Zeitweiliger Ausschuss B-Plan Woltersdorfer Schleuse


Teil 1
Ich kam in den Sitzungssaal und wurde mit Musik begrüßt. Carsten Utke probte seine Powerpoint Slideshow über die Woltersdorfer Schleuse im Rahmen des Bebauungsplanes.

Daniel Lohse (CDU), der Vorsitzende dieses Ausschusses erklärte, was der Anlass war, diesen Ausschuss zu bilden. Der Ausschuss würde sich aufgrund der Entscheidung der Gemeindevertretung vom 19. Oktober 2017 konstituieren. Die Anzahl der Gemeindevertreter wurde auf fünf und die der sachkundigen Einwohner auf sieben festgelegt. Eine Fraktion, FDP/Liste Bronsert, hat aufgrund von Personalmangel verzichtet. Die Aufgabenstellung des Ausschusses lautet, Aufstellung eines B-Planes Woltersdorfer Schleuse.

Jelle Kuiper fragte, ob das gehe, eine Fraktion ohne Sitz. Margitta Decker meinte dazu, dass die Fraktion gefragt wurde, aber eben aus Personalmangel verzichtet. Damit die Fraktion informiert werde, wurde dafür Ronny Busse als sachkundiger Einwohner nominiert.

(Anmerkung: Der Ausschuss setzt sich aus Heinz Vogel (WBF), Karl-Heinz Ponsel (UW), Jelle Kuiper (Grüne) und Daniel Lohse (CDU) und als sachkundige Einwohner sind nominiert: Carsten Utke (SPD), Frank Diersch (Künstler), Thomas Müller (Künstler), Prof Dr. Susanne Hauser (Künstlerin), Hans-Gerd Rudat (Architekt) und Ronny Busse)

3.Wahl des Stellvertreters des Ausschussvorsitzenden
Daniel Lohse fragte in die Runde, wer denn den Stellvertreter machen würde. Er betonte, dass nur einer von den Gemeindevertretern genannt werden kann.

Heinz Vogel schlug Jelle Kuiper vor, da er Vorsitzender des Bauausschusses wäre und sich daher bestens auskennen würde. Karl-Heinz Ponsel sah das auch so. Jelle Kuiper stimmte zu.

Daniel Lohse klärte noch die Formalitäten und dann konnte abgestimmt werden.

Der Beschluss lautete nun: „Der zeitweilige Ausschuss B-Plan Woltersdorfer Schleuse wählt aus seiner Mitte Herrn Jelle Kuiper als Stellvertreter des Vorsitzenden.“ Er wurde einstimmig angenommen.

4. Bericht über den Arbeitsstand der Arbeitsgruppe Schleusenplan
Daniel Lohse erläuterte, dass dieser Bericht nur dazu dienen würde einen Überblick über den Stand der bisher erarbeiteten Vorstellungen zu bekommen.

Jetzt kam Carsten Utkes große Stunde als Vertreter der Fraktion CDU / SPD wie er ausdrücklich betonte. Er warf seine Slideshow an und startete tonlos. Er startete ein wildes, planloses und dementsprechend erfolgloses hin und her Gewirre in dem Spaghettiknäul aus Kabeln, Steckern und Buchsen. Ziemlich eigenartig, da kann sich jeder, ohne jede Einweisung mit Null-Kenntnissen an der rund 15 TE teuren Anlage versuchen. Na ja, wenn sie zerschossen wird, werden sich schon Steuergelder für eine neue Anlage finden.

Wie gesagt, die Vorführung blieb tonlos. Irgendwann wurde dann beschlossen, dass wir einen Stummfilm zu sehen bekommen. Nach der tonlosen Vorführung ergriff nun Carsten Utke das Mikrofon und hielt seinen Vortrag zu der eben gezeigten Show, die er uns nun noch einmal in Einzelbildern zeigte. Doppelt gemoppelt, aber immerhin er kam irgendwie weiter. Leider blieb die Sekretärin der Bürgermeisterin wie immer mitten im Bild sitzen, so dass wir in der Hauptsache den Kopf und Frisur von Frau Totel bewundern durften, aber das sind wir ja von der Guten gewohnt.

Was nun kam war wahrlich mehr als erstaunlich.
Carsten Utke erklärte uns, dass vor über 20 Jahren schon eine moderne städtebauliche Entwicklung an der Schleuse in Gang gesetzt wurde und ein Großteil von dem bis jetzt umgesetzt wurde und dann irgendwann irgendwann steckenblieb. Was da umgesetzt wurde, darüber schwieg er sich fatalerweise aus. Vielleicht war’s auch nicht so, aus der Ferne in die Historie zurückgeschaut verklärt sich so manches zum Guten, erst recht wenn man damals zu Wolfgang Höhnes Zeiten kräftigst seine Finger mit im Spiel hatte.

Im März 2016 bildet sich eine Arbeitsgruppe aus interessierten Bürger, die sich dem Thema – Umfeld Woltersdorfer Schleuse – wieder annahmen und mit dem Aufstellungsbeschluss der am 30.06.2016 in der Sitzung der Gemeindevertretung gefasst wurde, kam wieder Bewegung in die Sache. Das Ziel, das sich die Gruppe, damals bestehenden aus Prof. Dr. Susanne Hauser (Uni der Künste), Hans Gerd Rudat (Architekt), Thomas Müller (freischaffender Grafikdesigner, Spielerei an der Schleuse), Frank Diersch (Zeichner, Maler), Ronny Busse (Vertreter der FDP/Liste Bronsert, selbständiger Kaufmann), Carsten Utke (Vertreter CDU/SPD-Fraktion), Kerstin Marsand und Margitta Decker gesetzt hatten, war die Erstellung eines B-Planes für das Gebiet Woltersdorfer Schleuse.
Es wurde umfangreiches altes Kartenmaterial gesichtet und Begehungen unternommen. Der Aufstellungsbeschluss gab die Ziele vor. Es gab aber genügend Diskussionsbedarf, wie der B-Plan angegangen, welche Ziele definiert und wohin es eigentlich gehen solle.

Er stellte nun die Zielstellung der Arbeitsgruppe vor, um die es in den nächsten Wochen gehen wird.

Entwicklung der überörtlichen Schwerpunktfunktion des Bereiches Woltersdorfer Schleuse für Naherholung, Tourismus.
Konzentration von intensiv genutzten wasserbezogenen Freizeitstandorten im Nahbereich der Schleuse sinnvoll ergänzt durch ein extensiv genutztes Erholungsangebot.
Verbesserung des Ortsbildes durch Ergänzung bzw. Umstrukturierung, Aufstockung und Dachgestaltung.
Sicherung der städtebaulichen Struktur.
Sicherung der städtebaulichen Ordnung.
Beseitigung städtebaulicher Missstände.
Verbesserung der Bau- und ???
Sicherung der typischen dörflichen und innerörtlichen Baustruktur.
Beseitigung von Nutzungskonflikten.
Sicherung der naturräumlich gepflegten Bereiche mit alten Baumbeständen.
Stärkung der Erholungskultur des Schleusenbereichs.
Erweiterung des Erlebnisangebotes.
Schaffung weiterer attraktiver Aufenthaltsbereiche.
Erhaltung und Weiterentwicklung der kleinteiligen Mischstruktur.
Attraktivitätssteigerung des öffentlichen Raumes, Plätze, Straßenbäume, Grün- u. Freiflächen.
Nutzung von Wohnungsbaupotential, Verdichtung des Bestandes.
Schließung von Baulücken.
Beseitigung von verkehrstechnischen Mängeln.
Parkmöglichkeiten.
Verbesserung des ruhenden Verkehrs durch ausreichende Parkplatzschwerpunkte.
Die Weiterentwicklung von hinteren Grundstücksteilen. (Bauen in zweiter Reihe)
Entwicklung Hofstrukturen und Schaffung von Stellplätzen.

Als nächste stellte er noch einmal die im Aufstellungsbeschluss genannten Ziele vom 30.06.2016 vor.
1) Erhalt und Verbesserung der städtebaulichen Struktur unter der besonderen Beachtung des historisch gewachsenen Ortsbildes.
2) Schaffung planungsrechtlicher Voraussetzungen für Vorhaben der Wohnungsnutzung sowie für die Entwicklung von Gewerbe, Kultur und Tourismus auf der Grundlage der Vorgaben des Flächennutzungsplans und den Entwicklungszielen des Sanierungsgebietes.
3) Sicherung der geordneten städtebaulichen Entwicklung unter besonderer Berücksichtigung der wasserbezogenen Erholungsfunktion des Schleusenbereichs.
4) Verbesserung der Situation im Hinblick auf den ruhenden Verkehr.
5) Untersuchungen zu den Auswirkungen möglicher Eingriffe in Natur und Landschaft und Festsetzung geeigneter Ausgleichsmaßnahmen (z.B. Festsetzung von nicht überbaubaren Flächen, die der ökologischen Bedeutung des Gebietes Rechnung tragen).

Carsten Utke erklärte, dass hier ein Gebiet, den Umriss zeigte er anhand einer Karte,

von ca. 8,5 Hektar beplant werden soll. Es ginge nun darum, diese etwas abstrakten Ziele mit Leben zu füllen und ein Architekturbüro oder Städteplaner zu finden, der bereit wäre, für wenig Geld etwas vernünftiges zu planen. Diesem Büro müsse etwas mit auf dem Weg gegeben werden und die Arbeitsgruppe habe sich deshalb Gedanken gemacht. Diese Gedanken wollte er nun vorstellen, betonte aber gleichzeitig, dass sich keiner daran gebunden fühlen müsse.

Als erstes ging es nun um die Gestaltung des Bereichs an der Schleuse. Dort schwebte der Arbeitsgruppe vor, den Weg südlich der Schleusenstraße bis hin zum Flakensee für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Der Arbeitsgruppe schwebt ein genügend breiter Weg, eine Art Erschließungsstraße vor, der auf seiner westlichen Seite bebaut werden könnte. Die Arbeitsgruppe stellte sich z.B. eine zweigeschossige Bebauung als Nutzung für Beherbergungs- und Gastronomie (Geschäfte, Wohnen) vor. Als Beispiel führte er Greifswald mit einer typischen Hafenbebauung an.
(Anmerkung: Greifswald vergleichen mit Woltersdorf, nur so hingeschmissen, nichts Konkretes)

Die Schleusung von Schiffen, die früher reine Handarbeit war, werde heute schon teilweise aus der Ferne automatisch gesteuert, so dass seiner Meinung nach, der ursprünglich dafür vorgesehen Raum heute nicht mehr zwingend notwendig wäre. Er wies auf die darauf befindliche Bebauung hin und dass sowohl Angler als auch Bootsbesitzer dieses Stück zum Abstellen ihrer Fahrzeuge und Boote nutzen würden. Es würde sich hier um das Filetstücke an der Schleuse handeln, das heute immer noch den Charme der DDR aufweise.
(Anmerkung: ganz leise möchte ich einwerfen, das Gelände, das hier in Gedanken verbaut wird gehört dem Wasser und Schifffahrtsamt, also der Bundesrepublik).
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Nächste Station war der Weg nördlich der Schleusenstraße. Der sollte ebenfalls für die Öffentlichkeit zugänglich sein und entweder zur Werderstraße oder Schleusenstraße gehen. Als Gestaltung eines Teiles des Weges wurde an eine Promenade mit Grünfläche und Sitzbänken gedacht. Eine Bebauung wie am südlichen Weg wäre ebenfalls denkbar. Es müsste sich dafür mit den entsprechenden Grundstückseigentümern unterhalten werden.
(Anmerkung: Sinn der Unterhaltung soll sein, die Eigentümer zum Verkauf von Teilflächen ihrer Grundstücke zu überreden)

Er wies noch auf ein nicht bebautes Grundstück neben dem großen Haus an der Haltestelle der Straßenbahn hin, da könne dem Eigentümer vielleicht ein Angebot im Zuge des B-Planes gemacht werden, damit er es bebaut.

Die Idee der Fortführung der Strandpromenade stammte aus den 90ziger Jahren, erläuterte Carsten Utke. Eine Architektin hatte damals diesen Gedanken.

Es sollte die Strandpromenade vom Schleusenwirt zum künftigen Schleusenweg (Weg südlich der Schleusenstraße). Bänke sollen den Weg säumen und die Weiterführung des Fußweges am südlichen Ende des Schleusenweges entlang des Ufers bis zur Werderstraße. Auch hier wäre eine Wohnbebauung unter Voraussetzung einer Erschließungsstraße an der seeabgewandten Seite denkbar. Er zeigte anhand von Bildern wie die Arbeitsgruppe sich das vorgestellt. Am Ende der Strandpromenade (Höhe ehemaligen Café Ruhwald) würde der Weg an den Treppen vorbei über die schmale Landzunge am Mühlengraben führen. Um von dort auf die eigentliche Schleusenhalbinsel zu gelangen könnte sich die Gruppe den Bau einer Brücke vorstellen. Die Wegführung über die Schleusenhalbinsel würde dann allerdings eine zweite Brücke über den Schleusenkanal erfordern, damit der Weg dann am Ufer den Flakensees bis zur Werderstraße weitergehen kann. Das wäre dann ein Rundweg. Er schwärmte von Sonnenuntergängen, die so wunderschön damals von dieser Halbinsel zu sehen waren. Er habe deshalb kein Verständnis dafür, dass die Schleusenhalbinsel damals in den 70ziger bis 80ziger Jahren vom Wasserstraßenschifffahrtsamt die ganzen Flächen in Besitz genommen wurden, da sollte ins Grundbuch geschaut werden, wie das zustande gekommen sei.
(Anmerkung: Ja, da sind so zu Höhnes Zeiten einige Sachen beim Verkauf der Schleuseninsel gelaufen, über die wir gerne einmal in die Unterlagen schauen würden. Der Herr Utke hat ja damals mit Höhnes Gemeindevertretung mitgemacht, vielleicht erinnert er sich ja noch daran).

Nächste Station war die Werderstraße wo er monierte, dass der Zugang zum See dem normalen Woltersdorfer, wie z.B. das Gelände des ehemaligen Bellevue, durch Verkauf versperrt wird.
(Anmerkung: Auch das Bellevue wurde zu Höhnes Zeiten, mit seinen Gemeindevertretern, die teilweise heute noch in der Gemeindevertretung sitzen verramscht).

Er hüpfte zurück zur Schleusenhalbinsel, die ihren Parkcharakter mit den großen Bäumen behalten soll. Sie soll für Veranstaltungen mit mobilen Ständen und einer Bühne genutzt werden. Er könne sich auch die Wiederbelebung der Serenadenkonzerte, die einst im Bellevue stattfanden, vorstellen. Er meckert wieder, dass alles versperrt wäre und als alter Woltersdorfer nirgendwo mehr hinkomme.
(Anmerkung: richtig, ist nicht schön, was Höhne und seine Gemeindevertreter damals da zustande brachten. Über die Deals müssten die Unterlagen transparent gemacht werden. Daran hat aber niemand Interesse).

Als letzten Punkt sprach er die Gestaltung der Schleusenstraße an. Dort kann mit einer Hof- oder Bebauung in zweiter Reihe im B-Plan gearbeitet werden.
Es müsse ebenfalls geprüft werden, ob (private) Höfe bis zur Werderstraße durchgängig für die Öffentlichkeit begehbar gemacht werden können. Das müsse mit den Eigentümern diskutiert werden. Er regte sich über die baulichen Missstände in der Schleusenstraße auf. (z.B. die Holzhäuschen-Gaststätte, die direkt an der Schleuse steht, dass es so etwas immer noch gebe) Dann kam er auf die dramatische Parksituation an der Schleuse zu sprechen.
(Anmerkung: wir hatten einen Riesenparkplatz, nun ist er zugebaut mit den DREI HÄßLICHEN. Da waren viele der heutigen Gemeindevertreter involviert, jetzt sollen die Eigentümer für Fehler der Vergangenheit Teile ihre Grundstücke abgeben).
Die Eigentümer müssten im Bereich Werderstraße Schleusenstraße Stellplätze auf ihren Grundstücken oder die Möglichkeit eines gemeinsam genutzten Parkhauses oder einer Tiefgarage schaffen. Er könne sich als Parkhaus die Alte Bäckerei an der Bergstraße gegenüber von Knappe vorstellen. Das Gebäude gehe in den Berg und ist zur Zeit bestimmt keine Schönheit, habe aber das Potential für ein Parkhaus.
(Anmerkung: die Alte Bäckerei ist für ein Parkhochhaus zu schmal, da sollte man gleich noch ein oder zwei danebenstehende Häuser abreißen. So ein Wohnhaus für Autos kostet etwas, hier mal als Beispiel Baukosten für das Parkhaus in Höhe von 5.947.380 Euro
http://www.klaerwerk-blog.de/2010/10/20/parkhaus-blankenfelde-aktueller-kostenstand-5-947-380-e/).

Er wies noch auf unbebaute Grundstücke hin, die ebenfalls bebaut werden können. Den Eigentümern, die z.B. ihren direkten Wasserzugang, durch Öffnung der Uferwege für die Öffentlichkeit, verlieren, würde er Baurecht als Ausgleich anbieten.
(Anmerkung: Ist die Frage ob der Deal Grundstück verkaufen gegen Baurecht bekommen legal ist. Ich habe da so meine Zweifel, das Baurecht käuflich ist).

 

 

 

Bild links: So sah es auf der Halbinsel um 2013 einmal aus.
Bild rechts: So sieht es heute, im Kettensägen-Zeitalter 2018 aus.

 

Utke (SPD) sagte, er spreche für die Fraktion SPD / CDU. Interessant, was diese beiden Parteien so vorhaben.
Teil 1/2

  1. U. B.

    Gut, dass es Bernds Journal gibt, dass die Bewohner dadurch informiert werden.
    Danke, lieber Bernd.
    Wie kann man etwas planen, wo Einwohner mit Privatbesitz überrumpelt werden sollen. Begehbare Höfe, was soll der Unsinn? Man kann doch nicht verlangen, dass Eigentum ständig von fremden Personen benutzt wird, womöglich noch Fahrzeuge abstellen.
    Nicht mit den Eigentümern von Grundstücken.
    Mangel an Parkplätzen im Schleusenbereich.
    Wir hatten doch einen guten Parkplatz. Da stehen jetzt drei hässliche Bauten, die so gar nicht ins Landschaftsbild passen.
    Wo bitte soll denn ein Parkhaus von der Werderstr. zur Schleusenstr. gebaut werden? Da müssten ja Häuser abgerissen werden.
    Ich bin sicher, dass nicht einer von den Planern im Schleusenbereich wohnt.
    Richtig entsetzt und unfassbar bin ich über solche Planungen.

    1. Bernds Journal

      Interessant ist, dass die Bürgermeisterin und die Bauamtsleiterin federführend in dem zeitweiligen Ausschuss agieren und die hier vorgestellten Geistesblitze das Ergebnis von einem Jahr Inspiration sind. Vergessen sollten die Woltersdorfer keinesfalls, dass es unsere Bürgermeisterin war, die sich die Mitglieder dieses Gremiums eigenhändig, handverlesen aussuchte und die Gemeindevertretung diese Künstlertruppe nur noch bestätigte. Fast so, wie in der früheren Volkskammer, unsere Gemeindepolitik erlaubt eben seit der letzten Bürgermeisterwahl einen sezierenden Blick auf ein sich veränderndes, rückentwickelndes Gemeinwesen. Nicht mehr die Bürger werden gefragt, gefragt sind die Künsterkollegen der Künstler-Bürgermeisterin aus dem Künstler-Treffpunkt „Alte-Schule“, der ja jetzt bestens von der Gemeinde finanziell ausgestattet ist.

  2. Peter Müller

    Springeberg, Schiffswerft, Stasigelände, Kiesweg, nichts bekommen sie auf die Reihe,
    nun muss also das Schleusengebiet daran glauben. Bin schon gespannt, wie sie dem
    Besitzer des ehemaligen Schleusenidylls seine Aufgaben klarmachen wollen?
    Warum denkt man als erstes immer über fremde Grundstücke nach?
    Vielleicht sollte man erst mal den Uferweg nach Erkner begehbar machen, um einen
    minimalen Erfahrungsschatz vorweisen zu können? Bin gespannt wann man darauf
    kommt ein Planungsbüro einzusetzen, soll ja wieder etwas Geld in der Kasse sein.

    1. Lustiger Lektor

      Auf die Idee mit dem Planungsbüro sind sie doch schon gekommen, ich zitiere aus dem Bericht:
      „Es ginge nun darum, diese etwas abstrakten Ziele mit Leben zu füllen und ein Architekturbüro oder Städteplaner zu finden, der bereit wäre, für wenig Geld etwas vernünftiges zu planen.“

      Ich würde es ebenso begrüßen, wenn die Gemeinde (gemeinsam mit den Nachbargemeinden) sich um die Anbindung von Woltersdorf und des Schleusenbereichs über vernünftige (Rad-)Wege kümmern würde, zum Beispiel aus Erkner, Rüdersdorf oder den S-Bahnhöfen Rahnsdorf und Wilhelmshagen. Da hätten dann nicht nur die Touristen etwas davon, sondern auch wir Einwohner, besonders die Kinder.

  3. Neuer

    Schleusenhöfe Woltersdorf! Kommt gleich nach Treppenviertel Blankenese oder Gängeviertel Lübeck!
    Schade nur, dass man das Parkhaus von den Höfen aus so schlecht als die neue Sehenswürdigkeit von Woltersdorf erkennen kann!
    Die Anwohner können es schon jetzt bestimmt kaum erwarten, die vielen Besucher mit Kaffee und Kuchen auf ihrem Besitz zu empfangen!
    Vorher müssen sie jedoch die Höfe stilgerecht asphaltieren, damit dann auch alles schön stimmungsvoll ist.
    Ich stelle mir schon die Touristen lustwandelnd zwischen den „3 Hässlichen“ vor…!

  4. PT66

    Mich macht es ernsthaft betroffen, wenn ich das alles lese…
    Bebauung, Verdichtung. Verwegung…
    Man bekommt den Eindruck, es soll so eine Art Vergnügungpark gestaltet werden.
    Es ist jetzt schon fast jeder freier Platz im Ort zugebaut, warum dann auch noch an der Schleuse…?
    Das einzig sinnvolle wäre die Sanierung der verfallenden Gebäude in diesen Bereich,
    und weitere Parkmöglichkeiten sehe ich nicht kommen…wie auch…

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