet werden.
(Anmerkung: Irgendwie hatte sie immer noch nicht das Abstimmungsergebnis verdaut, denn sie stotterte ganz schön und meinte, dass sie sprachlos sei.)

Jelle Kuiper war persönlich dafür, dass dort gebaut wird, und schlug vor, dass sich die Fraktionen noch einmal damit beschäftigen sollten. Er bat um schriftliche Stellungnahmen.
(Anmerkung: Kuiper, der Grüne schägt wieder mal sofort vor -bauen, bauen, bauen. Wozu brauchen wir eigentlich eine grüne Umweltpartei, die sofort alles durchwinken will was des Investors Herz höher schlagen lässt).

Karl-Heinz Ponsel bat noch darum, dass die alten Aufstellungsbeschlüsse und Unterlagen zugesandt werden. Weiter stellte er noch fest, dass es so aussehe, als ob da eine Häuserreihe in den Wald hineingebaut werden sollte. Deshalb die alten Aufstellungsbeschlüsse. Kerstin Marsand erklärte, dass es sich bei der Erweiterung nicht um den Wald handeln würde.

Stefan Bley wies noch darauf hin, dass er schon für die Entwicklung des Gebietes sei, aber nur, wenn eine solide Finanzierung dahinter stünde.

Dirk Hemmerling brachte die Erschließung des Straßenbaus noch ins Spiel, der sehr genau betrachtet werden sollte.

Kommentar: Wolfram Schnieber, der Investor der Woltersdorf Anfang 2013 mit einer Waldernte beglückte, die allgemein verurteilt wurde. Wolfram Schnieber, der es dann versäumte binnen drei Jahren, wie es vorgeschrieben ist, wieder aufzuforsten. Da fragt man sich, sind diesem Investor Gesetze schnurz und piepegal? Weder die Gemeinde noch die Forstverwaltung sind da bei Schnieber weitergekommen, falls sie es überhaupt versuchten.

Dann verschwand Wolfram Schnieber aus Woltersdorf. Nichts mehr zu sehen und zu hören von dem Mann mit dem Harvester. Verschollen bis Anfang 2017, da tauchte Schnieber wie Phönix aus der Asche, frisch und munter in Woltersdorf, dem Geheimtipp unter Investoren und Spekulanten, auf. Wo war er nur über die Jahre abgeblieben?

Mit etwas Recherchemühen fanden wir Schnieber in Eggersdorf und dort in Ausschusssitzungen zusammen mit Kerstin Marsand, damals Angestellte der Eggersdorfer Bauverwaltung, wieder. Dann gelang es unserer Bürgermeisterin Frau Marsand auf den Bauamtsleiterthron von Woltersdorf zu installieren und es dauerte nicht lange da tauchte der schmerzlich vermisste Wolfram Schnieber wieder in Woltersdorf auf und will nun, bei uns, seine alten Wohnbaugeschichten wieder aufwärmen. Komisch was da alles nach Frau Marsands Abgang aus Eggersdorf und Einzug in Woltersdorf plötzlich in Woltersdorfs Ratssaal auftauchte und jetzt hier mitmischen will.

Bei Wolfram Schnieber steht die Frage offen, wird einer, der wie hier geschehen das Wiederaufforsten ignorierte, wird solch ein Mann nicht auch noch andere Vorschriften ignorieren dürfen?

Kahlschlag im Krähenwinkel
Schnieber – Venture 2000 – Waldernte

Teil 4/5

  1. Naturfreund

    Warum wird Investoren (oder solchen die sich dafür halten) Gehör verschafft, die sich stetig unredlich verhalten haben, die keinerlei Rechte auf eine Umwandlung in Bauland haben?
    Das Areal wurde als Waldfläche erworben, als solche sollte sie auch erhalten werden.
    Ist doch klar, dass sich die Bürger mit allen rechtlichen Mitteln gegen solche Machenschaften wehren werden.

  2. Karla

    Jelle Kuiper war persönlich dafür, dass dort gebaut wird,

    Den Grünfinken kannte aber nur noch durch den politischen Schornstein rauchen.

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