Woltersdorf – Ein giftiges Naturerlebnis?


An der Ecke Heidelberger und Rüdersdorfer Straße soll ein Natur-Lehrpfad auf einem Teil eines Grundstücks, das Toralf Kisan gehört, entstehen. Das besondere an dem Gelände ist, dass es schon während der vierziger Jahre als wilde Müllkippe in Gebrauch war. Was mögen die Woltersdorfer von damals bis heute dort abgekippt haben, Öl, Karbid, Farbreste, alte Medikamente, Säuren, Laugen, Asbest und was es noch so alles gibt, dass besser auf eine Müllkippe verschwindet als im eigenen Garten.

Ein Naturlehrpfad für die Kleinen aus den Kindergärten und den Jugendlichen aus unseren Schulen, dazu ein Mehrzweckhaus für Senioren, Vereine und Kinder im Hundertwasserstil auf solch einem Gelände? Weiterlesen

Woltersdorfer Wirklichkeit


Der schmale Fußweg an der Rüdersdorfer Straße in Woltersdorf führt über zwei Erhöhungen in Richtung Stolpbrücke. Die zweite Höhe beginnt am Fährweg, dort steigt der Pfad, der den Fußgängern vorbehalten ist, steil aufwärts und führt auf dem Kamm an einigen Lauben und zwei Häusern vorbei. Ein Blick von der Böschung zeigt, neben dem Band der Asphaltstraße ist kein Bürgersteig für Fußgänger vorgesehen.

Die Grundstücke auf der Erhöhung waren bisher kaum verkäuflich. Es gab für sie keine Baugenehmigungen, obwohl das Gebiet im Flächennutzungsplan als Wohngebiet ausgewiesen ist. Weiterlesen

Ein Badesteg legte sich mit einem Frachtkahn an

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Es dauerte, bis wir im Frühjahr 2003 diesen schönen Badesteg aus Edelstahl in das Mühlenflies, das den Hohlensee mit dem Kalksee verbindet, hängen konnten. Unsere Kinder hatten bis gestern viel Freude damit, bis wir mit einem lauten Knall ungebetenen Besuch erhielten.

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Ein gewaltiger Frachter einer polnischen Reederei schipperte gemächlich Richtung Woltersdorfer Schleuse. Beim Versuch die enge Biege unter der Stolpbrücke zu meistern, blieb der Frachter an unserem Badesteg hängen und musste anlegen.

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Gleich nach dem Anlegen stellte die Besatzung fest, ihr Schiff war nicht mehr dicht. Im Bild ist deutlich zu sehen, wie die Lenzpumpe arbeitet.

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Als der Rumpf sich weiter aus dem Wasser hob, war die Bescherung zu sehen, ein großer Riss, der in einem Loch endete, hatte die Bordwand aufgerissen. Das Schiff erhielt bis zur vorläufigen Reparatur ein Fahrverbot.

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Unser Badesteg sah auch anders aus, als wir ihn in Erinnerung hatten. Die Beplankung war geborsten und die Stahlstreben verbogen und verzogen. Dennoch, der solide Steg aus Edelstahl, hatte sich keinen Millimeter in seiner Befestigung gerührt. Wer einen widerstandsfähigen Badesteg plant, dem empfehle ich Edelstahl-Haese aus Woltersdorf. Unser Ersatzsteg wird wieder von Haese sein, der hält, wie zu sehen, viele, viele Tonnen aus.

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Heute wurde das Frachtschiff notdürftig, unter Beteiligung der Wasserschutzpolizei und des Wasser Schifffahrtamtes, für die Fahrt in eine Werft vorbereitet.

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Am frühen Nachmittag war es soweit, die Behelfsabdichtung des Risses war gelungen. Schiff und Besatzung machten sich auf den Weg zur Werft. Ganz toll fanden wir es, dass die polnische Reederei Odra schon heute einen Sachverständigen zur Regulierung des Schadens vorbeischickte und das unaufgefordert. Alle Achtung, von solchem Service können sich deutsche Unternehmen eine dicke Scheibe abschneiden.

Lagebesprechung am Fidusdenkmal

Nachdem wieder einmal ein Antrag auf Fördermittel für das Fidusdenkmal vom zuständigen Ministerium abgelehnt wurde, gab sich Gisela Schuldt, Vorsitzende des Woltersdorfer Verschönerungsvereins, kämpferisch. Die Vorsitzende des Verschönerungsvereins wandte sich an den Ministerpräsidenten, das Ministerium für Wissenschaft Forschung und Kultur und an das Ministerium für ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft und damit an den Landtagsabgeordneten und Woltersdorfer Jörg Vogelsänger gewandt.

Jörg Vogelsänger ergriff nach einem persönlichen Gespräch mit der Vorsitzenden die Initiative und organisierte einen Vororttermin. Gemeinsam sollte eine Lösung gefunden werden, das Denkmal für die Gefallenen des ersten Weltkrieges vor dem endgültigen Verfall zu retten.

Teilnehmer waren: Jörg Vogelsänger Minister für ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft, Staatssekretär Martin Gorholt vom Ministerium für Wissenschaft Forschung und Kultur, Weiterlesen

Hauptausschuss Teil 2 – Juli 2016; was sollte hier abgewürgt werden?

Punkt 6. Änderung der Satzung der Sport- und Freizeitanlagen
Synke Altmann leitete ein, dass die Satzung besprochen werden müsste, da es an vier Stellen zu Änderungen kam.

Im Bereich Befugnisse Werkleitung wurden folgende Punkte hinzugefügt:
g) Abschluss Miet- und Pachtverträge bis zu zwei Jahren
h) Abschluss von Wartungsverträgen bis zu zwei Jahren
i) Ausgaben außerhalb des Wirtschaftsplans bis zu 15 TE.

Synke Altmann weiter, dass die Werksleitung Weiterlesen

Die Bäume in der Schleusenstraße

Zu der als eine Option geplanten Abholzung aller Bäume in der Schleusenstraße erreichten uns zwei interessante Kommentare. Damit sie nicht so schnell in Vergessenheit geraten, sind sie hier noch einmal als Erinnerung dargeboten.

Baumfreund:
Ich möchte darauf hinwesen, dass die Bäume in der Schleusenstrasse nach dem Alleenerlass des Landes Brandenburg unter besonderem Schutz stehen.

Vor mehr als 10 Jahren gab es schon einmal einen Versuch rund 50 Bäume zu fällen. Aufgrund eines Prozesses des Nabu vor dem Verwaltungsgericht wurde dies verhindert. Allerdings gab es den Nebeneffekt, dass das Bauvorhaben wegen des Prozesses sich um mehr als zwei Jahre verzögerte.

Die Planer täten sicher gut daran, den Schutz der alten Bäume zu gewährleisten.

Bürgerin:
Es handelt sich um eine geschützte Allee. Und zwar nach Bundesnaturschutzgesetzt (BNatSchG) §29 (2) und Brandenburgischem Naturschutzausführungsgesetz (BbgNatSchAG) § 17.
Für die Einhaltung dieser Paragraphen ist die untere Naturschutzbehörde in Beeskow zuständig. Die Stadt kann hier eine Befreiung vom Alleenschutz beantragen. Dafür müssen überwiegende Gründe des Allgemeinwohls gegeben sein (§ 67 BNatSchG). Dazu gehört auch, dass keine Alternativen vorliegen…

Nachtrag 5. August 16: Über die damalige Verteidigung der Bäume in der Schleusenstraße können Sie auf unserer Webseite Woltersdorf-Querbeet nachlesen.

Hauptausschuss Teil 1 – Juli 2016; Die Gemeinde setzt auf Hilfsheriffs

Punkt 4. Informationen der Bürgermeisterin zu verschiedenen aktuellen Themen
Viel hatte Margitta Decker nicht zu berichten. Sie stellte als Erstes die Anzahl der Schulanfänger pro Schuljahr vor. Im Schuljahr 2016/17 waren es reell 79 Kinder, 2017 werden es 78 Kinder sein, 2018 könne mit 76 Kindern gerechnet werden, für 2019 werden es 71 Kinder sein, 2020 und 2021 wird mit 77 Kindern angesetzt. Dazu käme noch eine Zahl X von Zuzügen.

Dann erklärte sie, dass die Änderung der Verkehrsführung in der Seestraße im Bereich der Sparkasse nicht stattfinden werde, da mit Herrn Schröter vom Straßenverkehrsamt ein Termin erst am 6. September, 8:00 Uhr vereinbart werden konnte.

Margitta Decker stellte noch einen weiteren Termin vor, die Anliegerversammlung Schleusenstraße soll am 25. August um 19:00 Uhr stattfinden. (Anmerkung: sie sagte zwar nicht wo, aber ich gehe davon aus, im Rathaus, oder?) Weiterlesen