Zeitweiliger Ausschuss Schleuse März 2018 – Teil 2

Karl-Heinz Ponsel sprach den B-Plan an in dem nicht nur der Neubau geregelt werde. Es müsse über die Erhaltung der Gebäude in der Schleusenstraße, dem „Wohnzimmer“ von Woltersdorf nachgedacht werden. Kerstin Marsand erklärte, dass das unter ein Erhaltungsgebot fiele und Frank Diersch meinte, es müsse unbedingt verhindert werden, dass wieder so drei Klötze an der Schleuse entstehen.

Margitta Decker erklärte dazu, dass damals der Bauausschuss gegen die Klötze gewesen wäre, aber es wurde, auch in Beeskow, nur nach dem Einfügungsgebot geprüft und da hieß es, die drei Gebäude würden sich einfügen. Es wurde damals versäumt nach dem Sanierungsgebiet zu prüfen. Deshalb wurde jetzt vorgeschlagen straßenseitig ein Erhaltungsgebot für die Häuser festzulegen, um damit zu verhindern, dass wieder Häuser abgerissen und neu gebaut werden.

Als nächstes wurde über gestalterische Festsetzungen nachgedacht. Kerstin Marsand erklärte dazu, dass gestalterische Festsetzungen im B-Plan vom historischen her intensiv begründet sein müssen, dafür würden Fachleute gebraucht. Carsten Utke ergänzte, es müsse auch festgelegt werden, welche Häuser erhalten werden sollen, z.B. das Schleusenidyll oder das Eiscafé an der Ecke oder ähnliches. Daniel Lohse gab das als Auftrag an die Fraktionen darüber nachzudenken, was erhalten werden soll.

Es ging nun über zur Parkplatzsituation. Da hatte Jelle Kuiper eine tolle Idee. Da das von Carsten Utke vorgeschlagene Parkhaus, die ehemalige Großbäckerei, wohl nicht so recht zum Tragen käme, schlug er vor Parkplätze auf dem ehemaligen Delta-Gelände zu schaffen. Die Touristen oder Feriengäste könnten dann von da aus kostenlos mit der Straßenbahn zur Schleuse fahren.
(Anmerkung: Das wird Herrn Schramm bestimmt erfreuen).

Carsten Utke fand, dass das Parken ein schwieriges Thema im Schleusenbereich wäre. Allerdings war er der Ansicht, dass kein Mensch ab Delta-Gelände mit der Straßenbahn zur Schleuse fahren würde. Daniel Lohse fand die Idee Parken auf dem Delta-Gelände nicht schlecht. Das wäre Parken außerhalb des Sanierungsgebietes. Der Parkplatz sollte aber nur für die Touristen sein und dementsprechend ausgezeichnet und publik gemacht werden. Ronny Busse schwebte dafür ein Parkleitsystem vor und die Hotels würden ihre Gäste am Parkplatz abholen. Kerstin Marsand konnte sich vorstellen, den Parkplatz an der Maiwiese zu erweitern, da würde ja noch ein großes Stück Land der Gemeinde gehören.
(Anmerkung: Meint sie etwa die Maiwiese???)

Heinz Vogel fand die Debatte liefe in die falsche Richtung. Er war der Ansicht, dass Zentrum des Ortes wäre das Kulturhaus Alte Schule. Das müsste mit der Schleuse verbunden und die Parkplatzsituation im Zentrum verbessert werden. Die Leute würden mehr in Ausstellungen gehen oder Konzerte besuchen. Das Zentrum mit der Zuwegung zum Bauersee wäre auch sehr schön. Beides Schleuse und Zentrum könne mit dem Fahrrad verbunden werden. Ebenfalls könnte dann kostenlos die Straßenbahn benutzt werden. Er war der Ansicht, dass nicht alles auf die Schleuse konzentriert werden sollte. Margitta Decker konterte, dass das den Rahmen des B-Planes sprengen würde, da es sich dabei schon um ein Konzept zur Verkehrsentwicklung handeln würde, das wäre in Arbeit.

Carsten Utke, immer für eine Überraschung gut, kam nun mit dem Bau einer Tiefgarage für Touristenparkplätze daher. Thomas Müller regte sich auf, dass das Ganze sich immer nur an zwei Tagen abspielen würde und da könnte doch eine große Parkfläche freigehalten werden. Ansonsten gebe genug Parkplätze für Anwohner.
(Anmerkung: Er verschwieg uns, welche zwei Tage er meinte. Die meisten Anwohner sind nämlich selber an den Wochenenden zu Hause und müssen ihre Autos irgendwo abstellen können. Da kann nicht auf die Anwohnerparkplätze zurückgegriffen werden).

Jelle Kuiper ging mit der Idee schwanger, irgendwo einen zentralen Parkplatz für Anwohner zu schaffen, dann würde das Auto nicht mehr vor der Tür stehen. Er wollte wissen ob das im B-Plan festgeschrieben werden könne. Kerstin Marsand schüttelte nur den Kopf.
(Anmerkung: dann können in der Schleusenstraße die Touristen parken und die Anwohner buckeln ihre Einkäufe zu Fuß, sehr „clever“).

Susanne Hauser erinnerte noch einmal an die Eigentümerversammlung. Kerstin Marsand meinte, dass sie damit schon an anderer Stelle gute Erfahrungen gemacht haben. Daniel Lohse war für zwei Versammlungen, einmal sollten die Eigentümer befragt werden und dann das Gewerbe.
(Anmerkung: Womit der fruchtbare Austausch unter allen Gruppierungen unterbunden wäre).

Nächstes Thema Tourismus und Gaststätten. Heinz Vogel fand, dass Mitnutzer öffentlicher Einrichtungen mit herangezogen werden sollen z.B. Bootsverleih, Eiscafé, Haus am Flakensee. Mit denen muss in der Form geredet werden, das bestimmte Gewerbe nicht ausufern und damit den Blick von Woltersdorf über den Flakensee stören.

Jelle Kuiper meinte Tourismus, Freizeitgestaltung und Gastronomie, was soll dort erweitert werden. Kleine Läden, Kultur oder Kunst, ein kleiner Pavillon, dass wäre so seine Vision für Woltersdorfer und Touristen, aber wäre das so gewollt.

Karl-Heinz Ponsel wollte wissen, ob im Teil II des B-Plans die Möglichkeit bestünde textlich einige Baufenster festzulegen. Kerstin Marsand sagte, ja es gebe die Möglichkeit Baufelder (für einzelne Grundstücke), Baufelder (für eine Vielzahl von Grundstücken), Baugrenzen (nur innerhalb dieser Grenzen Bebauung möglich), Baulinien (Historische Bereiche) festzulegen.

Punkt 6. Diskussion und Beschlussempfehlung über die Erbringung der vorgesehenen Eigen-leistungen
Daniel Lohse erklärte, dass es hier ganz konkrete um die Eigenleistung und wie sie erbracht werden soll, gehe. Der Ausschuss würde diese Eigenleistung nicht erbringen. Es werden die Entwicklungsziele definiert, zu mehr wäre er nicht in der Lage.

Er sprach nun die einzelnen Positionen der Eigenleistung an. Zusammen und Bewerten des Grundmaterials, dass würde im Rahmen der Ausschussarbeit schwierig werden. Ortsbesichtigung wäre auch ein Teil der Eigenleistung, ebenso Analysieren und Darstellen des Zustandes des Plangebiets soweit für die Planung von Bedeutung und abwägungsrelevant, unter Verwendung hierzu vorliegender Fachbeiträge. Mitwirken an der frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit einschließlich Erörterung der Planung. Diesen Punkt würde der Ausschuss mittragen. Mitwirken an der Beteiligung der Öffentlichkeit und Mitwirken an Festlegung von Zielen und Zwecken der Planung. Da wird sich der Ausschuss sehr intensiv beteiligen.

Daniel Lohse erklärte, dass Eigenleistung nicht gleichzusetzen wäre mit Planung eines Bebauungsplanes. Carsten Utke fragte sich, wie die 20 Prozent Eigenleistung zustande gekommen wären. Die DSK habe damals das Sanierungsgebiet prozentual 80:20 festgelegt. Er wollte wissen, ob die 20 Prozent der Anteil der Gemeinde wäre. Das würde nicht ausschließen, dass die Verwaltung auch ein Teil mit übernimmt. Kerstin Marsand schüttelte den Kopf. Die Arbeitsgruppe hatte keine Legitimation und konnte daher auch über keine Gelder verfügen. Sie hätten erst einmal so angefangen.

Ronny Busse meinte nur, dass sie fachlich nicht in der Lage wären 20 Prozent Eigenleistung zu erbringen. Margitta Decker wies darauf hin, dass es Punkte gebe wo die Fraktionen und der Ausschuss einmal in sich gehen soll und erklären was sie leisten können. Heinz Vogel meinte nur, dass theoretisch verwaltungstechnisch einmal geprüft werden müsse, welche Kosten entstehen können die dann in dem Haushalt berücksichtigt werden müssten und die Gemeindevertretung dann entscheidet.

Frank Diersch schlug vor, dass sich die Arbeitsgruppe gesondert trifft, darüber diskutiert und dann das Ergebnis in der nächsten Sitzung vorstellt. Karl-Heinz Ponsel war irritiert. Er stellte erst einmal fest, dass das hier ein zeitweiliger Ausschuss der Gemeinde Woltersdorf wäre. Dann wollte er wissen, ob es daneben noch die Arbeitsgruppe gebe. Er war der Ansicht gewesen, dass die AG in dem Ausschuss aufgehe. Ihm wurde erklärt, dass die AG weiter nebenher bestehe.
(Anmerkung: Es wurde bei der Gründung des Ausschusses festgelegt, dass die AG darin aufgeht. Nun haben wir doppelt gemoppelt.).

Daniel Lohse fand es sinnvoll, dass die AG Dinge übernimmt, die der Ausschuss so nicht machen kann, wie z.B. die Ortsbegehung und der Ausschuss bekomme dann die Antwort von der AG.

Susanne Hauser war der Ansicht, dass bestimmte Arbeiten auch auf breitere Schultern verteilt werden können.

Karl-Heinz Ponsel meinte, dass das alles keine Hexerei wäre. Großteile der Unterlagen legen schon vor. Er erklärte es nun ausführlich und meinte, dass ohne Weiteres die Vorarbeiten für ein Planungsbüro geleistet werden können. Ebenfalls kann eine Präambel selber gestaltet werden.
Daniel Lohse erklärte, dass der Ausschuss keine Präambel schreiben würde.

Teil 2/2

  1. Der Verstärker

    Moin….

    Ob die Vertreter der Gemeinde überhaupt wissen, daß das ehemalige Delta-Gelände ein Gewerbehof ist mit 100%iger Auslastung? In den Betriebszeiten, die sich von Montags bis Samstags befinden, ist das Gelände so schon teils überfüllt.
    Ich gleube nicht, das sich die dort befindlichen Gewerbetreibenden wohl fühlen, wenn „Huns und Kunz“ sich an den Wochenenden dort abparken, übers Gelände laatschen, und ausspionieren, bzw Sachen die draußen lagern, zweckentfremden.
    Wir haben dort eh schon mit illegaler Müllentsorgung zu tun. Und das auch in den Betriebszeiten……!!!!

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