Woltersdorfer Winterdienst

Beim schmökern im Internet stolperte ich über den Text einer christlichen Partei, dem ich nicht zustimmen mag. Zum besseren Verständnis gebe ich ihn hier auszugsweise wieder:

Winterdienst – gibt es den?
Woltersdorf und Schnee: einfach nur peinlich.
…Merkwürdig: Im letzten Winter hatte das Schneeräumen schließlich halbwegs geklappt. Alt-Bürgermeister Wolfgang Höhne hatte es zur Chefsache erklärt. Jetzt ist alles so, wie man Winterdienst in Woltersdorf kennt: Einfach nur peinlich. Wehe, wer nicht gut zu Fuß ist!

Ins gleiche Horn stieß bereits Herr Neumann, Chef des Bauhofes, als er im im letzten Hauptausschuss sagte, früher war alles besser als heute, als Höhne den Winter noch zur Chefsache erklärte. Wolfgang Höhne war rund 20 Jahre Bürgermeister in Woltersdorf, über die letzten 10 Winter kann ich mitreden. Bereits im Januar 2009 äußerte ich mich zum Winterdienst der Höhne Zeit. Ein Vergleich der Fotos von damals und dem sich heute bietenden Bild zeigt deutlich, es hat sich nichts geändert. Der Winterdienst in Woltersdorf war immer peinlich.

Es stellt sich die Frage, warum verklären Menschen, die es besser wissen müssen, die vergangenen Zeiten unter Wolfgang Höhne und werten die Arbeit des erst einige Monate tätigen Bürgermeisters ab. Der Winterdienst war die Aufgabe von Herrn Neumann bei Ex-Bürgermeister Höhne und ist seine Aufgabe bei Bürgermeister Dr. Vogel. Ist der Winterdienst plötzlich nach der Wahl des neuen Bürgermeisters schlechter als zuvor, so soll Herr Neumann erklären wieso das so ist. Stehen dem Bauhof jetzt weniger Mittel, Personal, Geräte zur Verfügung als früher? Ist dem nicht so, stellt sich die Frage, warum ist es jetzt, bei gleichen Bedingungen, schlechter. In dem Fall muss die Lösung im Bauhof und bei Herrn Neumann gesucht werden.

Ist der Winterdienst aber ebenso schlecht wie zu Wolfgang Höhnes Zeiten, so frage ich mich, was sollen diese Aussagen bewirken. Bekannt ist, diese Partei und auch Herr Neumann waren Anhänger des alten Bürgermeisters. Wolfgang Höhne wird nie wieder Bürgermeister von Woltersdorf. Es ist an der Zeit, ohne Groll, den Blick nach vorne zu richten, um die kommenden Aufgaben gemeinsam zu bewältigen. Das betrifft nicht nur den wahrlich schlechten Winterdienst, da sind noch andere Altlasten die über Bord geworfen werden müssen, wie die Mehrzweckhalle und muss es immer der gleiche Architekt sein. Im Angesicht des Rathausanbaus graust mir davor. Der Winter geht vorbei, die Bauten werden über 100 Jahre das Gesicht des Ortes prägen.